RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#181 von Schiffskatze , 26.04.2014 16:46

Zitat von Blitz im Beitrag #179
Und gleichzeitig treiben die USA ein gefährliches Spiel in SO-Asien. Wenn die Kröte man nicht zu dick wird.



Die versuchen eben überall Verbündete gegen Russland zu akquirieren. Ausserdem wird damit ein erstarkendes Asien unterbunden.
Ich versuche nur zu verstehen, warum Japan so wohlwollend gegenüber USA ist. Wo sie denen doch den Abwurf zweier Atombomben zu verdanken haben. Haben die Japaner das verziehen und vergessen?


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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#182 von Schiffskatze , 26.04.2014 16:51

Zitat von lei im Beitrag #178
schaut man sich mal die börsendaten der us-amerikanischen
rüstungsindustrie an, stellt mann parallelen um 2. wk,
dem vietnam- und koreakrieg fest.

demnach wird es leider zu einem krieg kommen.

eine solche gelegenheit wie in der ukraine wird sich
die usa nicht entgehen lassen.


Ausschliessen kann man das leider nicht mehr. Manchmal kommt mir der Gedanke, als lebt der Ami nur vom Krieg. Überall wo der seine Finger mit drin hat.
Nur hat er ja noch nie selbst eine Bombe auf den Kopf bekommen.


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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#183 von lei , 28.04.2014 20:06

glückliches russland:

die usa verhängt ein ausfuhrverbot von:

burgern, von amerikanischen filmen und schlagermusik
an russland.

zugleich wird ein einfuhrverbot von russische holzpuppen
( madrioschkas ) und wodka verhängt.

nun müssen die russen nicht erst den amerikanischen ausschuss
konsumieren ehe sie sich volllaufen.

 
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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#184 von Gulliver , 29.04.2014 19:09

 
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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#185 von Gulliver , 01.05.2014 20:24

Zitat
Kiew „hilflos“ gegenüber Separatisten
01.05.2014 · Im Osten der Ukraine übernehmen prorussische Separatisten in immer mehr Städten die Macht. Die Regierung in Kiew gibt zu, dagegen hilflos zu sein - und führt die Wehrpflicht wieder ein.




Zitat
Regierung: „Hilflos“ gegenüber Separatisten
Unbehelligt von Sicherheitskräften hatten Separatisten zuvor auch die Gebietsverwaltung der Stadt Lugansk eingenommen. Auch in Gorlowka besetzten prorussische Demonstranten weitere Verwaltungsgebäude. Bereits am Mittwochabend hatten Bewaffnete die Kontrolle über die Städte Horliwka und Altschewsk in der Nähe der Provinzhauptstadt Luhansk übernommen, in der am Dienstag Regierungsgebäude besetzt wurden.

Der ukrainische Übergangspräsident Oleksandr Turtschinow räumte ein, die Kontrolle über Teile des Landes im Osten verloren zu haben. Den Sicherheitskräften warf er Versagen vor. Sie seien „hilflos“ gegenüber den prorussischen Separatisten.



Die schaffen es ganz alleine offenbar und diese dämliche Interimsregierung ist selber schuld.

 
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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#186 von Klaus Pfahl , 01.05.2014 22:10

Alles deutet darauf hin, dass sich Ukraine aufspalten wird. Früher war ich immer der Meinung, das die Ukrainer ein einheitlich homogenes Volk ist. Die EU und die Nato sollten sich da unbedingt heraus halten.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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#187 von Gulliver , 02.05.2014 02:17

Ukrainer scheint nicht gleich Russe zu sein.

 
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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#188 von Klaus Pfahl , 02.05.2014 12:08

Und Russe ist auch nicht gleich Russe. Das ist ein buntes Völkergemisch, das mit Gewalt zusammen gewachsen Ist. In der Ukraine stehen sich zwei Religionsgemeinschaften unversöhnlich gegenüber. Im Osten sind es überwiegend die russisch Orthodoxen und in der Westukraine die römisch Katholischen.


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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#189 von Cetric , 03.05.2014 13:52

Zitat von Blitz im Beitrag #188
Und Russe ist auch nicht gleich Russe. Das ist ein buntes Völkergemisch, das mit Gewalt zusammen gewachsen Ist. In der Ukraine stehen sich zwei Religionsgemeinschaften unversöhnlich gegenüber. Im Osten sind es überwiegend die russisch Orthodoxen und in der Westukraine die römisch Katholischen.

Ich habe noch nie gehört, daß dort religiöse Konflikte gewalttätig ausgetragen würden oder Anlaß zu Spaltung wären.
Die Ukraine ist traditionell schon immer 'Grenzland' gewesen. Ihr Name sagt das auch, heißt schließlich nichts anderes.
OK, zu Zeiten der Kiewer Rus war es das Kernland der russ. Kultur, aber das ist seit 1240 Geschichte.
Seitdem haben sich dort Tataren, Polen-Litauer, Türken und wer sonst noch durchgezogen ist (Schweden waren auch mal darunter, nicht zu vergessen die Deutschen) mehr oder weniger dauerhaft verewigt, mehr oder weniger dankbar memoriert.
Kommen etliche entlaufene leibeigene Bauern, die zu Kosaken wurden, hinzu. So viele, daß sie erst eine Armee bildeten (Saporoger Kosaken), die es mit Polen und Türken aufnehmen konnte, dann den Staat dazu (Saporoger Slisch), sich aber dann dem Zaren unterwarf weil der den besten Schutz versprach. Das war 1654. Vertrag von Peresjaslav
Aus dem Jubiläum dieses Ereignisses heraus hat auch Chruschtschow seinerzeit die Krim der Ukrainischen SSR 'geschenkt', quasi als Dankesgabe für die ukrainischen Dienste in den letzten 300 Jahren.
Die katholischen Anteile an der ukrainischen Bevölkerung gehen auf die Zeiten unter polnischer Herrschaft zurück.
Ich habe aber keine Infos über religiös bedingte Kämpfe, zu keiner Zeit, in dieser Region.
Zum Gegensatz Russen - Ukrainer ist zu sagen:
In der gesamten Nachkriegszeit unter den Sowjets und in den Jahren der Unabhängigkeit 1991 bis 2013 hat es keine Zusammenstöße zwischen Ukrainern und Russen (im Sinne ihrer Definition nach Sprachgebrauch, und da wurde auch immer untereinander geheiratet) gegeben. Daraus ist zu folgern: der gegenwärtig hochgespielte Konflikt ist einer Einheizung von außen zu 'verdanken'. Ich brauche hier nicht zu erwähnen, von wem, und wem die Zersetzung des Landes nützt. Ihr wißt es.
Ich verstehe in dem Zusammenhang nicht, wieso man auch hier immer wieder zwanghaft versucht die USA zu diskreditieren, während Putin die größte Schweinereien nachgesehen werden. Der Typ gefährdet unseren Frieden, terrorisiert seine Nachbarn, fährt seinen Kurs der Wiederherstellung des alten Imperiums, und dazu kann er noch auf deutsche Kommentatoren bauen, die das hinnehmen und den Fehler bei Amerikanern oder Europäern suchen. Ist das nicht irgendwie grotesk? Ich finde schon!



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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#190 von lei , 03.05.2014 14:39

danke für ihre ausführung.

sorry @cetric, aber hab' ich da etwas falsch verstanden?

in den westlichen medien sind nur, ob unterschwellig oder direkt,
angriffe auf russland zu vernehmen. alles was wir über diesen
konflikt wissen, ist von wenigen nachrichtendiensten unters unwissende
volk ventiliert worden. eine objektive berichterstattung aus russischer
sicht ist bisher unterblieben.

der grundtenor lautet: "alles was der westen unterstützt ist a priori
gut. alles andere ist schlecht.

nehemen wir den fall syrien. hier sind die aufständischen die guten
und in der ukraine ist es die übergangsregierung.
in syrien werden die aufständischen vom westen unterstützt,
in der ukraine eine, sagen wir mal eine sehr nationalistische horde,
die sich noch vom "volk" bestätigen lassen wollen, sind die guten.

wo sie schon recht ausführlich die geschichte der ukraine zitiert haben,
wage ich anderen vergleiche:
vietnam, korea, afghanistan, irak. in den ganannten ländern waren
natürlich die us-amerikaner die guten. weitere ausführungen
darüber erspare ich mir.

 
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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#191 von Cetric , 03.05.2014 16:54

Zitat von lei im Beitrag #190
danke für ihre ausführung.

sorry @cetric, aber hab' ich da etwas falsch verstanden?

in den westlichen medien sind nur, ob unterschwellig oder direkt,
angriffe auf russland zu vernehmen. alles was wir über diesen
konflikt wissen, ist von wenigen nachrichtendiensten unters unwissende
volk ventiliert worden. eine objektive berichterstattung aus russischer
sicht ist bisher unterblieben.

Ich weiß ja nicht von welchen Medien im einzelnen du sprichst, meine Wahrnehmung ist eine andere. Ich halte die westliche Berichterstattung für recht sachlich. Wo bitte sind denn emotionell aufgeladene Begriffe in Nutzung, die den 'Gegner' diffamieren sollen? Putins Staatsmedien sprechen dagegen unisono von "den Faschisten in Kiew", um das alte (historisch berechtigte) Feindbild aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges für seine Zwecke einzuspannen, außer Acht lassend, daß die Rechtsextremen nur eine von vier Gruppierungen sind, die die Majdan-Revolution auf die Beine gestellt haben. Timoschenkos Partei zum Beispiel sind keine Rechtsextremen und damit auch keine 'Faschisten' nach Moskauer Lesart. Eine diversierende, der Realität entsprechende Darstellungsweise ist aber nicht in Putins Interesse und wird darum unterschlagen. Kennst du das auch von den westlichen Medien, in Bezug auf das, was in Rußland etwa vor sich geht?
Zitat von lei im Beitrag #190

der grundtenor lautet: "alles was der westen unterstützt ist a priori
gut. alles andere ist schlecht.

Wird das denn wirklich behauptet oder ist das nicht vielmehr deine Deutung, was man als Grundtenor zu verstehen habe? So verwendet man in unseren Medien z.B. für die Aufrührer in der Ostukraine das neutrale Wort 'Separatisten'. Dabei gibt es Erkenntnisse, daß darunter auch von Putin eingeschleuste Agitatoren sind:
<<Die US-Regierung veröffentlichte Fotos, die den Einsatz russischer Soldaten belegen sollen, deren Authentizität aber noch nicht überprüft wurde. Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU vermeldete vorige Woche die Festnahme von 23 GRU- und FSB-Offizieren, außerdem konnte durch die Auswertung eines aufgezeichneten Telefongesprächs die Identität des GRU-Offiziers Igor Strelnikow geklärt werden. Ukrainer seien vom russischen Inlandsgeheimdienst FSB angeworben und vom militärischen Abschirmdienst, der Hauptverwaltung für Aufklärung (GRU), mit Waffen versorgt und kommandiert worden. Dies entspräche der üblichen ­Arbeitsteilung.>>
Quelle
<<Ein Milizen-Chef mit zwei Goldzähnen und Kapuzenpullover sitzt in einer besetzten Stadt und erpresst die Europäische Union. «Er ist vollkommen durchgedreht», sagt Präsidentschaftskandidat Petro Poroschenko über ihn. Wie es aussieht, ist diese Einschätzung nicht allzu weit von der Realität entfernt. Ponomarjow hat sich zum «Volksbürgermeister» ausrufen lassen. Vor einigen Wochen war er aus dem Nichts aufgetaucht und übernahm das Kommando. Seither befehligt er Hunderte schwer bewaffnete Männer, die sich auch schon Gefechte mit der ukrainischen Armee geliefert haben. In Slowjansk verhängte er eine Ausgangssperre.>>Quelle Soso, aus dem Nichts aufgetaucht, und dann gleich mit Hunderten schwer bewaffneter Männer... wonach sieht das aus? Nach einem Besuch aus russischem Gebiet, das ja nicht weit weg ist.
Trotz dieser harten Fakten begnügen sich die Medien bei uns mit verharmlosenden Begriffen. Mit Fug und Recht könnte man sie auch 'Putins Handlanger' nennen, wie ich es in Foren tue. Schließlich sind es dessen Leute, die gegenwärtig das Land destabilisieren, damit es leichte Beute für Putin wird, der dann zum Jubel deutscher Foristen 'die Ordnung wiederherstellen wird'.
Zitat von lei im Beitrag #190

nehemen wir den fall syrien. hier sind die aufständischen die guten
und in der ukraine ist es die übergangsregierung.
in syrien werden die aufständischen vom westen unterstützt,
in der ukraine eine, sagen wir mal eine sehr nationalistische horde,
die sich noch vom "volk" bestätigen lassen wollen, sind die guten. wo sie schon recht ausführlich die geschichte der ukraine zitiert haben,
wage ich anderen vergleiche:
vietnam, korea, afghanistan, irak. in den ganannten ländern waren
natürlich die us-amerikaner die guten. weitere ausführungen
darüber erspare ich mir.

Sicher kann man an anderen Schauplätzen der Welt mit anderen Schuldzuweisungen arbeiten. Das sind aber auch andere Baustellen. Ich kann die USA dort kritisieren, aber das bedeutet nicht automatisch, daß ich Putin zubilligen muß es gleich oder schlimmer zu treiben.
Oder sagst du, wenn du in der Zeitung liest daß ein Bankräuber beim Überfall 5 Millionen Euro erbeutet hat und ein, zwei Geiseln erschossen hat; toll, wenn der das macht, darf ich das auch? Ich hoffe doch, nein.

Wie klingt das hier:
<<Putins Rocker-Kumpel spricht von Ukraine-Invasion
Wladimir Putins Rocker-Kumpel Alexander Saldostanow, Anführer des russischen Biker-Clubs „Nachtwölfe“ spricht von einer russischen Invasion in der Ukraine. Laut einem Bericht der Schweitzer Zeitung „20 Minuten“ sagte Saldostanow Ende März in einem Interview: „Die Krim ist nur der Anfang. Wir werden in Kiew einfahren.“ Das Interview habe kurz nach dem Referendum auf der Krim stattgefunden und sei von der Website censor.net aufgezeichnet worden.>> (10.April, Quelle Auf der gleichen Seite wird vom Projekt gesprochen, die Regionalhauptstadt auf der Krim, Simferopol, in Vladimir-Putin-Stadt umzubenennen und ihm ein Denkmal dort zu errichten. Woran erinnert uns das? An Personenkult bester sowjetischer Machart. Aber Stalingrad und Leningrad haben auch nicht ewig so geheißen. Denkmäler von Despoten werden auch wieder gestürzt.



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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#192 von Cetric , 03.05.2014 17:05

Jetzt stellt euch mal vor, russische Bürger suchen im Internet nach einer Gegendarstellung, weil sie es satt haben die Putin-Medienmaschine zum Thema Ukraine vorgesetzt zu bekommen. Dann stoßen sie auf unsere Foren und lesen wie sich deutsche Foristen überschlagen in Lobpreisungen Putins und Schuldzuweisungen an die Adresse westlicher Politiker, ungeachtet dessen, was in der Ukraine wirklich geschieht. Vielleicht stoßen sie dann sogar auf solche scheußlichen Konstruktionen wie diese:

Wie findet ihr das? Sie stoßen auf noch dreckigeres Propaganda-Zeugs als sie es in ihrem eigenen Land vorgesetzt bekommen!
Hier ist was ich an die Posterin dieses Bildes im Anderforum geschrieben habe:
<<Was für ein propagandistischer Scheißdreck.
Merkel kann dafür ebenso wenig wie der Weihnachtsmann.
Warum bastelst du solchen Mist nicht an Putins Adresse, ohne den es diese Auseinandersetzungen zwischen Ukrainern und russisch-sprachigen Ukrainern, die sich plötzlich als Russen fühlen (oder als Putins Handlanger unterwegs sind), überhaupt nicht gäbe? Was glaubst du, warum von Kriegsende bis 2013 überhaupt keine Konflikte zwischen diesen Gruppen vorkamen?
Richtig. Da war noch kein Putin am Werk.
Der Zersetzer von Nachbarländern, die er sich unter den Nagel reißen will.
Und du findest das noch super und agitierst gegen westliche Politiker, die außer über Sanktionen nicht recht damit umzugehen wissen.>>



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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#193 von Cetric , 03.05.2014 20:13

@Lei:

Wie sollten denn die westlichen Medien schonend über Ungeheuerlichkeiten wie diese berichten, ohne deine zarte Seele zu beinträchtigen, auf daß kein Gefühl von 'einseitiger Berichterstattung' zustande käme?

Quelle
Daraus:
<<Im Rückbezug auf den Zerfallsprozess der Sowjetunion hob der Kremlchef hervor, dass sich 25 Millionen Landsleute außerhalb der russischen Grenzen befinden. Sollte es zu einer Deckung Moskauer Interessen mit jenen der Auslandsrussen kommen, könnte der Kreml versucht sein, deren Rechte auch außerhalb der Landesgrenzen zu verteidigen, suggerierte der Vortragende.>>
Er zeichnet sich also einen Blanko-Scheck aus, überall einzumarschieren, wo er Ex-Sowjetbürger vermuten darf, deren Interessen sich dann natürlich, wenn nicht von selbst, dann sicher mittels Provokateuren wie denen in der Ukraine derzeit, 'decken' werden mit den seinen. Mit Grauen erinnere ich daran, daß wir Millionen sogenannter Rußland-Deutscher im Lande haben, unter denen sich sicher auch ein paar Unzufriedene finden lassen, die Putins Hündchen spielen wollen. Und wenn nicht die, dann tun es ein paar deutsche Internet-Foristen, und zwar gratis und ganz ohne ethnischen Hintergrund, aus reinster Freude am Gedeihen des Aggressors.
Also bitte, Lei, wie soll man das der Bevölkerung vermitteln, ohne Putins menschenfreundlichem Naturell und kosmos-umfassender Güte nicht gerecht zu werden?

Putins Parlament, die Staatsduma, maßt sich an, dem Präsidenten den Einmarsch in einen Nachbarstaat zu 'erlauben'. Hat die westliche Presse diesem humanitären Akt in ihrer Berichterstattung nicht freundlich genug applaudiert, Lei? Und darf sie es nachholen, wenn die Duma Putin erlaubt in Lettland oder Finnland einzumarschieren?
Quelle
Daraus:
<<Der russische Präsident Wladimir Putin hat den Föderationsrat um Zustimmung für einen Militäreinsatz auf der Schwarzmeer-Halbinsel Krim gebeten und sie vom Oberhaus des Parlaments auch bekommen. Er wolle die Armee in dem Nachbarland einsetzen, bis sich die politische Lage wieder normalisiert habe, wurde Putin in einer Erklärung des Kremls zitiert. Zur Begründung für seinen Antrag nannte der Staatschef die "außergewöhnliche Lage" in der Ukraine und eine "Bedrohung" für die dort lebenden russischen Staatsbürger.>>

Wie gedächte eigentlich die chinesische Presse mit dem undenkbar scheinenden Fall umzugehen, wenn der deutsche Bundestag Merkel oder ihren Verteidigungsminister autorisieren würde in Polen einzumarschieren, weil es da irgendwo noch ein paar 'Deutschstämmige' zu befreien gelte? Ich bin sicher, man würde dort ebenso applaudieren wie in Moskau oder Washington, ganz zu schweigen von Warschau selbst.



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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#194 von Schiffskatze , 04.05.2014 19:25

Zitat
Was glaubst du, warum von Kriegsende bis 2013 überhaupt keine Konflikte zwischen diesen Gruppen vorkamen?
Richtig. Da war noch kein Putin am Werk.



Aber die Expansionsbestrebungen der EU und der Nato, die unvermindert anhalten. Und noch ist die Rote Armee nicht in die Ukraine einmarschiert. Was sich schnell ändern kann, sollten weiterhin Russen in der Ostukraine von der Kiewer Regierung beschossen werden.


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RE: Es wächst zusammen was zusammen gehört

#195 von Cetric , 05.05.2014 09:45

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #194

Zitat
Was glaubst du, warum von Kriegsende bis 2013 überhaupt keine Konflikte zwischen diesen Gruppen vorkamen?
Richtig. Da war noch kein Putin am Werk.


Aber die Expansionsbestrebungen der EU und der Nato, die unvermindert anhalten. Und noch ist die Rote Armee nicht in die Ukraine einmarschiert. Was sich schnell ändern kann, sollten weiterhin Russen in der Ostukraine von der Kiewer Regierung beschossen werden.


Die von dir und der Moskauer Medienmaschinerie 'Russen' genannten Ukrainer in der Ostukraine sind während ihres gesamten bisherigen Lebens Ukrainer gewesen und hatten auch merkwürdigerweise kein Problem damit, bevor man sich dazu anstachelte, sich Putin an den Hals zu werfen. Sie sprechen seit Kindesbeinen an Russisch, ja gut, aber das war in all den Jahren kein Merkmal, das sie automatisch zu Bürgern einer aggressiven Auslandsmacht, die sich in die inneren Angelegenheiten einmischt um davon zu profitieren und sich bereits die Krim angeeignet hat, machte.
Ein Teil von denen ist sowieso aus Rußland eingeschleust um 'Separatisten' zu spielen. Das Theater wiederholt sich jedes Mal aufs Neue. Komisch, daß sich immer noch Leute finden die sich davon beeindrucken lassen. Ein anderer Teil sind wohl arbeitslose junge Raufbolde, die ihre Unzufriedenheit mit ein bißchen Randale ausdrücken möchten. In jeder deutschen Stadt könntest du das Personal für solche Aktionen finden, nur sind sie natürlich nicht vor einen konkreten politischen Karren gespannt, wo man ihr überschäumendes Testosteron auszunutzen gedächte für die Interessen des Nachbarlandes.

PS: Es gibt seit mehr als zwanzig Jahren keine 'rote Armee' mehr.
PPS: Das, was du dafür hältst, ist sehr wohl im Land, wenn man sich mit der Annektion der Krim nicht abfinden möchte, und zwar eben auf dieser Insel.



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Ist unser Geld bald nichts mehr wert?
Bewährungsstrafe für Uli Hoeneß?

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