Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#1 von Klaus Pfahl , 05.03.2012 22:31

Zitat
Eltern soll es erlaubt werden, ihr Baby umbringen zu lassen – dafür plädieren zwei Wissenschaftler. Ihre Begründung: Kindsmord sei auch nichts anderes als eine Abtreibung....



http://www.focus.de/gesundheit/baby/gebu...aid_719736.html

Manche Menschen haben schon eine merkwürdige Gedankenwelt.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#2 von maronni , 05.03.2012 23:20

Vielleicht waren diese Forscher auch Testpersonen.
Da haben sie nen geistigen Knacks wegbekommen.


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#3 von GG146 , 06.03.2012 09:17

Vielleicht sind das auch verkappte Abtreibungsgegner, die provozieren wollen.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#4 von Klaus Pfahl , 12.04.2012 20:01

Kürzlich habe ich mit einer sehr klugen Person Kontakt gehabt, die unmittelbar mit schwerst behinderten Menschen beruflich zu tun hat. Aus ihrer täglichen Erfahrung ist sie der Meinung, dass Mütter selbst entscheiden sollten, ob ihr behindertes Kind ohne längere Lebenserwartung eingeschläfert werden sollte. Ein künstlich verlängertes Leben mit Beatmung , gastroenterale Sondenernährung und gefesselt sein im eigenem Körper ist die schlimmste Folter.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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zuletzt bearbeitet 12.04.2012 | Top

RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#5 von Laura , 12.04.2012 20:11

Ich glaube nicht, dass ich als Mutter dazu in der Lage wäre mein Neugeborenes töten zu lassen. Mir wäre es lieber, wenn die Ärzte mir mitteilen würden, dass das Kind die Geburt nicht überlebt hat.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#6 von Lilly , 13.04.2012 15:48

Ich wäre auch dafür, dass mehrere Ärzte die Entscheidung fällen. Für eine Mutter sowie Vater ist es bestimmt nicht leicht, solch ein behindertes Kind ständig vor Augen zu haben.

MfG
Lilly


 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#7 von kritisches_Auge , 13.04.2012 17:29

Warum sollte es erlaubt sein ein Neugeborenes zu töten und nicht erlaubt sein dem Todeswunsch unheilbar kranker Menschen die Qualen leiden, nachzugeben?
Mir graust es bei der Vorstellung ein Kind vorsätzlich zu töten und meistens kann man doch in der Schwangerschaft eine schwere Behinderung feststellen.


 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#8 von Laura , 16.04.2012 17:48

Eugenik ist in Deutschland seit 1945 ein Tabuthema. Deshalb tun sich die Ärzte auch schwer mit der Sterbehilfe. In der Schweiz und in den Niederlanden ist es jedenfalls erlaubt, und viele Deutsche begeben sich für ihren schweren letzten Weg dorthin.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#9 von Schiffskatze , 06.05.2012 12:38

Bin absolut dagegen, dass andere die Entscheidung treffen dürfen, ob ich auch im Alter bei schwerer Krankheit weiterleben darf oder nicht.
Genauso verhält es sich bei Neugeborenen. Keiner hat das Recht zu sagen, es lohnt sich nicht dieses Leben aufgrund schwerer Schäden aufrechtzuerhalten - keiner.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#10 von Schiffskatze , 06.05.2012 12:39

Zitat von Laura
Eugenik ist in Deutschland seit 1945 ein Tabuthema. Deshalb tun sich die Ärzte auch schwer mit der Sterbehilfe. In der Schweiz und in den Niederlanden ist es jedenfalls erlaubt, und viele Deutsche begeben sich für ihren schweren letzten Weg dorthin.




Es sollte nur auf eigenem Wunsch erlaubt werden.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#11 von maronni , 07.05.2012 16:41

und wenn der Sterbenskranke das nicht mehr verständlich äußern kann???


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#12 von kritisches_Auge , 07.05.2012 17:26

Zitat von Schiffskatze
Bin absolut dagegen, dass andere die Entscheidung treffen dürfen, ob ich auch im Alter bei schwerer Krankheit weiterleben darf oder nicht.
Genauso verhält es sich bei Neugeborenen. Keiner hat das Recht zu sagen, es lohnt sich nicht dieses Leben aufgrund schwerer Schäden aufrechtzuerhalten - keiner.


*nick*


 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#13 von GG146 , 07.05.2012 22:33

Zitat von maronni
und wenn der Sterbenskranke das nicht mehr verständlich äußern kann???



Dafür gibt es Patientenverfügungen, man kann so etwas vorsorglich entscheiden, bevor man in die Situation kommt.

 
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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#14 von amarok , 08.05.2012 08:46

Ich bin ein Fan von Patientenverfügungen, ohne Frage.

Jedoch muss man dazu sagen, dass erst die Doktoren im Krankenhaus daran gebunden sind.

Im Falle eines Suizid-Versuches, z.B., ist der Rettungsdienst gehalten, in JEDEM Fall lebenserhaltende Massnahmen zu ergreifen.
Sowas wird gern verschwiegen, drum sag ich es hier.

Eugenik... ein schwieriges Thema... zumal die genetischen Tests bei Ungeborenen freiwillig sind, und keine Pflicht.
Was würde ich tun, wenn ich mit einem schwerst-beeinträchtigten Kind schwanger wäre?
Ganz ehrlich:
ich weiss es nicht.


Hey, Perry, da bist Du ja :)
(P&F)

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RE: Forscher fordern Tötung von Neugeborenen

#15 von Schiffskatze , 08.05.2012 14:52

Zitat von maronni
und wenn der Sterbenskranke das nicht mehr verständlich äußern kann???




Wir müssen nicht davon ausgehen, dass jeder Schwerkranke sterben will, nur weil er sich nicht mehr artikulieren kann. Ich sehe besondere Gefahr, wenn nahe Angehörige eine Entscheidung treffen dürften, ob derjenige weiterleben darf oder nicht. Oder Entscheidungen, die aufgrund eines Gerichtsbeschlusses zustande gekommen sind, Komapatienten einfach sterben zu lassen.
Weltweites Aufsehen erregte im Jahr 2005 der Fall Terri Schiavo in den USA. Der Ehemann hat sich juristisch gegen die Eltern durchgesetzt, die ihre Tochter aber am Leben erhalten wollten. Die Komapatientin Terri Schiavo überlebte zwei Wochen ohne jede Flüssigkeitszufuhr ehe sie starb. - Zwei Wochen Todeskampf ist keine humane Lösung. Ich habe überhaupt kein Verständnis dafür, wie man dabei tatenlos zusehen kann.
Es muss alles getan werden, damit der Patient ohne Schmerzen weiterleben kann. Wer sind wir denn, dass wir darüber zu entscheiden haben, dass für den Patienten nur allein der Tod eine adäquate Lösung ist? Oder ist es nicht doch so, damit wir beim Leiden nicht länger zusehen müssen? Erträgt die Gesellschaft keine Komapatienten oder andere Kranke, bei denen klar ist, dass sie nicht mehr gesund werden?
Vllt denkt der Patient ganz anders darüber: Hoffentlich lassen die mich nicht sterben. - Das können wir nicht wissen.

 
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