RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#16 von lei , 22.04.2013 16:32

der "kölner express" berichtet:


Leipzig – Der Steuerfall Hoeneß zieht immer weitere Kreise. Jetzt wurde bekannt:

Uli Hoeneß (61) war in der Amtszeit von Bundesfinanzminister Peer Steinbrück dessen Berater. Das berichtet die „Leipziger Volkszeitung“ in ihrer Dienstag-Ausgabe.

So kam Steinbrück mit seiner kleinen Prominenten-Beraterrunde, darunter unter anderem Hoeneß und beispielsweise auch Margot Käßmann, mindestens zwei Mal jährlich zusammen. Das erste Treffen fand am 20. Dezember 2006 statt.

In die Zeit dieser Promi-Beratung fiel unter anderem das sich später als eher untauglich erwiesene Steuerhinterziehungsbekämpfungsgesetz.

Der damalige Steinbrück-Berater, und auch heutige Steinbrück-Berater, Hans-Roland Fässler feierte im Januar 2007 die Beratung Steinbrücks durch Hoeneß mit den Worten: „Uli Hoeneß beispielsweise ist bestimmt kein Sozi, aber er denkt über Parteigrenzen hinweg.“

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, sagte jetzt zu der früheren Berater-Tätigkeit von Hoeneß gegenüber der Zeitung: „Auch Herr Steinbrück hat jetzt einige Fragen zu beantworten.“

Die seinerzeit fertig gestellte Steuerhinterziehungsbekämpfungsverordnung „hat so viele Schlupflöcher wie ein Schweizer Käse gelassen“, erinnerte Riexinger. „Für das Schlupfloch, in dem Hoeneß Millionen versteckt hat, trägt Steinbrück die politische Verantwortung. Und die Frage ist, wer da wen beraten hat.“

Steinbrück habe „Steuerbetrüger ins Penthouse eingeladen, wir wollen, dass Steuerflüchtlinge vor Gericht landen“. Das ist der ganz große Unterschied.

was kommt da noch?

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#17 von Schiffskatze , 22.04.2013 20:45

Zitat
Kaum mehr als zwei Stunden, bevor Uli Hoeneß in Nürnberg eingetroffen ist, hat die Gewerkschaft ein Schreiben verschickt mit Vorwürfen gegen die Howe Wurstwaren KG. An ihr ist Uli Hoeneß als Gesellschafter beteiligt, sein Sohn Florian führt die Geschäfte. Die Gewerkschaft wirft dem 1982 von Uli Hoeneß gegründeten Nürnberger Unternehmen vor, es entlohne Arbeitnehmer in der Bratwurst-Füllerei mit 1380 Euro brutto, obwohl man dort bei Nässe und Kälte arbeiten müsse.



Zudem hätten die Beschäftigen keine "betriebliche Interessenvertretung". Es werde nicht nach Tarifvertrag bezahlt, das Unternehmen setze verstärkt auf Leiharbeit und befristete Arbeitsverträge. Die Angst um den Arbeitsplatz verhindere, dass sich Gegenwehr entwickele. Im Grunde, schimpft eine Gewerkschaftssekretärin, seien die Würste "besser geschützt als die Beschäftigten in den Herstellungsbetrieben".



http://www.sueddeutsche.de/bayern/fc-bay...fmann-1.1007316


Inzwischen droht er schon mal, wenn die Berichterstattung der Medien nicht so wohlwollend ausfällt:

Zitat
Zwei Tage nachdem die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft München II wegen des Verdachts der Steuerhinterziehung bekanntgeworden waren, drohte Hoeneß Medien mit juristischen Schritten. «Gegen die Exzesse in einigen Berichterstattungen werde ich mich anwaltschaftlich zur Wehr setzen», sagte er im «Münchner Merkur». Einer Münchner Zeitung kündigte der frühere Bayern-Manager an: «Für die wird das richtig teuer.»


http://www.weltfussball.de/news/bundesli...ur-wehr-setzen/


 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#18 von Klaus Pfahl , 22.04.2013 22:23

So langsam wir mir der Hoeneß durch sein Verhalten unsympatisch. In Bayern gilt man schließlich erst als ministrabel, wenn man Dreck am Stecken hat.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#19 von schlau , 22.04.2013 23:39

Zitat
Inzwischen droht er schon mal, wenn die Berichterstattung der Medien nicht so wohlwollend ausfällt:



Das kennen wir doch von irgend jemand her ;)


sehr schlau ;-)

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#20 von Friesenkrabbe , 23.04.2013 01:08

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #17
......




Sach ma, was fürn alten Schinken präsentierst du uns von der Sueddeutschen denn da? Der ist ja von 2010.....

Jetzt sollte man aber die Kirche im Dorf lassen!
Wenn ich auch persönlich den Hoeness nicht mag, aber diese Hetzerei geht nun wirklich zu weit.
Die SPD wirft mit Schlamm....., in den hintersten Ecken seines Lebens wird nun gegraben, die Wurstfabrik, für die sich vorher niemand interessierte, auseinandergepflückt und die Medien schlachten insgesamt. Wieder einmal scheinen streng vertrauliche Infos von Juristenseite/Steuerfahndung/Politik (?) weitergeleitet worden zu sein.....


 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#21 von Marlen , 23.04.2013 07:42

Wenn er mehr als eine Mio im Ausland hat - dann muss er einsitzen.

Jedem Steuerzahler, der zwanzig Euronen nicht angibt, macht das
Finanzamt die Hölle heiss .... und Hoeneß könnte leichter auf die Hälfte
seines Reichtums verzichten - als Leute mit wenig Einkommen!

Er muss aber nicht alleine dahin .... Schäuble und seine Cheffin kommen mit,
die waren doch so besorgt und wollten für Leute wie Hoeneß einen
anonymen Ausstieg ermöglichen ..... Rot/Grün war dagegen ..... dumm gelaufen
Regierung.

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#22 von Schiffskatze , 23.04.2013 07:56

Zitat von schlau im Beitrag #19

Zitat
Inzwischen droht er schon mal, wenn die Berichterstattung der Medien nicht so wohlwollend ausfällt:


Das kennen wir doch von irgend jemand her ;)




Ja, mir kommt das auch sehr bekannt vor.
;-)


 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#23 von Schiffskatze , 23.04.2013 07:57

Zitat von Marlen im Beitrag #21
Wenn er mehr als eine Mio im Ausland hat - dann muss er einsitzen.

Jedem Steuerzahler, der zwanzig Euronen nicht angibt, macht das
Finanzamt die Hölle heiss .... und Hoeneß könnte leichter auf die Hälfte
seines Reichtums verzichten - als Leute mit wenig Einkommen!

Er muss aber nicht alleine dahin .... Schäuble und seine Cheffin kommen mit,
die waren doch so besorgt und wollten für Leute wie Hoeneß einen
anonymen Ausstieg ermöglichen ..... Rot/Grün war dagegen ..... dumm gelaufen
Regierung.




Hi Marlen :-)
Um was wollen wir wetten, dass er nicht in den Knast muss?


 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#24 von Proconsul48 , 23.04.2013 12:13

Deutschland braucht BAYERN...so schauts aus!
Kruzefixhalleluja!!

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#25 von lei , 26.04.2013 22:21

Zürich, München (dpo) - Die Medienberichterstattung um Uli Hoeneß hat eine wahre Lawine ausgelöst. Seit dem vergangenen Wochenende haben sich rund acht Millionen Schweizer, die Konten in der Schweiz unterhalten, selbst angezeigt. Insgesamt geht es um die unglaubliche Summe von rund 2,6 Billionen Franken (über zwei Billionen Euro), die dem deutschen Fiskus nicht gemeldet worden sein sollen.

Offenbar hoffen die betroffenen Eidgenossen nun auf die strafbefreiende Wirkung der Selbstanzeige.
"Ich habe mir nichts Böses dabei gedacht, als ich damals mein Konto bei der UBS eröffnet habe", rechtfertigt sich Urs Keller (44, Schreiner) aus Zürich. "Die hatten eben einfach eine Filiale auf der anderen Strassenseite. Das fand ich bequem. Seitdem ich das von Uli Hoeness gehört habe, schäme ich mich, weil ich in meinem ganzen Leben noch nicht einen einzigen Rappen ... äh ... Cent Steuern an die Bundesrepublik Deutschland gezahlt habe."

Mit der Selbstanzeige wollen die acht Millionen Schweizer auch den deutschen Finanzbehörden zuvorkommen.
Selina Wehrli (26, Bürokauffrau) aus Bern: "Ich hoffe, dass gegen mich noch nicht wegen meines Girokontos bei Vontobel ermittelt wurde. Man weiss ja nie, ob deutsche Ermittler nicht schon längst eine CD mit den Namen aller Schweizer Bankkunden oder einfach ein Exemplar des Schweizer Telefonbuchs angekauft haben."
Das Bundesministerium für Finanzen geht davon aus, dass sich die deutsche Staatsverschuldung angesichts der erwarteten Strafnachzahlungen durch die Schweizer Steuersünder mindestens halbieren wird.

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#26 von Friesenkrabbe , 27.04.2013 09:56

Au ja!!!!!!!!!!!! Habe mich köstlich amüsiert!

Das sollten wir in D auch mal so machen

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#27 von Friesenkrabbe , 28.04.2013 19:21

Zitat
Berlin - Seine treuen Fans sagten es von Anfang an: Gegen die knallharten Steuerbetrüger aus der Finanzwelt ist Uli Hoeneß ein Waisenknabe. Selbst wenn der FC-Bayern-Boss Millionen am Fiskus vorbeigeschleust hat - verglichen mit Finanzmanagern und Wirtschaftsprüfern, die die Steuergesetze auf jede Lücke hin abklopfen, spielt der Fußballmanager - um im Bild zu bleiben - in der Kreisklasse.
......
"Wahrscheinlich handelt es sich um einen der größten Steuerskandale überhaupt" sagte ein Mitarbeiter der hessischen Finanzverwaltung dem Blatt. Nicht nur, weil sich Banken im großen Stil auf Kosten der Steuerzahler bereichert hätten, sondern auch, weil die Politik im Kampf gegen den Betrug offensichtlich versagt hätte.

Für ihre Betrugsmanöver hätten die beteiligten Banken eine Gesetzeslücke genutzt, die im Zuge der Unternehmensteuerreform der rot-grünen Regierung 2002 entstanden war, berichtet die Zeitung.
........
Dabei hätte das Bundesfinanzministerium genügend Gelegenheit gehabt, das Schlupfloch zu stopfen. Bereits im Jahre 2002, wenige Monate nach Wirksamwerden der Steuerreform, habe der Bankenverband die Beamten des damaligen Amtschef Hans Eichel informiert, berichtet die "WamS". Doch geschehen sei nichts. Auch Eichels Nachfolger Peer Steinbrück blieb untätig. Mit der Novelle des Steuergesetzes im Jahr 2007 habe er die Position des Fiskus sogar noch verschlechtert. Zuletzt benötigte auch Wolfgang Schäuble, der Steinbrück im Amt folgte, noch drei Jahre, um die Gesetzeslücke endlich zu schließen.


http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziale...g-a-897029.html

 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#28 von GG146 , 28.04.2013 23:41

Herr Hoeneß Junior hat kein Problem mit Spottlöhnen für Wurststopfer, die nicht gut deutsch können:

Zitat
Hungerlöhne? Proteste gegen Bratwurst-Millionär Hoeneß



1380 Euro brutto, kein Betriebsrat und viele Zeitarbeiter: Die Gewerkschaft NGG macht mobil gegen HoWe.

(...)

Dass die Arbeiter in der Füllerei – einem nassen und kalten Arbeitsplatz – nach NGG-Angaben mit 1380 Euro brutto abgespeist würden, will er nicht bestätigen: „Ich nenne keine Zahlen“. Mit einem Lohn dieser Größenordnung habe er aber für „Ungelernte mit Sprachschwierigkeiten überhaupt kein Problem“. Das sei branchenüblich – und überhaupt trage der Verbraucher die Verantwortung, weil er seine Wurst möglichst billig kaufen wolle. Und der Staat, der ja entsprechende Mindestlöhne einführen könne.

(...)



http://www.abendzeitung-muenchen.de/inha...8078589bdb.html

Ich persönlich habe durchaus ein kleines Problem mit dem Gedanken an schlecht gelaunte Arbeiter in der Lebensmittelindustrie, die können der "Geiz ist geil" - Kundschaft nämlich im wahrsten Sinne des Wortes "in die Suppe spucken".

Der Hinweis auf den fehlenden Mindestlohn ist aber immer ein handfestes Argument von Unternehmern, die in knallhartem Preiswettbewerb stehen. Was auch immer man von Leuten wie Uli Hoeneß & Sohn in Sachen öffentlicher (Doppel-) Moral halten mag, Unternhemer in Branchen mit hohem Personalkostenanteil und wenig Spielraum, von Preis- auf Qualitätswettbewerb auszuweichen, haben aufrund der Gesetzeslage in Deutschland gar nicht die Freiheit, anständige Löhne zu zahlen, selbst wenn sie das um eines positiven Betriebsklimas Willen gerne täten.


 
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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#29 von Klaus Pfahl , 28.04.2013 23:58

Stöhnen tun sie alle, aber wir kennen deren Geschäftsbücher nicht. Wenn es nach dem Arbeitgeberpräsidenten Hundt ginge, würden die Löhne noch mehr sinken. Dass solche Leute Einfluss auf die Politik nehmen, ist nur die Spitze des Eisberges.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Sollte Uli Hoeneß ins Gefängnis?

#30 von GG146 , 29.04.2013 00:16

Zitat von Blitz im Beitrag #29
Stöhnen tun sie alle, aber wir kennen deren Geschäftsbücher nicht. Wenn es nach dem Arbeitgeberpräsidenten Hundt ginge, würden die Löhne noch mehr sinken. Dass solche Leute Einfluss auf die Politik nehmen, ist nur die Spitze des Eisberges.


Jedenfalls in der Frage des Mindestlohns scheint Herr Hoeneß Jr. ja nicht der Meinung des AG - Präsidenten zu sein. Das habe ich auch schon öfters von Arbeitgebern gehört und gelesen. Die müssen wegen des Konkurrenzdrucks Spottlöhne zahlen, hätten aber lieber Mindestlöhne, die die AN einigermaßen zufriedenstellen. Wenn den AN letztlich egal ist, ob sie nach ein paar Krankenscheinen den Job verlieren, weil sie sich mit AlG II auch nicht finanziell verschlechtern, kann das die betrieblichen Abläufe empfindlich stören.

 
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