gelbmützen

#1 von lei , 04.02.2013 22:33

wer erinnert sich noch an die selbstverbrennungen in tibet?

einer dieser "opfer" wurde gerettet und medizinisch versorgt.
es geht ihm den umständen etsprechend gut.

bei einer vernehmung hat er zugegeben, daß er von der
gelbmützenmafia gedrägt wurde als gläubiger budhist, den
islamischen selbstmordatentätern als vorbild, sich zum besten
des budhismus, zu opfern.

kurz nach aussendung seines geständnisses haben sich etliche
weitere mönche gemeldet, die aus angst vor dem flammentod
lieber untergetaucht sind. sie nannten unabhängig von einander
die gleichen leute an, die sie bedrängt hatten.

 
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RE: gelbmützen

#2 von Klaus Pfahl , 04.02.2013 22:59

Gutes Thema!
Im Gegensatz zu den Religionen die friedlich oder mit Gewalt missionieren gilt der Buddhismus im Westen als friedliche und gewaltfreie Religion. Der XIV. Dalai Lama hat den Buddhismus im Westen sehr bekannt gemacht. Für seine Bemühungen im Tibet-Konflikt bekam er 1989 den Friedensnobelpreis. Seitdem wird er von vielen Menschen ganz unabhängig von der Religionszugehörigkeit zumindest im Westen sehr verehrt.
Ist dem so in Wirklichkeit? Verträgt sich der tibetische Buddhismus mit der westlichen Demokratie?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: gelbmützen

#3 von Schiffskatze , 04.02.2013 23:17

Zitat
Verträgt sich der tibetische Buddhismus mit der westlichen Demokratie?



Das wüsste ich auch gerne. Oder verlangt der Buddhismus nicht eher Unterwürfigkeit? Und was mich auch interessieren würde, wie hoch ist der Anteil an Atheisten in Asien bzw in vorwiegend buddhistischen Ländern?
Spielt Atheismus dort überhaupt eine Rolle?


 
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RE: gelbmützen

#4 von lei , 05.02.2013 09:59

@schiffskatze,
die antwort auf deine frage: "ja. ich schätze, daß der größte teil der menschen ab 40
nach der lehre von budha leben.
der daoismus ist wohl nicht so verbreitet. bei meiner letzten chinareise im letzten jahr habe
ich mit mönchen auf dem qingchen san über ihre lehrart unterhalten. sie ist nach ihrer
meinung die 'religion', aus der der budhismus entstanden ist. sie glauben nicht an die
wiedergeburt der seele da mit dem tod alles zu ende ist.
die anzahl der daoisten und islamisten scheint wohl gleich zu sein.
dazu kommen noch menschen, die an ihre naturreligion festhalten.

nun zu den atheisten. es fällt mir schwer zu glauben, daß es in china atheisten gibt.
ich bin viel durch china gereist und habe nicht einen getroffen. in vielen privaten
runden habe ich nie den einduck gehabt, daß diese leute an nichts glauben.

budhismus ist im grunde keine religion sondern eine gewaltfreie lebensart.
er ist genau wie der islam im grunde friedlich, nur, was die großkopferten,
aus eigenen machtansprüchen daraus machen ist etwas anderes.

 
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