Grünes Licht für Imam Ausbildung

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 14.10.2010 16:21

Grünes Licht für Imam-Ausbildung




An den Universitäten in Tübingen, Münster und Osnabrück
sollen erstmals vom Bund geförderte Islam-Studienzentren für Imame und Religionslehrer entstehen. «Wir haben die geeigneten Erfahrungen, um auch ein solches neues Kapitel zu schreiben», so Bildungsministerin Annette Schavan (CDU).

Denn Theologie habe an deutschen Hochschulen eine lange Tradition. Nun können Religionslehrer für den Islam und muslimische Geistliche für Deutschland komplett an staatlichen Hochschulen auf Deutsch ausgebildet werden, sagte Schavan in Berlin. Dies sei zentral auch für die Integration, «weil zur Integration auch immer gehört, in der eigenen Religion heimisch zu sein - auch in Ländern, die nicht kulturell geprägt sind von der eigenen Religion». Im Wintersemester 2011 sollen die ersten Studenten beginnen können.

Die Hochschulen von Münster und Osnabrück müssten aber noch ein gemeinsames Konzept entwickeln. Die Universität Erlangen, die sich ebenfalls beworben hatte, habe bei der nächsten Auswahlrunde im März eine Chance. Der Antrag Hessens für die Universitäten in Marburg und Gießen habe die Fachjury nicht überzeugt.

Jedes Islam-Zentrum fördert der Bund mit vier Millionen Euro für bis zu fünf Jahre, wobei Münster und Osnabrück als Doppelstandort mehr erwarten dürften. Nach beiden Auswahlrunden solle es vier Standorte mit 400 bis 500 Studienplätzen geben, sagte Schavan.

16 Millionen Euro stellt der Bund für Professuren, Mitarbeiter und Nachwuchsgruppen insgesamt zur Verfügung. Zusätzlich muss das jeweilige Land ein Drittel der entstehenden Kosten übernehmen. Laut des Berner Islamwissenschaftlers Reinhard Schulze kam Erlangen noch nicht zum Zug, weil hier die Religionslehrer-Ausbildung in ein Theologie-Konzept eingebettet werden sollte - und nicht umgekehrt.

Zu zentralen Kriterien zählt das Konzept zur Akademisierung islamischer Theologie und dauerhaftes finanzielles Engagement der Universitäten und Länder. In Tübingen soll es noch Korrekturen geben, da hier ein Beirat unter anderem von islamischen Verbänden ein zu großes Mitspracherecht bei der Berufung der Fachkräften haben soll, wie Islamwissenschaftler Schulze erläuterte.

Münster sei stark in der Theologie, sagte Schavan, Osnabrück bei der Lehrerbildung und Imam-Weiterbildung. «In der Kooperation liegt eine große Chance für den gesamten norddeutschen Raum.» Der Sprecher der Osnabrücker Uni sagte, man werde nun zügig mit Münster ein gemeinsames Konzept erarbeiten. Ab 2012 solle es einen Bachelor-Studiengang islamische Theologie geben.

«Wir wollen den islamischen Religionsunterricht in möglichst vielen Schulen in Deutschland», betonte Schavan. In Niedersachsen und Baden-Württemberg gebe es dies bereits. Die Entscheidungen für islamischen Unterricht seien in der Islam-Konferenz gefallen. Es sei nur folgerichtig, nun auch die Voraussetzungen zu schaffen. Zudem sagte sie: «Wir wünschen uns die Ausbildung von möglichst vielen Imamen in Deutschland, weil wir davon überzeugt sind: Imame sind Brückenbauer zwischen ihren Moscheegemeinden und der Gemeinde, in der diese Moschee steht.»

Schavan wertete den Schritt als wichtige Facette für Integration und gegen Islamismus - als wichtigen Beitrag zur «Ausbildung von europäisch-muslimischer Gelehrsamkeit». Die Verankerung in den Hochschulen beuge Gefahren der Politisierung des Islam vor. Schulze betonte: «Islamische Theologie wird an deutschen Universitäten unter säkularen Bedingungen stattfinden.» Zentral sei, dass Lehrer und Imame auf Basis theologischer Forschung ausgebildet würden, betonte Schavan. «An den Universitäten kann sich eine historisch-kritische Methode im Umgang mit dem Koran entwickeln.»

Schulze betonte, vor allem Frauen bereiteten sich auf die Religionslehrerausbildung vor. Auch wollten immer mehr Frauen Imaminnen werden. Auch beim Wissenschaftsnachwuchs zeigten großteils Frauen Interesse. Schavan wies Bedenken zurück, die Angebote würden zu Spannungen mit den Islam-Verbänden führen, die Imame aus den Unis skeptisch sehen. Die Angebote seien als Aufforderung zum Dialog zu verstehen.

Die neuen Studiengänge seien Ergänzung und Fundierung bereits bestehender religionspädagogischer Angebote. Die Universität Frankfurt sieht sich mit ihrem Islam-Studiengang bereits auf Augenhöhe mit den neuen Zentren. «Wir werden unabhängig von der Förderung unser Angebot weiter entwickeln», sagte ein Sprecher.

http://de.news.yahoo.com/26/20101014/tde...ng-e7455f6.html

Zitat
Quo vadis Deutschland?


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

RE: Grünes Licht für Imam Ausbildung

#2 von Klaus Pfahl , 14.10.2010 18:29

Imame in Deutschland sind nicht mehr nur Vorbeter – sie sind Mediatoren, Seelsorger und Lehrer. Das birgt große Risiken, denn zur Integration gehört der Besuch der deutschen Schulen. Wenn jede muslimische Gemeinde ihren eigenen Imam hat, wird dieser bestrebt sein seine Schützlinge in einer Koranschule zu unterrichten. Das können und dürfen wir nicht zulassen. Eine Religion, die im geistigen Mittelalter verharrt, in sich voller Widersprüche steckt, sogar unfähig ist, in sich einen Konsens herzustellen auch noch von deutschen Steuergeldern finanzierte deutschsprachige "Mullahs" zur Verfügung zu stellen, halte ich für einen der größten der vielen Fehler.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
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zuletzt bearbeitet 14.10.2010 | Top

RE: Grünes Licht für Imam Ausbildung

#3 von Isis ( gelöscht ) , 14.10.2010 18:56

Wenn junge Menschen nach dem Schulbesuch weder richtig rechnen, schreiben oder nicht Deutsch sprechen können, dann ist dies in meinen Augen ein Armutszeichen und ein Vergehen an den Kindern sowie der gesamten Gesellschaft. Wir brauchen keine Imame in unserem Lamd. Der Islam passt zur Deutschen Kultur wie ein Marder im Hühnerstall.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis
zuletzt bearbeitet 14.10.2010 21:47 | Top

RE: Grünes Licht für Imam Ausbildung

#4 von Hans ( gelöscht ) , 18.10.2010 20:06

Deutsch sollte für alle Pflichfach werden. Ohne Kenntnisse der deutschen Sprache wird kein junger Schulabgänger eine Ausbildungsstelle bekommen. Wenn die falsche rot/grüne Gutmenschenpolitik weiterhin fortgesetzt wird, steuer Europa auf ein Chaos zu. Erinnert sei an die Brandanschläge in Paris und neuerdings auch in Hamburg und Berlin. Das ist erst der Anfang.

LG
Hans


Hans

RE: Grünes Licht für Imam Ausbildung

#5 von Zaunkönig , 05.11.2010 19:21

Oh weh.
Jetzt geht es wohl los. Was kommt als nächstes?
In ein paar Jahren heißt Deutschland nicht mehr länger Deutschland.
Multikulti ist jetzt angesagt und Deutschland konzentriert sich hauptsächlich
auf Migranten etc.

Euer Zaunkönig


Aufpassen, es kommt ein Vogel gezwitschert.

Der äußere Glanz, hütet das innere Wesen.

Hast du ein Vogel?

 
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