Abitur-Matura alt oder neu

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 22.05.2010 14:23

Hallo Sheppard,
ich kopiere hier einen Artikel aus meiner gestrigen Tageszeitung.
Falls bei euch die Gesetze gleich sind, wie bei uns, ist euch wohl ein sogenanntes Wald-und Wiesenthema aufs Auge gedrückt worden.
Es muß nicht einmal gestreift worden sein.
Dann kann man wohl nicht viel dagegen tun.

Eurer Lehrerin wird das Thema wohl bekannt gewesen sein und sie hat euch im Regen stehen lassen.

Zum Artikel

Gastkommentar: Matura alt, Matura neu

In den letzten zehn Tagen haben Lehrer in ganz Oberösterreich die Arbeiten ihrer Maturanten korrigiert. Auch meine achte Klasse, die ich drei Schuljahre lang in Deutsch unterrichtet habe, legt heuer die Reife ab. Mit meiner (vom Landesschulrat abgesegneten) Themenstellung habe ich befolgt, was Bildungspolitiker und Unterrichtswissenschafter immer wieder fordern: Ich habe die Stärken meiner Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Da es sich um eine Maturaklasse des Sportzweiges handelt, habe ich ein Erörterungsthema dem Sport gewidmet.

Da ich weiters die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Schüler mit Gedichten der klassischen Moderne ganz gut zurechtkommen, war der Interpretationsaufsatz Texten des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit gewidmet. Die Maturanten haben also ihre Schreibkompetenzen dort beweisen können, wo sie etwas zu bieten haben – und so wie es derzeit aussieht, ist die Anstrengung geglückt. Würde dieser Jahrgang erst im Schuljahr 2013/14 maturieren, könnte ich bei der Themenstellung die Stärken meiner Schülerinnen und Schüler nicht mehr berücksichtigen. Denn ab diesem Maturajahrgang werden die Themen zentral für alle AHS in Österreich gestellt.

Wir können dann zwar das Argumentieren und Interpretieren üben, aber Wissens- und Interessensschwerpunkte der Betroffenen bleiben zwangsläufig unberücksichtigt. Alle österreichischen Maturanten müssen in Zukunft zu irgendeinem Thema etwas schreiben, bei dem man davon ausgehen kann, dass österreichweit zumindest eine minimale Informationsgrundlage existiert. (Früher nannte man das ein „Wald- und Wiesen-Thema“). Und sie werden mit irgendeinem literarischen Text konfrontiert, wobei es mehr oder weniger dem Zufall überlassen bleibt, ob sie ähnlicher Literatur im Unterricht irgendwann einmal begegnet sind.

Derzeit liegen die Arbeiten bei der Maturavorsitzenden. Diese lässt Korrektur und Beurteilung stichprobenartig von einem Zweitleser prüfen. Möglicherweise sind sich Erst- und Zweitleser nicht einig, möglicherweise schon. Das ist eine qualitätsfördernde Form des kollegialen Austauschs. Wir werden die Dinge im Gespräch Prüfer-Vorsitzender klären.

Für die künftige Zentralmatura hingegen ist derzeit kein zweiter Begutachter vorgesehen. Zentral ist nämlich nur die Themenstellung, Korrektur und Beurteilung hingegen bleiben Sache des Prüfers. Die Maturantinnen und Maturanten unserer vermeintlich gehaltvolleren Bildungszukunft werden also im Fach Deutsch Texte zu Themen schreiben, über die sie (rein zufällig) besser oder schlechter informiert sind, und sie werden Literatur interpretieren, die ihnen im besseren Fall ein wenig bekannt vorkommt, im schlechteren Fall gar nicht, von literaturkundlichem Umfeldwissen ganz zu schweigen.

Claudia Schmied sagt, diese Zentralmatura garantiere, dass die österreichische Reifeprüfung wieder etwas wert sei. Ich bemühe mich redlich zu verstehen, worin der epochemachende Fortschritt dieser Zentralmatura eigentlich bestehen soll. Niemand hat ihn mir bisher plausibel erklären können. Aber ich bin vielleicht wieder einmal zu begrenzt, um die gedankliche Kühnheit dieser Jahrhundertvision zu begreifen – ein typischer „Lehrer alt“.


Von Christian Schacherreiter, Germanist und Schuldirektor


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#2 von Klaus Pfahl , 25.06.2010 18:21

In der Ländervergleichsstudie des Berliner Instituts zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen (IQB), die die Kultusminister heute vorstellten, belegten Bayern, Baden-Württemberg, Sachsen und Thüringen die vorderen Plätze. Schlusslichter: Hamburg, Bremen und Berlin.
Unsere Gesellschaft wird heute von vielen, insbesondere auch jungen Menschen als blockiert empfunden. Früher mündete die Hauptschule in eine berufliche Lehre im dualen Ausbildungssystem. Heute hat auch ein Jahr nach Schulabschluss jeder zweite Hauptschüler noch keinen Ausbildungsplatz gefunden. Dann gibt es noch jene, die studieren könnten, aber aus verschiedenen Gründen darauf verzichten: Fast jedes zweite studienberechtigte Kind aus einer Arbeiterfamilie, das auf dem Weg zum Abitur schon mehr Hürden überwinden muß als andere, scheut den Weg an die Universität.
Was ist falsch an unserem Schulsystem?

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#3 von Sheppard ( gelöscht ) , 25.06.2010 18:37

Zitat von Schimmerlos
Hallo Sheppard,
ich kopiere hier einen Artikel aus meiner gestrigen Tageszeitung.
Falls bei euch die Gesetze gleich sind, wie bei uns, ist euch wohl ein sogenanntes Wald-und Wiesenthema aufs Auge gedrückt worden.
Es muß nicht einmal gestreift worden sein.
Dann kann man wohl nicht viel dagegen tun.

Eurer Lehrerin wird das Thema wohl bekannt gewesen sein und sie hat euch im Regen stehen lassen.

Zum Artikel

Gastkommentar: Matura alt, Matura neu

In den letzten zehn Tagen haben Lehrer in ganz Oberösterreich die Arbeiten ihrer Maturanten korrigiert. Auch meine achte Klasse, die ich drei Schuljahre lang in Deutsch unterrichtet habe, legt heuer die Reife ab. Mit meiner (vom Landesschulrat abgesegneten) Themenstellung habe ich befolgt, was Bildungspolitiker und Unterrichtswissenschafter immer wieder fordern: Ich habe die Stärken meiner Schülerinnen und Schüler berücksichtigt. Da es sich um eine Maturaklasse des Sportzweiges handelt, habe ich ein Erörterungsthema dem Sport gewidmet.

Da ich weiters die Erfahrung gemacht habe, dass die meisten Schüler mit Gedichten der klassischen Moderne ganz gut zurechtkommen, war der Interpretationsaufsatz Texten des Expressionismus und der Neuen Sachlichkeit gewidmet. Die Maturanten haben also ihre Schreibkompetenzen dort beweisen können, wo sie etwas zu bieten haben – und so wie es derzeit aussieht, ist die Anstrengung geglückt. Würde dieser Jahrgang erst im Schuljahr 2013/14 maturieren, könnte ich bei der Themenstellung die Stärken meiner Schülerinnen und Schüler nicht mehr berücksichtigen. Denn ab diesem Maturajahrgang werden die Themen zentral für alle AHS in Österreich gestellt.

Wir können dann zwar das Argumentieren und Interpretieren üben, aber Wissens- und Interessensschwerpunkte der Betroffenen bleiben zwangsläufig unberücksichtigt. Alle österreichischen Maturanten müssen in Zukunft zu irgendeinem Thema etwas schreiben, bei dem man davon ausgehen kann, dass österreichweit zumindest eine minimale Informationsgrundlage existiert. (Früher nannte man das ein „Wald- und Wiesen-Thema“). Und sie werden mit irgendeinem literarischen Text konfrontiert, wobei es mehr oder weniger dem Zufall überlassen bleibt, ob sie ähnlicher Literatur im Unterricht irgendwann einmal begegnet sind.

Derzeit liegen die Arbeiten bei der Maturavorsitzenden. Diese lässt Korrektur und Beurteilung stichprobenartig von einem Zweitleser prüfen. Möglicherweise sind sich Erst- und Zweitleser nicht einig, möglicherweise schon. Das ist eine qualitätsfördernde Form des kollegialen Austauschs. Wir werden die Dinge im Gespräch Prüfer-Vorsitzender klären.

Für die künftige Zentralmatura hingegen ist derzeit kein zweiter Begutachter vorgesehen. Zentral ist nämlich nur die Themenstellung, Korrektur und Beurteilung hingegen bleiben Sache des Prüfers. Die Maturantinnen und Maturanten unserer vermeintlich gehaltvolleren Bildungszukunft werden also im Fach Deutsch Texte zu Themen schreiben, über die sie (rein zufällig) besser oder schlechter informiert sind, und sie werden Literatur interpretieren, die ihnen im besseren Fall ein wenig bekannt vorkommt, im schlechteren Fall gar nicht, von literaturkundlichem Umfeldwissen ganz zu schweigen.

Claudia Schmied sagt, diese Zentralmatura garantiere, dass die österreichische Reifeprüfung wieder etwas wert sei. Ich bemühe mich redlich zu verstehen, worin der epochemachende Fortschritt dieser Zentralmatura eigentlich bestehen soll. Niemand hat ihn mir bisher plausibel erklären können. Aber ich bin vielleicht wieder einmal zu begrenzt, um die gedankliche Kühnheit dieser Jahrhundertvision zu begreifen – ein typischer „Lehrer alt“.


Von Christian Schacherreiter, Germanist und Schuldirektor




Erstmal Vielen Dank für den Artikel.
Das ist fies wenn sie das Thema wirklich kannte.

mfg Sheppard


Colonel Caldwell: Warum versenken wir die Stadt nicht wieder im Meer?

Rodney: Hören Sie, das ist eine Stadt und kein Jojo … Ich weiß nicht, wie die das damals geschafft haben!


Schlagfertig ist jede Antwort, die so klug ist, daß der Zuhörer wünscht, er hätte sie gegeben.

(Elbert Hubbard, am. Essayist, 1856-1915)

Sheppard

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#4 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 30.08.2010 13:06

Kommt die Stunde der Wahrheit?

Alle reden von Bildung - und wie ists mit der Qualität? Ich habe einmal gelesen, dass man mit einem Wortschatz von 1500 Wörtern grundsätzlich auskommt. Den könnte man ja abprüfen.
Wenn ich das Matura-Niveau von den jetzigen Maturanten und dem von mir vergleiche ..... der Vergleich macht mich sicher.
Sind die Lehrpläne leer ? Liegts an den Lehrern?
Dann höre ich, daß man ohne Nachhilfe nicht durchkommt, das Schulsystem soll geändert werden, um Nachhilfe zu minimieren ..... Ich hab gar nicht so viele Köpfe, die ich da schütteln könnte.


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 30.08.2010 21:20 | Top

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#5 von Zaunkönig , 30.08.2010 20:48

Zitat von Schimmerlos
Kommt die Stunde der Wahrheit?

Alle reden von Bildung - und wie ists mit der Qualität? Ich habe einmal gelesen, daß man mit einem Wortschatz von 1500 Wörtern grundsätzlich auskommt. Den könnte man ja abprüfen.
Wenn ich das Matura-Niveau von den jetzigen Maturanten und dem von mir vergleiche ..... der Vergleich macht mich sicher.
Sind die Lehrpläne leer ? Liegts an den Lehrern?
Dann höre ich, daß man ohne Nachhilfe nicht durchkommt, das Schulsystem soll geändert werden, um Nachhilfe zu minimieren ..... Ich hab gar nicht so viele Köpfe, die ich da schütteln könnte.



Es kommen ständig neue Wörter in unseren deutschen Wortschatz.
Ich sage nur Englisch.
Deutsche Sprache schwere Sprache. Dieses Sprichwort wird noch real.

Euer Zaunkönig


Aufpassen, es kommt ein Vogel gezwitschert.

Der äußere Glanz, hütet das innere Wesen.

Hast du ein Vogel?

 
Zaunkönig
2.Steuermann
Beiträge: 776
Registriert am: 22.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#6 von Klaus Pfahl , 30.08.2010 20:56

Denglish, schade um unsere schöne Sprache. Diese hatte sich immer gewandelt. Während des Kaiserreiches war es in den vornehmen Familien üblich sich auf Französisch zu unterhalten. Viele Elemente der französischen Sprache sind heute nicht mehr weg zu denken. Meine Großmutter stammte aus Colmar im Elsass und ging einer Pickelhaube ins Netz. Wenn die sich unterhielten, war es anfangs das reinste Kauderwelsch.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#7 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 30.08.2010 21:25

Meine Großmutter sprach auch französisch, weil es in den sogenannten besseren Häusern üblich war, dass höhere Töchter auch in Französisch unterrichtet wurden.
Wie war es eigentlich in der Nazizeit, durfte da überhaupt in einer anderen Sprache gesprochen oder geschrieben werden?


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#8 von Klaus Pfahl , 30.08.2010 21:55

Zitat von Schimmerlos
Meine Großmutter sprach auch französisch, weil es in den sogenannten besseren Häusern üblich war, dass höhere Töchter auch in Französisch unterrichtet wurden.
Wie war es eigentlich in der Nazizeit, durfte da überhaupt in einer anderen Sprache gesprochen oder geschrieben werden?



In Offizierskreisen war auch während der Nazizeit der Gebrauch französischer Ausdrücke nicht verboten. Vieles hatte sich ja bereits eingedeutscht:
Visage, manieriert und affektiert, banal und ordinär, dieser Ignorant, dieser mondäne, parfümierte und doch raffinierte Filou. Die Courage kann sich nicht mit dem deutschen Mut messen, die Blamage (die es auf französisch gar nicht gibt) nicht mit der Schande, die Revanche nicht mit der Rache und das Prestige nicht mit unserer Ehre. Wer auf seine Reputation achtet und über einen Affront indigniert ist, wird bei uns nicht ganz ernst genommen, oder wegen eines (deutschen) Fehlers muß man sich schämen, bei einem (französischen) Faux-pas nur genieren.
Eine Affäre ist bei uns so häßlich wie eine Kampagne. Es werden Sanktionen und Repressalien verhängt, und jeder verhilft seinem Protegé mit allen Finessen zu einer Karriere.

Ich könnte noch unendlich lange parlieren, das ginge dann aber doch zu weit.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#9 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 30.08.2010 22:10

Das sind alles schon eingedeutschte Ausdrücke, sie werden auch nicht mehr original französisch geschrieben, nur zum Teil, so wie der faux pas.
Wie war es in den Schulen mit Erlernen von Fremdsprachen, durften die Leute anderssprachige Bücher haben.
Auslandssender zu hören bedeutete KZ.


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 30.08.2010 22:11 | Top

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#10 von Klaus Pfahl , 31.08.2010 12:31

Zitat von Schimmerlos
Das sind alles schon eingedeutschte Ausdrücke, sie werden auch nicht mehr original französisch geschrieben, nur zum Teil, so wie der faux pas.
Wie war es in den Schulen mit Erlernen von Fremdsprachen, durften die Leute anderssprachige Bücher haben.
Auslandssender zu hören bedeutete KZ.



Soweit ich informiert bin, wurde der Fremdsprachenunterricht im 3. Reich fast völlig eingestellt. Im Vordergrund der Schulen stand die Erziehung der Jugend in nationalsozialistischem Geist. Treue, Gefolgschaft, Führertum, Pflichterfüllung, Gehorsam und Kampfbereitschaft waren wichtige Begriffe für die Erziehung. Zum wichtigsten Gegenstand wurde Leibeserziehung mit vormilitärischer Ausbildung.

Meine Sprachlehrer, die in dieser Zeit selbst noch zur Schule gingen, hatten sich die Fremdsprachen in der Gefangenschaft angeeignet.

An Gymnasien standen natürlich antike Sprachen weiterhin auf dem Unterrichtsplan.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#11 von Isis ( gelöscht ) , 31.08.2010 12:39

Zitat
Treue, Gefolgschaft, Führertum, Pflichterfüllung, Gehorsam und Kampfbereitschaft waren wichtige Begriffe für die Erziehung. Zum wichtigsten Gegenstand wurde Leibeserziehung mit vormilitärischer Ausbildung.



Liest sich nicht schlecht. Wie sagte man noch? "Schnell wie ein Windhund.......usw"


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#12 von Klaus Pfahl , 31.08.2010 12:52

Zitat von Isis

Zitat
Treue, Gefolgschaft, Führertum, Pflichterfüllung, Gehorsam und Kampfbereitschaft waren wichtige Begriffe für die Erziehung. Zum wichtigsten Gegenstand wurde Leibeserziehung mit vormilitärischer Ausbildung.



Liest sich nicht schlecht. Wie sagte man noch? "Schnell wie ein Windhund.......usw"




Heute benötigen wir kein gehorsames Kanonenfutter mehr. Bildung, und dazu gehört auch ein ordentliches Maß an Fremdsprachenkenntnisse, ist unverzichtbar.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#13 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 02.09.2010 14:57

Das schreibt ein Freund in einem anderen Forum, der mir erlaubte, es zu kopieren, ich bin absolut seiner Meinung.

Mit Grundskills/fertigkeiten meine ich vor allem die Beherrschung der Arithmetik, wozu ich auch Kopfrechnen zähle + elementare Kenntnisse über geometrische Körper + solide Kenntnisse in Ausdruck, Inhalt und Orthographie, eben das Grundwissen, das sich jeder Mensch mit normalen Voraussetzungen aneignen sollte.
Jedoch gerade hier hapert es und zwar gewaltig, wenn ich mir heutige Hauptschul- und was noch schrecklicher ist Reifeprüfungsabsolventen vor Augen führe...

Hier stellt sich auch berechtigt die Frage, wie diese Leute jemals dazu in der Lage sein werden, Verknüpfungen herzustellen, wenn sie nicht einmal auf einem soliden Grundwissen aufbauen können.


Verletzende Worte
sollten auf Sand geschrieben werden,
lobende
in Stein gehauen.

Aus Arabien

Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 02.09.2010 15:01 | Top

RE: Abitur-Matura alt oder neu

#14 von Proconsul48 , 13.12.2010 16:18

In ein paar Jahren haben wir in Österreich die Standard-Matura!
Vorteil ist,dass Vergleichskriterien geschaffen werden, Nachteil,dass die Schwerpunkte(Interessen) von Schülern und/oder Lehrern weitgehend auf der Strecke bleiben,zulasten der Erfordernisse des Standardkataloges...
Man wird sehen...

 
Proconsul48
Master
Beiträge: 2.171
Registriert am: 12.12.2010


RE: Abitur-Matura alt oder neu

#15 von Klaus Pfahl , 13.12.2010 20:52

Zitat von Proconsul48
In ein paar Jahren haben wir in Österreich die Standard-Matura!
Vorteil ist,dass Vergleichskriterien geschaffen werden, Nachteil,dass die Schwerpunkte(Interessen) von Schülern und/oder Lehrern weitgehend auf der Strecke bleiben,zulasten der Erfordernisse des Standardkataloges...
Man wird sehen...



Da seid Ihr Österreicher uns gegenüber im Vorteil. Bei uns bäckt jedes Bundesland seine eigenen Brötchen. Wer von Niedersachsen nach Bremen zieht und dort sein Abitur macht, wird in Bayern in Sachen Weiterbildung auf der Strecke bleiben. Die Süddeutschen haben ein weitaus höheres Niveau.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


   

Lohndumping in Deutschland

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor