Zum Tode von Frank Schirrmacher

#1 von Gulliver , 13.06.2014 15:37

Zitat
Der Überwältiger
Frank Schirrmacher war Journalist mit Leib und Seele. Er wollte der Gesellschaft ihre Probleme nicht nur erklären, er wollte sie erzählen. Die großen gesellschaftlichen Fragen fasste er in Bilder, er stellte sie szenisch und dramaturgisch-dramatisch dar. Mit ihm ist ein „public intellectual“ gestorben, wie es sonst kaum einen anderen in der Republik gibt.



http://www.faz.net/aktuell/politik/faz-g...r-12988533.html

Ein schöner Nachruf, finde ich.
Scheint ein Ausnahmejournalist gewesen zu sein.

 
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RE: Zum Tode von Frank Schirrmacher

#2 von Schiffskatze , 14.06.2014 09:34

Meine facebook-Freundin Bettina Röhl ist gar nicht gut auf ihn zu sprechen. Sie sagt auf facebook am Schluss ihrer Bemerkung "Frank Schirrmacher ist tot, das Leben geht weiter."

https://www.facebook.com/bettina.rohl.7/posts/4234955849984


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Susan Brownell Anthony,
amerikanische Frauenrechtlerin 1820-1906

 
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RE: Zum Tode von Frank Schirrmacher

#3 von Schiffskatze , 14.06.2014 12:18

Auf facebook entwickelte sich daraus ein Meinungstausch, den ich euch nicht vorenthalten möchte. Es ging um den Begriff "Terroristentochter" :

Ich: "Es spricht nicht gerade für ihn, dass er sich später nie davon distanziert oder entschuldigt hat, jemanden als Terroristentochter zu bezeichnen.
Ich weiss nicht warum, aber das Schicksal der Ulrike Meinhof, was auch immer sie getan hat, hat mich trotzdem doch sehr berührt."

B.R. eine Stunde später: "ohjee"
https://www.facebook.com/bettina.rohl.7?fref=tl_fr_box
Ich, heute Vormittag:
Zitat von B.R.: "Und sie war zuvor eine bekannte und in den Medien heiß begehrte Journalistin." -
Genau deswegen hat mich ihr Schicksal, und ihr Freitod, berührt. Vllt hat sie am Ende selber verstanden, dass ihr eingeschlagener Weg eine Sackgasse war, aus der es aus ihrer Sicht kein Zurück mehr gab und bin aus diesem Grund mit Ulrike Meinhof nachsichtiger als mit den anderen. Ich verstehe deshalb die darunter stehende Antwort "ohjee" nicht. Man kann nicht alle 68er über einen Kamm scheren. Denn nur ein kleiner Teil davon spaltete sich ab und ging in den Untergrund mit dem Ziel, durch Gewalt Veränderungen erreichen zu wollen. Hat U.M. das unterschätzt und beugte sich dem Gruppenzwang? Jedenfall verteufele ich die 68er nicht generell, weil nicht alle gewalttätig waren. Sie standen für gesellschaftliche Veränderungen, stellten kritische Fragen an die Generation ihrer Eltern und Grosseltern und waren strikte Kriegsgegner. Und dass sich, um nur ein Beispiel herauszupicken, als Proteste , die sich gegen den Schah von Persien richteten, und am Ende des Tages Benno Ohnesorg von einer Polizeikugel hinterrücks tödlich getroffen wurde, danach Abspaltung der 68er begann. (Bewegung 2. Juni) - War Fischer ein typisch 68er? Ich meine nicht. Er fiel doch als Steinewerfer deutlich später auf.


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