Angebot und Nachfrage: *China*

#1 von _G_A_ , 13.09.2010 13:49

Einige der weltweiten Investitionen* der Chinesen:

Großbritannien:

Investitionen: 8,7 Milliarden Dollar

Griechenland:

Investitionen: 7,7 Milliarden Dollar

Schweiz:

Investitionen: 7,2 Milliarden Dollar

In Europa sind für die Chinesen vor allem Energieunternehmen, Maschinenbauer und Banken interessant. Im griechischen Piräus betreibt die chinesische Reederei Cosco zwischenzeitlich sogar den Hafen.

USA:

Investitionen: 22,9 Milliarden Dollar

Chinesische Investoren kaufen sich immer mehr in amerikanische Konzerne ein. Zu Beginn des Jahres erwarben sie zum ersten Mal mehr Anteile an US-Firmen als umgekehrt. Die China Investment Corporation (CIC) besitzt viele Aktien von der Bank of America, Apple, Coca Cola und Visa. Die US-Softwarehersteller Activa und Vendio gehören ebenfalls den Chinesen.

Kanada:

Investitionen: 10,8 Milliarden Dollar

Hier sichern sich die Chinesen vor allem Energie- und Ölquellen.

Venezuela:

Investitionen: 8,4 Milliarden Dollar

China Railways investierte allein 7,5 Milliarden Dollar in den Schienenverkehr.

Brasilien:

Investitionen: 6,6 Milliarden Dollar

Mit Brasilien kooperiert Peking eng im militärischen Bereich und entwickelt gemeinsam Satelliten-Trägerraketen.

In Mittel- und Lateinamerika interessieren die Chinesen vor allem die Sektoren Dienstleistungen und Landwirtschaft. Aber auch Bodenschätze wie Öl. Das Handelsvolumen hat sich seit dem Jahr 2005 fast verzehnfacht.

Südafrika:

Investitionen: 6,1 Milliarden Dollar

Die chinesische ICBC-Bank legte insgesamt 5,6 Milliarden Dollar an.

Dem. Republik Kongo:

Investitionen: 5,9 Milliarden Dollar

Niger:

Investitionen: 5,2 Milliarden Dollar

Energie- und Ölquellen im Wert von rund fünf Milliarden Dollar stehen bereits auf der chinesischen Liste.

Algerien:
Investitionen: 6,6 Milliarden Dollar

Afrika ist für Chinas Einkäufer vor allem wegen der vielfältigen Rohstoffe interessant. In den letzten zehn Jahren verzehnfachte sich Handelsvolumen.

Saudi-Arabien:

Investitionen: 8,0 Milliarden Dollar

Irak:

Investitionen: 4,2 Milliarden Dollar

Iran:

Investitionen: 11,1 Milliarden Dollar

Im Mittleren Osten beteiligen sich die Chinesen an der Öl- und Gasförderung, besonders im Iran, Saudi-Arabien und Ägypten.

Kasachstan:

Investitionen: 11,4 Milliarden Dollar

Russland:

Investitionen: 5,9 Milliarden Dollar

Die Chinesen interessiert vor allem das russische Holz. In Sibirien erschließen sie in Gemeinschaftsunternehmen die Wälder und bauen Zellulosewerke. Peking investiert aber auch in den Maschinen- und Automobilbau, in die Infrastruktur und Flugzeugindustrie. Im ersten Halbjahr 2010 löste China somit Deutschland als wichtigsten Handelspartner von Russland ab.

Indonesien:

Investitionen: 8,8 Milliarden Dollar

Singapur:

Investitionen: 7,0 Milliarden Dollar

Vietnam:

Investitionen: 3,5 Milliarden Dollar

In Südost-Asien investieren die Chinesen vor allem in den Schienenverkehr und in die Stromerzeugung.

Australien:

Investitionen: 33,3 Milliarden Dollar

Vor allem die Bergbau-Konzerne sind für die chinesischen Staatsbetriebe interessant. Somit sichern sie sich den Zugriff auf Eisenerz, Kohle, Uran und Erdgas. China ist Australiens wichtigster Handelspartner.
_____________________________________________

Da werden viele Erinnerungen wach:
- Nigeria: Chinas Gier nach afrikanischen Bodenschätzen.
- China: Gier nach Erz und Öl. (Wirtschaft | ZEIT ONLINE)
- Chinas Gier nach Altpapier belastet die Papierfabrik (Oberösterreichische Nachrichten)


Wer mitdenken oder gar mitreden will, sollte dieses Angebot nicht versäumen.

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#2 von Klaus Pfahl , 13.09.2010 17:41

Das ist der Preis der Globalisierung. Jeder kann überall investieren, wo das Lohnniveau am niedrigsten ist. Die Europäer können ein Lied davon singen. Die Unternehmen werden immer reicher, und die Löhne sinken ständig.
Ich fürchte nur, in China wird es eine Revolution geben, wenn die Global-player aus dem Reich der Mitte für den eigenen Bedarf im Ausland produzieren lassen. Irgendwann ist auch in China mit dem steilen Aufschwung das Ende der Fahnenstange erreicht. Fast jeder fünfte Wanderarbeiter, der 2008 Arbeit in den Städten fand, hat keine Beschäftigung mehr, und die soziale Unzufriedenheit droht dramatisch anzuwachsen.

http://www.sueddeutsche.de/politik/china...itslos-1.470360

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#3 von Isis ( gelöscht ) , 14.09.2010 12:52

Die EU-Bürokraten sollen sich endlich dazu aufraffen für Billigprodukte aus Asien hohe Einfuhrzölle zu erheben. Die Russen wären gut beraten, wenn sie sich Sibirien nicht von den Chinesen abholzen lassen. Die sollen selbst ihre Bäume pflanzen.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#4 von Hans ( gelöscht ) , 14.09.2010 17:25

@_G_A_

Dem gegenüber stehen deutsche Investitionen im Ausland in Höhe von über 120 Milliarden €, wobei es schon bedenklich ist, wie stark sich Chinesen in Afrika breit machen. Die haben bereits große Teile Madagaskas für die Landwirtschaft gekauft oder gepachtet. Die einzigartige Natur mit ihren endemischen Lebensformen ist stark bedroht.

LG
Hans


Hans

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#5 von _G_A_ , 14.09.2010 17:50

Jo. Ein Entwicklungsland mit fast 190 Milliarden € Auslandsinvestitionen.


Wer mitdenken oder gar mitreden will, sollte dieses Angebot nicht versäumen.

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#6 von Hans ( gelöscht ) , 14.09.2010 17:59

China ist schon lange kein Entwicklungsland mehr. Ich weiß gar nicht, warum die noch Entwicklungshilfe bekommen. Der diesjährige Etat beträgt 5,77 Milliarden Euro. Ich bin einmal gespannt wie hoch die Summe im nächsten Jahr sein wird. Z.Zt. wird ja in Berlin über den Haushalt 2011 gestritten.

LG
Hans


Hans

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#7 von lei , 14.09.2010 20:39

Zitat von Isis
Die EU-Bürokraten sollen sich endlich dazu aufraffen für Billigprodukte aus Asien hohe Einfuhrzölle zu erheben. Die Russen wären gut beraten, wenn sie sich Sibirien nicht von den Chinesen abholzen lassen. Die sollen selbst ihre Bäume pflanzen.



@isis,

was verstehen sie unter "billig"
wenn sie billig im finanziellen sinn meinen haben sie recht,
wenn sie billig im sinne der güte meinen haben sie unrecht.

wenn auf den westlichen märkten "schund" gefragt ist, china liefert ihn.
wenn auf westlichen märkten hochwertige produkte gefragt ist, china liefert sie.

daß china so stark geworden ist, hat wohl den hintergrund, daß westliche geier in china preiswert
einkaufen und außerhalb chinas mit hohem gewinn verkaufen wollen.
das china grade durch diese politik stark geworden ist, ist das verdienst dieser geier.

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#8 von Isis ( gelöscht ) , 14.09.2010 21:03

In Europa meldet eine Firma nach der anderen Insovenz an, das macht uns Sorgen. Außerdem pfeift China auf die Patentrechte und kupfert alles ab. Hat man uns als bösartige Kolonisten in Afrika von den rot/grünen Muschkoten beschimpft, sind es jetzt Chinesen, die sich dort breit machen und über die Rohstoffe herfallen. Um die deutschen oder europäischen Märkte zu schützen, bin ich für hohe Einfuhrzölle.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#9 von _G_A_ , 14.09.2010 22:19

Zitat von Hans
China ist schon lange kein Entwicklungsland mehr. Ich weiß gar nicht, warum die noch Entwicklungshilfe bekommen. Der diesjährige Etat beträgt 5,77 Milliarden Euro. Ich bin einmal gespannt wie hoch die Summe im nächsten Jahr sein wird. Z.Zt. wird ja in Berlin über den Haushalt 2011 gestritten.

LG
Hans


Diese Wörter sollte man allen Streitsüchtigen auf Ihren Stirnen tätowieren.


Wer mitdenken oder gar mitreden will, sollte dieses Angebot nicht versäumen.

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#10 von lei , 16.09.2010 09:59

Zitat von Isis
In Europa meldet eine Firma nach der anderen Insovenz an, das macht uns Sorgen. Außerdem pfeift China auf die Patentrechte und kupfert alles ab. Hat man uns als bösartige Kolonisten in Afrika von den rot/grünen Muschkoten beschimpft, sind es jetzt Chinesen, die sich dort breit machen und über die Rohstoffe herfallen. Um die deutschen oder europäischen Märkte zu schützen, bin ich für hohe Einfuhrzölle.



@isis,

sie wollen also, daß deutschland sich einigelt?

sie glauben, daß china alles abkupfert?
wenn ich mir die japanischen autos ansehe, denke ich auch, daß japanische firmen 'abkupfern.

das deutsche firmen konkurs anmelden, liegt wohl in den seltensten fällen an china eher an misswirtschaft.

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#11 von Isis ( gelöscht ) , 16.09.2010 12:39

So realitätsfremd bin ich nicht, um zu erkennen, dass Deutschland gegenwärtig keine Alleingänge machen kann. Aber Europa könnte Einfuhrzölle erhöhen, um die eigenen Märkte zu schützen.

Japaner hatten sich auch einen Dreck um internationales Patentrecht gekümmert. Die hatten alles mit kleinen Veränderungen nachgebaut, und Chinesen sind wahre Meister im Kopieren. Ich erinnere an die massenhafte Fälschung von Musik- und Film-CDs.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#12 von lei , 16.09.2010 17:04

Zitat von Isis
So realitätsfremd bin ich nicht, um zu erkennen, dass Deutschland gegenwärtig keine Alleingänge machen kann. Aber Europa könnte Einfuhrzölle erhöhen, um die eigenen Märkte zu schützen.

Japaner hatten sich auch einen Dreck um internationales Patentrecht gekümmert. Die hatten alles mit kleinen Veränderungen nachgebaut, und Chinesen sind wahre Meister im Kopieren. Ich erinnere an die massenhafte Fälschung von Musik- und Film-CDs.



@isis,

wie stehen sie dann zu dieser meldung?

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/frei...bkommen102.html

 
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#13 von Isis ( gelöscht ) , 16.09.2010 18:07

Zitat von lei

wie stehen sie dann zu dieser meldung?

http://www.tagesschau.de/wirtschaft/frei...bkommen102.html



Ich bin keine Wirtschaftsexpertin, aber mein Verstand flüstert mir ein, dass Südkorea und Japan keine Konkurenz mehr für Europa sind, weil deren Lohnniveau ähnlich dem unsrigen ist. Überall von dort, wo mit Niedrigstlöhnen produziert wird, sollten die Importe durch Schützzölle erschwert werden. Das ist doch leicht verständlich, oder?
Wer etwas auf sich hält, kauft europäische Autos. Unsere Marken sind den asiatischen um Längen überlegen.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#14 von lei , 16.09.2010 19:01

@isis,

wenn deutschland keine "billigen" waren aus china kaufen würde,
gäbe es keine probleme.

solange dieser zustand anhällt, braucht sich keiner in deutschland zu beschweren!!!!!

 
lei
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RE: Angebot und Nachfrage: *China*

#15 von Isis ( gelöscht ) , 17.09.2010 12:34

Zitat von lei
@isis,

wenn deutschland keine "billigen" waren aus china kaufen würde,
gäbe es keine probleme.

solange dieser zustand anhällt, braucht sich keiner in deutschland zu beschweren!!!!!



Ja, das ist die Tendenz nach unten. Je mehr Leute arbeitslos werden, desto weniger können sie sich leisten und greifen auf Billigprodukte zurück. Dadurch kommen einheimische Unternehmer in die roten Zahlen, und so dreht sich die Spirale immer weiter. Bei einer vernünftigen Lohnpolitik mit ausreichender Kaufkraft könnte es wieder aufwärts gehen. Davon wollen die Gauner wie der Arbeitgeberpräsident Hundt und Co nichts wissen. Die und ihre Aktionäre können den Hals nicht voll genug bekommen.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

   

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