DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#1 von Gulliver , 16.01.2014 23:31

Devisenbeschaffung: Blutkonserven wurden in 1980er-Jahren in den Westen verkauft.

Zitat
Um an die begehrten Devisen zu kommen, war der schwer verschuldeten DDR in den 1980er-Jahren jedes Mittel recht: In den Gefängnissen Waldheim (Sachsen) und Gräfentonna (Thüringen) wurden Häftlinge zum Blutspenden gezwungen. Die Blutkonserven hat das Gesundheitsministerium anschließend über einen Schweizer Zwischenhändler an das Rote Kreuz in Bayern verkauft.

Das berichtete der deutsche TV-Sender in der Nacht auf Mittwoch in der Sendung "Report Mainz" – unter Berufung auf eine Studie der Stasi-Unterlagen-Behörde in Berlin, die am kommenden Montag veröffentlich wird. Demnach habe Rudolf Uhlig, der damalige Vizechef des Blutspendewesens in Erfurt, bestätigt: "Wir haben in Gräfentonna Spendetermine durchgeführt. Es hat sich dort sehr gelohnt, weil wir jedes Mal 60 bis 70 Blutspender hatten. Wir haben da nur Häftlingen Blut abgenommen."

Das Rote Kreuz in Bayern bestätigte mittlerweile den Kauf von Blutkonserven aus der DDR: "Genauere Angaben über Zeit, Menge, Preis und Abnehmer sind uns nicht bekannt." Von den damals Verantwortlichen sei niemand mehr für das Bayerische Rote Kreuz tätig, verlautete aus München. Ob man gewusst habe, dass das Blut von Häftlingen stamme, könne man heute nicht mehr nachvollziehen.



Ein Hammer ist das.
Ich frage mich, ob die auch geprüft haben, ob das Blut sauber war?


 
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zuletzt bearbeitet 16.01.2014 | Top

RE: DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#2 von Klaus Pfahl , 16.01.2014 23:43

Damit hatten sie sich einige Hafterleichterungen erkauft. Dahinter steckte die CoCo, die für die Devisenbeschaffung zuständig war. Den Chef kenne ich sogar. PN


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#3 von Proconsul48 , 17.01.2014 11:58

Zitat von Blitz im Beitrag #2
Damit hatten sie sich einige Hafterleichterungen erkauft. Dahinter steckte die CoCo, die für die Devisenbeschaffung zuständig war. Den Chef kenne ich sogar. PN


Kein Ruhmesblatt für die ehem. DDR...

 
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RE: DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#4 von Schiffskatze , 17.01.2014 19:09

Zitat von Blitz im Beitrag #2
Damit hatten sie sich einige Hafterleichterungen erkauft. Dahinter steckte die CoCo, die für die Devisenbeschaffung zuständig war. Den Chef kenne ich sogar. PN



Du kennst Sch.G.?


 
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RE: DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#5 von Klaus Pfahl , 17.01.2014 20:45

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #4
Zitat von Blitz im Beitrag #2
Damit hatten sie sich einige Hafterleichterungen erkauft. Dahinter steckte die CoCo, die für die Devisenbeschaffung zuständig war. Den Chef kenne ich sogar. PN



Du kennst Sch.G.?



Jau, sogar sehr gut.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: DDR zwang Häftlinge zum Blutspenden

#6 von Schiffskatze , 18.01.2014 05:38


 
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