RE: wir können auch anders

#31 von GG146 , 02.11.2014 17:36

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
Negativzinsen

Wer spart, muss zahlen!

Die ersten Banken verlangen jetzt Strafzinsen auf Sparguthaben. Wie absurd ist das denn?

(...)

Was wie ein schlechter Scherz klingt, ist für ihre vermögenden Kunden seit dem 1. November bitterer Ernst: Wer mehr als 500.000 Euro auf einem Tagesgeldkonto der Bank hat, erhält dafür nicht etwa Zinsen – nein, stattdessen ist eine Strafgebühr von 0,25 Prozent fällig. Erstmals in Deutschland bringt ein Tagesgeldkonto ganz normalen Kunden keine Zinsen, kein Geld mehr ein. Sondern es kostet sie Geld.

(...)



http://www.faz.net/aktuell/finanzen/mein...k-13242587.html


>> Die Vermögenssteuer kommt! Wurde ja auch Zeit, dass die Banken offen Politik betreiben, nachdem wir sie vor ein paar Jahren schon mit Steuergeldern als "systemrelevant" den Arsch retten mussten. Blöd bloß, dass diese Art der Vermögenssteuer dem Bundesbürger überhaupt keine Vorteile einbringen wird. <<

Wenn über mehr als 30 Jahre hinweg die Reallöhne stagnieren und zeitweilig sinken, während sich die Privatvermögen mit Schwerpunkt auf den ganz großen Haufen vervielfachen, gibt es eben irgendwann nicht mehr genug solvente Zins- und Mietenzahler zur Bedienung dieser Vermögen.

Die Liberalen haben in der ganzen Epoche der massiven Vermögensverdichtung jede noch so perfide Sabotage am Sozialstaatsprinzip mit dem Verweis auf die Marktgesetze legitimiert. Wenn ausgerechnet diese Leute jetzt über die Folgen des Überangebots an Kapital jammern, ist das einfach nur unfreiwillige Satire.

 
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RE: wir können auch anders

#32 von GG146 , 05.11.2014 18:45

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
Mittwoch, 5. November 2014

"Bild"-Zeitung entlarvt GDL-Chef Claus Weselsky als Dämon aus der Niederhölle



Berlin (dpo) - Viele haben es schon seit Längerem vermutet, nun herrscht Gewissheit: Claus Weselsky ist offenbar ein Dämon, der von Luzifer persönlich aus der 7. Niederhölle gesandt wurde, um Stillstand und Verderben über die Menschheit zu bringen. Das berichten übereinstimmend und in gewohnt sachlicher Manier Bild, B.Z., Berliner Kurier und die Hamburger Morgenpost in ihren morgigen Ausgaben.

(...)



http://www.der-postillon.com/2014/11/bil...chef-claus.html


>> Das wir Regeln überdenken müssen, steht außer Frage. Nur zur Zeit mach eine kleine Gewerkschaft das Drecksgschäft, für das sich unsere "Harry Tisch Gewerkschaften" zu fein sind. <<

Die großen Gewerkschaften sind sich für nichts zu fein.

Die sind einfach nur korrupt und wirken auf der Seite der Arbeitgeber am Großprojekt "Billiglohnstandort Deutschland" mit. Gewerkschaftbonzen wie Hansen und Hartz beziehen dann auch noch fette Vorstandsposten auf der Arbeitgeberseite.

Mit der Unterstützung aller Medien - Großunternehmer und des Parteienfunks funktioniert das auch noch. Die deutschen Billiglöhner und zukünftigen Billiglöhner (zusammen fast alle) solidarisieren sich mit den Milliardären und Multimillionären im Kampf gegen die kleine Gruppe, die sich nicht freiwillig zu Spottbilliglöhnern und Aufstockern degradieren lassen will.

 
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RE: wir können auch anders

#33 von GG146 , 06.11.2014 17:50

Die deutschen Bahn - Billiglöhner im europäischen Vergleich:



... und die Gründe für den (gerechten) Zorn der GDL auf die DGB - Gewerkschaft EVG (ehemals Transnet):

Zitat
Bahnstreik – Ich bin ein GDL-Versteher!

(...)

Seit den 1990ern tobte in der Politik ein mit harten Bandagen geführter Kampf um die Privatisierung der Deutschen Bahn. Auf gewerkschaftlicher Seite spielte dabei vor allem die DGB-Gewerkschaft Transnet eine führende und durchaus unrühmliche Rolle. Transnet war damals – was für eine Arbeitnehmervertreterin durchaus ungewöhnlich ist – eine, wenn nicht sogar die, führende Befürworterin einer Teil- bzw. Kapitalprivatisierung der Deutschen Bahn. Der damalige Transnet-Vorsitzende Norbert Hansen versuchte sogar alles mögliche, um seine Partei, die SPD, von den Privatisierungsplänen des damaligen Bahnchefs Hartmut Mehdorn zu begeistern.

(...)

Zum großen Zusammenstoß mit der GDL kam es 2007, als Transnet einen Tarifvertrag mit der Deutschen Bahn unterzeichnete, der es der Bahn gestattete, über fragwürdige Vertragsbedingungen neue Lokführer zu Stundenlöhnen von 7,50 Euro einzustellen. Nicht die „Lokführergewerkschaft“, sondern Transnet war laut Vertrag für diese „Lokführer zweiter Klasse“ verantwortlich, die formaljuristisch als „Mitarbeiter mit eisenbahnspezifischer Ausrichtung“ bezeichnet wurden.

Dieser Frontalangriff weckte jedoch die Kampfeslust der GDL. Durch einen langwierigen Arbeitskampf konnte die GDL 2008 ihren ersten großen Sieg erringen und musste von der Deutschen Bahn in einem eigenständigen Tarifvertrag als vollwertige Arbeitnehmervertreterin anerkannt werden. Im gleichen Jahr unterzeichnete die Konkurrenz von Transnet ihren moralischen Offenbarungseid – der Gewerkschaftsvorsitzende Norbert Hansen wechselte ohne jegliche Übergangszeit mit fliegenden Fahnen die Seiten und heuerte im Vorstand der Deutschen Bahn AG als neuer Arbeitsdirektor an. Der Gewerkschafter, der zuvor seine Kollegen an die Deutsche Bahn verraten hatte, kassierte nun auf der Arbeitgeberseite seinen Judaslohn. Für die nicht einmal zwei Jahre, die er im Vorstand der Deutschen Bahn AG verbrachte, überwies ihm das Staatsunternehmen inkl. Abfindung stolze 3,3 Millionen Euro.

(...)



http://www.nachdenkseiten.de/?p=23772

 
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RE: wir können auch anders

#34 von GG146 , 08.11.2014 23:48

;)

 
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RE: wir können auch anders

#35 von GG146 , 03.12.2014 14:34

Auf Facebook gesehen und kommentiert:



>> Das zukünftige Glück des Volkes ist doch den Sozialisten egal! Macht heute - mehr zählt nicht. <<

Was auch immer Sozialisten mit der deutschen Wirtschaft angestellt hätten, wenn sie in den vergangenen 40 Jahren die Möglichkeit dazu gehabt hätten - mit den Spottzinsen für Staatsanleihen haben sie definitiv nichts zu tun. Tatsächlich haben nämlich nur Konservative und neoliberale Pseudo - Sozialdemokraten die Strippen gezogen und die Früchte des gesamten Wirtschaftswachstums auf wenige große Haufen geschaufelt.

Wenn aber über einen so langen Zeitraum die Masseneinkommen stagnieren und die größeren Vermögen sehr stark wachsen, gibt es irgendwann ein Überangebot an Kapital bzw. zu wenige solvente Zins- und Mietenzahler. Die alleinigen Verursacher der globalen Finanzkrise - Konservative und Liberale - jammern jetzt, zeigen mit ausgestrecktem Zeigefinger auf irgendwelche imaginären Sozialisten und schreien "haltet den Dieb".

Blöder geht`s wirklich nicht mehr, das durchschaut irgendwann unabhängig vom Bildungsstand jeder Normalbürger. Und dann gibt es neue Mehrheiten und eine neue Chance für die echten Sozialisten, etwas anderes als den alten Murks abzuliefern.

Bei diesem 2. Experiment bin ich allerdings auch nicht sehr optimistisch.

 
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RE: wir können auch anders

#36 von Klaus Pfahl , 03.12.2014 16:27

Jedes Wort ein Volltreffer!!!!


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: wir können auch anders

#37 von GG146 , 09.05.2015 21:09

So so ...



Kommt auch nicht oft vor, dass jemand sich auf der Autobahn von Lokomotivführern angedrängelt fühlt. Da sollte die Bildzeitung sehr auf Quellenschutz achten, sonst bekommt ihr Informant noch eine Vorladung zur MPU ...

 
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RE: wir können auch anders

#38 von Schiffskatze , 21.05.2015 09:54

Stünden die Lokführer nicht voll und ganz hinter ihrer GdL, wäre der Streik längst beendet. Es geht nicht um das Ego von Claus Weselsky, sondern um die Durchsetzung berechtigter Forderungen der Lokführer.
Vorerst ist der Streik beendet. Beide Streitparteien, die Bahn und die GdL, einigten sich auf ein Schlichtungsverfahren. Ob das Schlichtungsverfahren scheitert oder deutliche Verbesserungen für die Lokführer durchgesetzt werden, bleibt wieder abzuwarten.
http://www.dw.de/lokf%C3%BChrer-beenden ... ch-346-rdf


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RE: wir können auch anders

#39 von Schiffskatze , 21.05.2015 10:01

Zitat von Blitz im Beitrag #36
Jedes Wort ein Volltreffer!!!!




Auch gestern bei Anne Will bekam sie für ihre Position um TTIP von allen anderen Gesprächsteilnehmern vom Publikum den meisten Applaus.


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RE: wir können auch anders

#40 von lei , 21.05.2015 13:38

@schiffskatze,

auf der einen seite steht die gdl und ihre lockführer,
die andere seite ist die "bahn".

was aber vergessen wird, das hinter der bahn aktionäre stehen,
die ohne arbeit geld verdienen wollen, und die sind mit sicherheit
nicht erbaut davon, auch nur einen cent mehr auszugeben als nötig.

 
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RE: wir können auch anders

#41 von GG146 , 22.05.2015 00:56

Zitat
das hinter der bahn aktionäre stehen,
die ohne arbeit geld verdienen wollen



Diese speziellen Aktionäre verdienen sowieso viel Geld ohne Arbeit und brauchen dafür nicht mal ihre Aktien. Die Bahn gehört nämlich zu 100 % dem Bund und deutsche Politiker nehmen sich sowieso, was sie haben wollen. ;)

 
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RE: wir können auch anders

#42 von Schiffskatze , 22.05.2015 08:19

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) ist der bestellte Schlichter. Ich denke, dass die GdL mit dieser Besetzung nicht schlecht dabei fährt. Ist es doch die Linke, die am ehesten die Arbeitnehmerinteressen vertritt.


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zuletzt bearbeitet 22.05.2015 | Top

RE: wir können auch anders

#43 von GG146 , 05.07.2015 20:02

Zu der Homepage "wir können auch anders" gibt es jetzt ein ganz neues Forum (wo man sich selbst freischalten kann):

http://wir-koennen-auch-anders.phpbb8.de/

Wer nicht möchte, dass das Thema einschläft, kann da ja mal guten Tag sagen. :)

 
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#44 von GG146 , 15.10.2015 16:31

In der Facebook - Gruppe Vereinbarkeit von Familie und Beruf / Kinderbetreuungsbörse Wigwam 1994 gesehen und kommentiert:

Zitat
Mission Arbeitswelt ändern – Die alten Zöpfe müssen ab.
Kennen Sie das? Das alte Kleid passt nicht mehr - das neue wurde noch nicht geliefert, und es findet sich auch noch nichts im Schrank was dazu passen könnte. Dazwischen liegen Prozesse, denen man staunend oder ängstlich seinen Lauf lassen kann. Stur auf der Bremse stehen, wird jedenfalls nicht helfen.

Überzeugungsarbeit ist anstrengend, aber zuweilen kommt einem der Zeitgeist spielend zu Hilfe. Eine wunderbare Reportage, die ich allen nur empfehlen kann. Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist längst eingebettet in einen viel größeren Kontext: Vereinbarkeit von Beruf und Leben.

Hieß es vor Jahrzehnen noch: Frau Müller zum Diktat :) , oder wie die in der Reportage vorgestellte junge Vortragende, Steffi Burkhard, aus ihren ersten Berufserfahrungen in einem großen Unternehmen erzählt: "Frau Burkhard benutzen Sie bitte den Handlauf (Treppengeländer), wenn Sie nach unten gehen", hat die neue Generation andere Ansprüche an ihr Arbeitsleben. Und diese Ansprüche treffen aktuell auf ziemlich fruchtbaren Boden, denn der Fachkräftemangel ist schon da! 6,5 Mio. Arbeitnehmer sollen im Jahr 2025 dem Arbeitsmarkt fehlen. Und wer als Unternehmer da zu spät kommt, den bestrafen irgendwann gähnend leere Büroräume.

Und dennoch: Ein großer Teil der Beschäftigten von heute macht noch immer Dienst nach Vorschrift, und jeder fünfte Mitarbeiter soll lt. Studien seinem Arbeitsleben gegenüber destruktiv eingestellt sein. Die Hauptgründe, die dafür genannt werden, sind neben einem miesen Führungsstil, die schlechte Ausstattung am Arbeitsplatz, aber auch verkrustete innerbetriebliche Strukturen, aufrecht erhalten von ebenso verkrusteten Vorgesetzten, die u.a. allein aus der Dauer ihrer Dienstzeit oder dem ihnen einmal verliehenen "Pupskissen" einen Anspruch auf Gehorsam an die nächste Generation ableiten. Kommt nicht so gut :) . Wie hartnäckig sich solche Strukturen trotz unaufhaltsamem Wandel in diesem Land halten können, sehen wir an landauf landab völlig untüchtigen Verwaltungsapparaten, die eigentlich fast nichts Kreieren außer neue Bremsklötze.

Wie kommt es, dass ein Großteil der nachwachsenden Generation sich ungeschriebenen Regeln und deutlich zur Schau getragenen Werten nicht mehr bedingungslos anschließen möchte; dieser Frage geht die Reportage auf sehr anschauliche Weise nach. Das demokratische Verständnis übertragen sie in ihr eigenes Leben; es überholt die pedantische Ordnung, den unterwürfigen Gehorsam, die Aufopferung für den Betrieb auf Kosten der eigenen Bedürfnisse, der Freude am Tun bis hin zur Gefährdung der eigenen Gesundheit. Und von daher kann man mit ziemlicher Sicherheit annehmen, dass eine gelingende Vereinbarkeit von Beruf und Familie schon bald nur noch ein Baustein des kommenden Wertewandels sein wird; auf jeden Fall aber wird es nichts mehr sein, was mühselig dem Arbeitgeber abgerungen werden muss. Und darauf freue ich mich ganz besonders!

Ich mag diese Generation, die auf Vielfalt und Mitbestimmung setzt, und die irgendwann auch die Drohung, den Job deswegen einmal wechseln zu müssen nicht mehr schrecken kann. Im Beitrag wird es auf den Punkt gebracht:

Es geht um Augenhöhe statt stumpfsinniger Hierarchie.

Die Arbeit muss Sinn und Spaß machen!

Diese Reportage zeigt auf anschauliche Weise, dass diese Wünsche nicht begrenzt bleiben auf innerbetriebliche Abläufe. Der Wandel setzt sich fort, in der Form, dass materielle Werte ebenfalls infrage gestellt werden. Und damit wäre auch der reinen Profitgier der Kampf angesagt, die echter Anerkennung zunehmend weichen müsste. Und wenn ich das in den Unternehmen nicht bekomme, dann mache ich mich eben selbständig. Das Risiko zu scheitern wird zunehmend als geringeres Übel oder gar als persönliche Herausforderung empfunden.

Die Definition von Arbeit kann und wird nicht so bleiben. Die neue Generation will nicht mehr buckeln und ranglotzen. Verbunden mit den Möglichkeiten der digitalen Welt wird am Ende das Ergebnis zählen, ganz losgelöst vom Fleißigen, der noch mit maximaler Anwesenheitszeit glänzen konnte. Ein schönes Beispiel dafür sehen Sie ab Minute 2.20 bei der Firma Bosch und deren Forschungscampus Renningen. Hier investiert man ernsthaft in eine neue Arbeitskultur. Und wenn man dem vorgestellten Material trauen kann, unterscheiden sich die Gedankengänge dort doch erheblich von dem was in silicon valley so mehr nach "Work is no longer a place; it's my home" riecht.

An dem Zitat von Robert Schumann "Das Talent arbeitet, das Genie schafft" war schon immer was dran!

herzliche Grüße
Susanne Rowley

http://www.swr.de/betrifft/betrifft-raus...532n/index.html




>> Verbunden mit den Möglichkeiten der digitalen Welt wird am Ende das Ergebnis zählen, ganz losgelöst vom Fleißigen, der noch mit maximaler Anwesenheitszeit glänzen konnte. <<

Das ist allerdings sehr weit überfällig. Wenn man den Abschied vom blinden Gehorsam gegenüber dekadenten Nieten in Nadelstreifen als nette Zukunftsperspektive sieht und auf eine zu lange Bank schiebt, versenkt die Gemeinde der bundesdeutschen Totalversager und A .... cher mit Macht in Politik und Wirtschaft womöglich noch vor durchgreifenden Strukturreformen den hiesigen Massenwohlstand vollständig.

Dass unsere großkopferten Blindgänger das destruktive Potential dazu haben, stellen sie tagtäglich unter Beweis, siehe BER, Elbphilharmonie usw. und vor allen Dingen Volkswagen.

 
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RE: wir können auch anders

#45 von GG146 , 09.12.2015 09:24

Die Spende von 99 % des Zuckerberg - Vermögens ruft Zweifler auf den Plan:

Zitat
Mark Zuckerbergs PR-Coup

Die “Spenden” der Reichen

(...)

Genau in diese selbst geschlagene Bresche springen nun Unternehmen und Unternehmer wie Gates, Zuckerberg, Facebook oder Google und leiten damit das fin de siècle der Sozialstaatsidee ein. Statt hoher Steuerbeiträge für ein staatliches Wohlfahrtssystem zu entrichten, wollen diese Akteure Sozialpolitik privatisieren, oder zumindest Beeinflussen – zum eigenen Vorteil. Sozialpolitik, sprich Bildungspolitik, Gesundheitspolitik als auch Infrastrukturpolitik insgesamt, werden so zum Einflussgebiet und Geschäftsfeld der Unternehmen, während gleichzeitig dem Staat Steuermittel entzogen werden.

(...)



https://le-bohemien.net/2015/12/08/mark-...en-der-reichen/

Grundsätzlich halte ich die Privatisierung der Sozialpolitik nach us - amerikanischem Muster auch für demokratieschädlich und geeignet, neue feudalstaatliche Strukturen zu errichten. Allerdings wäre es für diese Kritik und für politische Gegenmaßnahmen hilfreich, wenn (noch) rein steuerfinanzierte europäische Sozialsysteme tatsächlich leisten würden, wofür die Steuerzahler sehr viel Geld aufwenden. Auf das deutsche Bildungs- und das britische Gesundheitswesen trifft das z. B. nicht zu. Beides ist steuerfinanziert, teuer und grottenschlecht - und: In beiden Fällen fördert die Ineffizienz der Verwendung von Steuergeldern die Refeudalisierung der betroffenen Gesellschaften stärker als die sehr große Zahl der privat gestifteten amerikanischen Schulen, Universitäten und Krankenhäuser.

Die demokratisch verfassten Gesellschaften könnten also sehr viel leichter Abwehrkräfte gegen demokratieschädliche Machenschaften der Milliardärskaste entwickeln, wenn sie demokratisch und rechtsstaatlich genug wären, um in den wichtigsten staatlichen Strukturen Korruption, Machtmissbrauch, Steuergeldverschwendung und jedweder sonstigen Pflichtvergessenheit von Staatsdienern wirksam begegnen zu können.

 
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