Gaspreiserhöhungen EWE, Musterbrief etc.

#1 von Klaus Pfahl , 24.06.2010 22:35

Pressemitteilung
• BEnergie zahlt seinen Mitgliedern eine Rückvergütung von 5,1 % und gleicht die Verluste der Vorjahre aus
 Frau Dr. Eickelberg (Schortens) und Herr Kara (Bremen) neu in den Aufsichtsrat gewählt

Auf der Generalversammlung vom 22.6.d.J freuten sich die Mitglieder der Bremer Energiehaus-Genossenschaft eG über den positiven Bericht des Vorstandes über ein erfolgreiches Jahr 2009. Die Mitglieder erhalten für 2009 eine Rendite von 5,1 % auf den Gasumsatz in Form einer steuerfreien Rückvergütung. Die Höhe der Rendite ist besonders in der derzeitigen Krise bemerkenswert.

Die Genossenschaft besteht seit 2006, konnte aufgrund der Behinderungen auf dem Gasmarkt aber erst 2009 mit der Erdgaslieferung durchstarten. Dadurch entstanden in den Vorjahren Verluste, die im Jahresabschluss für 2009 vollständig ausgeglichen werden konnten - zusätzlich zur o.g Rückvergütung. Der verbleibende Überschuss fließt in den weiteren Ausbau der Genossenschaft.

Die Zahlen aus dem Jahresabschluss belegen den Vorteil der Rechtsform der Genossenschaft:
 Die Mitglieder sind nicht nur Konsumenten, sondern gleichzeitig Miteigentümer.
 Der erwirtschaftete Überschuss gehört Ihnen und nicht etwa dem Versorger, sofern dieser nicht auch genossenschaftlich organisiert ist, was praktisch selten vorkommt.
 Die Mitglieder entscheiden per Gesetz über die Verwendung des Überschusses, wie in diesem Fall:
teils Ausschüttung an die Mitglieder, teils Verbleib in der Genossenschaft.

Mit großem Bedauern wurden die Aufsichtsräte Bernd Richter und DR. Dr. Lovis Wambach veranschiedet, die mit großer Kompetenz und Einsatz die Genossenschaft im Aufsichtsrat begleitet haben, diese zeitraubende Arbeit aus persönlichen Gründen aber nicht mehr weiterführen können.

In den Aufsichtsrat neu gewählt wurden die Mitglieder Frau Dr. Eickelberg aus Schortens und Herr Kara in Bremen. Frau Dr. Eickelberg ist Stadträtin in Schortens und seit langem in der Bürgerinitiative „Gaspreisinitiative“ führend tätig. Herr Kara ist Mitbegründer der Bremer Gaspreisinitiative.





V.i.S.d.P:

Michael Großer,
G.W.Schade
Schlachte 45
28195 Bremen


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#2 von Klaus Pfahl , 25.06.2010 17:25

Da zahlreiche Versorger ihre Gaspreise unterschiedlich stark gesenkt oder Preissenkungen angekündigt haben, sollten Verbraucher Preise vergleichen, um den günstigten Tarif zu ermitteln. Eine Studie des Verbraucherportals Verivox hat ergeben, daß die neuen Anbieter auf dem Strom- und Gasmarkt ihre Preise im Schnitt stärker gesenkt haben als die örtlichen Versorger.
Was mich bei der Bremer Energiehaus Genossenschaft beeindruckt ist die übersichtliche Information für ihre Kunden:

http://www.benergie.de/

Im Gegensatz dazu streut das Gas- und E-Werk in Wilhelmshaven den Energiekunden Sand in die Augen. Zum Vergleich verweise ich auf den folgenden Link:

http://www.gew-wilhelmshaven.de/index.ph...rdgasabrechnung

Ein Stromvergleich schafft Klarheit darüber, welche Stromangebote es am Wohnort gibt:

http://www.stromseite.de/stromvergleich/

Gruß
Blitz


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#3 von Hans ( gelöscht ) , 02.07.2010 19:21

Ich glaube nicht, daß sich ein Anbieterwechsel lohnen würde. Viele preiswertere Energieerzeuger haben dafür höhere Grundgebühren. Die monatlichen Abschläge müssen bei den billigen Anbietern meistens für ein Jahr im voraus bezahlt werden. Wenn weniger Energie verbraucht wurde, bekommt man oft den überschüssigen Betrag nicht zurück erstattet. Eine Krähe hackt der anderen keine Augen aus.

LG
Hans


Hans

RE: Energiekosten in Norddeutschland

#4 von Klaus Pfahl , 14.07.2010 19:27

Heute ist beim BGH die Entscheidung in Sachen
Oldenburger Sammelklage gegen EWE gefallen.



EWE hat kein Recht in Sonderverträgen, Preis-
erhöhungen gegenüber ihren Kunden vorzunehmen.

Dies ist ein Sieg

für die gaspreiskürzenden EWE-Kunden, die ihr Geld
behalten dürfen; und
für die EWE-Kunden, die von EWE auf Amts- und
Landgerichtsebene verklagt wurden.

Die Landgerichte - Kammern für Handelssachen -
müssen jetzt für diese Beklagten entscheiden, d.h.
Klagabweisung; oder
EWE erklärt umgehend, dass sich diese Verfahren
in der Hauptsache erledigt haben.
In jedem Falle muss EWE alle Anwalts- und Gerichts-
kosten tragen.

Die EWE-Kunden, die unter "Vorbehalt" oder diejenigen,
die monatlich die erhöhten Gaspeise weiter gezahlt haben,
können jetzt in Einzelklagen vor den Landgerichten -
Kammern für Handelssachen - ihre zu viel gezahlten
Gaspreiszahlungen von EWE Energie AG einklagen.

Auf die EWE Energie AG, Oldenburg, könnten Rückzahlungs-
ansprüche ihrer Kunden in einer Dimension von 750/70 Mio €
(0-Ton EWE: OLG Old 05.09.08) für die Zeit des Gaspreis-
protetes von 2004 bis 2010 in dieser Region zukommen.

In ca. 14 Tagen wird der vollständige Wortlaut dieses BGH-
Urteils vorliegen und wir wissen dann noch mehr Details.
EWE Energie AG hätte allerdings noch zwei Möglichkeiten
gegen dieses Urteil mit Rechtsmitteln vorzugehen:

1. Den Gang zum Bundesverfassungsgericht; oder
2. Den Gang zum Europäischen Gerichtshof.

Der Bürger darf gespannt sein, ob unsere Energieversorgerin
noch einen dieser juristischen Wege beschreitet oder nicht.


Freundliche Grüsse

Dr. Almut Eickelberg
Gaspreisinitiative Schortens

Stummeldorf 11 * 26419 Schortens-Sillenstede
Tel: 04423-7897 * Fax: 04423-985544
eMail: DrEickelberg@aol.com


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#5 von Hans ( gelöscht ) , 14.07.2010 20:09

Das ist ja eine erfreuliche Nachricht, aber wahrscheinlich werden die noch eine Instanz höher gehen. Bei einem solchen Streitwert kommt es auf die Prozesskosten dann auch nicht mehr an.

LG
Hans


Hans
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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#6 von Klaus Pfahl , 21.07.2010 12:34

EWE versucht durch ihr Schreiben vom 19.07.2010 nebst
geänderter Vertragsbedingungen die Gaslieferverträge
ihrer "Sonderkunden" durch eine einseitige Vertrags-
änderung zu ihrem Vorteil zu nutzen, d.h. die Sicherung
eines Preiserhöhungsrechtes durch die Hintertür.

Legt der "Sonderkunde" Widerspruch gegen dieses
hektografierte und ohne rechtsgültige Unterschrift ver-
sehene Schreiben sowie ohne Angabe eines Gaspreises
ab 1. September 2010 ein, beabsichtigt EWE die Kündigung
des Gasliefervertrages auszusprechen.

Bei einem neuen Gasliefervertrag will EWE den bisherigen
"Sonderkunden" in die Grundversorgung einstufen, der damit
zum "Tarifkunden" würde, dem EWE gegenüber ein Preis-
erhöhungsrecht hätte.

Lt. BGB-Urteil vom 14.07.2010 hat EWE ihren "Sonder-
kunden" gegenüber kein Preiserhöhungsrecht.

Unternimmt der Kunde nichts, so bleibt er weiterhin
"Sonderkunde", d.h. sein bisheriger Gaspreis bleibt gültig.
EWE kann keine Preiserhöhungen durchsetzen.

EWE-Kunden sind (meist) "Sonderkunden" für die gemäss
dem BGH-Urteil 14.07.10 kein Preiserhöhungsrecht gilt, da
der BGH die Preiserhöhungsklausel der EWE in ihren Gas-
lieferbedingungen zum 1. Januar 2007 gekippt hat.

EWE-Kunden, die die Gaspreiserhöhungen unserer Energie-
versorgerin ab diesem Zeitpunkt widerspruchslos gezahlt
haben, können diese gegenüber EWE jetzt geltend machen
und Rückzahlungen einfordern.

Rechtsgültige Verträge zwischen Parteien können auch nur
im beiderseitigem schriftlichem EInverständnis geändert
werden. Das gilt auch für Gaslieferverträge.

EWE stiftet bewußt Verwirrung, um das Unterliegen vor dem
BGH in Sachen der Oldenburger Sammelklage vor den
Bürgern im EWE-Land herunter zu spielen.

EWE ist Verlierer in Karlsruhe und kein Gewinner.
Sieger sind und waren die klagenden Bürger, die für andere
"EWE-Sonderkunden" stellvertretend geklagt hatten !


Freundliche Grüsse


Dr. Almut Eickelberg
Gaspreisinitiative Schortens


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#7 von Klaus Pfahl , 21.07.2010 12:41

Zusätzliche Information die für Betroffene von Interesse sein dürfte:

Rechtsanwalt Dr.Reshöft hat die Kläger der Oldenburger
Sammelklage vertreten.

Wolfgang Witte ist ein Redakteur der Ostfriesischen
Nachrichten, der bereits sehr gute Beiträge zur EWE
geliefert hat.

Gruß
Blitz


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#8 von Isis ( gelöscht ) , 21.07.2010 17:29

Und warum wird in deiner Stadt Wilhelmshaven niemand aktiv? Der Presse nach ist dort tiefstes Schweigen. Die Stadtverwaltung müßte doch großes Interesse an Kosteneinsparungen für die öffentlichen Gebäude haben.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Energiekosten in Norddeutschland

#9 von Klaus Pfahl , 21.07.2010 17:53

OB Eberhard Menzel ist ein typischer Vertreter der Lobbyisten die wirtschaftliche Interessen und politischer Ausrichtung zu ihrem Vorteil nutzen. Neben seinem Amt als oberster Herr der Verwaltung und Oberbürgermeister sitzt er noch im Vorstand bzw. Aufsichtsrat der Gas- und E-Werke in Wilhelmshaven. Der wird sich hüten gegen die Interessen der EWE aktiv zu werden.

Gruß
Blitz


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#10 von Klaus Pfahl , 23.07.2010 17:43

Der Vordruck unten ist ein Musterbrief für Bürger, die keinen
Widerspruch gegenüber EWE wegen erhöhter
Gaspreise eingelegt und diese weitergezahlt,
oder unter "Vorbehalt" bezahlt haben.




Auf den Text klicken!

Gruß
Blitz


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#11 von Klaus Pfahl , 29.08.2010 17:29

Und das Gerangel geht weiter:

Die EWE hat sich einen Ombudsmann zugelegt, der im Gespräch mit Bürgern verhindern soll, dass
unsere Energieversorgerin ihren Verpflichtungen aus dem BGH-Urteil vom 14.07.2010 nachkommen
muss.

Die EWE hat in ihrem Info-Brief Nr. 1/2006 ihren Kunden
das folgende Versprechen gegeben:

"Beschweren oder nicht ?

Viele Kunden haben sich bei EWE über die letzte
Preiserhöhung beschwert. Das ist verständlich und
ihr gutes Recht. Unabhängig davon lautet unser
klares Versprechen an alle EWE-Kunden:
Sollte das Bundeskartellamt oder die höchst-
richterliche Rechtssprechung EWE wegen überhöhter
Preise zur Zurücknahme der Preiserhöhungen zwingen,
so werden wir natürlich alle Kunden gleich behandeln -
egal, ob sie Beschwerde eingelegt haben oder nicht."

Auf dieses Versprechen haben die Bürger im EWE-Land
gebaut !

Was EWE durch das Einsetzen eines Ombudsmannes
jetzt macht, ist eine Veräppelung der Bürger hoch3.

Dieser juristisch beleckte Ombudsmann will zwölf
Bürger/-innen, die ihm geschrieben haben, von 700.000
EWE-Gaskunden auswählen und zu einem Gespräch
einladen, damit diese sich für das Aberkennen von
zustehenden Rechten von Tausenden von Gaskunden
aussprechen, und dafür zu umarmen ?

Das Verhalten der EWE nach dem BGH-Urteil vom
14.Juli 2010, die Niederlage als Revisionsklägerin nicht
akzeptieren zu wollen, ist ein Angriff auf die Rechts-
staatlichkeit unserer Republik !

Einen Segen hat der Ombudsmann der EWE ja schon
gespendet, die nächste Gaspreiserhöhung kommt
bis zum Jahresende bestimmt.........

Ein Wechsel zu einem seriösen Gas- und Stromanbieter
wird ab jetzt sofort zwingend notwendig.

MfG
tumla


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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#12 von Laura , 18.11.2011 18:02

Viele Stromanbieter drehen wieder kräftig an der Preisspirale. Gas wird bald unbezahlbar sein, und wem haben wir es zu verdanken?

http://www.bild.de/geld/sparen/stromprei...66492.bild.html


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Energiekosten in Norddeutschland

#13 von Klaus Pfahl , 18.11.2011 18:43

Das kommt zwangsläufig zumindest beim Strom. AKWs sind immer noch die preiswertesten Energielieferanten. Hingegen ist der Strom aus Photovoltaik am teuersten. Die Politik hat nun einmal den Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Nun müssen die Wähler die Konsequenzen tragen.
Die Gaspreiserhöhungen haben wir unserem ehemaligen sozialdemokratischen Altkanzler Schröder zu verdanken. Der hat mit der russischen Gazprom und RWE einen 30-jährigen Liefervertrag unterzeichnet, bei dem der Gaspreis an die Ölpreise gekoppelt ist.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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