Unsere Pilze

#1 von Immergrün ( gelöscht ) , 13.08.2010 02:38

Da ist er schon, der Sommersteinpilz

Immergrün

RE: Unsere Pilze

#2 von Klaus Pfahl , 13.08.2010 12:21

Steinpilze zählen nebst Pfifferlinge und den Trüffelpilzen zu den besten Würzpilzen, die man in Stücke geschnitten gut trocknen kann. Für alle Pilze gilt - vorsichtig ernten, d.h. große, festfleischige Pilze faßt man unten am Stiel an und hebt sie mit einer Drehbewegung aus dem Substrat. Leider werden durch falsches Pflücken viele Kulturen zerstört.

Wer genug Platz im Garten hat, für den bietet sich eine eigene Pilzkultur an.

http://www.pilzshop.de/Fertigkulturen-Tr...CFVQq3god63UngA

Wem es gelingt für Trüffel das geeignete Substrat zu findet, wird garantiert Millionär werden. Bisher ist es noch nicht gelungen.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Unsere Pilze

#3 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 13.08.2010 12:35

Man kann die Pilze auch mit dem Taschenmesser abschneiden.

Das Trüffelschwein soll seinen Job behalten.


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

RE: Unsere Pilze

#4 von Klaus Pfahl , 13.08.2010 12:43

Gerade das wird bei Solitärpilzen nicht empfohlen. Zur Artbestimmung im Zweifelsfall ist der untere Teil des Pilzes oftmals wichtig, aber wenn sie eindeutig erkennbar sind, geht es auch mit dem Taschenmesser.

Gruß
Blitz


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RE: Unsere Pilze

#5 von Vingilot ( gelöscht ) , 13.08.2010 13:30

Zitat von Blitz
Wem es gelingt für Trüffel das geeignete Substrat zu findet, wird garantiert Millionär werden. Bisher ist es noch nicht gelungen.

Gruß
Blitz




Doch, ist es, nach jahrelanger Higtech-Forschungsarbeit!
... und sie wurden Millionäre.
http://www.trueffelgarten.at/


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot

RE: Unsere Pilze

#6 von Klaus Pfahl , 14.08.2010 19:51

Danke für den Link

Sicherlich hängt es von vielen Faktoren ab, ob die Zucht von Trüffelpilzen gelingt. Auf jeden Fall sind die Österreicher vom Klima her besser dran als wir Küstenbewohner. Bei uns würde der Versuch sicherlich fehlschlagen, weil die Boden- und Wetterverhältnisse für eine Trüffelzucht sehr ungünstig sind, es sei denn, man beschafft sich das passende Erdsubstrat und versucht es mit den verschiedenen Bäumen in einem Gewächshaus. Wenn das kg dieser wertvollen Pilze zwischen 2000 und 3000€ liegt, ist das schon eine Überlegung wert.

Gruß
Blitz


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RE: Unsere Pilze

#7 von Klaus Pfahl , 16.08.2010 17:44

Nun haben wir es schwarz auf weiß. In Deutschland zum Kauf angebotene Pfifferlinge sind zu rund 70 Prozent verschimmelt, verfault und gesundheitsgefährdend. Meistens importieren wir dieses Lebensmittel aus osteuropäischen Ländern. Wegen der radioaktiven Verseuchung durch die Waldbrande in Rußland wurden die auf den Märkten angeboten Eierschwammerl als Produkte aus Österreich und Deutschland deklariert. Das ist glatter Betrug, denn nach dem Artenschutzabkommen dürfen in Österreich und Deutschland keine Pfifferlinge für den gewerblichen Handel geerntet werden (den Nachrichten entnommen).

http://www.news25.de/news.php?id=8608&ti...d=1281860664159

Gruß
Blitz


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RE: Unsere Pilze

#8 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 03.09.2010 22:40

Ein schmieriger Typ, aber gut im Geschmack

Die Schleiereule ist „Pilz des Jahres 2010“

Der Blaugestiefelte Schleimkopf alias Schleiereule.

22. September 2009 - Die Deutsche Gesellschaft für Mykologie (DGfM) hat die Schleiereule zum Pilz des Jahres 2010 gekürt. Der auch Blaugestiefelter Schleimkopf genannte Pilz mit dem wissenschaftlichen Namen Cortinarius praestans gehört zur in Mitteleuropa mit über 700 Arten vertretenen Gattung der Haarschleierlinge. Die Schleiereule ist in weiten Gebieten Deutschlands recht selten – in NRW zum Beispiel in der Roten Liste als „stark gefährdet“ geführt – und fehlt in Norddeutschland völlig.

Mit mehr als 20 Zentimetern Hutbreite ist Cortinarius praestans die größte Art ihrer Gattung. Sie gilt als recht wohlschmeckend, vor allem aber ist sie sehr ertragreich. Große Exemplare können leicht drei Pfund wiegen. In der Schweiz und in Frankreich ist die Schleiereule deshalb ein beliebter Marktpilz. Das Sammeln zu Speisezwecken empfiehlt sich trotzdem nicht. Ein Grund ist die neben der relativen Seltenheit in unseren Breiten die mögliche Schwermetallbelastung der Fruchtkörper, ein zweiter, noch gravierender, die Verwechslungsgefahr mit anderen stark giftigen bis tödlichen Schleierlingsarten.





Wie bei allen Schleierlingen spannt sich bei jungen Schleiereulen ein zarter, spinnwebartiger Schleier vom Hutrand zum Stiel. Der Schleier verdeckt den Blick auf die anfangs grauen bis bläulichen, dann ton- bis rostbraun verfärbenden Lamellen. Der derbe, am Grund kaum knollige Stiel ebenso wie der junge Hut sind mit einer bläulichweißen, seidig glänzenden Hülle überzogen, die später beim Aufklappen des Hutes zerreißt und den Blick auf die anfangs schokoladenbraune bis violette, schmierige Huthaut freigibt. Dieses an das Auge einer Eule erinnernde Aussehen – sagen jedenfalls die Pilzkundler – hat dem Pilz den Namen Schleiereule oder auch Eulenauge eingetragen. Ausgewachsene Schleiereulen haben einen hasel- bis rostbraunen, flachen Hut und zeigen am Rand eine kräftige, kammartige Riefung.

Die Schleiereule ist ausgesprochen wärmeliebend, sie wächst in naturnahen, oft feuchten und krautreichen Laubwäldern auf kalkhaltigen Böden. Sie sollte deshalb geschont werden, obwohl sie gelegentlich in Mengen auftritt und sogar Hexenringe bilden kann.

Gefährdet ist die Schleiereule aber weniger durch Pilzsammler, als durch die moderne Forstwirtschaft. Der stark zunehmende Einsatz schwerer Maschinen bei der Holzernte bringt die empfindlichen Waldböden nachhaltig durcheinander. Damit haben diese seltenen, in einer engen Lebensgemeinschaft mit ihrem Baumpartner lebenden Mykorrhizapilze – in Frage kommen Buchen, Linden und Eichen – langfristig keine Überlebenschancen mehr.

http://www.nabu.de/tiereundpflanzen/natu...2010/11561.html


Verletzende Worte
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lobende
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RE: Unsere Pilze

#9 von Klaus Pfahl , 04.09.2010 01:16

Den Schleiereulen-Pilz kannte ich bisher auch noch nicht. Da hast Du bestimmt die Sendung von Günter Jauch gesehen "Wer wird Millionär"?!


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#10 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 04.09.2010 01:41


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zuletzt bearbeitet 04.09.2010 01:43 | Top

RE: Unsere Pilze

#11 von Klaus Pfahl , 04.09.2010 01:52


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RE: Unsere Pilze

#12 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 04.09.2010 01:54

Du hast recht, ich habe dann gegoogelt, wie das Stück ausschaut.
Schleier vermutlich wegen Schleim.


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