Deutschland steht knapp vor der Rezession

#1 von Gast ( Gast ) , 13.10.2011 21:27

Deutschland steht knapp vor der Rezession


Der Konjunktur droht eine harte Landung: Deutschlands führende Wirtschaftsforscher haben ihre Prognose für 2012 von zwei Prozent auf nur noch 0,8 Prozent Wachstum gesenkt. Die Politiker hätten es in der Hand, Schlimmeres zu verhindern.
Nach zwei Jahren Aufschwung muss sich die deutsche Wirtschaft 2012 auf einen harten Rückschlag einstellen. Die führenden Forschungsinstitute haben ihre Prognose für das Wirtschaftswachstum im Sog der Euro-Schuldenkrise deutlich nach unten revidiert. Die Ökonomen erwarten nach 2,9 Prozent im laufenden Jahr dann nur noch einen Zuwachs beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 0,8 Prozent. „Die Schulden- und Vertrauenskrise im Euroraum belastet zunehmend die deutsche Konjunktur“, heißt es im am Donnerstag in Berlin vorgestellten Herbstgutachten der Konjunkturforscher.

Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) hält die deutsche Wirtschaft dennoch unverändert für einen „Stabilitäts- und Wachstumsanker“ in Europa. „Hierzu tragen neben der hohen Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Wirtschaft die nach wie vor positive Entwicklung am Arbeitsmarkt und die soliden öffentlichen Finanzen bei“, erklärte Rösler am Donnerstag laut einer Mitteilung zu dem Gutachten.

Jobwunder geht weiter
Im Frühjahr hatten die Forschungsinstitute für 2012 allerdings noch ein Wachstum von 2,0 Prozent vorhergesagt – nach der neuen Prognose wird es nicht einmal halb so groß sein. Die gute Nachricht: Auf dem Arbeitsmarkt geht das deutsche „Jobwunder“ weiter. Im nächsten Jahr werde die Arbeitslosenquote im Jahresdurchschnitt auf 6,7 Prozent sinken (2011: 7,0 Prozent). Die Institute erwarten für dieses Jahr im Jahresschnitt knapp unter drei Millionen Arbeitslose, 2012 werden dann noch gut 2,8 Millionen Menschen ohne Job sein. Zudem dürften die Löhne stark steigen. Die Teuerungsrate (Inflation) soll nach durchschnittlich 2,3 Prozent in 2011 im nächsten Jahr auf 1,8 Prozent sinken.

Kritik am Euro-Krisenmanagement
FDP-Chef Rösler, der zurzeit Libyen besucht, betonte, die Ökonomen forderten völlig zu Recht klare Regeln für die Wirtschafts- und Finanzpolitik. „Je entschlossener und glaubwürdiger wir diesen Weg beschreiten, umso schneller werden wir auch die europäische Schuldenkrise überwinden.“ Die Wirtschaftsexperten hatten in ihrem Herbstgutachten das Euro-Krisenmanagement der Politik kritisiert. Sie fordern, endlich einheitliche Verfahren für den Umgang mit Staats- und Bankenpleiten durchzusetzen. Mit einer Eskalation der Bankenkrise wegen einer Umschuldung in Griechenland rechnen die Institute aber nicht. „Eine Ansteckung in dem Ausmaß wie nach der Insolvenz von Lehman Brothers ist wenig wahrscheinlich“, hieß es.

Wirtschaft versucht zu beruhigen
Auch Wirtschaftsvertreter versuchten solche Ängste zu zerstreuen. Der Hauptgeschäftsführer der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Martin Wansleben, sagte am Donnerstag im ARD-Morgenmagazin: „Es wird weniger werden.“ Aber es sei „völlig falsch, jetzt total schwarzzumalen.“ Deutschland habe eine sehr gute Entwicklung hinter sich. „Das konnte so nicht bleiben.“ Auch Wansleben sieht die Politik in der Pflicht: Das Wichtigste sei jetzt, die europäische Schuldenkrise konsequent anzupacken. Angst um ihre Arbeitsplätze müssten die Deutschen aber nicht haben. „Der Arbeitsmarkt ist im Moment nicht dabei einzubrechen.“
Steuerentlastungen rücken wohl in weite Ferne
aDennoch könnte der prognostizierte Einbruch gravierende Folgen haben: Denn ein schwaches Wachstum schlägt sich in sinkenden Einnahmen für Bund, Länder und Gemeinden nieder – dabei hatte die Politik noch im Mai milliardenschwere Mehreinnahmen prognostiziert. Laut der „Financial Times Deutschland“ vom Donnerstag sinkt nun auch die Wahrscheinlichkeit, dass es zu den zwischenzeitlich diskutierten Steuerentlastungen von mindestens sechs Milliarden Euro kommt. „Wenn die Prognose zutrifft, gibt es hierfür kaum noch Geld“, zitierte die Zeitung einen rang hohen Koalitionsvertreter.


http://www.focus.de/finanzen/news/konjun...aid_674240.html

Zitat
So ist das halt wenn man das eigene Land ausbeutet wo man nur kann und gegen das Volk regiert um die Milliarden ins Ausland zu pumpen, damit man später als Mutter Theresa Merkel ,die Frau ,die die EU versuchte zu retten in den Büchern steht.
Wie man sehen kann ist das gründlich in die Hose gegangen ...

Gast

RE: Deutschland steht knapp vor der Rezession

#2 von Klaus Pfahl , 13.10.2011 21:35

Die sogenannten Wirtschaftsweisen hatten sich in der Vergangenheit oft geirrt. Oft mussten sie ihre Prognosen im Nachhinein korrigieren. Jetzt kommt erst einmal das Weihnachtsgeschäft, und dann sehen wir weiter.
Was wir unbedingt benötigen ist die Einführung der Mindestlöhne. Ohne Kaufkraft gibt es keine Umsätze.

Die FDP, die ihre Felle dahin schwinden sieht, möchte mit populistischen Äußerungen wieder Stimmen gut machen. Aber der Partei haben wir den ganzen Schlamassel ja zu verdanken.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


   

Ich bin die Schwärzeste unter all den Schwarzen"
Niedriglohn made in Germany

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor