Gericht findet Stundenlohn von 1,54 in Ordnung

#1 von Klaus Pfahl , 09.04.2014 22:30

Zitat
Ein Rechtsanwalt zahlte Angestellten nur 100 Euro Monatslohn, macht einen Stundenlohn von rund 1,60 Euro. Das Jobcenter klagte dagegen. Doch nun urteilte ein Gericht: Der Anwalt handelte korrekt.



http://www.welt.de/wirtschaft/article126...in-Ordnung.html

Ob dieser ehrenwerte Rechtsanwalt seinen Mandanten auch nur 1,60 Euro pro Stunde anrechnet?Erstaunlich ist, dass ein Gericht das auch noch für i.O. hält.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Gericht findet Stundenlohn von 1,54 in Ordnung

#2 von Schiffskatze , 10.04.2014 07:22

Zitat von Blitz im Beitrag #1

Zitat
Ein Rechtsanwalt zahlte Angestellten nur 100 Euro Monatslohn, macht einen Stundenlohn von rund 1,60 Euro. Das Jobcenter klagte dagegen. Doch nun urteilte ein Gericht: Der Anwalt handelte korrekt.


http://www.welt.de/wirtschaft/article126...in-Ordnung.html

Ob dieser ehrenwerte Rechtsanwalt seinen Mandanten auch nur 1,60 Euro pro Stunde anrechnet?Erstaunlich ist, dass ein Gericht das auch noch für i.O. hält.



Das muss mir mal einer erklären, was sittenwidrig und dabei noch lange nicht ausbeuterisch ist.
Welcher Stundenlohn ist als Ausbeutung zu benennen?
Dann könnte sich also theoretisch jeder Arbeitgeber mit dem Argument "Gefälligkeit" oder "gut gemeinte Leistung" herausreden?


 
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RE: Gericht findet Stundenlohn von 1,54 in Ordnung

#3 von maronni , 10.04.2014 18:41

Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn seine Beschäftigten nur eine geringe Anzahl von Stunden arbeiten...sagen wir mal 1,5 Tage im Monat.
Dann könnten mehrere Leute bei ihm arbeiten und hätten bei Hartz IV die 100 € als Freibetrag,.
Da bin ich ja gespannt, was der Knilch machen will, wenn das neue Gesetz des Mindestlohnes greift.
Entlässt der die janzen Arbeitnehmer???


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RE: Gericht findet Stundenlohn von 1,54 in Ordnung

#4 von Schiffskatze , 11.04.2014 18:44

Zitat von maronni im Beitrag #3
Dagegen wäre ja nichts einzuwenden, wenn seine Beschäftigten nur eine geringe Anzahl von Stunden arbeiten...sagen wir mal 1,5 Tage im Monat.
Dann könnten mehrere Leute bei ihm arbeiten und hätten bei Hartz IV die 100 € als Freibetrag,.
Da bin ich ja gespannt, was der Knilch machen will, wenn das neue Gesetz des Mindestlohnes greift.
Entlässt der die janzen Arbeitnehmer???


Da er den ganzen Arbeitsaufwand nicht alleine bewältigen kann, wird er wohl den Mindestlohn zahlen müssen. Ich werde mal meine Freundin (in Leipzig) fragen, was sie pro Stunde verdient. Sie arbeitet bei einem Rechtsanwalt. Ihren Job möchte ich nicht haben. Unbezahlte Überstunden sind da an der Tagesordnung. Jahrelang war sie keinen Abend vor 21.30 Uhr zu Hause. Das fand dann bei ihrem Infarkt und Bypass-Op ein apruptes Ende. Monatelang arbeitete sie nur stundenweise. Jetzt geht sie wieder Vollzeit. Ich frag`mal nach, ob sie sich wieder mehr Stunden hat aufbrummen lassen - ohne Bezahlung!!!


 
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