Flucht aus der DDR in den Westen

#1 von Klaus Pfahl , 09.08.2011 22:49

Viele können sich noch daran erinnern: Peter Fechter, 18 Jahre, will über die Grenze fliehen und wird angeschossen. Er liegt 50 Min. im Graben und winselt um Hilfe, bis er schließlich verblutete, weil niemand ihm half (eine Frau warf ihm ein Verbandspäckchen hin, aber er war zu schwach es zu ergreifen). Später wurde er tot weggetragen.
Welchen Fluchtweg hättet Ihr benutzt um sicher in den Westen zu gelangen?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.171
Registriert am: 07.03.2010


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#2 von Germanicus ( gelöscht ) , 22.08.2011 18:14

Ich hätte als DDR-Bürger Urlaub in Bulgarien gemacht und wäre über die türkische Grenze geflüchtet. Die war längst nicht so bewacht wie der Eiserne Vorhang nach Deutschland und Österreich.

Germanicus

RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#3 von maronni , 23.08.2011 19:14

Der begriff "Eiserner Vorhang" ist typisch westlich politisierend-medienhaft geprägt.
Das war ein Schutzwall...diese Mauer...und zu dem Zeitpunkt notwendig.


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
maronni
Master
Beiträge: 1.203
Registriert am: 31.07.2011


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#4 von maronni , 23.08.2011 19:16

Blitz, deine Frage ist äußerst geschmacklos,welche Wege andere für die Flucht in den Westen nutzen würden.
Als Admin trägst du Verantwortung und keine politische Wertung in die falsche Richtung!!!.


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
maronni
Master
Beiträge: 1.203
Registriert am: 31.07.2011


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#5 von Klaus Pfahl , 23.08.2011 20:44

Geschätzte Maronni,
Tatsache ist aber, dass viele Menschen in den Westen unter abenteuerlichen Bedingungen geflüchtet sind und viele auf der Flucht ihr Leben lassen mussten. Ob Eiserner Vorhang oder Schutzwall ist bei dieser Frage doch unerheblich. Ich möchte mit diesem Thema auch keinen neuen Keil zwischen Ost- und Westdeutsche treiben.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.171
Registriert am: 07.03.2010


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#6 von kritisches_Auge , 23.08.2011 23:59

Nun verstehe ich garnichts mehr, der " Eiserne Vorhang" war damals in der
BDR ein fester Begriff.
Und es ist doch wohl Tatsache, dass Ostdeutsche auf Flüchtlinge schossen,
aber nicht Westdeutsche auf flüchtende Westdeutsche.

Generell finde ich es nicht richtig aus Gründen der politischen Korrektheit
bestimmte Wörter nicht gebrauchen zu dürfen.
Für uns die wir Verwandte in der damaligen DDR hatten war es der Eiserne
Vorhang und ich habe oft mit meinen Verwandten mitgelitten.
Als mein Cousin einmal in der Schule etwas Verfassungswidriges äußerte mußte
meine Tante sich für das Verhalten ihres Sohnes entschuldigen.
Mein Cousin hatte die Idee sich als Protest gegen das Regime als Fackel zu
verbrennen wie haben wir damals alle gelitten.
Jeder Brief von mir an meine Tante und die Cousins wurde von meiner Mutter gelesen
damit ich nicht aus Unwissenheit etwas schrieb das die Familie in Gefahr bringen
konnte.
Für mich ist und bleibt es der Eiserne Vorhang.

 
kritisches_Auge
3.Steuermann
Beiträge: 603
Registriert am: 10.08.2011


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#7 von Klaus Pfahl , 24.08.2011 00:55

der ja nun Gott sei Dank Geschichte ist.
Ich hätte, wenn ich hätte flüchten wollen, mich als Seemann an Bord eines der DSR-Schiff im Kiel-Kanal vom Acker gemacht, aber nur als lediger Mensch. Meine Familie hätte ich niemals im Stich gelassen.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.171
Registriert am: 07.03.2010


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#8 von maronni , 24.08.2011 12:43

Feigina,wenn du dich so mit der Materie der Flucht in den Westen und der dabei zu Tode gekommenen,wirst du sicher auch sagen können,wieviele junge DDR-Grenzer deshalb bei deren Flucht ihr Leben lassen mussten.
Zum Glück wurde damals der Schutzwall aus Wirtschaftsgründen gebaut und den meisten Geflohenen muss man wohl keine Träne nachweinen.
Viele hatten hier keine Lust zum Arbeiten und dachten der Goldene Westen würde ihnen alles geben..
Und sie lebten ihr Leben lang von der Sozialhilfe, die sie als junge Menschen,die hätten arbeiten können, in der DDR, nicht bekommen hätten.
Und das sind Fälle, die ich aus meinem persönlichen Umfeld kenne.
Also, nicht immer nur auf die politische Tränendrüse nach Brandtscher Manier drücken,.


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
maronni
Master
Beiträge: 1.203
Registriert am: 31.07.2011


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#9 von maronni , 24.08.2011 12:44

Ach so, Feigina.
War dein Cousin nun ne loderne Fackel?
War er drogenabhängig oder in psychatrischer Behandlung?


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
maronni
Master
Beiträge: 1.203
Registriert am: 31.07.2011


RE: Flucht aus der DDR in den Westen

#10 von kritisches_Auge , 24.08.2011 14:29

Ich werde weiterhin so schreiben wie ich es erlebte, in meinem Umfeld gibt
es keine arbeitsscheuen Elemente.
Mein Cousin war weder drogenabhängig, noch kam er in die Psychiatrie, ihm
gelang die Flucht in den Westen, studierte Mathematik und ist heute
ein angesehener Mathematiker.

 
kritisches_Auge
3.Steuermann
Beiträge: 603
Registriert am: 10.08.2011


   

Würdet Ihr eine Werbeveranstaltung besuchen?
Das Wort zum Sonntag

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor