Entwicklungshilfe für Afrika noch zeitgemäß?

#1 von Klaus Pfahl , 19.05.2010 20:06

Zuhauf streicheln Prominente in Afrika die Köpfe von schwarzen Kindern - und denken dabei vor allem ans eigene Marketing. Sie wissen nicht, was sie anrichten. In den vergangenen 50 Jahren sind mehr als zwei Billionen Dollar Hilfe von den reichen an die armen Länder geflossen. Aber dieses Modell hat nirgendwo auf der Welt wirtschaftlichen Aufschwung gebracht. Trotz einiger zweifellos erreichten Erfolge wurden die von der UNO vorgegebenen Ziele hinsichtlich der Reduzierung der Zahl der Armen und Hungernden, der Verbesserung der Trinkwasserversorgung sowie der hygienischen Bedingungen und der Senkung der Analphabetenrate nicht erreicht. Im Gegenteil, auf Druck der USA, der Weltbank und der EU wurden viele auf Entwicklungshilfe dringend angewiesene Länder gezwungen, gemäß dem Prinzip der freien Marktwirtschaft vorhandene Zollschranken abzubauen und ihre Märkte für einen "freien Handel" zu öffnen, während gleichzeitig in den USA und der EU der Anbau und Export von Erzeugnissen der Landwirtschaft mit hohen Subventionen gefördert wird.

Zudem werden von EU-Ländern in großem Maße Lebensmittel zu Preisen nach Afrika exportiert, mit denen die einheimische Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie nicht konkurrieren können.

Mit der einen Hand stellen diese Industriestaaten also Finanzmittel als Entwicklungshilfe zur Verfügung, und mit der anderen ruinieren sie die Landwirtschaft der Empfängerländer.

Mit welchen Maßnahmen könnte den afrikanischen Ländern am besten geholfen werden?

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Entwicklungshilfe für Afrika noch zeitgemäß?

#2 von Kreuzritter , 19.05.2010 22:43

Nach meiner persönlichen Erfahrung auf diesem Dreckskontinent* geht die meiste Unterstützung
die auf "hoher Ebene" (also Staaten, oder große Organisationen) stattfindet, in die Taschen
irgendwelcher Diktatoren, die damit allenfals noch Waffen zum eigenen Machterhalt finanzieren,
und den Rest auf ihren Nummernkonten bunkern.

Sinnvoll ist allenfalls die Unterstützung von kleinen Projekten, die vor Ort von guten Menschen
(keinen Gutmenschen) betreut werden. Also Geld für einen spezifischen Brunnen, für eine
spezifische Schule, usw. Da besteht eine gewisse Hoffnung, dass mit den Mitteln das erreicht
wird, was erreicht werden soll.

Vorrangig sollten dabei Projekte unterstützt werden, die afrikanischen Frauen zugute kommen.
Afrikanische Männer versaufen das Geld, oder tragen es zu Huren.

*) Ich schäme mich für diesen Ausdruck nicht.


Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam!

 
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zuletzt bearbeitet 19.05.2010 | Top

RE: Entwicklungshilfe für Afrika noch zeitgemäß?

#3 von Klaus Pfahl , 23.05.2010 12:49

Anstatt Entwicklungshilfe zu leisten werden deutsche Söldner nach Somalia geschickt.
Mehr als 100 ehemalige Bundeswehrsoldaten sollen nach Informationen von NDR Info und tagesschau.de schon bald in den Bürgerkrieg in Somalia eingreifen. Eine deutsche Firma hat einen entsprechenden Vertrag mit einem somalischen Politiker geschlossen. Experten warnen vor einem "Blutbad".

http://www.tagesschau.de/inland/asgaard100.html

Das könnte zu einem fürchterlichen Blutbad führen.

Gruß
Blitz


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RE: Entwicklungshilfe für Afrika noch zeitgemäß?

#4 von Schiffskatze , 24.05.2010 10:38

"....Der FDP-Außenpolitiker Rainer Stinner unterstrich, Darman sei nicht der anerkannte Präsident Somalias. Sollte er tatsächlich den jetzt diskutierten Vertrag mit Asgaard geschlossen haben, "dann verstößt das eindeutig gegen Sanktionen, die vom UN-Sicherheitsrat verabschiedet wurden". Dieses erweiterte Militärgüter-Embargo beinhalte, dass weder Waffen noch Ausbildung nach Somalia geliefert werden dürften – ausgenommen sei die internationale Friedenstruppe AMISON. Wenn Asgaard gegen dieses Embargo verstoße, "dann muss die Firma zur Verantwortung gezogen werden".....
http://www.tagesschau.de/inland/asgaard104.html

 
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