Guter Mond, du gehst so stille---

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 30.05.2010 13:19

In der Himmelsmechanik lernt man, dass der Mond durch sein Kreiselmoment bedeutend zur Stabilisierung der Erde beiträgt. Ohne Mond hätten wir keine so konstante Neigung der Erdachse, und das würde zu heftigen Klimaveränderungen führen. Auch die Größe des Mondes trägt dazu bei. Im Vergleich mit anderen Planeten haben wir einen ungewöhnlich großen und schweren Begleiter.



Für mich ist der Mond etwas Geheimnisvolles, Wunderbares .
Er beeinflußt meinen Schlaf.
Bei Vollmond schlafe ich nicht gut, vielleicht möchte er, dass ich seine Schönheit betrachte.
Er bestimmt Ebbe und Flut.
Gärtner sollen nach unten wachsendes Gemüse bei abnehmendem Mond pflanzen und umgekehrt.
Mittlerweile gibt es sogar Frisiersalons, die nach den Mondphasen arbeiten.

Für mich ist der Mond ein wunderbarer Begleiter und ich liebe ihn sehr.


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Guter Mond, du gehst so stille---

#2 von Klaus Pfahl , 30.05.2010 18:24

Das ist ein eindruckvolles Bild.
Der Mond und die Erde sind unzertrennlich durch einen gemeinsamen Schwerpunkt, der 4000 km vom Erdmittelpunkt noch innerhalb der Erdoberfläche entfernt liegt, miteinander verbunden. Dadurch zeigt unser Satellit bei seiner Umkreisung uns immer das gleiche Gesicht. Die Lage dieses Schwerpunktes bewirkt, daß nicht an allen Stellen der Erde Flieh- und Anziehungskräfte gleich groß sind. Die Anziehungskraft des Mondes ist auf der ihm zugewandten Erdhälfte immer größer, während auf der mondabgewandten Seite die Fliehkräfte überwiegen.

Als Folge hiervon haben wir auf der mondzugewandten Seite einen Flutberg (entstanden durch Anziehungskraft) und auf der mondabgewandten Seite der Erde ebenfalls einen Flutberg (entstanden durch Fliehkraft). Dazwischen liegen zwei Ebbtäler. Da sich die Erde einmal um sich selbst dreht, haben wir zweimal am Tag eine Gezeit. Wäre dies nicht so, hätten wir nur einmal im Monat dieses Naturschauspiel Ebbe und Flut(solange braucht der Mond um die Erde).

Die Sonne wirkt mit ihrer Gravitation ebenfalls auf die Gezeiten ein. Wenn sich der Mond zwischen Erde und Sonne befindet, addieren sich diese Kräfte, und wir beobachten eine Springflut. Befindet sich die Erde auf der Linie zwischen Mond und Sonne, hebt die Sonne einen Teil der Gravitation des Mondes auf, und wir sprechen von einer Nipptide.

Die gleichen Kräfte wirken auch auf die flüssige Magma tief im Innern der Erde. Dadurch bauen sich in der Plattentektonik Spannungen auf und wieder ab. Gelegentlich, wenn die Spannungen an den Berührungspunkten der Erdplatten zu groß werden, kommt es zu Erdbeben und Vulkanausbrüchen.

Unser guter Mond, der so stille geht, ist mit verantwortlich für die geophysikalischen Geschehnisse auf unserem Planeten.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Guter Mond, du gehst so stille---

#3 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 28.06.2010 03:09

Hans und Grete und der Vollmond




Der Mond in seiner Sichelform
beeindruckt weniger enorm
als wenn derselbe aufgebläht.
Dann wird er innig angespäht ...

Im Rasen sitzt der Hans mit Grete
und fragt sich plötzlich, was man täte,
wenn der Mond mal nicht mehr wär.
Er grübelt hin, er grübelt her,
und schließlich kommt er zu dem Schluß:
Es muß so sein, wie es sein muß.
Es wäre, was er niemals hoffe,
eine große Katastrophe,
wenn der Mond mal nicht mehr schiene,
weil der doch allen Menschen diene.

Nun wird in diese Denkarbeit
auch das Gretchen eingeweiht:
"Du Grete", spricht er nachdenklich,
"ohne Mond wärs fürchterlich.
Denn würd' man nicht den Mond besitzen,
dann müßten wir im Dunkeln sitzen.
Das Küssen wär' nur halb so schön,
könnt' man sich dabei nicht sehn.
Das Licht, beim Heimweg in der Nacht
hat manchen schon gut heimgebracht.
Zu Orientierungszwecken ist
er gut, wenn man betrunken ist."

Da ist das Gretchen wirklich platt,
was für 'nen klugen Hans sie hat.
Nun stehen sie beide Hand in Hand
bedächtig still am Waldesrand
und blicken ehrfurchtsvoll nach oben
zum dicken runden Mond dort droben.

Thomas Bauer


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 28.06.2010 03:28 | Top

   

Storchennachwuchs in ganz Brandenburg
Wasser an vielen deutschen Stränden mit Keimen belastet

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor