U-Boote

#1 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 11.04.2010 01:47

U-Boot-Fahrer

Aus Flugzeugen ist der Zigarettenqualm seit Jahren verbannt. Wenn die US-Marine heuer, wie angekündigt, auf ihren 57 Unterseebooten ein Rauchverbot verhängen wird, dann wird sich eine mächtige Nichtraucherzone vom Himmel über die Erde bis in die Tiefsee ziehen. Global gesehen werden nur noch Ostanatolien und die Innere Mongolei vom globalen Nikotinbann ausgenommen sein – und natürlich Österreich.

Während Raucher an Land vor die Tür gehen können oder in diese schicken Glaskobel, gibt es für Flieger wie U-Boot-Fahrer keinen Ausweg, im wahrsten Sinne des Wortes. Deshalb will die US-Marine Nikotin-Kaugummis ausgeben. Die Nichtraucher sind dann zwar vor Qualm geschützt. Doch wer schützt die Marine vor pickigen Gummis am Torpedorohr?

http://www.nachrichten.at/nachrichten/me...art11087,367629


Schimmerlos
zuletzt bearbeitet 11.07.2010 18:59 | Top

RE: U-Boote

#2 von Klaus Pfahl , 11.04.2010 12:20

Für die U-Boot-Flottillen melden sich nur Freiwillige, und die wissen ja, was auf sie zukommt. Die Amerikaner verbieten ziemlich alles, was sich ein Seemann so nebenbei wünscht. Gerade dieses Wochenende haben wir wieder hohen Flottenbesuch. Ein Nato-Einsatzgeschwader hat mit einem Flugzeugträger in Wilhelmshaven festgemacht. Die US-Kameraden können keinen Alkohol vertragen, und viele von ihnen werden alkoholisiert fast besinnungslos per LKW wieder an Bord gebracht.
Auf deutschen Schiffen gibt es Raucherzonen, und selbst auf U-Booten darf während der Überwasserfahrt im Turm geraucht werden - und das noch zollfrei.

Gruß
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RE: U-Boote

#3 von Klaus Pfahl , 11.07.2010 18:59

Das in Zusammenarbeit mit den Nordseewerken Emden (Hinterschiff→Antrieb) und der Kieler Werft HDW (Vorschiff) gebaute und geplante U-Boot vom Typ U 212 A kostete rund 500 Millionen Euro. Neben dem Schwesterschiff U 32 wurden noch zwei weitere U-Boote dieser Klasse in Emden und Kiel gebaut: U 33 und U 34. U 32 ist seit Oktober 2005 und U 33 seit Juni 2006 in Dienst gestellt. Die Indienststellung von U 34 erfolgte im Mai 2007.

Durch seine Brennstoffzellentechnologie und seine Stealth-Außenhaut ist das U-Boot fast nicht zu entdecken und kann zudem bis zu drei Wochen unter Wasser bleiben. Da die Brennstoffzellen außer destilliertem Wasser so gut wie keine Emissionen erzeugen, hat das U-Boot auch weniger verräterische Spuren im Wasser (Geräusche, Wärme, Abgase).

Bei einem Nato-Atlantik-Manöver konnte sich eines dieser Boote unbermerkt unter einen US-Flugzeugträger verstecken. Im Ernstfall wäre dieser versenkt worden. Entsprechend war die Aufregung bei der US-Navy groß.

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RE: U-Boote

#4 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 11.07.2010 19:04

Ich kenne Unterseeboote nur aus Filmen.
Aus Amerikanischen natürlich.
Das Leben auf einem Unterseeboot besonders im Krieg könnte mir nicht gefallen.
Ich bekäme Platzangst und würde durchdrehen.


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RE: U-Boote

#5 von Hans ( gelöscht ) , 11.07.2010 19:37

Leider werden Meeressäuger wie Delphine und Wale durch die Sonargeräusche auf das heftigste gestört. Der Krach ist unter Wasser derartig laut, dass sich diese Tiere auf große Distanzen nicht mehr zur Paarung finden. Sie hören den Gesang ihrer Partner nicht mehr.

LG
Hans


Hans

RE: U-Boote

#6 von Klaus Pfahl , 11.07.2010 19:47

Zitat von Hans
Leider werden Meeressäuger wie Delphine und Wale durch die Sonargeräusche auf das heftigste gestört. Der Krach ist unter Wasser derartig laut, dass sich diese Tiere auf große Distanzen nicht mehr zur Paarung finden. Sie hören den Gesang ihrer Partner nicht mehr.

LG
Hans



Das stimmt schon, nur U-Boote benutzen niemals ihr Aktivsonar, das würde umgehend ihren Standort verraten. Sie lauschen mit ihrem Passivsonar (waterfall) und orten die Positionen, Entfernungen, Kurse und Geschwindigkeiten anderer Über- und Unterwasserfahrzeuge. Sie können sogar an dem spezifischen Geräusch der Schiffsschrauben(Kavitation) erkennen um welches Fahrzeug es sich handelt. Die sind wie Fingerabdrücke.



Gruß
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RE: U-Boote

#7 von Hans ( gelöscht ) , 11.07.2010 20:03

Was für ein Durcheinander auf dem Schirm. Sicher sind dort auch Walgesänge drauf.

LG
Hans


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RE: U-Boote

#8 von Klaus Pfahl , 11.07.2010 20:10

Zitat von Hans
Was für ein Durcheinander auf dem Schirm. Sicher sind dort auch Walgesänge drauf.

LG
Hans



U-Boote suchen im Ernstfall bei einer Verfolgungsjagd in Walherden sogar Schutz, damit ihre Geräusche im Schiff von den Walgesängen überlagert werden. Das ist ein zusätzlicher Schutz. Da braucht nur ein Löffel oder Schraubenschlüssel auf den Boden zu fallen. Das kann Meilen weit geortet werden.

Gruß
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