RE: Sarrazin und kein Ende

#16 von _G_A_ , 14.09.2010 11:35

Zitat
Schwerin (OZ) - Der SPD-Streit um den geplanten Parteiausschluss des ehemaligen Bundesbankvorstands Thilo Sarrazin erreicht Mecklenburg-Vorpommern. SPD-Fraktionschef Norbert Nieszery sagte der OZ, er persönlich habe große Probleme mit dem angestrengten Ausschlussverfahren, dem gestern der 45-köpfige Bundesvorstand zugestimmt hatte.
„Die SPD tut sich damit keinen Gefallen. Sie muss auch problematische Meinungsäußerungen aushalten“, erklärte Nieszery. Es bestehe kein Zweifel daran, dass sich Sarrazin in Ton und Wortwahl vergriffen habe. „Für mich ist er deshalb aber noch lange kein Rassist.“ Sarrazin habe auf Integrationsprobleme aufmerksam gemacht, die in Ballungszentren seit Jahren virulent seien. „Wenn sich ausländische Eltern weigern, ihre Kinder zur Schule zu schicken, müssen sie notfalls dazu gezwungen werden“, sagte Nieszery.


Am Ende wird die SPD nicht nur Sarrazin verlieren sondern auch alle Wähler, die hinter Sarrazin stehen. Eine Volkspartei muss immer ganz verschiedene Strömungen vertreten sonst könnten anderen im Landtag vertretenen Parteien wegen Wähler- Zufluss Stress bekommen.


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RE: Sarrazin und kein Ende

#17 von Isis ( gelöscht ) , 14.09.2010 12:46

SPD und CDU/CSU sind schon lange keine Volksparteien mehr. Deren Köpfe sind feige Pragmatiker, die sich in der sogenannten Mitte drängeln, um nur nicht anzuecken. Die Schwarzen haben den konservativen Flügel vernachlässigt und haben kein Recht jetzt die Nationalen zu kritisieren.


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RE: Sarrazin und kein Ende

#18 von _G_A_ , 14.09.2010 18:07

Zitat: Unsere Demokratie leidet unter einer politischen Klasse, die scheinbar jeglichen Respekt vor Andersdenkenden verloren hat. Das politisch Korrekte – und sei es noch so verlogen - wird über die Wahrheit gestellt, die Meinung des Volkes verhöhnt. Wie sonst könnte man sich die Ungeheuerlichkeiten erklären, die in den letzten Tagen über uns hereingebrochen sind? Eine parteiische Bundeskanzlerin, ein parteiischer Bundespräsident und ein parteiischer Bundesbankpräsident zeigen uns, wie unsere Demokratie beschaffen ist: Eine elitäre politische Klasse, unterstützt von populistischen Feuilletonisten höhlen unsere Verfassung aus und konterkarieren die Meinungsfreiheit nach dem Motto: »Wahr ist, was uns passt und nicht, was wirklich stimmt«.

Thilo Sarrazin und jetzt auch Erika Steinbach haben unfähigen Gutmenschenpolitikern den Spiegel vors Gesicht gehalten und stehen als Strafe nun vor dem Medien- und Politikertribunal. Aber man hat nicht mit dem Souverän gerechnet: dem Volk. In den Meinungsumfragen sind 80 bis 90 Prozent für Sarrazin, 90 Prozent der Politiker aber gegen ihn. Die Demokratiefähigkeit unseres Staates wankt also unter den blinden Volkszertretern.

»Sarrazin spricht ein Thema an, das vielen Menschen im Volk auf der Seele brennt. Das Volk denkt nicht in ideologischen Vorgaben, sondern wundert sich darüber, was in diesem Land passiert, und warum es immer mehr schultern muss«, heißt es im Gästebuch des Bundespräsidenten und weiter: »Wenn Menschen wie Herr Sarrazin mundtot gemacht werden und über kritische Themen nicht mehr gesprochen werden darf, dann darf sich auch kein Politiker über die schlechte Wahlbeteiligung wundern.«

http://info.kopp-verlag.de/hintergruende...unkorrekte.html

Blitz. Ich bedanke mich für die Überschrift Sarrazin und kein Ende


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RE: Sarrazin und kein Ende

#19 von lei , 14.09.2010 20:31

@g_a,

es wird weitergehen und nichts wird sich ändern.
sarrazins anschuldigungen ( 99 % der behauptungen waren berechtigt ) wurden
dem restlichen prozent ( wer das buch gelesen hat, hat auch sicher den satirischen anhang
über gene gelesen ) geopfert.

die "meinugsfreiheit" wird durch die medien bestimmt, und, was noch schlimmer ist,
daß sich deutsche, mangels objektivität und geist, diese "meinungsfreiheit" zu ihrer meinung machen.

das verhalten kommt einer 'strengen politischen obödianz" gleich

 
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RE: Sarrazin und kein Ende

#20 von _G_A_ , 14.09.2010 20:47

GiNN-BerlinKontor.—Laut BILD am SONNTAG (05.09.) ergibt eine Umfrage des EMNID-Instituts weiterhin eine breite Zustimmung für die provokaten Thesen des Thilo SARRAZIN, den die Deutsche Bundesbank und seine Partei - die SPD - für seine Meinungsäußerungen feuern wollen.
64 % der GRÜNEN-Wähler lehnen demnach die Sarrazin-Thesen jedoch ab - 24 % unterstützen sie.
59 % der CDU/CSU-Wähler meinen Sarrazin hat recht - 31 % sagten NEIN.
54 % der FDP-Wähler sagen JA zu Sarrazin, 42 % NEIN.
55 % der DIE LINKE-Wähler (!) stimmen Sarrazin laut Emnid zu, 36 % sind dagegen.
50 % der SPD-Wähler sagen JA zu Sarrazin und 42 % NEIN.

69 % der Bundesbürger befürworten, dass Sarrazin die Debatte über Migration und Integration “wiederbelebt/angestossen”" hat. Nur 22 % sind anderer Meinung.
~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


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RE: Sarrazin und kein Ende

#21 von Isis ( gelöscht ) , 15.09.2010 17:49

Wenn der ZdJ einmal rülpst, fällt unsere Regierung in den Staub.


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RE: Sarrazin und kein Ende

#22 von _G_A_ , 15.09.2010 20:06

Hat das Bundespräsidialamt im Falle der Vertragsauflösung von Thilo Sarrazin seine Kompetenzen überschritten? Ein Zeitungsbericht sorgt in Berlin für Aufregung: Demnach soll Wulff der Bundesbank Bedingungen diktiert haben - doch der Präsident und sein Amt sehen sich vollkommen im Recht.

Berlin - Es ist ein heikles Thema. Eines, das an den Grundfesten zweier wichtiger Institutionen der Bundesrepublik rührt: an der Unabhängigkeit der Bundesbank und an dem Amt des - stets auf Zurückhaltung bedachten - Bundespräsidenten. Diese beiden Institutionen hatten mit der vorzeitigen Vertragsauflösung im Fall des Noch-Bundesbankers Thilo Sarrazin zu tun - und ihr Umgang damit hat für Aufregung in Politik und Öffentlichkeit gesorgt.


Deshalb gibt es einen Grund andere zu kritisieren, oder lieber das Problem totschweigen?


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RE: Sarrazin und kein Ende

#23 von Isis ( gelöscht ) , 16.09.2010 00:54

Das Thema ist bereits beendet. Jetzt kloppen die sich im Bundestag über die Moneten für das nächste Jahr. Dazu werde ich morgen noch etwas schreiben, bin müde.
Gute Nacht


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RE: Sarrazin und kein Ende

#24 von lei , 16.09.2010 09:25

nun wird das geschachere um den freigewordenenen hochdotierten posten beginnen.

mal sehen welche/r parteisoldat/in das rennen macht.

 
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RE: Sarrazin und kein Ende

#25 von _G_A_ , 21.09.2010 12:46

Die Sarrazin-Debatte ist noch nicht verebbt, da legt Alice Schwarzer mit einem Anti-Islamisten-Buch nach.
Im Interview kritisiert die Feministin, wie Frauen als politisches Symbol missbraucht werden – und viele Deutsche Toleranz noch immer falsch verstehen.
Mitten in der aufgeheizten Stimmung um Thilo Sarrazins Integrations-Thesen erscheint am Donnerstag das neue Buch von Alice Schwarzer mit dem Titel „Die große Verschleierung – Für Integration, gegen Islamismus“.
Kalkül sei es nicht gewesen, die Veröffentlichung sei schon seit dem Frühjahr geplant. In dem Buch kritisiert die Journalistin und Feministin die Politisierung des Islam auf Kosten der Frauen. FOCUS Online hat nachgefragt, was Sie von Sarrazin hält und warum sie vor allem Kopftuch und Burka als Integrationshindernis sieht.


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RE: Sarrazin und kein Ende

#26 von Klaus Pfahl , 22.09.2010 17:49

Ohne Religion wäre die Integration leichter. Zumindest sollte nicht nach aussen gezeigt werden, welcher Religion sie/er angehört. Das gilt für das Kopftuch, Burka oder das jüdischen Käppchen. Mädchen muslimischer Familien machen es sich doch nur schwer. Ob in Schulen, beim Sport oder sonstwo in der Öffentlichkeit - Mädchen und Frauen sollten frei wie die Männer sein. Da gebe ich Alice Schwarzer vollkommen Recht.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Sarrazin und kein Ende

#27 von _G_A_ , 22.09.2010 18:35

Man sollte genau so machen wie früher in der UdSSR.
Zuhause kann jeder machen, glauben und beten an was man will.
Aber draußen bitteschön nix zeigen.


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RE: Sarrazin und kein Ende

#28 von lei , 23.09.2010 18:32

bananenrepublik deutschland

es war sehr mutig von sarrazin den deutschen politikern
auf die füße zu treten. aber leider nicht fruchtend.

deutsche politiker sind stark und wasserdicht.
sie sind flexibel wie eine eisenbahnschwelle.

obwohl sich alle gleich und verständnisvoll geäußert haben, daß 90 % der
aussagen sarrazins der wahrheit entsprechen verläuft die sache im sand.

nichts wird sich ändern. auch nicht wenn ein weiterer sarrazin sich zu den gleichen
problemen äußern wird.

deutsche politiker wollen einfach nicht einsehen, aus faulheit oder kalkül,
daß sich etwas in deutschland ändern muß.

 
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Lesetipps

#29 von Sheppard , 27.10.2010 22:40

„Deutschland schafft sich ab“

Sarrazin beschreibt in seinem am 30. August 2010 erschienenen Buch Deutschland schafft sich ab die Folgen, die sich seiner Ansicht nach für Deutschland aus der Kombination von Geburtenrückgang, wachsender Unterschicht und Zuwanderung aus überwiegend muslimischen Ländern ergeben würden. Sarrazins Thesen erzeugten ein erhebliches Echo in den Medien und der Politik.


Rund um die Buchveröffentlichung kam es zu verschiedenen Interviews und Talkshowauftritten. Die „Berliner Morgenpost“ fragte Sarrazin, ob er der Meinung sei, dass es auch eine „genetische Identität“ der Völker gebe. Mit seiner Antwort, „[a]lle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden“,[69] rief Sarrazin weitgehend Widerspruch hervor. Stephan Kramer, Generalsekretär des Zentralrats der Juden in Deutschland, erwiderte: „Wer die Juden über ihr Erbgut zu definieren versucht, auch wenn das vermeintlich positiv gemeint ist, erliegt einem Rassenwahn, den das Judentum nicht teilt.“ Sarrazin erklärte in der Sendung Beckmann, er habe sich dabei auf den Artikel „Abrahams Kinder“[70] im „Tagesspiegel“ und einen Bericht der „New York Times“ bezogen, die über neue Genforschungen berichteten.[71][72] In einer schriftlichen Erklärung zitierte er zudem die Zeitschriften „Nature“ und „American Journal of Human Genetics“ und bedauerte, durch unpräzise Ausdrucksweise für Irritationen und Missverständnisse gesorgt zu haben.[73] Am 1. September 2010 bezeichnete er in der Fernsehsendung hart aber fair seine Behauptung, alle Juden teilten ein bestimmtes Gen als „Riesenunfug, was ich auch extrem bedauere. Ich habe aber nichts Falsches gesagt, sondern ich war dabei auszuführen, dass die Unterschiede der muslimischen Migranten zu anderen Migranten eben gerade keine ethnischen Ursachen haben[; sie haben im Gegenteil kulturelle Ursachen].“ Er sei definitiv nicht der Ansicht, „dass es eine genetische Identität gibt“ und habe im Interview lediglich auf allgemeine genetische Ähnlichkeiten hinweisen wollen, wobei ihm die Juden als Erstes eingefallen seien. „Es war natürlich keine genetische Identität in dem Sinne, dass man sagt: Diejenigen, die irgendwo ein gemeinsames Gen teilen oder eine Gruppe von Genen teilen, sind von daher als Personen irgendwie identifiziert.“ Sarrazin bezeichnete es als „Dummheit“, die Äußerung im Interviewtext nicht nachträglich gestrichen zu haben, und es sei sein „Blackout“ gewesen, sich von der Zeitung „aufs Glatteis“ führen gelassen zu haben.[74][75] Der Schriftsteller Leon de Winter wurde zu einer Parabel über „Das Geheimnis der jüdischen Intelligenz“ inspiriert.[76]

Der Vorstand der SPD leitete am 30. August 2010 ein neues Parteiordnungsverfahren mit dem Ziel eines Ausschlusses ein, da Sarrazins Thesen „diametral den sozialdemokratischen Überzeugungen entgegen“ stünden und teils „Nähe zu nationalsozialistischen Theorien“ aufwiesen.[77] Klaus von Dohnanyi kündigte an, ihn im Falle eines Parteiausschlussverfahrens vor der SPD-Schiedskommission zu verteidigen.[78] Wolfgang Clement nannte den Umgang mit Sarrazin „unwürdig“.[79] Auf Kritik vieler SPD-Mitglieder reagierte SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles in einem Brief an die Parteibasis, in dem sie den geplanten Ausschluss Sarrazins rechtfertigte und zugleich zugestand, dass die von ihm angesprochenen Probleme insbesondere in der Integrationspolitik tatsächlich beständen.[80]

In der Folge der Kontroverse um das Buch verließ Sarrazin schließlich den Bundesbankvorstand.

http://de.wikipedia.org/wiki/Thilo_Sarra...ich_ab.E2.80.9C

 
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RE: Lesetipps

#30 von Buschflieger ( gelöscht ) , 28.10.2010 20:22

Sarrazins Bemerkung über die genetische Identität war fehl am Platze, weil er sich dabei nur auf die Juden bezog. Es gibt darüber keine Zweifel, dass ethnische Minderheiten viele genetische Übereinstimmungen aufweisen. Seien es Eskimos(Innuit), die Samen in Skandinavien, Aborigines oder Buschleute in der Namib. Sie sind enger mit einander verwandt wie Menschen in einer Großstadt. Das mag auch auf Juden in der ehemaligen Sowjetunion zutreffen, die überwiegend unter sich blieben.
Der Zentralrat der Juden hätte darauf nicht so stark protestieren sollen. Ich gebe Sarrazin in vielen Anmerkungen Recht, und ein Rassist ist er nicht.

MfG


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