China, die Supermacht

#1 von Klaus Pfahl , 17.07.2010 17:50

Müssen wir Angst vor China haben?
Bei offiziellen Treffen lächeln alle um die Wette, aber hinter den Kulissen tobt ein gnadenloser Konkurrenz-Kampf.
Das Reich der Mitte entwickelt sich immer mehr zur Supermacht - vor allem wirtschaftlich.
Deutsche Unternehmen fürchten die wachsende Konkurrenz. Und Konjunktur-Experten mahnen, daß unsere Export-Wirtschaft zu abhängig von den Chinesen werden könnte.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: China, die Supermacht

#2 von Isis ( gelöscht ) , 17.07.2010 18:06

China wird bald im nächsten Chaos versinken. Bäume abgeholzt, Flüsse vergiftet und ein Millionenheer von Arbeitslosen auf Wanderschaft gegenüber eine kleine superreiche Minderheit. Die nächste Kulturrevolution kommt sicher wie das Amen in der Kirche.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

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RE: China, die Supermacht

#3 von Vingilot ( gelöscht ) , 17.07.2010 18:24

Antwort auf deine Frage Blitz:
Ich meine eindeutig: "Ja!"
Läge es in meiner Macht, ich würde auf der Stelle sämtliche Importe aus China in die EU mit so hohen Zöllen belegen, dass sie die europäische Wirtschaft nicht mehr in den Ruin treiben, (was sie seit Jahren tun).
Wozu haben wir durch riskante Erweiterungen einen riesigen Binnenmarkt geschaffen?
Etwa damit uns die Chinesen mit Billigramsch ungezählte Arbeitsplätze vernichten können?
Die Exporte brauchen wir nicht wirklich. Die EU ist groß genug. Nutzen wir's aus!


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zuletzt bearbeitet 17.07.2010 18:25 | Top

RE: China, die Supermacht

#4 von Isis ( gelöscht ) , 17.07.2010 18:29

Jetzt darf Daimler auch in China bauen. Künftig wird die Nobelmarke als Billigramsch mit vergiftetem Kunststoff importiert, wie es bei Kinderspielzeug oftmals der Fall ist.


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Isis

RE: China, die Supermacht

#5 von lei , 10.08.2010 12:26

Zitat von Isis
China wird bald im nächsten Chaos versinken. Bäume abgeholzt, Flüsse vergiftet und ein Millionenheer von Arbeitslosen auf Wanderschaft gegenüber eine kleine superreiche Minderheit. Die nächste Kulturrevolution kommt sicher wie das Amen in der Kirche.



@isis,

würden sie mir glauben, wenn ich sage, daß china riesige anstrengungen in sachen umweltschutz unternimmt.
in den westlichen provinzen wie ganzu, sichuan oder kunnming sind milionen neue bäume gpflanzt worden.
frankreich hat beispielsweise 2 millionen setzlinge "gespendet".
abwasser, was sonst in offenen kanälen durch meine geburtsstadt chengdu und anschließend in den yangtze geflossen ist,
wird jetzt in abwasserrohren in riesige klärwerke geleitet und aufbereitet.
was hier in deutschland in sachen umwelt noch in den anfägen steckt, ist in china schon alltag.
e-taxis, e-fahrräder oder energiesparlampen sind fast schon standart.

was die wanderarbeiter angeht, hat china einen mindestlohn vorgeschrieben.
man braucht sie dringens für alle bereiche. nachdem sie gestreikt haben, ist china erst bewußt geworden
daß diese leute eine wichtige funktion erfüllen.

 
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RE: China, die Supermacht

#6 von Isis ( gelöscht ) , 11.08.2010 20:10

Sicherl wirst du in den Nachrichten mitbekommen haben, wieviel Menschen dort in den Schlammmassen verschüttet wurden. Wenn ich chinesischer Parteivorsitzender wäre, würdet ihr die Erde den Berg wieder hinauftragen und sofort Bäume und Bambus pflanzen. Die Unglücke sind alle hausgemacht.
Wie sieht es überhaupt mit dem größten Staudamm über die drei Schluchten aus? Wenn der bricht, dann werden Millionen Menschen mit der Stadt Shanghai ins Meer gespühlt. Ich hoffe es nicht.


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Isis
zuletzt bearbeitet 11.08.2010 20:12 | Top

RE: China, die Supermacht

#7 von lei , 13.08.2010 13:35

@isis,

lassen sie mich etwas über unsere geschichte sagen.

nach dem kaiserreich ist china in eine situation gekommen, die mit westlichen maßstäben nicht zu beschreiben ist.

milliarden von menschen mußten hatten plötzlich eine freiheit, mit der sie nichts anfangen konnten.
mao mußte einen spagat zwischen monarchie und kommunismus machen.
daß heißt, milliarden von menschen mußten mit essen, kleidung und arbeit versorgt werden.
was ihm nach meiner meinung nur unzureichend gelungen ist.
daß in dieser zeit sich jeder der nächste war, ist nachvollziehbar.
sie holzten bäume ab für brandmaterial.
sie aßen alles was sich bewegte. bekannte berichteten von fällen, wo eltern ihre kinder gegessen haben.
es war nicht selten, daß selbst bauern die rote erde ihrer felder gegessen haben, was zur folge hatte,
daß ihre bäuche sich aufblähten und platzten. sie verendeten elendig. oder daß sie gras gegessen haben
und baumrinde eingekegt haben
wenn man sich diesen zustand ab 1948 vor augen führt, ist es müßig über abgeholzte bäume zu reden.

das der staudamm gehalten hat, ist beim letzten erdbeben zwischen wuhan, chongqing und chengdu bewiesen worden.
selbst bei einem dammbruch würde die erste welle gegen einen berg laufen und beim rücklauf ein weiters nachfließen aus dem
staubecken reduzieren.

 
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RE: China, die Supermacht

#8 von Vingilot ( gelöscht ) , 13.08.2010 13:41

Zitat von Isis

Wie sieht es überhaupt mit dem größten Staudamm über die drei Schluchten aus? Wenn der bricht, dann werden Millionen Menschen mit der Stadt Shanghai ins Meer gespühlt. Ich hoffe es nicht.




Der Staudamm ist eine unverantwortliche Torheit, ein auf Dauer unmöglich beherrschbares Damoklesschwert, ein so unfassbares Monument der Dummheit und der Arroganz, dass einem die Worte fehlen.
Wenn er bricht, (und das wird er eines Tages so sicher, wie die Erdkruste nicht plötzlich stillsteht), werden zig Millionen Menschen sterben und eine unabsehbare Anarchie über das bevölkerungsreichste Land der Erde hereinbrechen.


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Vingilot
zuletzt bearbeitet 13.08.2010 13:42 | Top

RE: China, die Supermacht

#9 von lei , 13.08.2010 13:43

Zitat von Vingilot

Zitat von Isis

Wie sieht es überhaupt mit dem größten Staudamm über die drei Schluchten aus? Wenn der bricht, dann werden Millionen Menschen mit der Stadt Shanghai ins Meer gespühlt. Ich hoffe es nicht.




Der Staudamm ist eine unverantwortliche Torheit, ein auf Dauer unmöglich beherrschbares Damoklesschwert, ein so unfassbares Monument der Dummheit und der Arroganz, dass einem die Worte fehlen.
Wenn er bricht, (und das wird er eines Tages so sicher, wie die Erdkruste nicht plötzlich stillsteht), werden zig Millionen Menschen sterben und eine unabsehbare Anarchie über das bevölkerungsreichste Land der Erde hereinbrechen.




@vingilot,

haben sie die karten befragt oder woher haben sie ihre weisheit?

 
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RE: China, die Supermacht

#10 von Vingilot ( gelöscht ) , 13.08.2010 14:04

Zitat von lei
haben sie die karten befragt oder woher haben sie ihre weisheit?



Ich weiß, dass auch der scheinbar stabilste Untergrund nicht für immer und ewig stabil bleibt.
(Allgemeinbildung)
Ich weiß, als Ingenieur, dass sich auch kleinste Längendehnungen und Querverschiebungen selbst bei weit weniger spröden Materialien als Stahlbeton ab einer gewissen Dimension der Anlagen zerstörerisch auswirken.
(Nicht umsonst legt man die größten Brücken der Welt als durchhängende Seilbrücken aus.)
Einen starren Damm aber kann man nicht ausgleichend durchhängen lassen. Außerdem ist der enorme Druck auf seine Fundamente leicht zu berechnen.
Er MUSS einfach irgendwann brechen. Um das vorherzusagen braucht es keinen Propheten, bloß ein wenig technisches Grundwissen.

Und sie, lei, können sie mir erklären, warum das Überstehen eines oder mehrerer Erdbeben ein Beweis sein sollte, dass irgendetwas erdbebensicher sei?
Ist das so eine Art Garantiekarte dafür, dass die Erdkruste in dieser Gegend vor weiteren, weitaus stärkeren Beben oder Verschiebungen gefeit ist?

Was hat denn die den Fluss säumenden Berge emporgehoben, langsam aber stetig?
Wird das in Zukunft nicht mehr geschehen?
Und wie wird wohl eine kilometerlange Staumauer aus sprödem Stahlbeton darauf reagieren, die bereits allein durch ihre Länge alltäglichen Wärmespannungen und den Staudruck enorm belastet ist?

Das Projekt ist ein Mega-Verbrechen! Schlimmer, als eine in einer Großstatdt vergrabene, scharfe Atombombe mit Zufallsgenerator-Zünder!


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zuletzt bearbeitet 13.08.2010 14:08 | Top

RE: China, die Supermacht

#11 von lei , 13.08.2010 15:10

Zitat von Vingilot

Zitat von lei
haben sie die karten befragt oder woher haben sie ihre weisheit?



Ich weiß, dass auch der scheinbar stabilste Untergrund nicht für immer und ewig stabil bleibt.
(Allgemeinbildung)
Ich weiß, als Ingenieur, dass sich auch kleinste Längendehnungen und Querverschiebungen selbst bei weit weniger spröden Materialien als Stahlbeton ab einer gewissen Dimension der Anlagen zerstörerisch auswirken.
(Nicht umsonst legt man die größten Brücken der Welt als durchhängende Seilbrücken aus.)
Einen starren Damm aber kann man nicht ausgleichend durchhängen lassen. Außerdem ist der enorme Druck auf seine Fundamente leicht zu berechnen.
Er MUSS einfach irgendwann brechen. Um das vorherzusagen braucht es keinen Propheten, bloß ein wenig technisches Grundwissen.

Und sie, lei, können sie mir erklären, warum das Überstehen eines oder mehrerer Erdbeben ein Beweis sein sollte, dass irgendetwas erdbebensicher sei?
Ist das so eine Art Garantiekarte dafür, dass die Erdkruste in dieser Gegend vor weiteren, weitaus stärkeren Beben oder Verschiebungen gefeit ist?

Was hat denn die den Fluss säumenden Berge emporgehoben, langsam aber stetig?
Wird das in Zukunft nicht mehr geschehen?
Und wie wird wohl eine kilometerlange Staumauer aus sprödem Stahlbeton darauf reagieren, die bereits allein durch ihre Länge alltäglichen Wärmespannungen und den Staudruck enorm belastet ist?

Das Projekt ist ein Mega-Verbrechen! Schlimmer, als eine in einer Großstatdt vergrabene, scharfe Atombombe mit Zufallsgenerator-Zünder!




@vingilot,

als ing. sollten sie wissen, daß es kein damm sondern eine staumauer ist.
fact ist, daß kritiker bei einem bestimmten richterwert einen bruch der mauer vorausgesagt haben.
das letzte beben war aber wesentlich stärker und die mauer hat gehalten.

sorry, wenn ich mich nicht genau genug ausgedrückt habe.

bei einem bruch drückt das erste wasser gegen einen berg. der rückfluß des wassers drückt dann gegen das nachfließende wasser aus dem staubecken. was für einen moment einen stillstand der flut sorgt. damit ist die erste wucht des wassers gebremst.

 
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RE: China, die Supermacht

#12 von Vingilot ( gelöscht ) , 13.08.2010 15:25

Zitat von lei

bei einem bruch drückt das erste wasser gegen einen berg. der rückfluß des wassers drückt dann gegen das nachfließende wasser aus dem staubecken. was für einen moment einen stillstand der flut sorgt. damit ist die erste wucht des wassers gebremst.



Das würde den betroffenen Menschen im Unglücksfall auch nicht entscheidend mehr Zeit zur Evakuierung geben, lei. Die Flutwelle würde sich trotzdem binnen weniger Stunden zu rollenden Bergen aufbauen und die gespeicherte Energie sich verheerend entladen. Man kann Millionen unmöglich binnen Stunden in Sicherheit bringen.

Es wäre "klug", wenn die chinesische Regierung Befehl gäbe, das Becken auf der Stelle kontrolliert wieder zu entleeren, (was ohnehin Jahre dauern würde), um diese ungeheure, selbst geschaffene Gefahr von ihrem Volk zu nehmen.
Gewiss, es wäre eine Riesenblamage. Trotzdem würde ich das als "verantwortlungsvolles Handeln" und "weise" bezeichnen.
Was zählt schon das Ego einiger verbrecherischer, durchgeknallter Politiker gegen so viele bedrohte Menschenleben.


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zuletzt bearbeitet 13.08.2010 15:26 | Top

RE: China, die Supermacht

#13 von Klaus Pfahl , 13.08.2010 18:25

Leider kann ich bei Statik nicht viel mitreden, dafür fehlt mir das Wissen. Sicher ist aber, daß das Himalayagebirge mit seinen Ausläufern als Faltengebirge weiterhin tektonischen Verwerfungen unterliegt. Dort drückt der indische Subkontinent auf die asiatische Festplatte und ist stets ursächlich für die vielen Erdbeben, die China ständig heimsuchen.
Vingilots plausible Erklärung bestärkt mich noch in meinen Befürchtungen, daß dieses gigantische Prestigeobjekt einmal Millionen von Chinesen das Leben kosten wird, noch einmal, ich hoffe es nicht.

Gruß
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RE: China, die Supermacht

#14 von Vingilot ( gelöscht ) , 13.08.2010 20:05

Zitat von Blitz
... bestärkt mich noch in meinen Befürchtungen, daß dieses gigantische Prestigeobjekt einmal Millionen von Chinesen das Leben kosten wird, noch einmal, ich hoffe es nicht.

Gruß
Blitz



Niemand, der bei klarem Verstand ist, kann sich das wünschen, nicht nur was das unmittelbare Leid beträfe.
Das "Nachbeben" einer solchen Katastrophe würde auch uns massiv betreffen. Chinas Destabilisierung würde die ganze Welt erschüttern, mit ungewissem Ausgang.


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RE: China, die Supermacht

#15 von lei , 13.08.2010 20:30

@blitz, @vingilot,

vor ca hundert jahren wurde in der eifel das erste staubecken gebaut.
in den jahren kamen noch etliche dazu.
der rursee bei schwammenauel ist dabei der größte.
bei seinem bau wurde ein dorf umgesiedelt, ein ganzes dorf versank mit den jahren in den fluten.

es kamen auch hier zu bedenken über die haltbarkeit der mauer.
zu mal dieser bereich ( man denke an die maare ) erdbeben gefährdet ist, hat er bis heute gehalten.

ein anderer aspect ist der, daß china gewaltige mengen an energie braucht.
wo soll diese herkommen wenn nicht aus der wasserenergie?

 
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