RE: Einsparungen im Strafvollzug

#16 von Sturmgeweiht , 04.11.2011 01:49

Zitat von GG146

Dann gäbe es wieder ein Riesen - Bohai um angebliche Verletzungen der Menschenwürde.

Was vielleicht praktikabel wäre:

1. Strafen für Gewalttaten drastisch erhöhen und Bewährung sowie solche Nettigkeiten wie 2/3 - und Halbstrafe für besonders menschenverachtende Tätertypen kategorisch ausschließen. Diese Typen verstehen solche "Friedensangangebote" des Staates nur als Zeichen der Schwäche und fühlen sich zu weiteren Aggressionen ermutigt.

2. Nur solche Täter aus dieser Kategorie können einen "Bonus" in Gestalt eines Strafnachlasses bekommen, die sich dafür freiwillig in eine Art von Strafvollzug begeben, die für den Steuerzahler spottbillig ist - also ein Zeltplatz mit BW - Winterbiwak - Ausstattung und Natodraht drumherum. Wer drüberzuklettern versucht, wird auf der Stelle erschossen, ansonsten braucht man da keine Schließer, die sollen alleine klarkommen.



Zu dem von mir Unterstrichenen: Und das weißt du woher genau?

Es ist statistisch erwiesen dass je länger die Haftstrafe ist, die Rückfallquote steigt. Ebenso bei fehlender Begleitung wärend und nach Haftentlassung.
Eine JVA soll in erster Linie resozialisieren - und nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen verwahren.


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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#17 von Luftikus ( Gast ) , 04.11.2011 01:51

Kommt auf die Tat an.

Luftikus

RE: Einsparungen im Strafvollzug

#18 von GG146 , 04.11.2011 14:34

Zitat von Sturmgeweiht

Zitat von GG146

Dann gäbe es wieder ein Riesen - Bohai um angebliche Verletzungen der Menschenwürde.

Was vielleicht praktikabel wäre:

1. Strafen für Gewalttaten drastisch erhöhen und Bewährung sowie solche Nettigkeiten wie 2/3 - und Halbstrafe für besonders menschenverachtende Tätertypen kategorisch ausschließen. Diese Typen verstehen solche "Friedensangangebote" des Staates nur als Zeichen der Schwäche und fühlen sich zu weiteren Aggressionen ermutigt.

2. Nur solche Täter aus dieser Kategorie können einen "Bonus" in Gestalt eines Strafnachlasses bekommen, die sich dafür freiwillig in eine Art von Strafvollzug begeben, die für den Steuerzahler spottbillig ist - also ein Zeltplatz mit BW - Winterbiwak - Ausstattung und Natodraht drumherum. Wer drüberzuklettern versucht, wird auf der Stelle erschossen, ansonsten braucht man da keine Schließer, die sollen alleine klarkommen.



Zu dem von mir Unterstrichenen: Und das weißt du woher genau?

Es ist statistisch erwiesen dass je länger die Haftstrafe ist, die Rückfallquote steigt. Ebenso bei fehlender Begleitung wärend und nach Haftentlassung.
Eine JVA soll in erster Linie resozialisieren - und nicht unter menschenunwürdigen Bedingungen verwahren.





Mal wieder eine tolle Statistik ...

Je höher die kriminelle Energie des Verbrechers, desto länger die Haftstrafe. Dass nun zu langen Haftstrafen Verurteilte besonders oft rückfällig werden, beweist bitte was?

Außerdem ging es hier um die Kosten des Justizvollzuges und ich habe nur geschrieben, dass freiwillige Aufenthalte in Billiglagern mit schwierigen Lebensbedingungen, durch die die Haftzeit verkürzt werden könnte, eine Einsparungsmöglichkeit wären.

Unanehmlichkeiten, denen sich jemand freiwillig aussetzt, können aber seine Menschenwürde nicht verletzen, solange er aussteigen kann und das Ganze selbst unter Kontrolle hat.

Wer aus eigener Kraft solche Schwierigkeiten meistern, hat für die Zeit nach der Haft auch schonmal das Meistern von Schwierigkeiten trainiert, mancher Krimineller vllt. das erste Mal in seinem Leben. Das halte ich tendentiell für resozialisierungsfreundlich.

Zitat
Zu dem von mir Unterstrichenen: Und das weißt du woher genau?



Das weiß ich u. a. aus persönlicher Bekanntschaft mit - ehemaligen - Gewaltkriminellen. Außerdem muss man nur 1 + 1 zusammenzählen, um herauszufinden, wie derjenige Typus Gewaltkrimineller, der völlig unbekannte Menschen in der U-Bahn oder sonstwo in der Öffentlichkeit willkürlich mit Gewalt überzieht, über einen Rechtsstaat denkt, der ausgerechnet solche Aggressionen mit umgehenden Friedensangeboten beantworten will. Wenn das funktionieren könnte, hätte auch die appeasement - Politik gegenüber Hitler funktionieren können.


 
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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#19 von Sturmgeweiht , 04.11.2011 14:48

So weit haben die Damen und Herren aus der Sozialforschung auch schon gedacht.
Es gibt Vergleiche bezüglich unterschiedlicher Haftstrafen bei ähnlichen Verbrechen und ähnlichem Vorstrafenregister. Besonders prägnant sind hier die Unterschiede bei Jugendlichen. Auch lassen sich hier verschiedene Trends regierender Parteien, von Bundesland zu Bundesland, usw vergleichen. Es werden also durchaus Personen mit ähnlichen Daten zum Vergleich gegenüber gestellt.
Die hohen Kosten des Justizvollzuges kann man senken, indem man alles daran setzt die Rückfallquote zu senken. Und das geschieht unter anderen durch intensive Betreuung wärend und nach der Haft.

Aus deiner Sicht heraus mag deine Idee vielleicht hilfreich sein, du läßt aber außer Acht dass viele Kriminelle eben nicht in Schemata wie "Aus eigener Kraft", "Wenn er was leistet bekommt er auch was" passen, da sie es ja bisher auch nicht geschafft haben straffrei zu leben. Dein System scheint mir da eindeutig mehr den Schwerpunkt auf den Sanktionen zu haben.
Kontrollenfunktionieren und streng reglementierte Systeme gibt es bereits. Wärend der Haftzeit und auch danach. Auf Zuwiderhandlung folgt Sanktion. Das ist monentan schon absolut gegeben - zwar nicht so wie du dir das vielleicht wünschst, aber es ist vorhanden. Das kann aber den Faktor der Hilfe und Unterstützung nicht ersetzen. Resozialisierung kann nicht bedeuten, dass jemand 8 Stunden im Steinbruch schuftet damit er Abends eine warme Mahlzeit bekommt und wenn er dazu zu faul ist, ja dann hat er halt Pech gehabt. Das ist sehr viel komplexer als du dir das vielleicht vorstellst.


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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#20 von Sturmgeweiht , 04.11.2011 14:53

Ich sehe hier einen himmelweiten Unterschied zwischen dem wie du es dastellst schwachen Staat der nur mit "Friedenangeboten" ankommt und einem System aus Bestrafung im Sinne von Freiheitsentzug (Eine JVA ist nicht so schön wie du dir das vielleich vorstellst) und (noch viel zu wenigen) aktiven Angeboten zur Haftbegleitung, zur Aufarbeitung der Verbrechen, zur Resozialisierung. In einer JVA und in der Begleitung nach der Haft sind schon eine ganze Menge Sanktionen und Hürden eingebaut. So friedlich-kuschelig wie du es dastellst ist das nicht.

Und ich denke ich brauche eigentlich nicht zu erwähnen, dass Länder die ihre Strafgefangenen wie Dreck behandeln nicht unbedingt bessere Rückfallquoten haben.


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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#21 von GG146 , 04.11.2011 18:03

"Mein Schwerpunkt" liegt nicht auf Sanktionen, sondern auf (Verfassungs-) Rechtswahrheit und Rechtsklarheit. Es muss ohne wenn und aber klargestellt werden, dass ein gewalttätiger Aggressor kein Siegertyp ist und ein Opfer kein Loser.

Wie das erreicht wird, ist mir letztendlich sch....egal. Ich fürchte nur, dass die Erklärbären der sozialpsychologischen Fakultät sich in der Vergangenheit verdammt oft geirrt haben und ich bin nicht bereit, mich für die teilweise pseudowissenschaftlichen Eitelkeiten dieser Leute unter Verletzung meiner Menschenwürde von Staats wegen zum Opfer und Loser machen zu lassen, obwohl ich meine Menschenrechte auch selbst behaupten könnte.

Und nochmal: Es ging hier nicht darum, Strafgefangene im Sinne einer Rachejustiz wie Dreck zu behandeln, sondern eine einvernehmliche spottbillige Alternative im Interesse aller Beteiligten zu besprechen.

 
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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#22 von bernhard44 ( gelöscht ) , 04.11.2011 22:34

Zitat von GG146

Unanehmlichkeiten, denen sich jemand freiwillig aussetzt, können aber seine Menschenwürde nicht verletzen, solange er aussteigen kann und das Ganze selbst unter Kontrolle hat.


Wer die Möglichkeit zum Aussteigen hat, wird wohl kaum den Stacheldraht überwinden wollen und damit riskieren von Kugeln durchsiebt zu werden. Deine Forderung nach erhöhter Bleikonzentration im Körper eines Flüchtlings, ist damit hinfällig.


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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#23 von GG146 , 04.11.2011 23:55

Zitat von bernhard44

Zitat von GG146

Unanehmlichkeiten, denen sich jemand freiwillig aussetzt, können aber seine Menschenwürde nicht verletzen, solange er aussteigen kann und das Ganze selbst unter Kontrolle hat.


Wer die Möglichkeit zum Aussteigen hat, wird wohl kaum den Stacheldraht überwinden wollen und damit riskieren von Kugeln durchsiebt zu werden. Deine Forderung nach erhöhter Bleikonzentration im Kürper eines Flüchtlings, ist damit hinfällig.





Ich habe schon mal geschrieben, dass auch ganz normale Gefängnisse für Schwerverbrecher bereits heute Wachtürme mit G 3 - Schützen haben. Die würde ich allerdings auch für ein Billig - Lager dringend empfehlen, ein kleiner Teil der Freiwilligen dort wird sich sehr wahrscheinlich nur deshalb melden, weil ein Natodraht - Zaun leichter zu überwinden ist als eine Gefängnismauer.

 
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RE: Einsparungen im Strafvollzug

#24 von Lilly , 21.11.2011 14:16

Man könnte doch Energie sparen, indem die Gefangenen ihren Strom selbst erzeugen durch Radfahren mit Dynamo. Jeder kann selbst bestimmen, wie lange er "strampeln" muss für Fernsehen und Radio. Andererseits tut er gleichzeitig was für seine Gesundheit.

MfG
Lilly


 
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zuletzt bearbeitet 21.11.2011 | Top

RE: Einsparungen im Strafvollzug

#25 von Klaus Pfahl , 21.11.2011 17:25

Das war mein geistiges Eigentum.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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