Wirbel um Hormonspritze in Israel

#1 von Gast ( gelöscht ) , 28.01.2013 12:49

Wirbel um Hormonspritze in Israel

Behörde stoppt Behandlung von Frauen aus Äthiopien
Jerusalem - Die israelische Regierung räumte erstmals offiziell ein, äthiopische Frauen zum Teil ohne ihr Wissen oder gegen ihren Willen mit Hormonspritzen unfruchtbar gemacht zu haben.

Die Geburtenrate der in Israel lebenden äthiopischen Juden hatte sich in zehn Jahren halbiert und zunehmend für Spekulationen gesorgt. Der Leiterin eines Jugendzentrums fiel bereits 2010 auf, dass unter den 45 weiblichen Mitgliedern innerhalb von vier Jahren nur ein Kind geboren wurde. Sie stieß bei ihren Nachforschungen auf das umstrittene Verhütungsmittel Depo-Provera als Auslöser für die niedrige Geburtenrate.

Daraufhin wurde in Medien der Vorwurf laut, dass die israelische Regierung dieses nebenwirkungsreiche und mit extremer Langzeitwirkung ausgestattete Verhütungsmittel absichtlich ausgegeben habe, um die unliebsame äthiopisch-jüdische Minderheit langsam zu dezimieren. Bis vor kurzem bestritten die israelischen Behörden den Vorwurf.

Ron Gamzu, Direktor der Gesundheitsbehörde, untersagte jetzt per Brief die weitere Behandlung äthiopischstämmiger Frauen mit dem Medikament, wenn diese über die Auswirkungen nicht ausreichend aufgeklärt werden könnten. Vor einigen Wochen wurde im israelischen Fernsehen eine Dokumenation über 35 Migrantinnen ausgestrahlt. Diese berichteten, bereits in israelischen Krankenhäusern in Äthiopien oder spätestens in Transit-Lagern in Israel mit Depo-Provera behandelt worden zu sein - selbst dann, wenn sie das ausdrücklich nicht gewollt hätten. (red/DER STANDARD, 28.1.2013)


Zitat
Und das praktizieren gerade Nachkommen der HC Generation, man fasst es nicht.



http://derstandard.at/1358304837897/Wirb...ritze-in-Israel


Gast
zuletzt bearbeitet 28.01.2013 12:57 | Top

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#2 von Schiffskatze , 28.01.2013 16:31

Zitat von Gast im Beitrag #1
Wirbel um Hormonspritze in Israel

Behörde stoppt Behandlung von Frauen aus Äthiopien
Jerusalem - Die israelische Regierung räumte erstmals offiziell ein, äthiopische Frauen zum Teil ohne ihr Wissen oder gegen ihren Willen mit Hormonspritzen unfruchtbar gemacht zu haben.

Die Geburtenrate der in Israel lebenden äthiopischen Juden hatte sich in zehn Jahren halbiert und zunehmend für Spekulationen gesorgt. Der Leiterin eines Jugendzentrums fiel bereits 2010 auf, dass unter den 45 weiblichen Mitgliedern innerhalb von vier Jahren nur ein Kind geboren wurde. Sie stieß bei ihren Nachforschungen auf das umstrittene Verhütungsmittel Depo-Provera als Auslöser für die niedrige Geburtenrate.

Daraufhin wurde in Medien der Vorwurf laut, dass die israelische Regierung dieses nebenwirkungsreiche und mit extremer Langzeitwirkung ausgestattete Verhütungsmittel absichtlich ausgegeben habe, um die unliebsame äthiopisch-jüdische Minderheit langsam zu dezimieren. Bis vor kurzem bestritten die israelischen Behörden den Vorwurf.

Ron Gamzu, Direktor der Gesundheitsbehörde, untersagte jetzt per Brief die weitere Behandlung äthiopischstämmiger Frauen mit dem Medikament, wenn diese über die Auswirkungen nicht ausreichend aufgeklärt werden könnten. Vor einigen Wochen wurde im israelischen Fernsehen eine Dokumenation über 35 Migrantinnen ausgestrahlt. Diese berichteten, bereits in israelischen Krankenhäusern in Äthiopien oder spätestens in Transit-Lagern in Israel mit Depo-Provera behandelt worden zu sein - selbst dann, wenn sie das ausdrücklich nicht gewollt hätten. (red/DER STANDARD, 28.1.2013)


Zitat
Und das praktizieren gerade Nachkommen der HC Generation, man fasst es nicht.


http://derstandard.at/1358304837897/Wirb...ritze-in-Israel





Und das praktizieren gerade Nachkommen der HC Generation, man fasst es nicht Das kann nur jeder anständige Mensch auf der Welt verurteilen!
Der in Israel rechts gerichteten Regierung ist durchaus beinahe alles zuzutrauen. Es klopft ihnen auch bekanntlich kaum jemand auf die Finger.
Und wenn doch, rechtfertigen sie ihr Handeln mit dem Argument dass Kritik keine Kritik ist, sondern etwas mit Antisemitismus zu tun hat.

 
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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#3 von Gast ( gelöscht ) , 28.01.2013 17:09

Da der Standard jüdische Eigentümer hat, kann man den Berichten auch glauben.
Man darf geschockt sein.

Gast

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#4 von Klaus Pfahl , 28.01.2013 18:03

Ich weiß nicht so recht, ich habe bei dem Thema lange gegoogelt und außer dem Bericht im Standard nichts nennenswertes gefunden. Selbst im HPF wurde das Thema gelöscht. Ich werde aber weiter am Ball bleiben.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#5 von Gast ( gelöscht ) , 28.01.2013 18:30

Gast

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#6 von Klaus Pfahl , 28.01.2013 18:38

Wenn das stimmt, dann wird es noch viel Wirbel geben. Da hilft dann auch keine Antiseminitenkeule mehr. Ich will mal ein paar israelische Blätter durchforsten, oder was im Hagalil steht.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#7 von Gast ( gelöscht ) , 29.01.2013 14:28

29. Januar 2013 12:36 Kontroverse um äthiopische Juden
Israel verbietet Zwangsverhütung.

Schwere Vorwürfe gegen israelische Gesundheitsbehörden: Sie sollen jüdischen Einwanderinnen aus Äthiopien gegen deren Willen Verhütungsmittel gespritzt haben. Jetzt untersagt die Regierung Ärzten diese Praxis - Bürgerrechtler werten das als Eingeständnis.

http://www.sueddeutsche.de/politik/kontr...innen-1.1585924


Gast
zuletzt bearbeitet 29.01.2013 14:42 | Top

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#8 von Gast ( gelöscht ) , 29.01.2013 15:17

Ich denke an die armen dunkelhäutigen Babys, die nicht auf die Welt kommen durften, weil sie so sind ,wie sie sind.
Ich denke an die Mütter, die an ihrer Gesundheit geschädigt wurden und keine Babys mehr bekommen können.

Und ich denke an ein Land, das sich rühmt die einzige Demokratie in Nahost zu sein und trotzdem solche Methoden geduldet hat.
Ein Land wie Israel müßte mit diesem Thema besonders sensibel umgehen.

http://www.h-ref.de/vernichtung/euthanasie/sterilisation.php

Gast

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#9 von Schiffskatze , 29.01.2013 16:39

Zitat von Blitz im Beitrag #4
Ich weiß nicht so recht, ich habe bei dem Thema lange gegoogelt und außer dem Bericht im Standard nichts nennenswertes gefunden. Selbst im HPF wurde das Thema gelöscht. Ich werde aber weiter am Ball bleiben.


Vllt wird das absichtlich unter die Decke gehalten? Aus Angst, dass in allen Zeitungen der Welt steht, dass Juden Methoden aus dem 3. Reich anwenden?


 
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zuletzt bearbeitet 29.01.2013 | Top

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#10 von Schiffskatze , 29.01.2013 16:44

Zitat von Gast im Beitrag #7
29. Januar 2013 12:36 Kontroverse um äthiopische Juden
Israel verbietet Zwangsverhütung.

Schwere Vorwürfe gegen israelische Gesundheitsbehörden: Sie sollen jüdischen Einwanderinnen aus Äthiopien gegen deren Willen Verhütungsmittel gespritzt haben. Jetzt untersagt die Regierung Ärzten diese Praxis - Bürgerrechtler werten das als Eingeständnis.

http://www.sueddeutsche.de/politik/kontr...innen-1.1585924





Danke für den Link, lieber Gast.

 
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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#11 von Klaus Pfahl , 29.01.2013 16:51

Ich hatte gestern mit einem Bekannten aus Haifa korrespondiert, der auch jahrelang zur See gefahren ist. Er meinte, dass diese Meldung mit dem Wahlkampf in Israel zusammen hing. Wenn schon eine israelische Zeitung selbst darüber berichtet, kann es sich nicht um eine groß angelegte Ausrottungsaktion handeln. Nur haben die Redakteure mit dieser Veröffentlichung dem Land Israel keinen Gefallen getan.
Die Parteien in Israel sind sich auch nicht grün und beißen sich gegenseitig in die Waden.

http://www.haaretz.com/print-edition/new...-women-1.496664


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#12 von Schiffskatze , 29.01.2013 17:03

Zitat von Blitz im Beitrag #11
Ich hatte gestern mit einem Bekannten aus Haifa korrespondiert, der auch jahrelang zur See gefahren ist. Er meinte, dass diese Meldung mit dem Wahlkampf in Israel zusammen hing. Wenn schon eine israelische Zeitung selbst darüber berichtet, kann es sich nicht um eine groß angelegte Ausrottungsaktion handeln. Nur haben die Redakteure mit dieser Veröffentlichung dem Land Israel keinen Gefallen getan.
Die Parteien in Israel sind sich auch nicht grün und beißen sich gegenseitig in die Waden.

http://www.haaretz.com/print-edition/new...-women-1.496664


Da es aber auch nicht dementiert wurde, ist davon auszugehen, dass die Meldung stimmt und richtig recherchiert wurde.

 
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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#13 von Klaus Pfahl , 29.01.2013 17:07

Wenn der Haaretz das schon berichtet, wird es sicherlich stimmen. Das wird noch ein richtiges Nachspiel in Israel haben. Ich bleibe weiterhin am Ball.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#14 von Gast ( gelöscht ) , 29.01.2013 17:09

Zitat



Danke für den Link, lieber Gast.



Gern geschehen, liebe Katze!

Gast

RE: Wirbel um Hormonspritze in Israel

#15 von Gast ( gelöscht ) , 29.01.2013 17:19


Gast
zuletzt bearbeitet 29.01.2013 17:24 | Top

   

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