Liebe contra Kirchenrecht: Vikarin verliert Job

#1 von Glen ( gelöscht ) , 07.12.2011 06:53

Liebe contra Kirchenrecht: Vikarin verliert Job

In Berlin erlaubt - in Württemberg nicht?

Zitat

Das württembergische Kirchenrecht ist hier knallhart: der Ehegatte eines evangelischen Pfarrers muss evangelisch sein. Ausnahmen gibt es nur für andere christliche Konfessionen.




Und:

Zitat

Carmen Häckers Fall ist einmalig in Baden-Württemberg. Noch nie hat die Landeskirche einen Theologen aus dem Dienst entlassen, weil er oder sie gerade geheiratet und einen Partner mit der "falschen" Religion gewählt hat. In Berlin zum Beispiel ist es gar kein Problem für eine Pfarrerin mit einem Muslim verheiratet zu sein. In Carmen Häckers Gemeinde in Crailsheim können viele den Rauswurf nicht verstehen. Die junge Frau sei sehr engagiert gewesen, da spiele doch die Religion des Mannes keine Rolle, sagen sie. Jetzt soll sie einfach gehen? Carmen Häcker will das nicht hinnehmen und hat gegen ihre Entlassung geklagt



http://www.swr.de/zur-sache-baden-wuertt...n94h/index.html


Glen
zuletzt bearbeitet 07.12.2011 06:54 | Top

RE: Liebe contra Kirchenrecht: Vikarin verliert Job

#2 von Klaus Pfahl , 07.12.2011 12:10

Und da wundern sich die Kirchen, wenn ihnen die Schäflein fortlaufen. Man sollte das Kirchenrecht abschaffen und ihnen stattdessen einen Sekten- oder Vereinsstatus zugestehen.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
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RE: Liebe contra Kirchenrecht: Vikarin verliert Job

#3 von Glen ( gelöscht ) , 07.12.2011 19:01

Und das schreibt die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg:

Zitat
Die Präsidentin der Landessynode, Christel Hausding, verwies am Donnerstag in Stuttgart auf entsprechende rechtliche Regelungen. "Solche Dinge sollten vorher geklärt werden, bevor man zur Tat schreitet." Das Pfarrgesetz schreibt den Angaben zufolge vor, dass der Ehepartner der evangelischen Kirche angehören soll. Ausnahmen sind aber möglich. Die Vikarin verliert ihre Stelle nun mitten im Vorbereitungsdienst auf die zweite theologische Dienstprüfung.

Die Landessynode kommt am kommenden Montag zu ihrer Herbsttagung zusammen. Im Mittelpunkt der Beratungen stehen die Finanzen. Aufgrund der sprudelnden Steuereinnahmen werde im laufenden Jahr mit einem Plus von 5,5 Prozent bei den Kirchensteuereinnahmen auf 557 Millionen Euro gerechnet, berichtete Martin Kastrup vom Oberkirchenrat.

Hausding kündigte an, dass die Zahl der Pfarrerstellen weiter reduziert werden soll. Bis zum Jahr 2018 sollen 100 Stellen abgebaut werden. Hintergrund sei der weiter erwartete Rückgang bei den Kirchenmitgliedern.

Das umstrittene Thema homosexuelle Paare im Pfarrhaus stehe nicht auf der Tagesordnung der Landessynode, sagte Hausding. Es zeichne sich aber ab, dass die vier Gesprächskreise der Landeskirche eine Stellungnahme zu dem Thema abgeben. Die Kirchenleitungen scheuen die Debatte, in der Befürworter und Gegner seit Jahrzehnten zerstritten sind und sich keine Kompromisslinie abzeichnet.



http://www.badische-zeitung.de/suedwest-...--52097804.html


Glen
zuletzt bearbeitet 07.12.2011 19:02 | Top

RE: Liebe contra Kirchenrecht: Vikarin verliert Job

#4 von Scheinheilige ( gelöscht ) , 09.12.2011 20:48

Dass die Kirche hohe Anforderungen an ihre Geistlichen stellt, muss akzeptiert werden. Hier geht es schließlich nicht mehr um eine Krankenschwester in einem Diakoniekrankenhaus, sondern um eine Verkündigerin.
Genau so undenkbar wäre es, wenn ein Imam eine Christin ehelichen würde.


Scheinheilige

   

Christen und Christinnen ....
Es lebe der wahre Nikolaus!

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