RE: Die Landung in der Normandie 6.Juni 1944

#16 von Proconsul48 , 21.10.2011 10:39

Danke...angeblich gibt es schönere Erinnerungen...

 
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RE: Die Landung in der Normandie 6.Juni 1944

#17 von GG146 , 06.06.2014 17:56

Auf dem Grundgesetz Aktiv - Forum zum 70. Jahrestag der Invasion in der Normandie geschrieben:

Zitat von maxikatze
Ohne die Würdigung des 6.Juni 1944 schmälern zu wollen, die erste Invasion der Amerikaner und Briten fand bereits im Juli 1943 auf Sizilien im Kampf gegen das faschistische Italien statt.



Der allererste Versuch einer Invasion fand sogar schon 1942 statt. Das ist aber in ein Desaster ausgeartet, weil die dafür eingesetzten Kräfte noch viel zu schwach waren:

Zitat
(...)

Operation Jubilee war eine am 19. August 1942 durchgeführte Landungsoperation der Westalliierten im Zweiten Weltkrieg – hauptsächlich kanadische Truppen – gegen den Hafen von Dieppe im deutsch besetzten Nordfrankreich. Beteiligt waren 237 Schiffe und 7500 US-amerikanische, britische, kanadische, polnische und französische Soldaten. Ziel des Angriffs war die kurzzeitige Inbesitznahme der Stadt Dieppe, die nach wenigen Stunden wieder geräumt werden sollte. Die Operation scheiterte jedoch unter hohen alliierten Verlusten von bis zu 70 % der eingesetzten Streitkräfte. Im englischen Sprachraum ist der Angriff auch als Dieppe Raid bekannt.

(...)



http://de.wikipedia.org/wiki/Operation_Jubilee

Das hat Churchill zwar später als "gewaltsame Erkundung" bezeichnet und so zu einer Art Stoßtruppunternehmen kleingeredet. Das ist aber bei einer Truppenstärke von 6.100 Mann (fast Divisionsstärke) kaum glaubhaft.

Wahrscheinlich war das tatsächlich ein ernsthafter Versuch, unter Ausnutzung der damals bereits gegebenen (aber noch nicht so überwältigenden) Luftüberlegenheit der Alliierten einen Brückenkopf auf dem Kontinent zu etablieren, um ihn dann zu einer zweiten Front auszubauen.

Mich erinnert das sowohl in militärisch-strategischer Hinsicht als auch in politischer Hinsicht an das ebenfalls von Churchill (als Marineminister) zu verantwortende Debakel von Gallipoli im 1. Weltkrieg:

http://de.wikipedia.org/wiki/Schlacht_von_Gallipoli

Den Job als Marineminister hatte er wegen der Pleite von Gallipoli verloren, zu Beginn des 2. Weltkrieges konnte er Premierminister werden, weil ihm in der Zwischenkriegszeit ein Karriere - Neustart geglückt war. Deshalb argwöhne ich, dass er mit der Dieppe - Operation letztendlich beweisen wollte, dass sein früheres Gallipoli - Projekt doch nicht so blöde gewesen und nur zu früh abgebrochen worden sei.

Letztendlich waren wohl sowohl Gallipoli als auch Dieppe militärische Menschenversuche auf Kosten der eingesetzten Soldaten. Dafür spricht auch, dass in Gallipoli vornehmlich Australier und Neuseeländer und in Dieppe ausschließlich Kanadier eingesetzt wurden ( das meine ich oben mit "in politischer Hinsicht" ).

Wenn`s schiefgeht, sind nämlich die Hinterbliebenen der gefallenen Soldaten bei britischen Unterhauswahlen nicht wahlberechtigt ...

 
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RE: Die Landung in der Normandie 6.Juni 1944

#18 von lei , 07.06.2014 12:17

ja ja, die franzosen können schon gute schauspiele inszenieren,
das habe ich in frankreich immer wieder erlebt.

was mir an dieser feier missfallen hat; die veteranen haben sich die
hand gereicht und sind 'freunde' geworden.
was hätten sie auch im zweiten weltkrieg auch anders machen dürfen
als das vaterland zu verteidigen.

sie wurden von ihren politikern in den krieg geschickt.

was würde da näher liegen als daß sich die anwesenden
regierungschefs auch die hand reichen und sich
"nie wieder krieg" versprochen hätten.

 
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RE: Die Landung in der Normandie 6.Juni 1944

#19 von Schiffskatze , 09.06.2014 07:44

Anders als in früheren Jahren wurde die ansässige Bevölkerung von den Feierlichkeiten ausgeschlossen. Wut und Verärgerung machten sich deswegen breit.


Zitat
...allein der Konvoi vom Tross Obamas hat eine Länge von drei Kilometern.

Der Figaro zitiert einen Anwohner: „Es ist, als ob es eine riesige Party in deinem eigenen Haus gibt, aber du bist nicht eingeladen.“ Zum 40. Jahrestag habe die Bevölkerung noch regen Anteil genommen, etwa in Caen, wo die Straßen überfüllt waren. Die Queen hatte ein Bad in der Menge genommen und Hände geschüttelt.
...
Die Regierungschefs tragen eine Arroganz zur Schau, die den Schluss nahelegt: Wir wollen nichts von Euch wissen.


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RE: Die Landung in der Normandie 6.Juni 1944

#20 von Proconsul48 , 02.11.2014 17:28

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #19
Anders als in früheren Jahren wurde die ansässige Bevölkerung von den Feierlichkeiten ausgeschlossen. Wut und Verärgerung machten sich deswegen breit.


Zitat
...allein der Konvoi vom Tross Obamas hat eine Länge von drei Kilometern.

Der Figaro zitiert einen Anwohner: „Es ist, als ob es eine riesige Party in deinem eigenen Haus gibt, aber du bist nicht eingeladen.“ Zum 40. Jahrestag habe die Bevölkerung noch regen Anteil genommen, etwa in Caen, wo die Straßen überfüllt waren. Die Queen hatte ein Bad in der Menge genommen und Hände geschüttelt.
...
Die Regierungschefs tragen eine Arroganz zur Schau, die den Schluss nahelegt: Wir wollen nichts von Euch wissen.

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Die Geschütze rosten heute noch gut sichtbar am Strassenrand des ehemaligen Atlantikwalls dahin. So gesehen bei der jüngsten Flandernreise.

 
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