Werden die Deutschen immer dümmer?

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 15.06.2010 17:20

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Werden die Deutschen immer dümmer?

Da ist er wieder! Pünktlich zum Sommerloch meldet sich Bundesbank-Vorstand Thilo Sarrazin zu Wort. Natürlich mit einer Provokation im Gepäck. Diesmal unterstellt er den deutschen Bürgern Verdummung. Dafür könnten sie aber nichts. Die Schuld ist seiner Meinung nach vielmehr bei den Einwanderern zu suchen.

"Wir werden auf natürlichem Wege durchschnittlich dümmer", äußerte sich Sarrazin laut Berichten von "Welt Online" vergangenen Donnerstag bei einer Diskussion in Darmstadt. Diese Verdummung stehe in Zusammenhang mit den Migranten in Deutschland. Zuwanderer "aus der Türkei, dem Nahen und Mittleren Osten und Afrika" sind nach Sarrazins Ansicht nämlich weniger gebildet als andere Einwanderer.

Dazu käme, dass Einwanderer mehr Nachwuchs produzierten als Deutsche. Das wiederum führe, so Sarazzin, zu "eine[r] unterschiedliche[n] Vermehrung von Bevölkerungsgruppen mit unterschiedlicher Intelligenz." Denn: Intelligenz werde von Eltern an Kinder weitergegeben, der Erbanteil liege bei fast 80 Prozent.

Außerdem kritisierte Sarrazin den Rückgang der deutschen Unterrichtsqualität an deutschen Schulen. So lernten Grundschüler nicht richtig rechnen und schreiben. "Und was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr", zitiert "Spiegel Online" den Bundesbank-Vorstand.

Schon in der Vergangenheit hat Sarrazin immer wieder durch grenzwertige Aussagen zu Ausländern oder Sozialhilfeempfängern auf sich Aufmerksam gemacht.



Wie zum Beweis, dass Sarrazin mit seiner Unterstellung der immer dümmer werdenden Deutschen Recht hat, offenbarte eine Studie des Deutschen Jagdschutzverbandes (DJV) soeben erhebliche Wissenslücken deutscher Kinder im Bereich Natur. Laut dem Jugendreport Natur 2010 wussten demnach nur 59 Prozent der befragten 3.000 Schüler im Alter zwischen elf und 15 Jahren, dass die Sonne im Osten aufgeht. Außerdem glaubten viele der Kinder, dass Kühe H-Milch gäben - aus einem Euter mit bis zu acht Zitzen.

Allerdings waren manche der Fragen auch wirklich nicht einfach zu beantworten. Oder hätten Sie gewusst, dass Fichten nicht blühen? Das wussten nämlich auch nur ein Prozent der befragten Sechst- bis Neuntklässler.

Auf die Idee, Immigranten für derartige Bildungsmängel verantwortlich zu machen, kommt Gerd Sonnleitner, Vorsitzender des Vereins information.medien.agrar (i.m.a.), nicht. Er führt die schlechten Ergebnisse der Studie auf einen schwindenden Bezug der Jugendlichen zur Natur zurück: "Eigene Erfahrungen können die Kinder und Jugendlichen kaum mehr sammeln. Was für viele aus meiner Generation selbstverständlich war, nämlich im Sommer auf dem Bauernhof zu helfen oder selbst im Garten zu arbeiten, fällt heute unter die Rubrik "exotisch"."

Was meinen Sie: Geht die deutsche Bildung vor die Hunde? Populistische Äußerungen wie die von Sarrazin helfen in der Diskussion nicht weiter. Was lässt sich Ihrer Meinung nach gegen das Dilemma tun?

http://de.news.yahoo.com/blogs/allgemein...mer-p88642.html


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Werden die Deutschen immer dümmer?

#2 von Klaus Pfahl , 15.06.2010 17:47

Das miserable Bildungssystem hat Methode und auch wir als Deutsche befinden uns auf dem Weg dorthin. Ungebildete, unwissende Menschen lassen sich vor allem von der Werbung sehr viel einfacher manipulieren als kenntnisreiche und informierte Konsumenten.
Das ganze ist aber kein rein deutsches Phänomen. Besonders in den USA tritt das am deutlichsten hervor. Dort konnte sogar einmal ein völlig bildungsresistenter Mensch Präsident werden.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
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