Organspendeskandal in Göttingen

#1 von Gast ( gelöscht ) , 20.07.2012 20:12

Organspendeskandal in Göttingen
"Dafür ist kriminelle Energie nötig"

Universitätsmedizin Göttingen:

Vorwurf der Bestechlichkeit gegen Ex-Oberarzt
Es ist einer der größten Organspendeskandale in der deutschen Geschichte: Am Uni-Klinikum Göttingen sollen in mindestens 25 Fällen Akten manipuliert worden sein, damit Patienten schneller operiert wurden. Im Zentrum steht der frühere Leiter der Transplantationschirurgie.



http://www.spiegel.de/panorama/gesellsch...n-a-845496.html

Zitat
Das ging heute schon durch alle Medien, wem kann man als Patient noch trauen,
wenn selbst die Ärzte in großem Stile bestechlich sind.

Gast

RE: Organspendeskandal in Göttingen

#2 von Klaus Pfahl , 20.07.2012 20:46

Das ist in vielen Krankenhäusern heute gang und gäbe. Einer guten Bekannten von uns wurde kürzlich ein Dauer-EKG-Gerät eingepflanzt. Der Krankenkasse wurde aber ein Herzschrittmacher in Rechnung gestellt. Ohne Lug und Betrug wäre es in unserem Gesundheitswesen besser bestellt. Leidtragende sind die Sozialgemeinschaften mit ihren Beiträgen.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Organspendeskandal in Göttingen

#3 von Laura , 22.07.2012 22:07

Wie die Krankenhäuser mit den Kassen abrechnen ist hier nicht das Thema. Es geht darum, dass reiche Patienten bevorzugt werden wenn es um die Zuteilung der Ersatzorgane geht. Jeden Tag sterben in Deutschland drei Patienten, weil nicht genug Spenderorgane zur Verfügung stehen. Wer arm ist muss früher sterben. Ich hoffe inständig, dass ich nicht einmal auf ein Organ angewiesen sein werde.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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zuletzt bearbeitet 22.07.2012 | Top

RE: Organspendeskandal in Göttingen

#4 von GG146 , 22.07.2012 22:53

Zitat von Laura im Beitrag #3
Jeden Tag sterben in Deutschland drei Patienten, weil nicht genug Spenderorgane zur Verfügung stehen.


Wer aus Habgier reiche Patienten in der Liste nach oben manipuliert, nimmt billigend in Kauf, dass er damit automatisch dringlichere Fälle nach unten manipuliert. Damit wiederum nimmt er auch billigend in Kauf, dass die nach unten manipulierten Fällen wegen dieser Manipulation zu den täglich drei Todesfällen gehören.

Das bedeutet rechtlich: Ohne Nachweis der Kausalität von Manipulation und Todeseintritt in mindestens einem konkreten Fall = versuchter Mord, mit Nachweis der Kausalität = vollendeter Mord.

Ermittelt wird meines Wissens wegen Bestechlichkeit ...

 
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RE: Organspendeskandal in Göttingen

#5 von Popeya , 28.09.2012 18:30

Un nun steht auch eine Münchner Klinik im Verdacht:

http://www.tagesschau.de/inland/organtransplantation104.html


"Um zur Quelle zu kommen, musst du gegen den Strom schwimmen." (Stanislaw Jerzy Lec)

 
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