Lustige Geschichten

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 10.10.2010 20:16

EINFACH ZUM SCHMUNZELN

Lila

Wenn ich einmal eine alte Frau bin, werde ich Lila tragen,
Zusammen mit einem roten Hut, der nicht dazu passt und mir nicht gut steht.
Und ich werde meine Rente ausgeben für Cognac und Sommerhandschuhe
Und Sandalen aus Satin.
Und ich werde sagen:"Für Butter haben wir kein Geld."

Ich werde mich auf den Bürgersteig setzen, wenn ich müde bin,
Und Gratisproben in den Geschäften verschlingen
und Alarmglocken läuten
Und meinen Stock gegen die Zäune der öffentlichen Anlagen klappern lassen
Und Schluss machen mit der Angepasstheit meiner Jugend.
Ich werde in meinen Hausschuhen in den Regen rausgehen
Und Blumen pflücken, die in anderer Leute Gärten wachsen,
Und lernen zu spucken.

Man kann dann die schrecklichsten Blusen tragen
Und drei Pfund Würstchen auf einmal aufessen,
Oder eine Woche lang sich von Brot und sauren Gurken ernähren,
Und Bleistifte und Kulis und Bierdeckel und anderen Kleinkram horten.

Aber jetzt müssen wir vernünftige Kleider haben, die uns trocken halten,
Und unsere Miete zahlen und keine Schimpfwörter auf der Strasse benutzen
Und gute Vorbilder für die Kinder sein.
Wir müssen Freunde zum Essen einladen und die Tageszeitung lesen.

Aber sollte ich vielleicht nicht jetzt schon ein bisschen üben?
Damit die Leute, die mich kennen, nicht zu schockiert und überrascht sind
Wenn ich plötzlich alt bin und anfange, Lila zu tragen.

Ja, genaus so!

gesehen bei artisanne
von
Jenny Joseph


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

RE: Lustige Geschichten

#2 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 16.10.2010 01:41

Gartengeschichten:

Lebensrettung mit Folgen
Nur eine tote Wühlmaus ist eine gute Wühlmaus!

Es ist eine Gartengeschichte, die das Leben schreibt. Ein großer Katzenfreund und Tierliebhaber generell hatte wieder einmal eine gestörte Nachtruhe: Sein Kater wollte Lob für seinen Jagdeifer und brachte die Beute ins Schlafzimmer – keine Maus, sondern einen entzückender Maulwurf, der völlig unverletzt war und um sein Leben lief. Also wurde er gerettet. Noch in der Hand versuchte sich das pelzige Tierchen zu vergraben und wurde – zum Entsetzen des Katers – ins Freie gebracht und im Garten ausgesetzt. Das war der 1. Akt.

Der zweite folgte in den Tagen danach:
Offenbar aus lauter Überlebensfreude begann der Maulwurf den herrlich dichten, beinahe Englischen Rasen zu erobern. Ein Haufen nach dem anderen entstand, einer höher als der andere. Die Dankbarkeit zeigt sich eben auf unterschiedliche Art. Nun stellte sich die Frage: Wie bringt man den (unter Naturschutz stehenden) Maulwurf wieder weg? Schwer, kann ich nur sagen, aber generell gilt: Alles was stinkt, mag der Meistergräber nicht. Beim Maulwurf wäre ich möglicherweise auch schwach geworden und hätte ihn – vermutlich nicht im Garten – ausgesetzt.

Bei Wühlmäusen bin ich aber mittlerweile hart. „Nur eine tote Wühlmaus ist eine gute“, sagte mir einmal ein Landwirt, dem ich von Lebendfallen erzählte. Und er hat Recht. Tagelang habe ich mich auf die Lauer gelegt – endlich landete wieder eine Maus in der Lebendfallen. Hinaus in den Wald – und vermutlich war sie am nächsten Tag schon wieder im Garten des Biogärtners, wo es köstliche Blumenzwiebeln und Wurzeln von seltenen Gehölzen zum Futtern gab. Aber ich denke positiv! Maulwurfhügel hat sie wenigstens keine errichtet...

Von Biogärtner Karl Ploberger


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

RE: Lustige Geschichten

#3 von Popeya , 10.10.2011 22:52

Die wahre Story aus meiner Krankenhauszeit (Tatort unfallchirurgische Abteilung):

(Anruf aus der Ambulanz:) "Können Sie einen Patienten abholen? Bett mitbringen, bitte!" - (Station:) "Oh, was sehr Ernstes?" - "Frische Schädelfraktur." - "Von der Leiter gefallen, Autounfall oder Schlägerei?" - "Der Patient kam aus dem Kreißsaal zu uns." - "...?????...." - "...war bei der Niederkunft seiner Frau dabei und ist kollabiert..."


"Um zur Quelle zu kommen, musst du gegen den Strom schwimmen." (Stanislaw Jerzy Lec)

 
Popeya
Leichtmatrose
Beiträge: 162
Registriert am: 05.10.2011


RE: Lustige Geschichten

#4 von Clara ( gelöscht ) , 20.12.2011 13:05

"Gedanken " an ein geflügeltes " Opfer " Eine nicht ganz so ernsthafte Betrachtung...

Hier liegt sie nun vor mir, die Gans und glänzt goldbraun in ihrem Fett.
Die Gänsefüßchen fehlen ihr. Eigentlich ist sie gar keine dumme Gans, denn
denkt man an ihr Schicksal, das sie mit Millionen ihrer Artgenossen um diese Zeit
teilt, läuft einem eine Gänsehaut über den Rücken. War es doch nicht ihre Entscheidung,
ihr Innerstes nach außen gekehrt zu wissen und als pâté de foie eine - wenn auch seltsame-
Reinkarnation zu erleben..oder gar als Gänsebrust. Letzteres würde,- bei näherer Betrachtung - dennoch einen Karrieresprung gegen eine Hühnerbrust bedeuten. Sei's d'rum.

Ich trinke ein Glas Gänsewein, der mir in der Kindheit immer den vermeintlichen touch des
Erwachsenseins verlieh. Dass es sich um normals Wasser handelte, nun ja..aber das Wort "Wein" verlieh hinweisende Vermutungen. Früher, ja früher..war ohnehin alles viel schöner, voller kindlicher Fantasie. Da raschelten die Gänse im Stroh und Hans war es, der mit 'ner Gans unter'm Arm in's Glück marschierte. So einfach war das; damals. Heute gibt's mehr dumme Puten als Gänse und ob die immer das Glück so mit sich bringen, kann eigentlich nur die letzte Bastion der Ganter..sorry, Männer beantworten. Sei's d'rum.

Apropos letzte Bastion...waren es nicht die Gänse von Rom, die die Stadt vor dem Übergriff der Gallier bewahrten ? Das ist aber ganz lange her und damals schrieb man diese Legende noch mit einem Gänsekiel nieder. Bis heute ist allerdings nicht überliefert, ob diese tapferen Gänse einen
Siegerkranz aus Gänseblümchen erhielten. Sei's d'rum.

Wenn ich also in den nächsten saisonal streßbehafteten Tagen abends ganz müde in die weichen Daunen falle, werde ich nicht wissen, ob zu dieser Entspannung nicht auch beschriebene goldgelbe Gans dazu beigetragen hat mit ihren Federn. Ein bisschen ein kleines schlechtes Gewissen hab' ich schon. So what ..sei's d'rum.



© by Clara 2o11


Viele verlieren den Verstand deshalb nicht, weil sie keinen haben.

- Arthur Schopenhauer -

Clara
zuletzt bearbeitet 20.12.2011 13:26 | Top

   

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