Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 07.06.2010 01:35

Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

In der Theorie gilt der „Jabulani“ als hervorragend, in der Praxis weniger. Spaniens, Italiens, Chiles und Brasiliens Torhüter jammern über die Flugeigenschaften des Balls.
Es ist traurig, dass so ein wichtiges Ereignis wie eine WM einen so miesen Ball hat“, schimpfte Spaniens Torhüter Iker Casillas nach dem ersten Testspiel mit dem Jabulani. „Die Bälle der neuen Generation sind sehr schnell, und es sind nicht nur die Torhüter, die sich beschweren.“ Der Ball erinnert Casillas eher an ein Spielzeug, um sich am Strand die Zeit zu vertreiben. Dennoch will er den Kopf nicht in den Sand stecken: „Es bleiben noch ein paar Tage bis zur WM.“


In dieser Zeit müsste sich die Mannschaft selbst und zudem ihr Verhältnis zu „Jabulani“ stabilisieren. Ähnlich sah Spaniens Mittelfeld-Stratege Xavi Hernandez die Lage: „Der Ball zieht ordentlich ab. Daran müssen wir uns schnell gewöhnen.“

„Eine Schande“

Wie Casillas haben auch seine Tormann-Kollegen Julio Cesar (Brasilien), Gianluigi Buffon (Italien) und Claudio Bravo aus Chile ihrem Unmut über „Jabulani“ Luft gemacht. „Der Ball ist furchtbar. Schrecklich. Sehr schlecht. Er gleicht den Bällen, die man im Supermarkt kauft“, sagte etwa Cesar. Buffon hält ihn für „ungeeignet“ und eine „Schande“. Und Bravo meinte, „Jabulani“ sei wohl besser für Beach-Volleyball geeignet. „Er ist sehr, sehr schwer zu fassen.“ Insbesondere in Höhenlagen sei es schwierig, die Flugbahn zu erahnen.

In dieser Höhenlage – mehrere Austragungsorte liegen auf über 1000 Metern, das Stadion in Johannesburg sogar auf 1750 Metern – wird der Ball durch die verringerte Luftdichte und einen niedrigen Strömungswiderstand wesentlich schneller als sonst.

Auch die Spieler müssen sich in großer Höhe auf veränderte Belastungen einstellen. Zur Steigerung der Leistung in höheren Lagen wird laut dem Sportmediziner Christian Gäbler von der Sportordination Wien ein spezielles Training absolviert, um beim Atmen mit der sauerstoffreduzierten Luft zurechtzukommen. Es kommt zu einer so genannten Hypoxie, einem Sauerstoffmangel in den Körperzellen.

Schon nach einem kurzen Aufenthalt in höheren Lagen können die Reaktionsschnelligkeit, die Ausdauer und die Bewegungskoordination eines Sportlers beeinträchtigt werden. In Sachen Kraft gibt es durch den Sauerstoffmangel keine Veränderung, diese zeigt sich erst nach einem längeren Zustand der Hypoxie.

[quelle]

Zitat
Der Ball ist schuld, wenn es nicht klappt


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#2 von Klaus Pfahl , 07.06.2010 12:29

Ich nehme an, daß alle Mannschaften mit dem gleichen Ballfabrikat spielen werden. Der neue Ball ist noch runder und hat keine Nähte. Ich weiß garnicht, warum da noch gemeckert wird.

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RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#3 von Kreuzritter , 10.06.2010 17:56

Noch runder? Unverschämtheit. Ich bestehe auf zwiegenähtes Leder.


Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam!

 
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RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#4 von Klaus Pfahl , 10.06.2010 18:39

Zitat von Kreuzritter
Noch runder? Unverschämtheit. Ich bestehe auf zwiegenähtes Leder.




Meinte auch Sepp Herberger: "Der Ball ist rund, und das Spiel dauert 90 Minuten"

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RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#5 von Sheppard ( gelöscht ) , 10.06.2010 18:41



mfg Sheppard


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RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#6 von Klaus Pfahl , 10.06.2010 19:49

Die handgenähten Lederbälle waren früher viel schwerer, und wenn sie noch naß waren konnte man sich bei einer hart geschossenen Flanke mit dem Kopf angenommen eine mittlere Gehirnerschütterung holen.
So ein Ball kostete früher auch viel mehr Geld. Wer Besitzer eines Lederballes war, zählte in der Straße zu den Königen.

Gruß
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RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#7 von Sheppard ( gelöscht ) , 10.06.2010 20:33

In dem Labor in Scheinfeld kam ein Hightech-Roboter für eine Vielzahl von Balltests zum Einsatz. Die Maschine kann einen identischen Schuss mit exakt gleichem Winkel und immer gleicher Schusskraft ausführen. Eine Hochgeschwindigkeitskamera war parallel zum Aufprallpunkt eingerichtet und analysierte den Aufprall des Balles. „Die Ergebnisse zeigten, dass der Jabulani um 30 Prozent präziser ist als alle anderen getesteten Konkurrenzbälle“, sagt Brüggen.

Großen Wert legten die Konstrukteure auf die ideale Rundheit des Jabulani. Denn je runder der Ball, desto ausgewogener verhält er sich im Flug, und desto besser vorhersehbar lässt er sich schießen. Die neue Form der Panels harmonisiert laut Brüggen die Energieverdrängung und verringert die Ecken des Balles auf ein Mindestmaß. Zudem ermöglichten die größeren Panels eine optimale Trefffläche.

Intensiv geprüft wurde auch die Beständigkeit des Jabulani. Denn in einem durchschnittlichen Fußballmatch wird rund 2000 Mal gegen den Ball getreten, und trotzdem muss er bis zum Abpfiff genau dieselben Eigenschaften aufweisen wie in der ersten Spielminute. Die adidas-Tester ließen den Ball 2500 Mal mit 50 Stundenkilometer gegen eine Stahlplatte schießen. Auch davon zeigte er sich unbeeindruckt: Der Luftdruck in seinem Inneren blieb konstant, das Luftventil wies keinerlei Beschädigung auf. Getestet wurden auch Rückprallvermögen und Abrieb.

Nachdem er alle Tests überstanden hat, gilt der Jabulani jetzt als Nonplusultra im Bereich der Fußball-Designkunst. Sein neu entwickeltes Profil („Grip’n’Groove“) verleiht ihm durch die gerillte Oberfläche ein besonders stabiles Flugverhalten und bei allen Wetterbedingungen perfekte Griffigkeit.

Der WM-Ball wiegt 440 Gramm und hat einen Umfang von 69 Zentimetern. Er kann sich auch sehen lassen: Elf Farben zeichnen sein Design aus, vier triangelförmige Elemente auf weißem Hintergrund geben ihm ein einzigartiges Erscheinungsbild mit „afrikanischem Spirit“.

Quelle: http://www.nachrichten.at/sport/wm2010/art56138,404984

Der „Jabulani“ ist seit 5. Dezember 2009 weltweit im Handel. Er kostet 119,95 Euro, es gibt auch verschiedene Trainings- und Replica-Bälle in günstigeren Preisklassen. Im WM-Finale kommt seine goldfarbene Variante zum Einsatz, der „Jo’bulani“.

Der WM-Ball http://www.nachrichten.at/_/tools/diavie...&_CMBILD=243032

mfg Sheppard


La Dolce Vita

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(Elbert Hubbard, am. Essayist, 1856-1915)

Sheppard

RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#8 von Dr Rodney Mckay ( gelöscht ) , 12.06.2010 00:40

Zitat von Sheppard
In dem Labor in Scheinfeld kam ein Hightech-Roboter für eine Vielzahl von Balltests zum Einsatz. Die Maschine kann einen identischen Schuss mit exakt gleichem Winkel und immer gleicher Schusskraft ausführen. Eine Hochgeschwindigkeitskamera war parallel zum Aufprallpunkt eingerichtet und analysierte den Aufprall des Balles. „Die Ergebnisse zeigten, dass der Jabulani um 30 Prozent präziser ist als alle anderen getesteten Konkurrenzbälle“, sagt Brüggen.

Großen Wert legten die Konstrukteure auf die ideale Rundheit des Jabulani. Denn je runder der Ball, desto ausgewogener verhält er sich im Flug, und desto besser vorhersehbar lässt er sich schießen. Die neue Form der Panels harmonisiert laut Brüggen die Energieverdrängung und verringert die Ecken des Balles auf ein Mindestmaß. Zudem ermöglichten die größeren Panels eine optimale Trefffläche.

Intensiv geprüft wurde auch die Beständigkeit des Jabulani. Denn in einem durchschnittlichen Fußballmatch wird rund 2000 Mal gegen den Ball getreten, und trotzdem muss er bis zum Abpfiff genau dieselben Eigenschaften aufweisen wie in der ersten Spielminute. Die adidas-Tester ließen den Ball 2500 Mal mit 50 Stundenkilometer gegen eine Stahlplatte schießen. Auch davon zeigte er sich unbeeindruckt: Der Luftdruck in seinem Inneren blieb konstant, das Luftventil wies keinerlei Beschädigung auf. Getestet wurden auch Rückprallvermögen und Abrieb.

Nachdem er alle Tests überstanden hat, gilt der Jabulani jetzt als Nonplusultra im Bereich der Fußball-Designkunst. Sein neu entwickeltes Profil („Grip’n’Groove“) verleiht ihm durch die gerillte Oberfläche ein besonders stabiles Flugverhalten und bei allen Wetterbedingungen perfekte Griffigkeit.

Der WM-Ball wiegt 440 Gramm und hat einen Umfang von 69 Zentimetern. Er kann sich auch sehen lassen: Elf Farben zeichnen sein Design aus, vier triangelförmige Elemente auf weißem Hintergrund geben ihm ein einzigartiges Erscheinungsbild mit „afrikanischem Spirit“.

Quelle: http://www.nachrichten.at/sport/wm2010/art56138,404984

Der „Jabulani“ ist seit 5. Dezember 2009 weltweit im Handel. Er kostet 119,95 Euro, es gibt auch verschiedene Trainings- und Replica-Bälle in günstigeren Preisklassen. Im WM-Finale kommt seine goldfarbene Variante zum Einsatz, der „Jo’bulani“.

Der WM-Ball http://www.nachrichten.at/_/tools/diavie...&_CMBILD=243032

mfg Sheppard



Schöner Beitrag nunja Zurück zum Thema.
Ich finde Es sehr Interessant zu Wissen woraus der WM-Ball besteht und wie er aufgebaut ist.
Bei einem Preis von 119,95 Euro wird sich diesen Ball wohl nicht jeder kaufen.

mfg Rodney

Dr Rodney Mckay

RE: Torhüter beschweren sich über WM-Ball „Jabulani“

#9 von lol ( Gast ) , 13.07.2010 09:53

awa

lol

   

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