Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#1 von Gast ( gelöscht ) , 25.08.2012 17:20

Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

Im Kölner Zoo ist es am Samstag zu einem tragischen Zwischenfall gekommen. Ein Tiger fiel eine Pflegerin an und verletzte die Frau tödlich. Hatte es erst geheißen, der Unfall sei durch ein nicht richtig verschlossenes Sicherheitsschleuse passiert, ließ die Zoodirektion später durchblicken, die Pflegerin hätte sich - unerlaubt - im Gehege aufgehalten. Nach dem Angriff der Raubkatze wurde der Zoo sofort geschlossen, ein Großaufgebot der Polizei rückte zum Schutz der Besucher an. Inzwischen hatte allerdings der Leiter des Tiergartens den Sibirischen Tiger bereits erschossen.



http://orf.at/stories/2137412/2137413/

Zitat
Wiedereinmal zeigt sich, dass Raubkatzen in Zoos nichts verloren haben.
Tiere, die ständig in Gefangenschaft leben müssen, schlagen einmal zurück.
Warum das Tier erschossen wurde, das zu den seltensten der Welt gehört, geht mir nicht ein.

Gast

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#2 von Klaus Pfahl , 25.08.2012 17:25

Auch Menschenaffen gehören nicht in Gefangenschaft. Allerdings wäre so manche Tierart bereits ausgestorben, wenn es keine Nachzuchten in den Zoos gäbe.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#3 von Schiffskatze , 28.08.2012 15:58

von maxikatze » Mo 27. Aug 2012, 14:16

Auf der fb-Seite des Kölner Zoos:

Zitat

Wir können verstehen, dass viele über den Tod des Tigers entrüstet sind, aber nach Abwägung der Situation vor Ort und in Absprache mit der Polizei blieb uns leider keine andere Wahl als den Tigerkater zu erschießen, denn er befand sich immer noch im Gehege mit unserer Kollegin und da wir zu dem Zeitpunkt noch hoffen konnten, dass die Kollegin vielleicht nur verletzt ist, mussten wir diese auch für...uns extrem schwere Entscheidung treffen, um sie sicher bergen zu können. Mit Betäubungspfeilen konnten wir auf Grund der örtlichen Situation nicht arbeiten. Zudem kam es auf jede Sekunde an und auch anderenfalls hätten wir nicht warten können und dürfen, bis ein Narkotika Wirkung zeigt. Bitte glauben Sie uns, dass wir uns diese Entscheidung ganz bestimmt nicht leicht gemacht haben und wir auch um unseren Tiger trauern!
Traurige Grüße aus dem Zoo



Nicht wenige Tierliebhaber waren der Ansicht, ein Betäubungspfeil hätte für den Tiger ausgereicht, um zur Schwerverletzten zu gelangen. Dem ist nicht so. Es würde viel zu viel kostbare Zeit vergehen, bis der Tiger in Narkose verfällt. Deswegenhat der Zoodirektor richtig gehandelt.
Es ist keinem Erste Hilfe-Team zuzumuten zur Schwerverletzten ins Tigergehege reinzugehen, wenn der Tiger dort noch frei herumläuft. Es kam auf jede Sekunde an um das Leben der Reviertierpflegerin zu retten. Nur das scheint den empörten Leuten nicht klar zu sein, wenn man sich die Kommentare auf fb durchliest. - Wie hätten sie selbst gehandelt, wenn sie mit ansehen müssten, dass die Frau den Tag nicht überlebt? Wie hätten sie das den Angehörigen erklärt, wenn sie anders als der Zoodirektor gehandelt hätten?

 
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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#4 von Klaus Pfahl , 28.08.2012 16:22

Das ist schon klar, dass der Zoodirektor nicht anders handeln konnte. Es ist nur schade um dieses schöne Tier und natürlich in erster Linie um die Tiepflegerin. Das zeigt wieder einmal, dass Routine am Arbeitsplatz fatale Folgen nach sich ziehen kann. Auch an Bord hatte es in der Vergangenheit durch "routinierte Nachlässigkeit" zu folgenschweren Unfällen geführt.


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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#5 von Gast ( gelöscht ) , 28.08.2012 19:12

Der Zoodirektor musste ein Gewehr holen, genauso schnell hätte er ein Betäubungsgewehr herbeischaffen können.
Die Frau hat leichtsinnig gehandelt.
Man muss sich fragen, warum der Tiger sie angegriffen hat?
Hatte er schlechte Erfahrungen mit ihr gemacht?
Alle Schuld dem Tiger zuzuschieben, ist nicht richtig.

Gast

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#6 von Klaus Pfahl , 28.08.2012 19:47

Der Zoodirektor war aber in der Annahme, dass die Frau noch lebte. Die Betäubung hätte zu spät ihre Wirkung gezeigt. In der Zeit hätte der Tiger noch einige Male zubeißen können. Normalerweise ist der Fangbiss einer großen Raubkatze sofort tödlich. Die Frau hat wegen ihrer Nachlässigkeit Pech gehabt. Vielleicht hätte man den Tiger mit einem Hund ablenken können um ihn in der Zeit dann zu betäuben. Dazu fehlte aber die Zeit.


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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#7 von Gast ( gelöscht ) , 28.08.2012 19:57

Warum vertraut man einer Frau ein Tigergehege an?
Fehler Nr. 1

Man sollte sie mit den Meerschweinchen schmusen lassen.

Gast

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#8 von Klaus Pfahl , 28.08.2012 20:08

Wildtiere bleiben immer wild und unberechenbar. Tiger fallen ihre Beute grundsätzlich stets von hinten an. Hätte sie eine Gesichtsmaske an ihrem Hinterkopf getragen, wäre nichts passiert. So laufen die Inder in Tigergebieten herum, wenn sie im Schilf auf Fischfang gehen.
In Berlin ist vor über 30 Jahren ein Elefantenpfleger Opfer seines Übermutes geworden. Er hatte vor dem Publikum das Tier mit einem Haken traktiert. Der Elefant hatte dann kurzen Prozess gemacht.


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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#9 von Gast ( gelöscht ) , 28.08.2012 20:11

Vielleicht passte etwas am Geruch nicht, Tigermann und Menschenfrau.
Was für ein Leichtsinn.
Das Tier war unschuldig, das ist meine Meinung.

Gast

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#10 von Klaus Pfahl , 28.08.2012 20:15

Tiere sind immer unschuldig. Dafür ist dem Menschen der Verstand gegeben. Stellt sich nur die Frage, ob ein Tier bei Menschen den Unterschied zwischen Mann und Frau erkennen kann. Ich glaube nicht.


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aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#11 von Gast ( gelöscht ) , 28.08.2012 20:25

An der monatlichen Regelblutung sicherlich.
Hunde sind in solchen Fällen besonders zutraulich, Tiger eben nicht.
Sie werden dem Tier noch seine letzte Würde nehmen und es in 100 Teile zerlegen und der Presse dann ein Schauermärchen erzählen.
Das Fell , oder das ausgestopfte Tier werden bei irgendeinem Großkotz landen.


Gast
zuletzt bearbeitet 28.08.2012 20:38 | Top

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#12 von Klaus Pfahl , 28.08.2012 20:34

Wahrscheinlich wird das schöne Tier präpariert und ausgestopft werden. Dann sollte er an Höchstbietende versteigert werden. Zoos brauchen immer Geld.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#13 von Gast ( gelöscht ) , 28.08.2012 20:39

Und dann sollte es Proteste geben, wie bei Bruno, dem Bären.
Die Deutschen sind da erfinderisch.

Gast

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#14 von Laura , 28.08.2012 20:51

Zitat von Gast im Beitrag #1
Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

Im Kölner Zoo ist es am Samstag zu einem tragischen Zwischenfall gekommen. Ein Tiger fiel eine Pflegerin an und verletzte die Frau tödlich. Hatte es erst geheißen, der Unfall sei durch ein nicht richtig verschlossenes Sicherheitsschleuse passiert, ließ die Zoodirektion später durchblicken, die Pflegerin hätte sich - unerlaubt - im Gehege aufgehalten. Nach dem Angriff der Raubkatze wurde der Zoo sofort geschlossen, ein Großaufgebot der Polizei rückte zum Schutz der Besucher an. Inzwischen hatte allerdings der Leiter des Tiergartens den Sibirischen Tiger bereits erschossen.



http://orf.at/stories/2137412/2137413/

Zitat
Wiedereinmal zeigt sich, dass Raubkatzen in Zoos nichts verloren haben.Tiere, die ständig in Gefangenschaft leben müssen, schlagen einmal zurück.
Warum das Tier erschossen wurde, das zu den seltensten der Welt gehört, geht mir nicht ein.



Immerhin leben durch Nachzüchtungen in Zoos über 1000 Exemplare dieser seltenen Raubtierart, währen es in freier Wildbahn nur noch ca.200 sibirische Tiger gibt. Von daher ist die Zoohaltung schon gerechtfertigt. In Gefangenschaft gehaltene Tiere müssen immer beschäftigt werden, damit deren Dasein erträglich ist. Außerdem sollten nach und nach einzelne Exemplare wieder ausgewildert werden.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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zuletzt bearbeitet 28.08.2012 | Top

RE: Raubkatze vom Zoodirektor erschossen

#15 von GG146 , 28.08.2012 20:51

Zitat von Blitz im Beitrag #10
Tiere sind immer unschuldig. Dafür ist dem Menschen der Verstand gegeben. Stellt sich nur die Frage, ob ein Tier bei Menschen den Unterschied zwischen Mann und Frau erkennen kann. Ich glaube nicht.


Delphine können durch ihr Sonar sogar erkennen, wenn eine Frau schwanger ist.

 
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