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#16 von GG146 , 09.03.2014 19:57

Da hat der große Meister Pispers doch glatt die USA mit der DDR verwechselt ... ;)

 
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#17 von GG146 , 24.03.2014 00:17

Auf Facebook / Meudalismus gesehen und kommentiert:

Zitat
Herkunft bestimmt Zukunft

Die Klassengesellschaft feiert feste weiter

14.03.2014 · Der amerikanische Traum vom Tellerwäscher zum Millionär war schon immer eine Illusion. Die Herkunft der Eltern bestimmt die Zukunft der Kinder. Hilft mehr Umverteilung gegen diese Ungerechtigkeit?


Willkommen in der Oberschicht: Leonardo DiCaprio als Jay Gatsby in „Der große Gatsby“ (2013)

(...)

Im Klartext bedeutet das, dass in Ländern, in denen die Schere zwischen Arm und Reich besonders weit geöffnet ist (wie zum Beispiel in Chile oder Brasilien), fatalerweise auch der Weg von unten nach oben ganz besonders beschwerlich ist. Im Gegensatz dazu bieten relativ egalitäre Gesellschaften (Dänemark, Schweden) auch größere Chancen auf sozialen Aufstieg. Das nennt Krueger ironisch die „Große-Gatsby-Kurve“.

(...)



http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/me...r-12837709.html

Das kann man auch umgekehrt darstellen: Je mehr Spielraum das soziale Selbstverständnis der maßgeblichen politischen Kreise und die Gesetze (bzw. deren mangelhafte Umsetzung) klassenstaatlichen Verhältnissen gewähren, desto weiter öffnet sich die Schere. Man muss also ganz genau hinschauen, was Ursache und was Wirkung ist.

 
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#18 von Laura , 24.03.2014 00:36

Leider wurden in der Vergangenheit meistens die Tariferhöhungen prozentual erhöht. Damit die Schere nicht noch weiter auseinander geht, sollten Sockelerhöhungen vorgenommen werden. Wenn ein leitender Angestellter 100 000 € verdient, hat er monatlich 1000 € mehr Gehalt, während ich mit meinem mickrigen Einkommen nur 15€ mehr bekomme.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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#19 von GG146 , 24.03.2014 18:09

Zitat von Laura im Beitrag #18
Leider wurden in der Vergangenheit meistens die Tariferhöhungen prozentual erhöht. Damit die Schere nicht noch weiter auseinander geht, sollten Sockelerhöhungen vorgenommen werden. Wenn ein leitender Angestellter 100 000 € verdient, hat er monatlich 1000 € mehr Gehalt, während ich mit meinem mickrigen Einkommen nur 15€ mehr bekomme.


Das wäre durchaus richtig, solange der Abstand zwischen leitenden Angestellten und Billiglöhnern zu groß ist. Das volkswirtschaftliche größte Problem ist aber die Vermögensverdichtung bei den Stinkreichen, damit haben leitende Angestellte nichts zu tun. Da geht es um das viel zu schnelle weitere Wachstum bereits riesiger Vermögen bei stagnierenden und sinkenden Realeinkommen aus Arbeit. Das verlangsamt den Geldumlauf und lähmt die Wirtschaft, die in der Breite ausgetrocknet wird.

 
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#20 von GG146 , 01.05.2014 17:55

Ich habe die auf diesem thread besprochene Problematik mal ganz besonders anschaulich visualisiert. So kann man den Ursache / Wirkung - Zusammenhang vielleicht auch Mitmenschen verständlich machen, die etwas langsamer im Denken sind.

 
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#21 von GG146 , 15.05.2014 18:59

Gerade auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
Ungerechte Gesellschaft: Die Deutschen lassen sich zu viel gefallen

Eine Kolumne von Jakob Augstein

Unten mehr Armut, in der Mitte mehr Lasten - und oben mehr Geld. So steht es um Deutschland. Ungleichheit und Ungerechtigkeit nehmen zu. Von Gewerkschaften kommt kein Widerstand, von Medien kein Widerspruch.

(...)



http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...d-a-969544.html

Das fragt Herr Augstein bei der Vorstellung dieses Artikels auf seinem Facebook - Profil:

>> Das ist für mich immer schon das große Rätsel: warum machen die Leute so viel mit? Eine der Antworten: die Medien stehen nicht immer auf der richtigen Seite, um es vorsichtig zu formulieren ... <<

Meine Antwort:

Sehr richtig. Diese Anzeige einer Gruppe von Aktivisten gegen die neofeudalistische Entwicklung in unserer Zeit wurde noch nicht einmal von einer eher linken Zeitschrift geschaltet:



Die Idee einer generellen gesetzlichen Vermögensbeschränkung passt eben keinem einzigen reichen Erben, nicht einmal denen, die sich in der Rolle des Salonbolschewisten gefallen.

P. S.

Die Anzeige wurde von Augsteins "Freitag" abgelehnt. ;)

 
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#22 von Schiffskatze , 16.05.2014 08:54

Zitat
Die Anzeige wurde von Augsteins "Freitag" abgelehnt. ;)



Vllt hätte sich Augstein persönlich dazu geäussert, warum die Anzeige nicht im "Freitag" erscheint. Ihn als Salonbolschewisten zu bezeichnen, finde ich ziemlich anmaßend und überheblich. Zumal Dr Harald Wozniewski die Anzeige in seinem Blatt veröffentlichen wollte. Das ist wohl dank dieser Aussage erst recht hinfällig geworden.
Mir kann egal sein, ob die Anzeige erscheint oder nicht. Ich habe dafür nicht mitgespendet. Ich hätte mir diese Ausgabe aber ganz bestimmt gekauft. Bin am überlegen, ob ich mir diese Zeitung bei uns bestelle - und wenn`s auch nur für mich ist.


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#23 von schlau , 02.06.2014 02:14


sehr schlau ;-)

 
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#24 von GG146 , 07.07.2014 23:19

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
ICH SEHE MISTGABELN



(...)

In Zeiten wo Menschen wie Du und ich über die Plutokratie träumen, liegt der Rest des Landes, die 99,9%, weit im Rückstand. Die Kluft zwischen arm und reich wird immer schlimmer. Und sie wächst schnell. Im Jahr 1980 kontrollierten die Top 1 etwa 8% des US-Volkseinkommens. Heute kontrollieren die Top 1 rund 20%. Aber das Problem ist nicht die Ungleichheit an sich, Diese ist immer untrennbar mit jeder kapitalistischen Wirtschaft verbunden. Das Problem ist, dass dies Ungleichheit auf einem historischem Hoch angelangt ist und von Tag zu Tag schlimmer wird. Unser Land entwickelt sich von einer kapitalistischen Wirtschaft zu einer feudalen Gesellschaft. Wenn sich unsere Politik nicht dramatisch ändert, wird die Mittelschicht verschwinden und wir werden wieder im späten 18. Jahrhundert in Frankreich sein. Vor der Revolution.

Uns so habe ich eine Botschaft für meine steinreichen Kollegen und Kolleginnen und alle, die in dieser Blase leben: Wachen Sie auf ! Es wird nicht mehr lange dauern. Wenn wir nicht bald etwas tun um die eklatanten Ungerechtigkeiten in dieser Wirtschaft zu beheben, werden die Mistgabeln zu uns kommen. Keine Gesellschaft kann diese Art von wachsender Ungerechtigkeit auf Dauer aufrechterhalten. Es gibt in der Tat kein einziges Beispiel in der Geschichte der Menschheit, wo Reichtümer wie diese angesammelt wurden und nicht irgendwann Mistgabeln gekommen sind. Am Anfang ist es ein Polizeistaat, dann kommen die Aufstände.

(...)



https://independent24.wordpress.com/2014...ehe-mistgabeln/

Inhaltlich kann man das schon seit Henry Ford ( "Autos kaufen keine Autos" ) immer wieder neu lesen, aktuell u. a. hier:

http://meudalismus.dr-wo.de/

Aus der Feder bzw. Tastatur des Milliardärs Hanauer liest sich das aber nicht nur überzeugend, sondern nachgerade unabweisbar wie eine Formel eines renommierten Naturwissenschaftlers. Der Herr wird den Verleugnern und Verharmlosern des neuen Feudalismus` noch einiges Kopfzerbrechen bereiten ....

 
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#25 von GG146 , 14.09.2014 18:00

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
INFRASTRUKTUR

Das wird teuer!

Die Regierung will privates Kapital für die Infrastruktur mobilisieren – ein gefährliches Unterfangen.

(...)

Die Gebühr kann von den Nutzern etwa in Form einer streckenabhängigen Abgabe aufgebracht werden – ein Ansatz, mit dem Schäuble sympathisiert. Sie kann aber auch aus dem Steueraufkommen bezahlt werden. In beiden Fällen gilt: Der Haushalt wird zunächst geschont.

Allerdings haben sämtliche Modelle einen gravierenden Nachteil: Sie sind am Ende mit zum Teil erheblichen Mehrkosten verbunden. Ein privates Unternehmen muss für einen Kredit in der Regel deutlich höhere Zinsen bezahlen als der deutsche Staat mit seiner Spitzennote bei den Rating-Agenturen.

(...)



http://www.zeit.de/2014/38/infrastruktur...e-partnerschaft

Genau - mit den Einnahmen aus der KFZ - und Mineralölsteuer Banken, Fonds und deren stinkreiche Kunden retten und den geretteten Milliardären dann die öffentliche Verkehrsinfrastrukur als neue Anlagemöglichkeit präsentieren.

Kein Wunder, dass rechts- und linksradikale Rattenfänger mit ihrer Hetze gegen die regierenden "Volksverräter" immer mehr Gehör bei so vielen Menschen finden, dass radikale Parteien (zunächst) in Landesparlamenten die 5 % - Hürde knacken können.

Wenn die Justiz auf die unvermeidlichen Folgen einer solchen riesigen Public-Private-Partnership so reagiert wie auf den Nürburgring - Murks, können wir einen gesonderten Knast nur für Ex - Politiker einrichten ...

http://www.spiegel.de/politik/deutschlan...l-a-964809.html


 
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RE: wir können auch anders

#26 von Schiffskatze , 17.09.2014 10:34

Ab 21. Minute zum Thema Strassenprivatisierung:


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#27 von GG146 , 17.09.2014 20:58

Auf Facebook gesehen und kommentiert:

Zitat
NEUER HARTZ-IV-PLAN

Weniger Strafen
für Drückeberger!


(...)

Wolfgang Steiger, Generalsekretär des CDU-Wirtschaftsrates: „Hartz IV darf für junge Leute kein Lebensstil werden – solche Gewohnheiten müssen so rasch wie möglich gebrochen werden.

Arbeitsunwilligen ihren Lebensunterhalt zu finanzieren ist nicht Aufgabe des Steuerzahlers.“



http://www.bild.de/politik/inland/cdu/cd...97726.bild.html



>> Drückeberger !? ist Relativ zu sehen deswegen ist die Schlagzeile von der Bild mal wieder ohne sinn & Verstand und ohne Hintergrundwissen erstellt wurden <<

Ich glaube eher nicht, dass die wichtigste Zeitung eines milliardenschweren Verlages völlig unüberlegt herumpöbelt.

In einem reichen Land mit höchster Arbeitsproduktivität Millionen von Menschen zu finden, die ihre ganze Arbeitskraft für absolute Spottlöhne unter der Armutsgrenze verschleudern, ist nicht so einfach. Dazu muss man ständig gegen die Leute hetzen, die die Umverteilung von unten nach oben behindern, weil sie ihre sozialen Rechte wahrnehmen.

Wenn dann genug Leute zur Meidung dieser Stigmatisierung bereit sind, für absolute Dreckslöhne zu schuften, ist das Ziel erreicht: Die deutschen Miliardäre haben irgendwann mehr Spielgeld als ihre internationale Konkurrenz und die Pool Position im globalen Monopoly. So können sie überall feindliche Übernahmen durchziehen und daheim erfolgreich abwehren.

Für den deutschen Endsieg im großen Spiel darf man sogar gelegentlich die Grenze zur Volksverhetzung überschreiten (wie z. B. bei der hiesigen Schlagzeile). Da drückt im Zweifel jeder patriotische Richter beide Augen zu.

 
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#28 von Schiffskatze , 19.09.2014 12:14

Zitat
Drückeberger !?



Ja, es sind nicht wenige darunter.
Wir haben auf der Arbeit genug Erfahrungen gemacht. Der letzte Fall liegt zwei Wochen zurück. Drückeberger sind eben nicht nur Einzelfälle. Sie sollten nicht automatisch dauerhaft vom Steuerzahler alimentiert werden.


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RE: wir können auch anders

#29 von GG146 , 19.10.2014 16:18

Im April hat der REWE - Konzern einen Einzelhändler aus der Genossenschaft geworfen, weil er eine Praktikantin 8 Monate lang (!) als kostenlose Arbeitskraft ausgenutzt hatte. Außerdem hat das Arbeitsgericht Bochum den Händler zur Nachzahlung von 17.000 Euro Arbeitslohn verurteilt:

Zitat
01.04.2014

Supermarkt-Praktikantin

Rewe trennt sich von Ausbeuter-Chef

(...)

Rewe in Dortmund hat sich von einem Marktbetreiber getrennt, der einer Praktikantin acht Monate lang kein Geld gezahlt hatte. Der Fall war publik geworden, weil das Arbeitsgericht Bochum den Leiter vergangene Woche zu einer Nachzahlung von rund 17.000 Euro an die junge Frau verurteilt hatte.

Bereits kurz danach kündigte das Unternehmen Konsequenzen an. Am Dienstagnachmittag erklärte Rewe nun, man habe sich von dem Marktleiter getrennt.

(...)



http://www.spiegel.de/karriere/berufsleb...e-a-962004.html


Jetzt hat das Landesarbeitsgericht Hamm das Urteil aufgehoben und die Klage abgewiesen:

Zitat
Praktikantin verliert vor Gericht: Acht Monate im Supermarkt schuften, 0 Euro Lohn

(...)

Vor dem Landesarbeitsgericht hatte das Urteil nun keinen Bestand. Die Frau habe keinen Anspruch auf Zahlung von Arbeitsentgelt, da zwischen den Parteien kein Arbeitsverhältnis begründet worden sei, urteilten die Richter.

Zwar habe die Klägerin zumindest teilweise reguläre Arbeit gemacht. Dies sei allerdings "im Rahmen eines sozialversicherungsrechtlich geprägten Praktikantenverhältnisses" geschehen. Die Klägerin habe das Praktikum als Teilnehmerin einer berufsvorbereitenden Maßnahme der Bundesagentur für Arbeit absolviert und in dieser Zeit Leistungen der Arbeitsagentur erhalten. Die Revision ließ das Landesarbeitsgericht nicht zu.

(...)



http://www.spiegel.de/panorama/justiz/fr...t-a-997765.html

Eine zutiefst asoziale Ausbeutermasche, die außer dem erstinstanzlichen Arbeitsgericht auch noch der Großkonzern REWE als illegitim und illegal angesehen hatte, wird also dem uneinsichtigen Volk von oben als wirtschaftliche Praxis aufgezwungen. Nach dem Willen des Landesarbeitsgerichts sollen mithin künftig AlG II - Empfänger auf Kosten des Steuerzahlers fast ein Jahr unentgeltlich arbeiten, um einen Ausbildungsplatz zu erhalten.

Ich weiß nicht, wessen Interessen hier verfolgt werden. Vermutlich ist das Teil des politischen Großprojekts "Billiglohnstandort Deutschland". Jedenfalls richtet sich das gegen die Grundsubstanz der wirtschaftlich relevanten Teile des Grundgesetzes und damit gegen die grundgesetzliche Ordnung insgesamt. Sabotage am Grundgesetz zu ermöglichen ist aber nicht der Sinn der Unabhängigkeit des Richters. Wenn die Deutschen sich jemals aufraffen können sollten, eine neue Verfassung nach Artikel 146 GG zu beschließen, müssen deshalb auf jeden Fall Abwehrkräfte gegen Saboteure innerhalb der 3. Gewalt darin enthalten sein.


 
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zuletzt bearbeitet 02.11.2014 | Top

RE: wir können auch anders

#30 von GG146 , 24.10.2014 18:13

Vom GG-Aktiv - Forum hierher kopiert:

Zitat von maxikatze
http://www.kalenderblatt.de/index.php?what=thmanu&manu_id=304&tag=24&monat=10&weekd=&weekdnum=&year=2014&dayisset=1&lang=de

24.10.1648: Westfälischer Friede



Zitat
...
In Münster setzen sich die katholischen Mächte an den Tisch, in Osnabrück die protestantischen. Die Verhandlungen beginnen 1644. Ihr Verlauf ist äußerst schwierig: Ständig eilen Kuriere zwischen den beiden Städten hin und her sowie nach Rom, Wien und den anderen Hauptstädten der Konferenzparteien, um dort Instruktionen einzuholen.
...
Vier Jahre später enden die Konferenzen mit drei Separatverträgen und der Verkündung des gesamten Friedensschlusses am 24. Oktober 1648.
Die wichtigsten Ergebnisse:
Die niederländischen Generalstaaten und die Schweiz sind selbständig. Die Macht der habsburgischen Kaiser ist eingeschränkt, die der Fürsten und Reichsstände gestärkt. Das Reich bleibt föderal konstituiert. Katholiken und Protestanten sind gleichberechtigte Konfessionsgruppen.







Wenn man sich das Bild näher anschaut, bekommt man einen Eindruck von der Systematik feudalstaatlicher Sozialpolitik:



Die Gehängten haben Holzbeine oder waren sonstwie behindert. Das sind fast alles ehemalige Soldaten, die nach Verwundungen und Amputationen militärisch unbrauchbar waren und deshalb entlassen wurden. Da es keine Versorgungsleistungen gab, mussten sie sich zu Diebesbanden zusammenschließen, um überleben zu können. Danach folgte dann die endgültige Verabschiedung in den ewigen Ruhestand ...

 
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