Sinn des Schenkens

#1 von Klaus Pfahl , 06.12.2010 12:37

Weihnachten, die Zeit des Schenkens. Über den Sinn dieses Rituals möchte ich gerne einmal diskutieren. Nehmen ist seliger denn geben, da mag Paulus in der Apostelgeschichte (20, 35) erzählen, was er will, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und wollen erwidert sein.

Schenken ist die Pflicht zu geben, um den sozialen Status zu wahren, die Pflicht die Gabe anzunehmen und sich damit in die Schuld des Schenkenden zu begeben und die Pflicht, eine Schuld befreiende Gegengabe anzubieten.

Wie denkt Ihr darüber?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Sinn des Schenkens

#2 von Gast ( Gast ) , 06.12.2010 12:56

Die Betonung sollte auf kleine Geschenke liegen.
Geschenke der Liebe und Freundschaft sozusagen!

Gast

RE: Sinn des Schenkens

#3 von Isis ( gelöscht ) , 07.12.2010 20:05

Sinn machen nur Geschenke an die eigenen Lieben und Kinder. Um sich in der Hierachie der Gesellschaft empor zu arbeiten, bedarf es keine Geschenke. Bei uns zählt nur Leistung im täglichen Alltag. Diejenigen, die am freizügigsten sind, haben im Beruf nicht viel zu melden. Das habe ich jedenfalls festgestellt.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Sinn des Schenkens

#4 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 07.12.2010 23:34

gelöscht!


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 27.12.2010 21:54 | Top

RE: Sinn des Schenkens

#5 von Hans ( gelöscht ) , 08.12.2010 18:27

Bei den Indianern im Nordwesten der USA gab es früher den sogenannten Potlatsch.
Ein Potlatch (auch Potlach oder Potlatsch) ist ein Fest der amerikanischen Indianer der nordwestlichen Pazifikküste. Bei ihm werden in ritueller Weise Geschenke verteilt oder ausgetauscht. Je wertvoller und erlesener die gereichten Gaben ausfallen, desto bedeutender gilt die Position und Abstammungslinie dessen, der die Geschenke vergeben hatte.
Von 1884 bis in die 1950er Jahre war der Potlatch in Kanada verboten. Seither wird versucht, das ursprüngliche Wesen des Potlach in zeitgemäßer Form neu zu beleben.
aus WIKI

LG
Hans


Hans

RE: Sinn des Schenkens

#6 von Kata , 19.04.2011 20:23

Zitat von Blitz
Weihnachten, die Zeit des Schenkens. Über den Sinn dieses Rituals möchte ich gerne einmal diskutieren. Nehmen ist seliger denn geben, da mag Paulus in der Apostelgeschichte (20, 35) erzählen, was er will, kleine Geschenke erhalten die Freundschaft und wollen erwidert sein.

Schenken ist die Pflicht zu geben, um den sozialen Status zu wahren, die Pflicht die Gabe anzunehmen und sich damit in die Schuld des Schenkenden zu begeben und die Pflicht, eine Schuld befreiende Gegengabe anzubieten.

Wie denkt Ihr darüber?




Jetzt ist ja längst nicht mehr Weihnachtszeit -aber ich habe den Eingangsbeitrag jetzt erst gelesen.

Es ist so - ich gebe dir Recht, Schenken und Geschenke annehmen, das ist so eine Pflicht geworden, die recht lästig sein kann. Ich merke das gerade an Weihnachten immer wieder - lästig ist es vor allem dann, wenn man etwas schenkt, weil man eben etwas schenken MUSS - aber oft weiß man gar nicht, was man noch an Geschenken geben könnte ( weil der Andere eigentlich so ziemlich alles schon hat...) und dann werden Geldbeträge Hin und Her getauscht..

Das alles hat aber eigentlich nichts damit zu tun, dass ich im Grunde genommen sehr gerne etwas schenke - auch ohne besonderen Anlass. Ich gebe gerne Geld aus, wenn ich damit jemandem eine Freude machen kann. ( Geiziger bin ich mir selbst gegenüber).
Ich freue mich dann mit - von daher finde ich, dass der Spruch, Geben mache seliger als Nehmen, durchaus seine Richtigkeit hat.

P.S.: ich kann mich aber auch sehr über Geschenke freuen. :)

Kata  
Kata
Jungmann
Beiträge: 40
Registriert am: 07.02.2011


RE: Sinn des Schenkens

#7 von Laura , 21.04.2011 12:03

Mir geht es so ähnlich. Erst kürzlich meinte ein Freund zu mir, er mag es nicht sonderlich, wenn man ihm Geschenke macht. Er verspüre wesentlich mehr Freude, wenn er die Möglichkeit bekomme, andere beschenken zu können. Eine, wie ich finde, sehr noble Einstellung. Dennoch schenken die meisten Menschen Gegenstände. Sei dies nun zu feierlichen Anlässen oder einfach aus der Spontanität heraus. Die Frage, ob das Geschenk dem Gegenüber Freude bereitet oder doch nur eine peinliche Berührtheit entstehen lässt, ist variabel. Manchmal trifft man den Geschmack, ein anderes mal ist es ein absolutes Desaster. In der Regel bedankt man sich höflich.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens

 
Laura
Master
Beiträge: 1.715
Registriert am: 14.03.2011


   

frohe Ostern
Zuckerfest

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor