Die zehn lästigsten Unkräuter

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 15.05.2010 01:15

Die zehn lästigsten Unkräuter


Brennessel sind im Biogarten gern gesehen - wenn sie sich nicht zu sehr ausbreiten.

„Naturgärtner hören die Bezeichnung Unkraut nicht gerne. Aber, ganz ehrlich, es gibt schon so manches Kräutlein, das einem die Haare zu Berge stehen lässt“. Und , warum manche so gut gedeihen und welche man besser wachsen lassen sollte.



1. Giersch – Erdholler (Aegopodium)

Zählt mit Sicherheit zu den lästigsten Unkräutern – breitet sich vor allem im Schatten aus und wird oft Zeigerpflanze für den Schatten genannt. Auch im humosen, sonnigen Staudenbeet wird er lästig, weil er sich durch unterirdische Ausläufer ausbreitet. Gegenmaßnahme: Boden mit Kompost versorgen und gut mulchen (Rasenschnitt, Rindendekor und Holzfasern), damit wird er locker und die Wurzeln sind leichter zu entfernen. Unter Sträuchern dicken Verpackungskarton auflegen und mit Rindendekor abdecken, dann erstickt der Giersch.



2. Schachtelhalm

Staunasse, verdichtete, saure Böden sind der Boden, auf dem der praktisch unbekämpfbare Ackerschachtelhalm gedeiht. Mit seinen Ausläufern, die bis zu 90 Zentimeter in die Tiefe gehen, ist er sogar resistent gegen die härtesten chemischen Unkrautvernichtungsmittel. Motto für die Betroffenen: „Lerne den Schachtelhalm lieben...“.



3. Zaunwinde

Immer dort, wo sie nur unter großen Schwierigkeiten zu entfernen ist, da gedeiht sie: Rosen gehören zu den bevorzugten Kletterobjekten. Sie gedeiht praktisch überall – ist also keine typische Zeigerpflanze. Im humosen, lockeren Boden sind die endlosen Wurzeln aber zu entfernen. Karton hilft auch hier.



4. Vogelmiere

Die Zeigerpflanze für gesunden, humosen, lockeren Boden – oft tritt sie in Begleitung mit einer Kompostgabe auf. Man kann den „Heanadarm“, wie er landläufig genannt wird, zum „Fressen“ gern haben, denn er ist ein köstlicher Salat. Dennoch: Mit einer dünnen Mulchschicht ist er schon eingedämmt – also ganz leicht zu bekämpfen.



5. Weißwurz

Die Quecke gehört auch zu den lästigen Unkräutern, vor allem dann, wenn sie sich – trickreich – im Rasen ansiedelt und von dort die Beete erobert. Sie ist dann kaum zu bekämpfen. Regelmäßiges Ausrupfen sorgt aber doch für eine Wachstumsbremse. In Extremfällen kann auch der Karton als Mulch den Ausbreitungsdrang bremsen.



6. Roter Klee

In den letzten Jahren ist er besonders lästig geworden – so schön er ist, er wird zur Plage, denn nach den kleinen, entzückenden gelben Blüten bilden sich Samenstände, die bei der geringsten Berührung aufspringen, und schon ist in der ganzen Umgebung das Saatgut verteilt.



7. Kriechender Hahnenfuß

Eine typische Zeigerpflanze für einen verdichteten und staunassen Boden, der eher kalkhaltig ist. Hat auch einen gewaltigen Ausbreitungsdrang, kann aber bei regelmäßiger Kompostgabe und der damit verbundenen lockeren Erde relativ leicht entfernt und in Schach gehalten werden. Mulchen hilft auch hier.



8. Hirse

Gerade in den letzten Jahren macht sich auf Rasenflächen, aber auch in Pflasterfugen und teilweise auch in Beeten die Hirse breit. Dieses einjährige Unkraut taucht erst auf, wenn die Bodentemperatur über 15–20 Grad liegt. Entweder (mühsam) mit der Hand ausreißen, Nicht-Biogärtner nehmen für den Rasen das Unkrautvernichtungsmittel „Puma“, das als eines der wenigen dieses extrem robuste Kraut vernichtet.



9. Distel

Tritt auf allen Standorten auf und ist so anpassungsfähig, dass sie sowohl auf ganz trockenen als auch auf ganz humosen Böden auftaucht. Wer rechtzeitig (vor der Blüte und Samenreife) die Disteln entfernt, kann das Problem relativ leicht in den Griff bekommen.



10. Brennnessel

Dürfte eigentlich gar nicht auf der Liste der Unkräuter stehen, so wertvoll ist diese Pflanze. Sowohl als Spinat in der Küche als auch als Grundlage für die Kräuterjauchen ist diese Pflanze im Biogarten gern gesehen. Kommt auf humosen, nährstoffreichen Böden vor. Der Ausbreitungsdrang sollte aber doch in Grenzen gehalten werden. Zum Mulchen kleingeschnittene, nicht samentragende Brennnesseln verwenden.


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Die zehn lästigsten Unkräuter

#2 von Waldveilchen , 13.08.2011 10:25

Die Nummer 8 das ist Hirse? Das wusste ich bisher ja noch gar nicht! Dieses Unkraut wächst sehr viel in meinem hinteren Gemüsegarten. Der ist aber eher als Feld zu bezeichnen.

Ich sollte mal diese Hirse blühen und Früchte tragen lassen, das wäre interessant.

Danke Schimmerlos! Hier lerne ich ja sogar noch was dazu.

 
Waldveilchen
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RE: Die zehn lästigsten Unkräuter

#3 von Laura , 14.08.2011 18:34

Ich vermute, dass Hirse mit dem Vogelfutter eingeschleppt wurde. Diese Körner werden doch in Afrika zu Brei verarbeitet.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
Laura
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RE: Die zehn lästigsten Unkräuter

#4 von Gast ( Gast ) , 14.08.2011 19:31

Auch die Vegetarier essen gerne Hirse-Hirsesuppe-Hirsebrei, der Letztere kommt sogar im Märchen vor.
Soll sehr gesund sein.

Ob diese Unkrauthirse eine echte Hirse ist, kann ich nicht sagen.

Gast

RE: Die zehn lästigsten Unkräuter

#5 von Waldveilchen , 14.08.2011 20:35

Ich hab in früheren Jahren auch oft Hirsebrei gegessen.

Schmeckt nicht besonders, aber ist super gesund. Vor allem für Haare, damit die nicht ausfallen, für starke Fingernägel und für die Knochen allgemein. Hirse ist billig und eines der gesündesten Getreide überhaupt.

 
Waldveilchen
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