RE: militante Nichtraucher

#16 von Laura , 12.12.2011 18:52

Ich habe gelesen, dass eine Zigarette das Leben um 11 Minuten verkürzt aber einmal Sex das Leben wieder um 15 Minuten verlängert. Also rein in die Betten und kämpft um euer Leben.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: militante Nichtraucher

#17 von Glen ( gelöscht ) , 03.01.2012 11:53

Mich ärgert eher die automatische Verknüfung von "Nichtraucher und "militant".

Besteht ein Nichtraucher auf seinem Recht, wird er stets "militant" genannt.

Besteht ein Raucher auf seinem Unrecht, fällt nie der Ausdruck "militant".

Glen

RE: militante Nichtraucher

#18 von Proconsul48 , 28.02.2013 10:18

Ich habe am 29.April 1983 zu rauchen aufgehört und bin seither rauchempfindlicher als damals...kalter Rauch hat mich immer gestört!!

 
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RE: militante Nichtraucher

#19 von Klaus Pfahl , 28.02.2013 12:28

Zitat von Gast im Beitrag #17
Mich ärgert eher die automatische Verknüfung von "Nichtraucher und "militant".

Besteht ein Nichtraucher auf seinem Recht, wird er stets "militant" genannt.

Besteht ein Raucher auf seinem Unrecht, fällt nie der Ausdruck "militant".


Militante Raucher sind diejenigen, die das Rauchen generell verbieten wollen, oder die sich im Freien im Biergarten über die Raucher beschweren.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: militante Nichtraucher

#20 von Proconsul48 , 12.03.2013 18:39

Die Regierung von Canada hat das Rauchen in Gaststätten und Gastgärten generell untersagt. 800.-$ Strafe für den Gast, bei allfälliger Übertretung, die gleiche Summe für den Wirt...es funktioniert überall einwandfrei...

 
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RE: militante Nichtraucher

#21 von Schiffskatze , 12.03.2013 18:48

Zitat
Militante Raucher sind diejenigen, die das Rauchen generell verbieten wollen, oder die sich im Freien im Biergarten über die Raucher beschweren.



Militante Nichtraucher sind diejenigen, die das Rauchen generell verbieten wollen, oder die sich im Freien im Biergarten über die Raucher beschweren.


 
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RE: militante Nichtraucher

#22 von Klaus Pfahl , 12.03.2013 23:03

Welche Blüten das Rauchverbot treiben kann, hatten wir in Paris in einem Bistro erlebt. Als ich sah, dass sich der Wirt eine Zigarette anzündete, tat ich es ebenfalls, und daraufhin forderte er mich auf vor die Tür zu gehen. Als Begründung gab er an, dass in Frankreich nur das Rauchen für Gäste verboten ist aber nicht für den Patron.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: militante Nichtraucher

#23 von lei , 05.07.2013 09:58

 
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RE: militante Nichtraucher

#24 von schlau , 05.07.2013 11:22

Zitat von Schiffskatze im Beitrag #21


Militante Nichtraucher sind diejenigen, die das Rauchen generell verbieten wollen, oder die sich im Freien im Biergarten über die Raucher beschweren.


solche mag ich nicht (

ich habe nix gegen Raucher


sehr schlau ;-)

 
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RE: militante Nichtraucher

#25 von GG146 , 06.07.2013 00:07

Bei Kündigungen von Mietern wegen Belästigung der Nachbarn durch übermäßiges Rauchen hängt die Latte normalerweise ziemlich hoch. Das hier ist der Grundtenor der bisherigen Rechtsprechung in dieser Frage:

Zitat
Rauchen in der Wohnung: Qualmen in den „eigenen vier Wänden“ ist erlaubt. Es ist als Konsequenz freier Willensentscheidung, als Teil sozialadäquaten Verhaltens in der Wohnung, dem Zentrum der Lebensgestaltung, gestattet (Landgericht Köln, Az. 9 S 188/98, LG Paderborn, Az. 1 S 2/00).

(...)



http://www.focus.de/immobilien/mieten/ti...aid_232004.html

Deshalb finde ich es schon sehr befremdlich, wenn ein Richter von der herrschenden Meinung und der Rechtsprechung der Obergerichte abweicht (was er grundsätzlich darf) und der dadurch beschwerten Partei noch nicht einmal PKH gewährt. Damit erklärt er ja implizit die Rechtsprechung des BGHZ für "mutwillig".

 
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RE: militante Nichtraucher

#26 von Schiffskatze , 06.07.2013 09:54

Zitat von schlau im Beitrag #24
Zitat von Schiffskatze im Beitrag #21


Militante Nichtraucher sind diejenigen, die das Rauchen generell verbieten wollen, oder die sich im Freien im Biergarten über die Raucher beschweren.


solche mag ich nicht (

ich habe nix gegen Raucher




Der Witz an der ganzen Sache ist der, dass die Kneipen, in denen nicht mehr geraucht wird, trotzdem nicht von den Nichtrauchern aufgesucht wird. Das Rauchverbot ist deshalb überflüssig wie eine Mandelentzündung.


 
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RE: militante Nichtraucher

#27 von Schiffskatze , 06.07.2013 10:15

Zitat von GG146 im Beitrag #25
Bei Kündigungen von Mietern wegen Belästigung der Nachbarn durch übermäßiges Rauchen hängt die Latte normalerweise ziemlich hoch. Das hier ist der Grundtenor der bisherigen Rechtsprechung in dieser Frage:

Zitat
Rauchen in der Wohnung: Qualmen in den „eigenen vier Wänden“ ist erlaubt. Es ist als Konsequenz freier Willensentscheidung, als Teil sozialadäquaten Verhaltens in der Wohnung, dem Zentrum der Lebensgestaltung, gestattet (Landgericht Köln, Az. 9 S 188/98, LG Paderborn, Az. 1 S 2/00).

(...)


http://www.focus.de/immobilien/mieten/ti...aid_232004.html

Deshalb finde ich es schon sehr befremdlich, wenn ein Richter von der herrschenden Meinung und der Rechtsprechung der Obergerichte abweicht (was er grundsätzlich darf) und der dadurch beschwerten Partei noch nicht einmal PKH gewährt. Damit erklärt er ja implizit die Rechtsprechung des BGHZ für "mutwillig".




Mehr als seltsam, dass dem Vermieter erst jetzt auffällt und stört, dass der Mieter raucht. Da steckt was anders dahinter - garantiert.
Wer ist denn dieser "nette" Vermieter? - Ich benutze sonst keine oder kaum Anglizismen, aber dem wünsche ich einen "Shitstorm"


 
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RE: militante Nichtraucher

#28 von GG146 , 06.07.2013 19:44

http://www.heise.de/tp/blogs/8/154582

Das habe ich auf Facebook zu dem Heise - Artikel geschrieben:

Zitat
>> "Entscheidungen über Prozesskostenhilfe gelten als Indikator dafür, wie eine Klage in der Hauptsache ausgeht. <<

Das sowieso. Abzulehnen ist die PKH aber nur, wenn die Rechtsverfolgung mutwillig ist:

> "Mutwillig ist in der Regel eine Rechtsverfolgung, wenn eine wirtschaftlich leistungsfähige, also nicht bedürftige Partei bei sachgerechter und vernünftiger Einschätzung der Prozesslage von ihr Abstand nehmen oder ihre Rechte nicht in gleicher Weise verfolgen würde, weil ihr ein kostengünstigerer Weg offensteht und dieser Weg genauso Erfolg versprechend ist.2" <

http://www.rechtslupe.de/arbeitsrecht/pr...ootnote_1_27573

Wenn ein Richter wie in diesem Fall einen "Versuchsballon" gegen diese aktuell herrschende Rechtsprechung antesten will:

> "Mit seinem Urteil vom 5. März stellte der Bundesgerichtshof nun klar: Rauchen ist in der Wohnung erlaubt. Lässt sich der Nikotingeruch nicht mit Streichen oder Tapezieren beseitigen, wie es die Schönheitsreparaturenpflicht des Mieters vorsieht, muss der Mieter für die Instandsetzungskosten haften (Az. VIII ZR 37/07)." <

http://m.focus.de/immobilien/mieten/tid-...aid_232004.html

... darf er das zwar, aber eine Rechtsverfolgung im Sinne der (noch) vorherrschenden obergerichtlichen Rechtsprechung als "mutwillig" einzustufen, ist wohl ein einmaliger Vorgang und absolut haarsträubend. Damit hat dieser Richter in ein und demselben Beschluss den Art. 13 GG (besonderer Schutz der Wohnung) stärker angespannt als die bisherige Rechtsprechung und den Art. 103 Abs. 1 (rechtliches Gehör) verletzt. Der ist wahrscheinlich im 1. Semester seines Studiums oft krank gewesen und hat die Verfassungsrecht - Vorlesungen verpasst ...

 
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RE: militante Nichtraucher

#29 von GG146 , 10.07.2013 20:36

Sag`ich doch:

Zitat
(...)

Angesichts dieser gefestigten Rechtsprechung könne die Erfolgsaussicht der Rechtsverteidigung nicht ohne Bewilligung von Prozesskostenhilfe verneint werden (Az.: 21 T 65/13).

Vermieterin waren Rauchgewohnheiten zudem bekannt

Hinzu komme, dass die Kündigung möglicherweise gegen Treu und Glauben verstoße, weil der Mieter seit etwa 40 Jahren in der Wohnung stark rauche und die Vermieterin in Kenntnis dieser Rauchgewohnheiten gleichwohl im Jahr 2008 mit ihm einen «neuen» Mietvertrag abgeschlossen habe.

(...)



http://beck-aktuell.beck.de/news/lg-d-ss...uchenden-mieter

Da hat sich ein Amtsrichter mit gesundheitspolitischem Sendungsbewusstsein ganz grob vergaloppiert. In diesem Fall war der Schaden für den Rechtsstaat mittels einer sofortigen Beschwerde beim zuständigen Landgericht leicht zu beheben:

http://www.lexexakt.de/glossar/prozesskostenhilfedetails.php

... aber wenn ich daran denke, was ähnlich sendungsbewußte Strafrichter an Landgerichten gelegentlich anstellen, ohne dass sie durch eine zweite Tatsacheninstanz kontrolliert werden (der BGH als Revisionsinstanz prüft nur auf formalrechtliche Fehler), dann wird mir schlecht.

Ein ganz finsteres Beispiel für das, was ich meine:

http://www.heise.de/tp/artikel/31/31167/1.html

 
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RE: militante Nichtraucher

#30 von lei , 11.07.2013 14:26

der kölner express schreibt heute:

Der Fall Friedhelm A. ist mittlerweile bundesweit bekannt: Dem 74-jährigen Mieter wurde nach 40 Jahren fristlos seine Wohnung gekündigt - weil er darin zu viel rauchte. Seine Vermieterin sah darin eine nicht hinnehmbare Geruchsbelästigung für die anderen Hausbewohner. Sie habe Friedhelm A. mehrfach abgemahnt und aufgefordert, in seinen vier Wänden weniger zu rauchen.
Seine Vermieterin will Friedhelm A. fristlos kündigen, weil er in seiner Wohnung raucht und der Qualm auch im Treppenhaus wahrnehmbar sei.
Seine Vermieterin will Friedhelm A. fristlos kündigen, weil er in seiner Wohnung raucht und der Qualm auch im Treppenhaus wahrnehmbar sei.


Das Düsseldorfer Gericht stimmt ihr offenbar zu: Die Kündigung hält der Amtsrichter angesichts „der veränderten Beurteilung der Gefahren des Passivrauchens“ für berechtigt, teilte ein Gerichtssprecher mit. Am 24. Juli soll der Fall vor dem Amtsgericht verhandelt werden (Az: 24 C 1355/13).

Bislang gilt das Rauchen in der eigenen Wohnung als höchstrichterlich geschützte persönliche Freiheit. Der Bundesgerichtshof ließ aber 2006 und 2008 ausdrücklich offen, ob „exzessives Rauchen“ - das schon nach kurzer Mietzeit eine Renovierung nötig macht - als vertragswidrige Nutzung angesehen werden kann. Wenn die Wohnung durch das Qualmen regelrecht beschädigt werde und Schönheitsreparaturen zur Beseitigung nicht mehr ausreichen, komme ebenfalls eine Schadensersatzpflicht in Betracht.
Auch die letzten Raucher-Oasen werden zerstört

Schwierig wird es zudem, wenn der Qualm aus der Wohnung dringt. Belästigt der Rauch andere in ihren Wohnungen, sind deren Rechte tangiert: „Das ist so ähnlich wie beim Grillen“, sagte der Geschäftsführer des Düsseldorfer Mietervereins, Eckehard Breuch, der „Westdeutschen Zeitung“. „Das ist auch grundsätzlich erlaubt, man darf aber nicht benachbarte Wohnungen verräuchern.“


Der Deutsche Mieterbund hatte bereits darauf hingewiesen, dass sich die Beschwerden von Nichtrauchern über ihre rauchenden Nachbarn mehren. Je mehr rauchfreie Räume in den vergangenen Jahren entstanden sind, umso eher würden die verbliebenen Raucher-Oasen als störend empfunden.

Der betroffene Mieter vermutet einen ganz anderen Hintergrund der Kündigung, zumal er nur noch 15 bis 20 Zigaretten am Tag rauche und seine bereits an Krebs gestorbene Frau zu Lebzeiten in der Wohnung zusätzlich geraucht habe: Die Vermieterin könne bei der Neuvermietung der Wohnung in der begehrten Wohnlage erheblich mehr Miete kassieren. (gs)

Wird in der Wohnung stark geraucht, müssen Mieter also mit Konsequenzen rechnen.

mein kommentar: der vermieter will wohl ein haus ohne leben haben.
im falle einer kündigung kann er sich ja schon mal ein holzzimmerchen auf dem friedhof
reservieren lassen. toten stört kein rauch.

 
lei
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