Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#1 von Gulliver , 03.10.2013 01:59

Zitat
Theologe Hans Küng (85) erwägt Sterbehilfe

Der Papstkritiker denkt in seinem Buch daran, mit Hilfe von „Dignitas“ sein Leben zu beenden
„Ich leide an Parkinson und werde wohl schon bald meine Sehkraft unwiederbringlich verlieren“, offenbart der prominente Theologe und Papstkritiker Hans Küng im dritten und letzten Band seiner Memoiren. Die Diagnose „Makula-Degeneration“ (schwere Netzhauterkrankung, Anm.) sei ein Schock für ihn gewesen. „Ein Gelehrter, der nicht mehr schreiben und lesen kann? Was dann?“, fragt er sich selbst.

Küng schreibt in seinem letzten Buch, dass er sein Grab auf dem Tübinger Stadtfriedhof längst ausgesucht habe. Er empfinde keine Furcht, sondern glaube fest an ein Leben nach dem Tod.



Ich habe Hans Küng immer hoch geschätzt, traurig ist das.
Die Großen müssen alle gehen, was nachkommt ist jedenfalls zur Zeit nicht von großer Bedeutung.

 
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RE: Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#2 von kritisches_Auge , 03.10.2013 14:26

Kommt es nicht auch ein bißchen auf den Verlauf der Makula- Degeneration an?
Eine 81jährige Frau in unserem Haus lebt schon seit Jahren damit und kann sogar noch sms schreiben.
Im Prinzip bin ich dafür, dass jemand gehen kann für den das Leben auch nach längerer Überprüfung nur noch eine Qual ist.

 
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RE: Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#3 von Schiffskatze , 08.01.2014 11:30

http://www.exit.ch/startseite/
Wer wünscht sich nicht, wenn es soweit ist, ruhig und ohne Todeskampf für immer einzuschlafen?
Warum wird in Deutschland jemandem verwehrt, sich Natrium-Pentobarbital (NaP) geben zu lassen, wenn der Sterbende sich quälen muss?


 
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RE: Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#4 von Klaus Pfahl , 08.01.2014 12:16

Weil es für die Krankenhäuser und Ärzte ein großes Geschäft ist. Viele Patienten werden Monate lang behandelt und künstlich am Leben gehalten. Habe gerade ein Beispiel in meinem näheren Umfeld. Die Frau verfault am lebendigen Leibe unter großen Schmerzen bei vollem Verstand. Die Spritze wird ihr einfach verweigert. Dafür bekommt sie Morphiumpflaster.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#5 von Schiffskatze , 08.01.2014 12:58

Zitat von Blitz im Beitrag #4
Weil es für die Krankenhäuser und Ärzte ein großes Geschäft ist. Viele Patienten werden Monate lang behandelt und künstlich am Leben gehalten. Habe gerade ein Beispiel in meinem näheren Umfeld. Die Frau verfault am lebendigen Leibe unter großen Schmerzen bei vollem Verstand. Die Spritze wird ihr einfach verweigert. Dafür bekommt sie Morphiumpflaster.


So einer Patientin sollte man den Freitod nicht verwehren, sondern ihr Sterben auf eigenem Wunsch hin, nicht länger hinauszögern.


 
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RE: Hans Küng überlegt Sterbehilfe

#6 von GG146 , 08.01.2014 22:31

Diese Petition habe ich heute unterzeichnet:

Mitglieder des Deutschen Bundestags: Verankerung des Selbstbestimmungsrechts über das eigene Leben in Art. 2 GG

https://secure.avaaz.org/de/petition/Mit..._Art_2_GG/?fbdm

Begründung:

Dass Menschen anderen Menschen die "Güterabwägung" aufzwingen, zur Verlängerung der eigenen Lebensspanne um einen Promille - Wert die Summe aller Schmerzen und allen Leidens in der gesamten Lebensspanne zu vervielfachen, ist für mich bereits jetzt ohne Ergänzung des Art. 2 GG eine schwere Verletzung des Wesensgehalts der Art. 1 und 2 GG.

 
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