RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#16 von Schiffskatze , 05.10.2013 08:54

Ich kopiere mal meinen facebook-Beitrag rein:

Beim Hirntod wird nur untersucht, ob die Gehirnfunktion erloschen ist. Nicht, ob die Zellen tatsächlich abgestorben sind. Das Gehirn eines Hirntoten ist immer noch in der Lage, Körpertemperatur oder Urinausscheidung zu regulieren. Mit den feinsten Messinstrumenten lässt sich nachweisen, ob der Hirntote auf Schmerz reagiert.
Im Körper ist also noch lange nicht Feierabend, auch wenn auf der Intensiv-Station eine Null-Linie durch den Monitor zieht. Es dauert noch eine ganze Weile, bis Feierabend ist. Herz, Gehirn, Leber, Lunge, Nieren, Muskeln - das ist die Reihenfolge des Absterbens. Erst nach 8 Stunden sind alle Energiereserven verbraucht.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#17 von Lilly , 05.10.2013 17:06

Ich finde es gut, dass die Krankenkassen Organspendeausweise verschickt. Die Schenninger Kasse hat damit angefangen. Warte auf BEK. Ich unterschreibe sofort. Wenn durch mehrere Ärzte festgestellt wird, dass der Mensch verstorben ist, ist es doch gut, wenn man helfen kann.

MfG
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#18 von Schiffskatze , 05.10.2013 17:35

Zitat von Lilly im Beitrag #17
Ich finde es gut, dass die Krankenkassen Organspendeausweise verschickt. Die Schenninger Kasse hat damit angefangen. Warte auf BEK. Ich unterschreibe sofort. Wenn durch mehrere Ärzte festgestellt wird, dass der Mensch verstorben ist, ist es doch gut, wenn man helfen kann.

MfG
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Einem Empfänger nützt ein totes Organ nichts.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#19 von kritisches_Auge , 06.10.2013 19:57

Das stimmt nicht ganz, Schiffskatze, es kommt wohl allerdings darauf an, was man als Organ versteht.
Einer Bekannten wurde noch nach dem Tod die Hornhaut entnommen, ich war in Biologie immer schlecht, wahrscheinlich ist die Hornhaut eben kein Organ.
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Der Mensch ist für mich kein Ersatzteillager.

 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#20 von Klaus Pfahl , 06.10.2013 20:21

Wenn von einem halbtoten Menschen ein Organ entnommen wurde und per Schnellexpress von A nach B verschickt wird, dann ist es von der Durchblutung getrennt und kann trotzdem weiter verwendet und implantiert werden. Ist der Mensch endgültig gestorben, und es werden ihm die Organe sofort nach dem Exitus entnommen, dann kommt es doch auf das selbe heraus, oder?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#21 von Gulliver , 06.10.2013 20:29

Meine Organe gehören mir, nichts mit Organspende.
Man macht per Notar eine Widerspruchsverfügung und schon geht gar nichts mehr.
Kein Mensch weiß, ob ein Mensch wirklich tot ist, auch wenn keine Gehirnströme mehr festgestellt werden können.
Das Sterben ist ein langsamer Prozess, der nicht unbedingt durch Maschinen festgestellt werden kann.
Nicht umsonst müssen Verstorbene einige Stunden unberührt bleiben, bis der Amtsarzt den Tod feststellt.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#22 von Schiffskatze , 07.10.2013 07:52

Zitat von kritisches_Auge im Beitrag #19
Das stimmt nicht ganz, Schiffskatze, es kommt wohl allerdings darauf an, was man als Organ versteht.
Einer Bekannten wurde noch nach dem Tod die Hornhaut entnommen, ich war in Biologie immer schlecht, wahrscheinlich ist die Hornhaut eben kein Organ.
Ansonsten kann ich mich nur wiederholen: Der Mensch ist für mich kein Ersatzteillager.



Was stimmt an meinem Satz nicht? Ein totes Organ nützt wirklich niemandem etwas.
Eine Leber, Niere oder Herz kann nicht stundenlang im toten Körper verbleiben, wenn sie noch für jemanden gespendet werden soll. Das betreffende Organ ist dann nutzlos.

Ich drücke es mal ganz krass aus:
Während des Sterbens werden die Organe entnommen, und nicht erst nach dem Tod.
Den Begriff "Hirntod" hat man eigens dafür erfunden, um Organe entnehmen zu dürfen. Aber endgültig tot ist man erst Stunden danach.
- Logisch, dass für mich eine Organspende niemals in Frage kommt.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#23 von Gulliver , 07.10.2013 14:12

Ich würde es gar nicht wollen, ein fremdes Organ von einem angeblich toten Menschen in mir zu tragen, es würde mich psychisch belasten.
Sterben müssen wir alle, der eine früher, der andere später.
Gegen Lebendspenden habe ich nichts einzuwenden.
Nieren oder Teile der Leber.

 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#24 von Schiffskatze , 07.10.2013 15:39

Zitat von Gulliver im Beitrag #23
Ich würde es gar nicht wollen, ein fremdes Organ von einem angeblich toten Menschen in mir zu tragen, es würde mich psychisch belasten.
Sterben müssen wir alle, der eine früher, der andere später.
Gegen Lebendspenden habe ich nichts einzuwenden.
Nieren oder Teile der Leber.



Ich würde sofort eine Niere spenden, erst recht bei einem nahen Angehörigen.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#25 von kritisches_Auge , 07.10.2013 15:50

Ich schließe mich Gulliver an.

 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#26 von Gulliver , 07.10.2013 16:06

Zitat von kritisches_Auge im Beitrag #25
Ich schließe mich Gulliver an.


 
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RE: Krankenkassen verschicken Organspendeausweise

#27 von Klaus Pfahl , 09.10.2013 23:59

Es würde schon genügen, wenn bei einer Organspende von den Kliniken die Bestattungskosten übernommen werden würden, denn so ein gsundes Herz oder Leber werden mit mehreren tausend Euro gehandelt.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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