Geschichte des Lotswesens

#1 von Klaus Pfahl , 09.03.2010 20:22

Fischer wurden Lotsen – Lotsen waren Fischer

Der Meeresboden in den Flußmündungen hat sich über Jahrtausende infolge der Sediment-Ablagerung, durch schwere Unwetter und durch die Gezeiten ständig verändert und wandelt sich auch heute noch.
Neue Sandbänke tauchen auf – bestehende verändern sich. Infolge dessen strandeten Schiffe und sind gesunken, stellen eine Gefahr für die weitere Schifffahrt dar; noch heute laufen Schiffe auf.

Hier haben frühzeitig die Fischer, die ja ihr See- und Fisch-Revier und die ständigen Veränderungen durch Wetter und Gezeiten genaustens kannten, den Dienst als Fachleute, als Lotsen erkannt und ihre Dienste den Kapitänen der Handel treibende Schiffen, angeboten.



Das deutsche Lotswesen hat eine lange Tradition. Nach historischen Quellen nahmen bereits im 13. bis 14. Jahrhundert ortskundige Fischer die Aufgabe eines Lotsen wahr. Im Jahr 1299 wird im Lübschen Schiffs- und Seerecht erstmals der Lotse auf der Trave erwähnt. Im Jahre 1656 tritt mit der "Hamburger Pilotage Ordnung" die älteste deutsche Lotsordnung in Kraft. Die erste staatliche Lotsenstation wird 1784 an der Ostseeküste bei Bülk nahe Kiel eröffnet.

Zitat aus dem deutschen Seelotsgesetz:

"Seelotse ist, wer nach behördlicher Zulassung berufsmäßig auf Seeschifffahrtsstraßen außerhalb der Häfen oder über See Schiffe als orts- und schifffahrtskundiger Berater geleitet."

Gruß
Blitz


 
Klaus Pfahl
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