Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#1 von Laura , 26.09.2011 21:07

Über die Krankenkassen sollen in den nächsten Monaten alle Bundesbürger nach ihrer Bereitschaft zur Organspende befragt werden. Eine entsprechende Gesetzesänderung hat Gesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) angekündigt.

http://www.abendblatt.de/politik/article...ern-fragen.html


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#2 von Gast ( Gast ) , 26.09.2011 22:28

Solange über die Krankenkassen gefragt wird, finde ich noch nichts Schlimmes dabei.
Soviel ich weiß, ist in Österreich die Organspende schon lange Pflicht und kann nur durch einen notariellen Widerspruch verhindert werden.

Meiner Meinung nach gehören die Organe eines Toten immer noch dem Toten und nicht dem Staat.

Gast

RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#3 von Klaus Pfahl , 27.09.2011 21:30

Verstorbene mit Aids oder einer ausgeheilten Syphilis sind als Organspender nicht geeignet. Diese müssten nach dem neuen Gesetz zu Lebzeiten ihre Krankheit angeben und wären auf ihrer Gesundheitskarte für jeden sichtbar gebrandmarkt.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#4 von GG146 , 27.09.2011 21:41

Zitat von Blitz
Verstorbene mit Aids oder einer ausgeheilten Syphilis sind als Organspender nicht geeignet. Diese müssten nach dem neuen Gesetz zu Lebzeiten ihre Krankheit angeben und wären auf ihrer Gesundheitskarte für jeden sichtbar gebrandmarkt.




Für "jeden sichtbar"? Ich nehme doch an, nur für behandelnde Ärzte. Und was die aus medizinischen Gründen wissen müssen, kann man ja wohl kaum als "Brandmarkung" bezeichnen. Die Risiken für den Datenschutz, die sich aus der neuen Gesundheitskarte ergeben könnten, sind dabei allerdings ein anderes Thema.


 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#5 von Klaus Pfahl , 27.09.2011 21:47

Ich nehme einmal an, dass in dem Fragebogen der Krankenkassen danach gefragt wird.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#6 von Waldveilchen , 02.10.2011 09:12

Nein, ich möchte nicht, dass das Pflicht wird. Denn ich will nicht Organe spenden.

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#7 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 02.10.2011 10:29

Zitat von Blitz
Verstorbene mit Aids oder einer ausgeheilten Syphilis sind als Organspender nicht geeignet. Diese müssten nach dem neuen Gesetz zu Lebzeiten ihre Krankheit angeben und wären auf ihrer Gesundheitskarte für jeden sichtbar gebranntmarkt.



Wieso gebranntmarkt ?????????????






Ich bin ohne jede Einschränkung FÜR Organspenden, komme aber selbst nicht in Frage (CLL) !


Gruß - Peter


"Wir haben so viel Ungeklärtes auf dieser Welt,
und damit das so bleibt, gibt es die Wissenschaft !"

(Otto Waalkes)

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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#8 von Klaus Pfahl , 02.10.2011 14:08

Auwei, freudscher Fehler.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#9 von Gast ( Gast ) , 02.10.2011 14:13

Peterchen ist ein I Tüpferlreiter, wie halt die Lehrer es sein müssen.

Da es auch von brennen kommen könnte, sind die nn auch verführerisch.

Gast

RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#10 von maronni , 03.10.2011 11:25

Warum werden hier Kommentare entfernt, wenn man dazu seine Meinung schreibt?
Ich meien,wenn es an dem ist, muss man hier nicht mehr in dieses Forum schaun!!!


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#11 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 03.10.2011 12:33

Zitat von Gast
Peterchen ist ein I Tüpferlreiter, wie halt die Lehrer es sein müssen.

Da es auch von brennen kommen könnte, sind die nn auch verführerisch.



Nix da ! Hat nix mit Pingeligsein zu tun !

(Außerdem kenne ich kaum Lehrer, die Ahnung von korrekter Rechtschreibung haben !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!)

Mir geht es um Blitz' Formulierung, die keine andere Interpretation zulässt, als dass Aids- und Syphilis-Kranke durch ihren selbstverschuldeten (!!) Makel bis zum Lebensende stigmatisiert sind.


Gruß - Peter


"Gewohnheit ist der einfachste Weg,
sich immer wieder zu irren."

(Laurence Peter)

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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#12 von kritisches_Auge , 03.10.2011 15:18

Eine Organspende zur Pflicht zu machen ginge gegen das Recht der Selbstbestimmung,
für die Angehörigen ist es oft furchtbar, ich las einmal den herzzerreißenden Bericht
einer Mutter bei deren Sohn das der Fall war.

Der Mensch sollte selber darüber bestimmen dürfen.
Deutsche die ins Ausland fahren in denen Organspende Pflicht ist, sollten einen
Zettel bei sich tragen, dass sie dies nicht wünschen- so las ich es zumindestens.


 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#13 von Laura , 03.10.2011 16:46

Ich hätte eine Heidenangst, dass mir nach einem Unfall die Leber entnommen wird, obwohl ich noch nicht tot bin. Wann ist ein Mensch überhaupt unwiderruflich tot?


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#14 von kritisches_Auge , 03.10.2011 19:48

Ich glaube ein Mensch gilt als tot wenn keine Gehirnströme mehr gemessen werden.


 
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RE: Sollte Organspende zur Pflicht werden?

#15 von Feivel ( gelöscht ) , 30.10.2011 23:31

Sooo sicher ist man sich da in Fachkreisen nicht. Es gibt allgemeine Defitionen aber so unter Fachleuten wird viel diskutiert. Momentan ist es das fehlen von Hirnstroemen, Hirnaktivitaeten. Aber es wird diskutiert ob das wirklich reicht um jemanden als Tod anzusehen.
Es gibt über 15 Bewegungen die mit dem Status 'Leiche' vereinbar sind. Das waren vor vielen Jahren weniger aber das wird erweitert damit man mehr 'Hirntodpatienten' schneller Organe entnehmen kann. Der Koerper dem Organe entnommen werden ist zwar hirntot aber wird kuenstlich am leben gehalten damit die Organe frisch bleiben. Faktisch getoetet wird der Koerper erst durch die Organentnahme. Nach dieser OP bestimmt man den eigentlichen Todeszeitpunkt.
Man gibt dann Muskelrelaxantien um Abwehrreaktionen von der Leiche zu vermeiden. Waerend der Organentnahme kommt es zu Hautroetungen, Anstieg des Blutdrucks, Transpiration etc.., bei manchen Patienten verzerrt sich das Gesicht. Man gibt trotzdem keine Narkose weil darum ein interner Streit herrscht. Wuerde man eine Narkose geben wuerde man eingestehen dass der Patient noch etwas fuehlt.

Wir haben mal einen Prof gefragt (ich studiere Biomedizin) und der sagte Hirntod sei nur der Zustand den wir nach dem heutigen Stand der Wissenschaft als 'unwiederruflich tot' festlegen. Das sagt aber nichts ueber Gefuehlszustand und Empfindung aus sollte der Tote ueber Geraete am leben gehalten werden. Darueber weiss man heutzutage noch nichts.

Das wird viel verschwiegen und ist ein großes Tabu-Thema aber alles was wir wissen deutet darauf hin das der 'Tote' bei der Organentnahme schrecklich leidet weil er das sehr wohl fuehlt. Sein Koerper wird ueber Geraten erhalten, wenn er in den OP geschoben wird ist er also warm, weich, Herzschlag und so sind noch vorhanden. Wirklich tot ist er erst wenn man die Geraete ausschaltet, aber dann setzen Prozesse ein die eine Organentnahme unmoeglich machen. Also entnimmt man die Organe waerend dessen und toetet den Koerper damit.

Immer mehr mutige Aerzte klagen gegen Organentnahmen ohne eine Vollnarksoe. Aber das ist noch lange nicht durch. Ganz im Gegenteil. Die Bestimmungen wann ein Mensch als hirntod gilt und ihm somit Organe entnommen werden duerfen werden immer freier.

Darum meine Meinung: Das darf auf keinen Fall Pflicht werden! Erst recht nicht solange nicht offen und ehrlich ueber die Wahrheit gesprochen wird und eine Narkose noch keine Pflicht ist! Solange letzteres noch nich der Fall ist werde ich keine Organe spenden und jedem den ich kenne dringend davon abraten!


Feivel
zuletzt bearbeitet 30.10.2011 23:33 | Top

   

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