Schächten oder Schlachten?

#1 von _G_A_ , 15.09.2010 09:30

In Frankreich hat die Schnellimbisskette Quick Erfolg mit muslimischem Halal-Fleisch.
Fateh Kimouche vom muslimischen Konsum-Online-Magazin "Al Kanz" sieht nur Vorteile: "Bei Quick wurden so bereits mehr als 200 Stellen geschaffen, 350 weitere sind möglich. Damit wird Halal zu einem Wachstumspotenzial." Abgesehen von diesen ökonomischen Überlegungen sei er persönlich aber nicht überzeugt, dass es generell einen "exzellente Sache" sei, wenn Muslime sich am Ende vermehrt mit Fastfood ernähren.
http://www.taz.de/1/zukunft/konsum/artik...chweinefleisch/

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


Da ist Deutschland viel weiter.
Wer kann sich noch an die Blutbank- Story in Bremen erinnern?
„Muslim Blut“ oder so?
Weil Muslime sich ungern das Blut von "Ungläubigen" injizieren ließen wurde dieses Projekt ins Leben gerufen.
Angeblich waren in der Geschichte sogar Politiker verwickelt....


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RE: Verschwiegene Existenz.

#2 von Klaus Pfahl , 15.09.2010 12:43

Halal-Fleisch ist ja an sich nichts Außergewöhnliches oder gar Minderwertiges. Der Islam und das Judentum schreiben das Schächten vor. Nicht geschächtete Tiere sind fuer den Verzehr tabu. Eine Vielzahl von islamischen und juedischen Vorschriften sollen dem Tier unnötige Qualen beim Schächten ersparen. Die jüdische Gesetzgebung ist besonders streng. Nur ein ausgebildeter Schächter darf mit einem vorgeschriebenen rasierklingenscharfen Schächtmesser rituell schlachten. Jeder Verstoß macht das Fleisch für den Verzehr unbrauchbar (unkoscher).

Ich habe damit keine Probleme, und in Deutschland ist inzwischen das Schächten erlaubt. Die Behörden erteilen Sondergenehmigungen. Judentum und Muselmanentum sind ja Wüstenreligionen, und bei dem heißen Wüstenklima wäre Fleisch mit Blut schnell verdorben. Dort hat das Schächten durchaus einen Sinn.

Gruß
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RE: Verschwiegene Existenz.

#3 von Klaus Pfahl , 15.09.2010 14:06

Moslems und Juden essen nebst Geflügel und Fische nur Fleisch von "Boviden". Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wenn auf unserem Bauernhof in Hessen eine Ziege geschlachtet wurde. Die klemmte mein Onkel zwischen den Beinen ein und schnitt ihr mit einem scharfen Messer die Kehle durch. Wie Hühner und Karnickel abgemurkst wurden, will ich nicht näher erläutern. Da krähte kein Hahn nach. Bei Schweinen ist es etwas anders. Bei denen muß alleine wegen der Gefahr von Trichinenbefall das Fleisch kontrolliert werden. Außerdem lassen die sich wegen der dicken Speckschicht nicht mit einem Kehlschnitt schlachten. Ob Schächten oder Bolzenschuß - jeder Tod ist grausam.

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RE: Verschwiegene Existenz.

#4 von Hans ( gelöscht ) , 15.09.2010 17:40

Warum kritisiert ihr Schächtung?
Schächtungen sind sind "tierfreundlichste" Schlachtung.
Im jüdischen Glauben muss der Schächter die Kehle der Tieres mit einem Schnitt durchschneiden. Dadurch verliert das Tier sofort Blut aus dem Gehirn und verliert sein Bewusstsein. Das ist wahrscheinlich absolut schmerzlos. Die meisten Deutschen kaufen den billigen Fraß aus der qualvollen Massentierhaltung und wissen nicht, wie es auf den Schlachthöfen wirklich zugeht.
Allerdings kann man nur erahnen, wie die Moslems auf den Hinterhöfen ihre Schafe abmurksen.

LG
Hans


Hans

RE: Verschwiegene Existenz.

#5 von Isis ( gelöscht ) , 15.09.2010 17:45

Deutsche Schlachthöfe werden regelmäßig von den Gesundheitsbehörden kontrolliert. Wenn die Tiere mit Elektroschock oder Bolzenschußgerät betäubt und anschließend aufgeschlitzt werden, geht der Herzschlag auch noch weiter, sodass das Blut auslaufen kann. Wo liegt da der Unterschied?


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Verschwiegene Existenz.

#6 von _G_A_ , 15.09.2010 18:34

Zitat von Hans
Warum kritisiert ihr Schächtung?


LG
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Ich weiß nicht wie dazu gekommen ist.
Mir ging es um diese Methode, die das Geld in die Taschen der Profitmacher spült und legitimiert die fortschreitende Strukturen der Parallelgesellschaft.


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RE: Verschwiegene Existenz.

#7 von Hans ( gelöscht ) , 15.09.2010 19:38

Zitat von _G_A_

Zitat von Hans
Warum kritisiert ihr Schächtung?


LG
Hans


Ich weiß nicht wie dazu gekommen ist.
Mir ging es um diese Methode, die das Geld in die Taschen der Profitmacher spült und legitimiert die fortschreitende Strukturen der Parallelgesellschaft.




Ich habe mich auf den Beitrag von Fliegenklatsche bezogen. Sie hatte das Schächten grundsätzlich als Tierquälerei bezeichnet. Das stimmt so nicht.

LG
Hans


Hans

RE: Verschwiegene Existenz.

#8 von Hans ( gelöscht ) , 15.09.2010 20:07

Zitat von Schimmerlos
Ich meine, das Schächten entspricht nicht unserem Kulturkreis.
Man fragt sich aber schon, wo verbringen die Tiere ihr Leben bis sie dem Messer des Schächters zum Opfer fallen?
Schächter klingt nach Scharfrichter.
Typisch islamisch und altes
Testament.




Warst du schon einmal auf einem Schlachthof? Dir würde das große Grausen kommen. Nicht alle Tiere sind voll betäubt und sterben einen qualvollen Tod. Die Aufzucht und Haltung der Tiere ist ein anderes Thema. Überall, wo viele Menschen versorgt werden müssen, geht es zu Lasten der armen Kreaturen. Das ist bei den Moslems und Juden nicht anders als bei uns.

LG
Hans


Hans

RE: Verschwiegene Existenz.

#9 von _G_A_ , 15.09.2010 21:00

Zitat von Schimmerlos

Ich will aber wissen, wo die Tiere für die Schächtung aufwachsen, womit werden sie gefüttert.
Futter könnte doch nicht koscher sein.
Sehen sie je eine grüne Wiese?
Nicht ausweichen bitte?



Pfuf...Gute Frage.

Hab gehört dass viele Bauer sich nur für (obengenannte Rituale) qualifiziert haben.
Bei denen könnte man sogar Tiere selbst schlachten- schächten.


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RE: Verschwiegene Existenz.

#10 von essutac , 15.09.2010 21:09

tiere, die von juden oder moslems in mitteleuropa ritualgemäß getötet werden, stammen zu beinahe 100% von einheimischen zuchtbetrieben. also musst du diese fragen,ob sie eine grüne wiese sehen, oder womit sie gefüttert werden, werte schimmerlos!

;)


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RE: Verschwiegene Existenz.

#11 von Klaus Pfahl , 15.09.2010 21:30

Ich weiß es nicht genau, aber ich glaube auch, daß es Juden und Arabern egal ist, womit die Tiere gefüttert wurden und wie sie aufwuchsen. Es geht einzig und alleine ums Schächten.

Vorgestern hatte ich eine Doku über die Saudis gesehen. Dort wurde gezeigt, wie tausende von Kühen in riesigen Stallungen gehalten und gemolken werden. Täglich werden Millionen von Litern Wasser verbraucht, um die nordeutschen Schwarz-Bunten zu kühlen und das Futter zu bewässern. Die verbrauchen für diesen Luxus ihr ganzes Tiefengrundwasser. Also die Tierhaltung ist bei Moslems und Juden sicherlich ähnlich wie bei uns.

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Schächten oder Schlachten?

#12 von Klaus Pfahl , 11.07.2012 18:02

Viele behaupten ja, dass das Schächten eine grausame Methode ist Schlachtvieh zu töten.
Im folgenden Video wird gezeigt, wie es auf deutschen Schlachthöfen zugeht. Vorsicht, nichts für schwache Nerven:


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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RE: Schächten oder Schlachten?

#13 von Gulliver , 21.02.2014 16:11

Zitat
Dänemark verbietet betäubungsloses Schächten!
Seit Montag, 17.2.14 ist in Dänemark das betäubungslose Schlachten ausnahmslos verboten. Das Kopenhagener Landwirtschafts-Ministerium folgt damit den Nachbarländern Norwegen und Schweden, die ein derartiges Verbot schon länger erlassen haben. Islamische und jüdische Verbände kritisierten die Entscheidung in den Medien heftig als eine Einschränkung der Religionsfreiheit. Agrarminister Dan Jørgensen hingegen bewertet in diesem Fall den Tierschutz höher als religiöse Aspekte. Zudem habe man durch Gutachten die Verletzung religiöser Vorschriften ausgeschlossen.



"Ich gratuliere und bedanke mich bei Dänemark für diesen couragierten Schritt. Willkommen in der Gemeinschaft zivilisierter und charakterfester Staaten".

 
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RE: Schächten oder Schlachten?

#14 von Schiffskatze , 22.02.2014 09:49

Zitat von Gulliver im Beitrag #13

Zitat
Dänemark verbietet betäubungsloses Schächten!
Seit Montag, 17.2.14 ist in Dänemark das betäubungslose Schlachten ausnahmslos verboten. Das Kopenhagener Landwirtschafts-Ministerium folgt damit den Nachbarländern Norwegen und Schweden, die ein derartiges Verbot schon länger erlassen haben. Islamische und jüdische Verbände kritisierten die Entscheidung in den Medien heftig als eine Einschränkung der Religionsfreiheit. Agrarminister Dan Jørgensen hingegen bewertet in diesem Fall den Tierschutz höher als religiöse Aspekte. Zudem habe man durch Gutachten die Verletzung religiöser Vorschriften ausgeschlossen.


"Ich gratuliere und bedanke mich bei Dänemark für diesen couragierten Schritt. Willkommen in der Gemeinschaft zivilisierter und charakterfester Staaten".




In diesem Land wird das vorläufig leider nicht passieren. Wir werden wohl die letzten in Europa sein, die das Schächten gesetzlich verbietet, weil im Vorfeld wieder die Religionskeulen ausgepackt werden. Und das half bis jetzt noch immer.
:-(


 
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RE: Verschwiegene Existenz.

#15 von Proconsul48 , 27.02.2014 23:04

Zitat von Blitz im Beitrag #3
Moslems und Juden essen nebst Geflügel und Fische nur Fleisch von "Boviden". Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wenn auf unserem Bauernhof in Hessen eine Ziege geschlachtet wurde. Die klemmte mein Onkel zwischen den Beinen ein und schnitt ihr mit einem scharfen Messer die Kehle durch. Wie Hühner und Karnickel abgemurkst wurden, will ich nicht näher erläutern. Da krähte kein Hahn nach. Bei Schweinen ist es etwas anders. Bei denen muß alleine wegen der Gefahr von Trichinenbefall das Fleisch kontrolliert werden. Außerdem lassen die sich wegen der dicken Speckschicht nicht mit einem Kehlschnitt schlachten. Ob Schächten oder Bolzenschuß - jeder Tod ist grausam.

Gruß
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