China/Taiwan

#1 von Klaus Pfahl , 09.07.2010 16:48

Geballte Fäuste im Parlament - bei einem gewaltsam ausgetragenen Streit um ein Handelsabkommen mit China gab es mehrere Verletzte.

http://www.welt.de/politik/ausland/artic...von-Taiwan.html

Die Beziehungen zwischen den lange verfeindeten Staaten China und Taiwan entspannen sich. Nach 60 Jahren Eiszeit gibt es wieder direkte Flug- und Seefrachtverbindungen.Taiwan hatte fast 60 Jahre lang direkte Flüge und Schiffsverbindungen auf das chinesische Festland verboten. Hintergrund war die Sorge, die kommunistische Führung könnte unter der Deckung von Zivilflugzeugen und Schiffen die Insel angreifen.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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RE: China/Taiwan

#2 von Gast , 16.07.2010 20:55

[quote="Blitz"]Geballte Fäuste im Parlament - bei einem gewaltsam ausgetragenen Streit um ein Handelsabkommen mit China gab es mehrere Verletzte.

http://www.welt.de/politik/ausland/article8377570/Schlaegerei-im-Parlament-von-Taiwan.html

Die Beziehungen zwischen den lange verfeindeten Staaten China und Taiwan entspannen sich. Nach 60 Jahren Eiszeit gibt es wieder direkte Flug- und Seefrachtverbindungen.Taiwan hatte fast 60 Jahre lang direkte Flüge und Schiffsverbindungen auf das chinesische Festland verboten. Hintergrund war die Sorge, die kommunistische Führung könnte unter der Deckung von Zivilflugzeugen und Schiffen die Insel angreifen.

Gruß
Blitz
[/quote]


@blitz,

seit jahrzehnetn läßt taiwan in china produzieren. die geschäftsbeziehungen zwischen den beiden staaten wurden anfangs über honkong geführt. die provinz quangdong war für produktionsstädten aus chinesischer sicht prädistiniert.
mit zunahme der produktionsstädten in china wurde auch der welthandel mit produkten beliefert.
auftraggeber waren zu beginn die us-amerikaner, die sich einen riesen reibach erhofften. als dann taiwan mehr und mehr den handel kontrollierten und die us-amerikaner aus dem rennen warfen übten sie druck auf taiwan aus.
auf taiwan wurden die kandidaten die der us-amerikanischen wirtschaft von nutzen waren in "freien" wahlen unterstützt.

die vr-china wurde bei jeder wahlveranstaltung als okkupanten und als reißender wehrwolf dargestellt. in einem fall wurde eine woche vor der wahl in den medien ein angriffsszenario seitens der vr-china veröffentlicht. nach der wahl entschuldugten sich die verantwortlichen öffentlich.
nun, da taiwan einen ministerpräsidenten ma ying-jeou gewählt hatte, wurden die beziehungen zwischen beiden staaten wesentlich verbessert. ma ying-jeou war angetreten, die us-amerikanischen einflüsse zu minimieren und den dialog mit der vr-china wieder aufzunehmen.

für den fall, daß die usa ihre raketen auf taiwan abzubauen, gibt es aus sicht der vr-china keinen grund, taiwan zu annektieren, weil taiwan, wirtschaftlich gesehen schon längst ein teil der vr-china ist.


RE: China/Taiwan

#3 von Klaus Pfahl , 16.07.2010 21:12

@lei,
das ist ja eine positive Nachricht. Außenpolitisch erfährt man hier mehr über Israel oder die arabischen Nachbarn. Für China scheint sich kaum ein Mensch zu interessieren. Die Entwicklung im großen Reich der Mitte hat eine bewundernswerte Wende genommen. Was die Marktwirtschaft angeht, ist China den besseren Weg gegangen als Rußland. Das wird auch für immer mehr Taiwanesen interessanter, und so glaube ich, wird zusammenwachsen was zusammen gehört.

Gruß
Blitz


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RE: China/Taiwan

#4 von lei ( Gast ) , 17.07.2010 15:49

bei arte gibt's eine interessante sendung, die klar und präzise über beziehungen und hintergründe in unterschiedlichen regionen dieser erde berichten.

einen bericht über die präsenz der usa im asiatischen raum.

es wurde über raketenbasen in japan, südkorea, laos, indien, pakistan und nun auch in afghanistan berichtet.
also rund um china.
es verwunderte mich nicht, daß die usa wegen der "terroristenbekämpfung" chinesische handelsschiffe außerhalb der 12 meilenzohne angehalten hat und durchsucht hat. in der westlichen medien wurde das einfach unterschlagen.
worin ich ein sehr großes problem sehe, ist, daß taiwan irgendwann sagt, usa, wir haben genug von dir und deinen machenschaften und sie des landes verweist. ob die usa damit einfach einverstanden ist, ist zu bezeweifeln.

lei

RE: China/Taiwan

#5 von wympqwJSAlcTZQPB ( Gast ) , 28.01.2014 09:01

greg.txt;1;3

wympqwJSAlcTZQPB

RE: China/Taiwan

#6 von lei , 28.01.2014 11:14

Zitat von Gast im Beitrag #5
greg.txt;1;3



das hätte ich jetzt nicht gedacht!
das ist mal gannz was neues.

 
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RE: China/Taiwan

#7 von Proconsul48 , 28.01.2014 15:52

Man wird das weiter im Auge behalten, denke ich...

 
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RE: China/Taiwan

#8 von GG146 , 20.05.2014 19:06

Auf dem Facebook - Profil des Postillon gesehen und kommentiert: ;)


Zitat
Dienstag, 20. Mai 2014

Chinesischer Motorradhersteller Hurley-Devidson weist Vorwurf der Wirtschaftsspionage zurück



Guangzhou (dpo) - Die neuen US-amerikanischen Vorwürfe wegen Wirtschaftsspionage stoßen im Reich der Mitte auf Unverständnis. Nachdem bereits die Regierung in Peking empört auf die amerikanische Anklage gegen fünf chinesische Militärs reagiert hat, meldete sich am Dienstag mit dem staatlichen Motorradhersteller Hurley-Devidson erstmals ein chinesisches Unternehmen zu Wort.

(...)



http://www.der-postillon.com/2014/05/chi...ler-hurley.html

Das Thema wäre vielleicht als zweites politisches Standbein für unsere querfrontalen Friedensdemonstranten geeignet.

Neben der akuten Putindrangsaliererei durch die usraelitischen Natoimperialisten darf die chronische Chinesenverleumdung dieser Halunken nicht völlig in Vergessenheit geraten.

 
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RE: China/Taiwan

#9 von GG146 , 04.06.2014 12:31

Heute ist der 25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des himmlischen Friedens in Peking:

http://de.wikipedia.org/wiki/Tian%E2%80%99anmen-Massaker

Um ein Haar hätte sich die DDR - Führung die "chinesische Lösung" zum Vorbild genommen:

Zitat
(...)

Unterstützung fand das harte chinesische Vorgehen gegen die Proteste bei der DDR-Führung. Das Neue Deutschland kommentierte sie am 5. Juni 1989: „Konterrevolutionärer Aufruhr in China wurde durch Volksbefreiungsarmee niedergeschlagen“[23]. Die Volkskammer verabschiedete eine Resolution, in der die DDR ihre Unterstützung für die Niederschlagung der „konterrevolutionären Unruhen“ bekanntmachte. Während eines Besuches des chinesischen Außenministers Qian Qichen in Ost-Berlin lobte der Außenminister der DDR, Oskar Fischer, die engen Beziehungen zwischen der DDR und der Volksrepublik China; DDR-Politiker wie Hans Modrow, Günter Schabowski und Egon Krenz besuchten China, um ihre Unterstützung zu dokumentieren[24][25]. So äußerte sich Krenz im Juni 1989 mit den Worten, es sei „etwas getan worden, um die Ordnung wiederherzustellen“. In der Zuspitzung der Ereignisse der politischen Veränderung in der DDR tauchte zwischenzeitlich die Befürchtung auf, die Staatsführung der DDR könne sich für eine Chinesische Lösung entscheiden. Im Juni 1990 bedauerte die mittlerweile frei gewählte DDR-Volkskammer die Unterstützung der chinesischen Regierung ein Jahr zuvor und gedachte der Opfer.

(...)




Zum Glück war ihnen das dann doch zu heikel. Wenn die (wehrpflichtigen) Volksarmisten gemeutert hätten, wären die rotfaschistischen Bonzen womöglich an den Laternen gelandet.

Übrigens finden die ehemaligen Gewaltherrscher der DDR, die damals auf die "chinesische Lösung" verzichtet und ihre Macht verloren haben, heute keine Fürsprecher im Westen, die noch im Besitz ihrer durch das Massaker bewahrten Macht befindlichen Chinesen aber schon:

Zitat
"Militär hat sich nur gewehrt"

Altkanzler Schmidt verteidigt China-Massaker

Hamburg - Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat das Massaker auf dem "Platz des himmlischen Friedens" im Jahr 1989 relativiert. Das chinesische Militär habe sich damals nur gewehrt.

(...)



http://www.merkur-online.de/aktuelles/po...zr-2501586.html

 
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RE: China/Taiwan

#10 von lei , 04.06.2014 22:58

was im westen gerne verschwiegen wird,
ist, daß die studenten ausreisen wollten.

canada, europa und die usa waren ihre ziele.

gesetz den fall, hunderttausende hätten die erlaubnis
bekommen, sich ins ausland abzusetzen.

china hätte die ganze bevölkerungsschicht der studierenden
verloren.
china währe in bildung um jahrzehnte zurückgefallen.

das rechtfertigt auch nicht einen toten, aber was hätten
sie ihrer meinung nach in dieser situation machen sollen
und können? ehe man ein urteil fällt, sollte mann die
umstände zur damaligen zeit nicht außer acht lassen.

 
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RE: China/Taiwan

#11 von Klaus Pfahl , 04.06.2014 23:06

@ lei, deshalb wurde früher zwischen den beiden deutschen Staaten von der DDR eine fast unüberwindliche Mauer errichtet. Denen rannte einfach die Elite weg, die auf Staatskosten gefördert und ausgebildet wurde.


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RE: China/Taiwan

#12 von lei , 05.06.2014 13:57

man stelle sich vor, hunderttausende junge chinesen dürfen
auf einen schlag ausreisen.

ziele wie canada, deutschland und die usa bekämen massive
probleme mit dieser masse an menschen.

hätte deutschland als beispiel binnen einer woche 20000 studenten
aufnehmen können?

 
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RE: China/Taiwan

#13 von lei , 05.06.2014 14:57

es ist nicht verwunderlich, daß die amerikanische
psychosekte 'falun gong' verboten wurde.
nun hat sich wieder eine äußerst radikale sekte
aus den usa in china breitgemacht.

sie treten stets mit mehreren personen in der
öffentlichkeit auf und bedrohen z. b. fahrgäste in
bussen oder bahnen und zwingen sie "an gott zu glauben".
andernfalls, wie schon geschehen, werden sie totgeprügelt.

vor diesem hintergrund kann mann auch vermuten, daß die
usa hinter dem aufstand auf dem tiananmen nicht ganz
unschuldig ist.

 
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RE: China/Taiwan

#14 von Schiffskatze , 05.06.2014 15:45

Zitat
vor diesem hintergrund kann mann auch vermuten, daß die
usa hinter dem aufstand auf dem tiananmen nicht ganz
unschuldig ist.



Was spricht gegen die Versuche, demokratische Verhältnisse einzuführen?


********************************************
Frauen schulden keiner einzigen Religion Dank für auch nur einen Impuls der Freiheit

Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906

 
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RE: China/Taiwan

#15 von lei , 05.06.2014 17:25

@schiffskatze,

als beispiel nenne ich die volksrepublik deutschland.
eure regierung schafft es nicht mal 80 millionen
zu regieren, wie soll man da ein volk von 1,4 milliarden
regieren?

ich bin kein maoist, aber versetzen sie sich in die damalige lage
von mao und dann überlegen sie mal wie sie an seiner stelle
ein volk von damals ca. eine milliarde menschen "ruhig" halten.
mit einer demokratie sicher nicht!

ich fühle mich auf jeden fall in china sicherer als in deutschland!

 
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