Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

#1 von Klaus Pfahl , 16.09.2010 13:25

Einen Overall, ein Messer, einen Stock zum Graben und eine große Plane: Mehr hatte Rüdiger Nehberg nicht dabei, als er im Spätsommer 1981 seinen Deutschlandmarsch startete. Von Hamburg aus wanderte er in 23 Tagen ins etwa 900 Kilometer entfernte Oberstdorf, den südlichsten Ort Deutschlands. Nehberg hatte keinen Pfennig Geld dabei. Er lebte von dem, was er in der Natur finden konnte.
Genau das will jetzt auch Extremsportler Joey Kelly schaffen: Knapp zwanzig Jahre nach Rüdiger Nehberg durchwandert er Deutschland vom tiefsten zum höchsten Punkt, von Wilhelmshaven zur Zugspitze, knapp 900 Kilometer.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

#2 von Isis ( gelöscht ) , 16.09.2010 18:09

Das schafft der Knabe nie ohne die Bauern zu beklauen. Selbst der erfahrene Rüdiger Nehberg wäre bei dem Abenteuer beinahe verhungert.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis
zuletzt bearbeitet 16.09.2010 18:10 | Top

RE: Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

#3 von Hans ( gelöscht ) , 16.09.2010 20:06

Um diese Jahreszeit würde ich mir das auf jeden Fall zutrauen. Die Natur bietet ihre Schätze in Hülle und Fülle. Man muß nur wissen, was eßbar ist.
Als Kinder hatten wir im Herbst immer Bucheckern gesammelt. Die sind sehr ölhaltig und nahrhaft. Wildfrüchte und Beeren gibt es zur Zeit genug. Gesund und schmackhaft sind die unteren Teile des Schilfkolbens, nachdem die äußeren Blätter entfernt wurden. An den Straßenrändern würde man totgefahrenes Wild finden. Mit einfachen Mitteln läßt sich in der freien Natur vieles zubereiten, und bis auf eine Armlänge darf man sogar ins Feld greifen.

LG
Hans


Hans
zuletzt bearbeitet 16.09.2010 20:06 | Top

RE: Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

#4 von Isis ( gelöscht ) , 17.09.2010 12:39

Und wo bekommt der Junge sauberes Trinkwasser her? Das aus Flüssen und Seen ist doch meistens verseucht. Wasser aus öffentlichen Gebäuden und aus der Leitung wäre Mogelei.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Zu Fuß von Wilhelmshaven bis zur Zugspitze

#5 von Hans ( gelöscht ) , 17.09.2010 17:33

Sauberes Trinkwasser ist in der freien Natur wirklich schwer zu beschaffen.
Hier habe ich ein paar Regeln:
1.In warmem Wasser leben in der Regel mehr Bakterien und Viren als in kaltem. Das Wasser von kalten Gebirgsbächen oberhalb jeder Siedlung ist – zumindest in Europa – bedenkenlos trinkbar.

2.Trübes Wasser ist ein idealer Tummelplatz für Bakterien, Viren und andere krankmachende Erreger. Ausnahme: Gletscherbäche, die viele Sedimente mitreißen. Nur wer einen empfindlichen Magen hat, sollte besser auf die "Gletschermilch" verzichten.

3.Saures Wasser deutet auf eine geringe Nitrit- und Nitratbelastung des Wassers hin – und auf einen geringen Anteil krank machender Erreger. Nadelbäume und ein unbewachsenes Bachbett – am besten aus Sand oder Kies – deuten auf saures Wasser hin.

4.Ihr braucht dringend Trinkwasser, finden aber kein Gewässer, das nach zuverlässig sauberem Wasser aussieht? Im Notfall - bevor ihr verdurstet - könnt ihr euch einen groben Partikelfilter selbst bauen: Mit einem Socken, in den ihr Sand, Kies oder zumindest eine Lage Zellulose (Papiertaschentuch, Toilettenpapier) hineingebt und das Wasser dort hindurchtropfen lasst. Das filtert zumindest die Schwebstoffe hinaus.

LG
Hans


Hans
zuletzt bearbeitet 17.09.2010 17:34 | Top

   

GEW Wilhelmshaven
Startschuss für die Ausbildung (in Wilhelmshaven)

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor