ISS

#1 von Sheppard ( gelöscht ) , 06.08.2010 14:34

Es ist eines der großen Projekte der Menschheit - der wissenschaftliche Außenposten im All. 16 Länder sind am Bau der Internationalen Raumstation ISS beteiligt und mit einem Gewicht von 400 Tonnen ist sie sogar gewaltiger als das einst von Wernher von Braun erdachte Himmelsrad.

Am 20. November 1998 brachte eine russische Sojuz-Rakete das Zentralmodul "Zarja" in die vorgesehene Umlaufbahn in 400 Kilometer Höhe. Am 30. Oktober 2000 startete mit der "Crew One" (Shepherd, Gidzenko, Krikalev) die ständige Besatzung der ISS. Der Zeitplan war zunächst recht straff: Bis 2004 sollten die meisten Teile in die Station integriert sein, einschließlich der europäischen und japanischen Forschungsmodule. Doch der Absturz des amerikanischen Space Shuttles "Columbia" am 1. Februar 2003 stoppte den Ausbau lange Zeit. Im Sommer 2006 wurde der Transport von Bauteilen zur ISS wieder aufgenommen. USA, Russland, die Europäische Weltraumagentur und Japan verfügen über eigene Labore auf der ISS. 2009 wurde die Stammbesatzung von drei auf sechs Personen aufgestockt. Das ISS-Projekt könnte ein Zwischenschritt sein auf dem Weg zur Verwirklichung weiterer Visionen, wie etwa dem bemannten Flug zum Mars oder dem Bau einer Forschungsstation auf dem Mond.



mfg Sheppard


Colonel Caldwell: Warum versenken wir die Stadt nicht wieder im Meer?

Rodney: Hören Sie, das ist eine Stadt und kein Jojo … Ich weiß nicht, wie die das damals geschafft haben!


Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, daß der Zuhörer wünscht, er hätte sie gegeben.

(Elbert Hubbard, am. Essayist, 1856-1915)

Sheppard

RE: ISS

#2 von Klaus Pfahl , 06.08.2010 17:36

Wird der Mensch die Erde jemals für längere Zeit verlassen können? Eine Antwort auf diese Frage ergibt sich nicht nur aus den technischen Möglichkeiten, sondern auch aus den biologischen Voraussetzungen. Wir sind an das Leben auf der Erde angepaßt. Für unser Wohlbefinden benötigen wir für längere Aufenthalte im Weltraum eine künstliche Schwerkraft, um unbeschadet lange Reisen im All zu überstehen. Das Problem mit dem Trinkwasser und der Nahrung hatten wir schon angesprochen. Ein weiteres Problem ist die Strahlung. Die Erde wird durch das Magnetfeld und der Ozonschicht vor energetischer Raumstrahlung weitgehend geschützt. Ein längerer Aufenthalt würde irreparabele gesundheitliche Schäden verursachen. Hinzu kommt die Gefahr von Kollisionen mit Meteoriten. Große und kleinste Teilchen bewegen sich mit 40 000 km/h durch den Raum. Die Kollision mit einem ebsengroßen Gesteinsbrocken würde die Raumkapsel zur Explosion bringen. Lieber Sheppard, es muß noch viel geforscht werden. Wir dürfen gespannt sein.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
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RE: ISS

#3 von Vingilot ( gelöscht ) , 06.08.2010 19:29

Die Vorbereitungen für einen bemannten Marsflug könnten bereits jetzt beginnen, denn sie würden ohnehin Jahrzehnte dauern.
Zuallererst muss ein Montagegerüst im erdfernen Orbit gebaut werden. Das Raumschiff wird nämlich, (nicht zuletzt auf Grund der nötigen Abschirmung), immens groß sein müssen. Eine solche Masse kann unmöglich von der Erdoberfläche gestartet werden. Gleichzeitig müssten etliche unbemannte Frachtraketen gestartet werden, die ein Treibstofflager im Marsorbit oder auf Phobos/Deimos anlegen und betanken. Sinnvoller, wenn auch ethisch völlig neu zu bewerten wäre es, solche Fracht auf dem Mars direkt zu landen und die Reise als Flug ohne Wiederkehr anzulegen. Trotz Bleiabschirmung, bzw. Abschirmung durch Tanks mit schwerem Wasser gefüllt, etc, bleibt nämlich das Krebsrisiko schon bei einer einzigen Strecke immens hoch, und der Aufwand für die Heimholung der todkranken Besatzung wäre unvorstellbar kostenintensiv. Rein logisch betrachtet, wäre also nach einigen Monaten Forschung eine Spritze nötig, welche die Besatzung sanft einschlafen lässt.
An Freiwilligen würde es trotzdem nicht mangeln, schätze ich.


PS Blitz: Mikrometeore könnten von schiffsinterner Flak, (fette Gigawattlaser), ohne weiteres aus großer Entfernung zerstrahlt werden. An Energie sollte es nicht mangeln, denn ohne Kernreaktor an Bord würde es ohnehin nicht gehen.

Also, rein theoretisch wäre eine solche Reise schon mit dem heutigen technischen Wissen möglich.


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot
zuletzt bearbeitet 06.08.2010 19:31 | Top

RE: ISS

#4 von Klaus Pfahl , 06.08.2010 19:42

Die ersten Kandidaten für eine solche Reise sitzen bereits im Container und werden für einen Flug zum Mars getestet.
520 Tage müssen die Probanden auf engstem Raum ohne frische Lebensmittel aushalten. An sie sind hohe Anforderungen gestellt. Mehr dazu hier:

http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt...8066628,00.html

Gruß
Blitz


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Honoré de Balzac

 
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RE: ISS

#5 von Vingilot ( gelöscht ) , 06.08.2010 19:59


Reine Propaganda.

Das kostet nicht viel und suggeriert, dass "etwas getan" wird.
In Wahrheit sind mögliche psychologische und Platz-Probleme gar keine Probleme.
Denn selbstverständlich werden die Passagiere den Flug im Sauerstoff-sparenden Tiefschlaf im Bleisarg verbringen.


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot
zuletzt bearbeitet 06.08.2010 20:00 | Top

RE: ISS

#6 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 16.08.2010 22:49

Steven Hawkins meinte kürzlich:
Der Menschheit bleibe gar nichts anderes übrig als den Weltraum zu besiedeln.
Der Platz auf der Erde werde zu eng.

http://www.hawking.org.uk/


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

   

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