Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#1 von Klaus Pfahl , 21.07.2011 17:42

wenn sie falsche Angaben über Ihre Produkte machen?
Kunden sollen künftig diese Produkte auf einer offiziellen Internetseite eintragen können. Damit will Verbraucherschutzministerin Aigner gegen irreführende Kennzeichnung von Lebensmitteln vorgehen.

Immer wieder sorgen Meldungen über verfälschte Lebensmittel für Schlagzeilen. Konsumenten fühlen sich betrogen und fürchten um ihre Gesundheit. Was steckt hinter Analogkäse, Klebefleisch und Schinken-Imitat?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#2 von Waldveilchen , 21.07.2011 18:32

Analogkäse, Klebefleisch und Schinken-Imitat - das finde ich ziemlich mies von den Produzenten, die so was herstellen.
Ich wundere mich, dass die gar kein Gewissen haben und solche Schwindel-Produkte verkaufen.

Was dahinter steckt? Natürlich Gier nach mehr Geld, höherem Umsatz,...


 
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zuletzt bearbeitet 21.07.2011 | Top

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#3 von Laura , 21.07.2011 18:45

Wenn ich bei meinem Schlachter oder Käseverkäufer einkaufen gehe, frage ich ihn vorher, aus was die Ware besteht. Die fertig verpackten Produkte kaufe ich erst garnicht ein. Unverständlich ist mir, dass der Verband der Lebensmittelhersteller diesen Pranger kritisiert. Vor 200 Jahren wurden Lebensmittelhersteller in den Kerker gesteckt. Mit Ausnahme laktosefreier Produkte für Allergiker sollte die Produktion von künstlicher Nahrung generell verboten werden.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#4 von Maulwurf ( Gast ) , 21.07.2011 19:18

Bei uns erledigt das die Arbeiterkammer


Schimmel im Einkaufskorb


Herzhaft in eine Tomate beißen? Frische Aprikosen genießen?
Oft Fehlanzeige. Denn nach einem AK-Test kann einem so richtig der Appetit vergehen. 78 Mal fand die AK-Konsumenteninformation in 19 Märkten vergammeltes, angefaultes und unansehnliches Obst und Gemüse.


Geschickt angeordnet und raffiniert beleuchtet – so locken Obst und Gemüse in den Supermarkt-Regalen zum Zugreifen.
Beim Auspacken zu Hause dann die Überraschung: Konsumentinnen und Konsumenten finden oft angefaulte oder schimmelige Ware. Die Arbeiterkammer machte jetzt die Probe aufs Exempel: Beim verpackten und losen Obst- und Gemüseangebot von 19 Märkten von Spar, Rewe und Hofer und Umgebung fanden die Tester/-innen gleich 78 Mal angefaulte, verschimmelte und unansehnliche Früchte.

Die "Hitliste" der beanstandeten Waren führen die Filialen von Billa ,Merkur und Penny an. Am häufigsten verdorben waren Äpfel, Tomaten, Aprikosen und Pfirsiche.

65 Mal faulige Stellen und Schimmel
Beanstandungen der Konsumentenschützer/-innen bei verpacktem und losem Obst und Gemüse gab es 65 Mal wegen fauler Stellen und Schimmelbelag. 13 Stück hatten einen deutlichen Qualitätsmangel: schrumpelig, überreif, beschädigt oder unansehnlich. Die beanstandeten Früchte wurden jeweils in den oberen Lagen entdeckt. Interessantes Detail: Das vergammelte Obst und Gemüse passierte – mit einer Ausnahme - ohne weiteres die Kassa. Alle vergammelten Proben wurden zum vorgegebenen Preis verkauft.

Besseres Qualitätsmanagement gefordert
Der Arbeitsdruck der Beschäftigten im Handel ist so groß, dass wenig Zeit für das Überprüfen und Aussortieren verdorbener Ware bleibt. Die Konsumentinnen und Konsumenten erwarten aber einwandfreie Ware, wenn sie den vollen Preis zahlen. Die AK fordert daher ein besseres Qualitätsmanagement im Lebensmittelhandel.

Maulwurf

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#5 von Germanicus ( gelöscht ) , 21.07.2011 20:55

Ich halte Pressfleisch und künstlichen Käse für den letzten Dreck. Aber auch bei der Wurst kann man sich nicht immer auf gute Qualität verlassen.
Aus vergammelten Schweineköpfen soll in Niedersachsen Wurst gemacht worden sein. Augenzeugen berichteten, die Köpfe seien vereitert gewesen und hätten gestunken, berichtet die ARD. Verkauft wurde die Gammelfleisch-Wurst nach Russland, nach Rumänien – und auch in Deutschland.

http://www.welt.de/wirtschaft/article157...erarbeitet.html

Guten Appetit

Germanicus

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#6 von Germanicus ( gelöscht ) , 21.07.2011 21:01

Nachtrag:
Warum hat "Die Welt" bei diesem Artikel wohl die Kommentarfunktion dicht gemacht? Das geschieht dort bei allen brisanten Themen.

Germanicus

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#7 von Laura , 22.07.2011 17:52

Zitat von Germanicus
Ich halte Pressfleisch und künstlichen Käse für den letzten Dreck. Aber auch bei der Wurst kann man sich nicht immer auf gute Qualität verlassen.
Aus vergammelten Schweineköpfen soll in Niedersachsen Wurst gemacht worden sein. Augenzeugen berichteten, die Köpfe seien vereitert gewesen und hätten gestunken, berichtet die ARD. Verkauft wurde die Gammelfleisch-Wurst nach Russland, nach Rumänien – und auch in Deutschland.

http://www.welt.de/wirtschaft/article157...erarbeitet.html

Guten Appetit



Für dieses minderwertiges Fleisch gab es früher doch diese sogenannten Freibankfleischläden. Ich undere mich schon lange, dass es diese Läden nicht mehr gibt. Jetzt wird wohl bestimmt das Fleisch aus Notschlachtungen oder kranker Tiere in normalen Schlachtereien mitverarbeitet.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#8 von Gast ( Gast ) , 22.07.2011 18:23

In den Supermärkten kann man sehen, dass jeder Schinken gepresst ist, sie geben das auch zu.
Die einzigen, die gut und teuer sind, sind wohl die italienischen Rohschinken.
Die brauchen auch sehr lange, bis sie luftgetrocknet sind.
Allerdings kann sich den nicht jeder leisten.

Gast

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#9 von Klaus Pfahl , 22.07.2011 18:54

Spaniens Jamón Ibérico ist der edelste und teuerste Schinken der Welt. Trotz extrem hoher Preise verlangen Genießer in Europa und Asien nach dem Luxus. Die Hersteller haben Mühe, die Nachfrage zu befriedigen.



Ich hatte ihn einmal in einem Hotel zum Frühstück bekommen. Selbst würde ich ihn mir nie kaufen. Der ist einfach zu teuer. Da ziehe ich unseren Ammerländer Katenschinken vor. Der ist auch von guter Qualität.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
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RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#10 von Gast ( Gast ) , 22.07.2011 19:03

Schwarzwälder luftgetrocknet schmeckt mir auch.

Gast

RE: Sollen Lebensmittelproduzenten an den Pranger gestellt werden

#11 von Germanicus ( gelöscht ) , 22.07.2011 21:34

Viele Produzenten stellen nicht nur minderwertige Waren aus Gammelfleisch her, sie bezahlen auch noch ihre Mitarbeiter miserabel zu Sklavenlöhnen für Accordarbeit.
Negativ fielen die Discounter REWE, Edeka und Netto auf, die bei diesen Firmen einkaufen.

http://www.derhandel.de/news/unternehmen...anger_6650.html

Germanicus

   

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