Orden- und Ehrenzeichen

#1 von Isis ( gelöscht ) , 09.04.2010 20:43

Zitat von Vingilot

Warum sind die Männer dafür da und die Frauen nicht?



Frauen sollen gebären und nicht töten. Gerade in Deutschland hapert es an deutschem Nachwuchs. Unsere Nachbarn in Europa stehen vor den gleichen Problemen.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:55 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#2 von Vingilot ( gelöscht ) , 09.04.2010 21:05

Zitat von Isis
Frauen sollen gebären und nicht töten. Gerade in Deutschland hapert es an deutschem Nachwuchs. Unsere Nachbarn in Europa stehen vor den gleichen Problemen.



Verstehe.
Frauen sollen deiner Meinung nach das Töten also nur anschaffen und fordern.
Alles klar.


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:56 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#3 von Zaunkönig , 09.04.2010 22:40

Zitat
Frauen sollen gebären und nicht töten. Gerade in Deutschland hapert es an deutschem Nachwuchs. Unsere Nachbarn in Europa stehen vor den gleichen Problemen.




Ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn es nach dir ginge, in jeder Familie mindestens zwei Kinder leben müssten.


 
Zaunkönig
2.Steuermann
Beiträge: 776
Registriert am: 22.03.2010

zuletzt bearbeitet 10.04.2010 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#4 von Isis ( gelöscht ) , 10.04.2010 20:14

Zitat von Zaunkönig

Zitat
Frauen sollen gebären und nicht töten. Gerade in Deutschland hapert es an deutschem Nachwuchs. Unsere Nachbarn in Europa stehen vor den gleichen Problemen.




Ich könnte mir gut vorstellen, dass wenn es nach dir ginge, in jeder Familie mindestens zwei Kinder leben müssten.




Ich wäre wieder für das Mutterkreuz. Vor allen Dingen sollte schwangeren Frauen in öffentlichen Verkehrsmittel ein Sitzplatz angeboten, meine jungen Herren!!!


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:57 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#5 von Vingilot ( gelöscht ) , 10.04.2010 20:26

Die Verleihungsvorraussetzungen des Ehrenkreuzes der Mutter unterlagen der damaligen Ideologie und hatte drei Tatbestandsmerkmale. Dabei waren nicht nur gewisse Merkmale der Mutter zu beachten, sondern auch die ihrer Eltern. Demanch konnte das Mutterkreuz erhalten, falls:

a) die Eltern der Kinder deutschblütig und erbtüchtig sind,
b) die Mutter der Auszeichnung würdig ist (d.h. „erbgesund“, „anständig“ und „sittlich einwandfrei"),
c) die Kinder lebend geboren wurden

Das Mutterkreuz ist ein Symbol der menschenverachtenden Nazi-Ideologie und degradiert die Frau zum rassistischen Zuchtobjekt.


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:58 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#6 von Sheppard ( gelöscht ) , 10.04.2010 20:37

Das Thema haben wir grade in der Schule ab 4 Kinder gibt es Bronze ab 6 Kinder gibt es Silber und ab 8 Kindern gab es das Goldene Mutterkreuz.


mfg Sheppard


Sheppard
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:58 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#7 von Vingilot ( gelöscht ) , 10.04.2010 20:46

Liebe Schimmerlos,
ich glaube, du tätest deiner Oma einen Gefallen
wenn du dieses Andenken an einem stillen Ort "beerdigen" würdest,
besonders wenn sie an Gott geglaubt hat,
denn auch wenn deine Oma kein böser Mensch war, (was ich annehme),
dieses Symbol ist ein sehr, sehr böses.
Es klebt unermessliches Leid daran und ungezählte bittere Tränen von Müttern, die damit "geehrt" wurden und eben diese Kinder von einem menschenverachtenden System sinnlos "verheizt" wurden.

Ich weiß, das steht mir nicht zu.
Bitte verzeih.
Ich an deiner Stelle würde es halt tun ,
vielleicht in einem Wald, oder auf einem Berg,
und dabei mit Liebe an sie denken
damit sie gut schlafen kann.


Wir wandern unter Bäumen weit vom Meer,
jedoch das Sternenlicht,
des Westens, wir vergessen's nicht.

Vingilot
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 20:59 | Top

Orden- und Ehrenzeichen

#8 von Sheppard ( gelöscht ) , 10.04.2010 20:48

Zitat von Schimmerlos

Zitat von Sheppard
Das Thema haben wir grade in der Schule ab 4 Kinder gibt es Bronze ab 6 Kinder gibt es Silber und ab 8 Kindern gab es das Goldene Mutterkreuz.


mfg Sheppard



Wünsche dir nicht die Zeit der Mutterkreuze, lieber Sheppard, sie war nicht schön.
Die Mutterkreuze wurden verliehen, damit genug Kanonenfutter bei Bedarf vorhanden war.




Damit wollte ich auch nicht sagen das ich mir die Mutterkreuze zurückwünsche.
Das hatten wir in der Schule auch schon, Hitler hat sogar Kinder in den Krieg geschickt.
Das muss echt eine Grauenvolle Zeit gewesen sein.

mfg Sheppard


Sheppard
zuletzt bearbeitet 10.04.2010 21:00 | Top

RE: Orden- und Ehrenzeichen

#9 von Kreuzritter , 29.04.2010 20:37

Zitat von Sheppard


Damit wollte ich auch nicht sagen das ich mir die Mutterkreuze zurückwünsche.
Das hatten wir in der Schule auch schon, Hitler hat sogar Kinder in den Krieg geschickt.
Das muss echt eine Grauenvolle Zeit gewesen sein.

mfg Sheppard



Ja, die Zeit war grauenvoll. Darf ich fragen, wo Du das mit den Kindern her hast, und wie Du
Dir das genau vorstellst? Ich entnehme Deiner Äußerung, Du besuchst noch die Schule.

Minderjährige haben - besonders gegen Ende des Zweiten Weltkriegs - auf zwei Weisen
am Krieg teilgenommen.

1.) Volkssturm

Mit Führererlass vom 25. September 1944 wurden alle wehrfähigen Männer im Alter von
16 bis 60 Jahren zum Dienst an der Waffe verpflichtet. Das Aufgabengebiet des Volkssturmes
umfasste in erster Linie Bau- und Schanzarbeiten, Sicherungsaufgaben und die Verteidigung
von Ortschaften, zumeist in unmittelbarer Heimatgegend.

2.) Luftwaffenhelfer ("Flakhelfer")

Am 7. Juni 1943 gab Adolf Hitler dem Drängen von Hermann Göring nach, der die Jahrgänge
1926/27 (also 16 und 17 Jährige) zu Hilfsdiensten bei der Luftwaffe heranziehen wollte. Hitler
verbot, Mädchen einzusetzen, und er beschränkte dieses Vorhaben auch anderweitig (führt
hier zu weit). Ab Januar 1944 wurden auch Schüler des Jahrgangs 1928 (15 Jahre alt) eingesetzt.

Das war sicherlich grausam, und aus heutiger Sicht besonders widerlich. Von "Kindersoldaten"
im heutigen Sinn, möchte ich eigentlich dennoch nicht sprechen. Für mich waren das Jugendliche,
die "damals", in einer harten Zeit aufgewachsen, sowieso etwas reifer waren, als ihre Altersgenossen
heute. Zu jung für den Krieg waren sie auf jeden Fall, versteh mich bitte richtig. Im Gegensatz
zu den heutigen "Kindersoldaten" waren sie auch älter - in der "Lords Resistance Army" in Uganda
waren 90% zwischen 13 und 16 Jahren alt. Und sie wurden nicht unter Drogen gesetzt.

Nach den heutigen Kriterien der unicef waren diese jugendlichen Kindersoldaten. Diese Kriterien
basieren aber auf der UN-Kinderrechtskonvention, die erst am 2. 9. 1990 in Kraft trat.

Du siehst, manchmal ist etwas sehr leicht gesagt, und verurteilt, was sich tatsächlich sehr viel
schwieriger darstellt, wenn man genau hinschaut.

Nichtsdestotrotz war es ein weiteres Verbrechen dieses Regimes, diese Minderjährigen in
die Knochenmühlen zu stecken, um das unausweichliche Ende noch ein wenig mehr hinauszuzögern.

Jan


Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam!

 
Kreuzritter
Leichtmatrose
Beiträge: 197
Registriert am: 28.04.2010

zuletzt bearbeitet 29.04.2010 | Top

RE: Orden- und Ehrenzeichen

#10 von Klaus Pfahl , 29.04.2010 20:43

Lieber Kreuzritter,
das war ein sehr informativer Beitrag. Auch ich habe als Kleinkind die letzten Jahre der Bombardierung in Berlin miterlebt. Für mich war es immer aufregend und etwas lauter wie zu Silvester, aber die Sirenen liegen mir immer noch in den Ohren.
Ich hoffe inständig, daß künftigen Generationen diese Erffahrungen erspart bleiben.

LG
blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Orden- und Ehrenzeichen

#11 von Kreuzritter , 29.04.2010 21:16

Ich hab noch was vergessen. An die Schüler hier:

Dieter Noll: "Die Abenteuer des Werner Holt: Roman einer Jugend."

Lesen. Der war dabei. Da lernt ihr mehr darüber, wie das damals war, als in jedem Schulbuch.


Non nobis Domine, non nobis, sed nomini tuo da gloriam!

 
Kreuzritter
Leichtmatrose
Beiträge: 197
Registriert am: 28.04.2010


RE: Orden- und Ehrenzeichen

#12 von Sheppard ( gelöscht ) , 29.04.2010 23:01

Zitat von Kreuzritter

Zitat von Sheppard


Damit wollte ich auch nicht sagen das ich mir die Mutterkreuze zurückwünsche.
Das hatten wir in der Schule auch schon, Hitler hat sogar Kinder in den Krieg geschickt.
Das muss echt eine Grauenvolle Zeit gewesen sein.

mfg Sheppard



Ja, die Zeit war grauenvoll. Darf ich fragen, wo Du das mit den Kindern her hast, und wie Du
Dir das genau vorstellst? Ich entnehme Deiner Äußerung, Du besuchst noch die Schule.

Jan




Ja, ich besuche noch die Schule ( 9 Klasse ).
Das mit den Kindern habe ich aus dem Schulbuch, aber vorstellen kann man sich das natürlich
nicht richtig, denn in unseren Schulbüchern steht darüber nicht sehr viel drin.
Aber ich werde mal das Buch von Dieter Noll "Die Abenteuer des Werner Holt: Roman einer Jugend" lesen, das du uns empfohlen hast.

mfg Sheppard


La Dolce Vita

Sheppard
zuletzt bearbeitet 02.05.2010 23:51 | Top

RE: Orden- und Ehrenzeichen

#13 von Leila , 01.05.2010 04:06

Zitat von Schimmerlos
Wünsche dir nicht die Zeit der Mutterkreuze, lieber Sheppard, sie war nicht schön.
Die Mutterkreuze wurden verliehen, damit genug Kanonenfutter bei Bedarf vorhanden war.



Richtig, Schimmerlos!

Hier einige Verweise zur flüchtigen Lektrüre:

Wolfskinder (über den Begriff)

Wolfskinder im Zweiten Weltkrieg)

Wolfskinder in Ostpreußen

Die Kinder der Flucht – Wolfskinder

Gruß von Leila

 
Leila
Jungmann
Beiträge: 48
Registriert am: 28.04.2010


RE: Orden- und Ehrenzeichen

#14 von Leila , 01.05.2010 07:52

Ein kleiner Beitrag zur Volksetymologie:

Als meine selige Mutter ein Mädchen war, fiel sie von einem Roß herab. Seither hatte sie immer wieder große Rückenschmerzen, zeitlebens. „Ach“, stöhnte sie oft, „mir tut wieder das Kreuz so weh!“

Mein seliger Vater nahm mich auf viele seiner Geschäftsreisen mit. In Hotels sprach er mit seinen Geschäftspartnern bis gegen Mitternacht über alles mögliche, auch über den Nationalsozialismus, wie ich erst viel später herausfand. Ich durfte immer dabei sein, zuhören, Vivi-Cola trinken und Nußgipfel essen. – Ich weiß noch genau, wo ich das Wort „Mutterkreuz“ zum ersten Mal hörte: in einem Hotel am Vierwaldstättersee. Die Männer redeten und redeten … Dann sagte einer das Wort „Mutterkreuz“ und ich horchte auf. Die Männer lachten, machten Witze und schnitten Grimassen. „So spricht also mein Vater über die Schmerzen meiner Mutter!“, dachte ich, stand auf und ging zu Bett.

Anderntags sprach ich mit meinem Vater erst dann ein Wort, als er mich zur Rede stellte: „Leili, warum sagst du mir nicht guten Tag?“ „Mit dir spreche ich nie mehr ein Wort!“ „Was ist nur mit dir los? Was habe ich dir angetan?“ „Du hast böse Dinge über Mueti gesagt!“ – Kurzum: Nach einer geschlagenen Stunde gelang es meinem Vater, mir mein Mißverständnis aufzuzeigen, und dabei lernte ich eine weitere Bedeutung eines Wortes kennen.

Viele Jahre später, als ich selber Kinder hatte, bekam das Wort „Mutterkreuz“ nochmals eine mir bisher unbekannte Bedeutung.

Aber damit noch nicht genug! – Ich eignete mir autodidaktisch das mir zugängliche Wissen über die Geometrie an, als ich das Wort „Kreuzstab“ las.



Euch freundlich grüßend

Leila

 
Leila
Jungmann
Beiträge: 48
Registriert am: 28.04.2010


   

Hilfe für Griechenland
Demos am 1. Mai verbieten

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor