Gottes Strafe

#1 von Klaus Pfahl , 09.08.2014 17:25

Zitat
In seinem Roman »Die Asche meiner Mutter« über seine Kindheit und Jugend im Irland der dreißiger bis fünfziger Jahre betont der Autor Frank McCourt, schlimmer als die unglückliche irische Kindheit sei die unglückliche irische katholische Kindheit gewesen. Noch schlimmer muss wohl die irische Kindheit im katholischen Heim gewesen sein. In Tuam, im County Galway in Irland, seien die Leichen von fast 800 Babys in einer Klärgrube gefunden worden, war jüngst in der Presse zu lesen. Dies stimmt so nicht ganz, denn nur einige Skelette befanden sich tatsächlich in der Klärgrube. Sicher ist jedoch, dass zwischen 1925 und 1961, wie die Lokalhistorikerin Catherine Corless mittels des lokalen Todesregisters herausfand, 796 Kinder, viele von ihnen Säuglinge, in einem Heim für Mütter und Kinder starben. Sie wurden wahrscheinlich in jener Klär­grube und ihrer unmittelbaren Umgebung begraben. Das Heim in Tuam stand unter der Leitung der Bon-Secours-Schwestern, eines katholischen Ordens, es wurde 1961 geschlossen und 1972 abgerissen.



http://jungle-world.com/artikel/2014/26/50115.html

Nicht nur in Irland, auch in anderen Teilen Europas waren körperliche und sexuelle Misshandlung von Schutzbefohlenen durch Priester und Nonnen an der Tagesordnung.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Gottes Strafe

#2 von Gulliver , 09.08.2014 21:05

Auch in öffentlichen Schulen gab es körperliche Züchtigung.
Der Rohrstock und die gsunde Watschn-sowie an den Zöpfen ziehen, oder in der Ecke knien waren alltäglich.
In England soll es heute noch die Prügelstrafe geben.


 
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zuletzt bearbeitet 09.08.2014 | Top

RE: Gottes Strafe

#3 von kritisches_Auge , 10.08.2014 21:14

In meiner Schule in NRW gab es keine Prügelstrafe, die Lehrer waren zwar schrecklich, aber geschlagen haben sie nicht.

 
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RE: Gottes Strafe

#4 von Klaus Pfahl , 10.08.2014 23:55

Ich bin ja in Berlin bis zum Abschluss in die Schule gegangen. Damals war es noch üblich eine gelangt zu bekommen. Ab 16 wurden wir mit Sie angeredet. Meine letzte Ohrfeige bekam ich mit der Aufforderung: "Pfahl halten sie sich fest" und nachdem ich mit beiden Händen die Tischkante umklammerte, bekam ich eine gelangt. Heute muss ich darüber lachen. Ich hatte einer Mitschülerin, die vor mir saß die Cola-Weinbrandmischung, die neben ihrem Stuhlbein stand ausgetrunken.


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RE: Gottes Strafe

#5 von kritisches_Auge , 11.08.2014 18:17

Pfui, Blitz, das tut man doch auch nicht.*kopfschüttel.*
Ich hoffe einmal, dieser Lehrer hat dir Zucht und Ordnung beigebracht. ;)

 
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RE: Gottes Strafe

#6 von Klaus Pfahl , 12.08.2014 00:29

Auge, das war damals normal. Ab 16 durften wir sogar auf dem Schulhof in einer dafür bestimmten Ecke rauchen. Der gleiche Pauker, der mir eine gescheuert hatte, gab mir sogar Feuer in der Pause.
Ich habe jedenfalls die Schule und meine Lehrer noch in sehr guter Erinnerung. Leider sind schon alle verstorben.


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