Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#1 von Glen ( gelöscht ) , 18.07.2011 12:51

Das Elend vieler Akademiker in Deutschland


Hier mal ein Auszug aus dem SPIEGEL-Artikel:

Zitat

Hummel verdient 15 Euro pro Stunde, das macht bei 25 Stunden wöchentlich rund 1500 Euro brutto im Monat. Klingt nicht schlecht, aber der Teufel steckt im Detail: Mit Vor- und Nachbereitung arbeitet Hummel praktisch Vollzeit, in vielen Wochen gibt sie eher zwei oder drei Stunden, die Fahrtkosten zahlt sie auch selbst. Bis vor kurzem reichte es trotzdem irgendwie, weil sie sich auch erkältet zur Arbeit schleppte, und weil ihr Partner etwas dazuverdient. Ein journalistischer Nebenjob ermöglichte ihr, in die Künstlersozialkasse einzutreten, die zahlte die Hälfte ihrer Sozialabgaben.

Damit ist jetzt Schluss. Weil Hummel ihren Nebenjob verlor, flog sie aus der Künstlerkasse und landete hart in der Realität der freien Sprachlehrer. Fast 200 Euro will die Krankenversicherung jetzt, und von dem mageren Rest soll sie ein Fünftel an die Rentenversicherung abdrücken. Der Grund: Selbständige Lehrer und Erzieher sind versicherungspflichtig, so steht es im sechsten Sozialgesetzbuch. Eine Regelung, die an der Wirklichkeit vorbeigeht, weil sie sich auf Akademiker bezieht, die oft weniger verdienen als mancher Hilfsarbeiter. Betroffen sind vor allem Frauen, Männer hält es selten in diesem Beruf.



http://www.spiegel.de/karriere/berufsleb...,774265,00.html

Was läuft hier falsch?

Glen

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#2 von Gast ( Gast ) , 18.07.2011 13:09

Man muß sich eben Berufe aussuchen, wo man gute Chancen hat auch unterzukommen und zu verdienen.
Es werden Facharbeiter und Techniker händeringend gesucht.
Wer sich kapriziert hat eben Pech gehabt und braucht nicht zu jammern.
Die Zeiten haben sich geändert.

Gast

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#3 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 18.07.2011 13:39

Zitat von Gast
Man muß sich eben Berufe aussuchen, wo man gute Chancen hat auch unterzukommen und zu verdienen.



Dieser - siehe oben - verheerenden Ansicht haben viele Schüler ihre indiskutable pädagogische Grundausbildung zu verdanken !

Nach meiner GANZ PERSÖNLICHEN (!!!) Überzeugung sind viele Menschen aus dem o.g. Grunde Lehrer geworden: Beamtenstatus, unkündbar, relativ viel (??) Geld verdienen...

Lust am Beruf = NULL !!!

Wenn ich in die vielen lustlosen, leeren, halb paralysierten, demotivierten, frustrierten Gesichter von 45 - 50-jährigen Lehrern im Lehrerzimmer blicke, packt mich das kalte Grauen.
Lehrer, die noch zehn bis zwanzig Jahre vor sich haben, die Jahre bis zur Pensionierung zählen und sich diese Zeit mit Selbstmitleid und burn out-Syndrom durch den Unterricht quälen...

Schnell zurück zum Thema !!!


Gruß - Peter


"Nichts ist schwieriger im Leben,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

peddor, der Rüstersieler

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#4 von Gast ( Gast ) , 18.07.2011 13:44

Und Schuld haben immer die Schüler!
:)

Es ist heutzutage wohl die Doppelbelastung auch, wie Beruf-Haushalt und Kinder unter einen Hut zu bringen.
Die früheren Blaustrümpfe hatten diese Probleme nicht.

Gast

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#5 von Glen ( gelöscht ) , 18.07.2011 15:12

Bildung soll sich wieder lohnen ......

Oder wie war der Spruch .....

[QUOTE]Es gibt Sätze, die kann Tanja Hummel nicht mehr hören. "Bildung lohnt sich? So ein Unsinn", sagt sie so ärgerlich, wie sie kann mit ihrer sanften Stimme. Hummel ist 55 Jahre alt, nach der Schule studierte sie Germanistik auf Magister. Weil sie keine feste Stelle fand, unterrichtet sie an einer privaten Sprachschule Deutsch, als Lehrerin für staatliche Integrationskurse.

Um ihre Aufträge nicht zu verlieren, möchte sie ihren echten Namen nicht auf KarriereSPIEGEL lesen.
[/QUOTE]

http://www.spiegel.de/karriere/berufsleb...,774265,00.html

Glen

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#6 von Gast ( Gast ) , 18.07.2011 18:16

Umschulung heißt das Zauberwort.

Gast

RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#7 von GG146 , 18.07.2011 21:22

Zitat von peddor, der Rüstersieler
Nach meiner GANZ PERSÖNLICHEN (!!!) Überzeugung sind viele Menschen aus dem o.g. Grunde Lehrer geworden: Beamtenstatus, unkündbar, relativ viel (??) Geld verdienen...

Lust am Beruf = NULL !!!



Das hat mir bislang jeder Insider so geschildert, den ich kennengelernt habe. Nach Ihrer Erwähnung Ihres Berufes und unter Berücksichtigung Ihrer bisher von mir gelesenen Beiträge hatte ich Sie allerdings auch diesem Muster zugeordnet und mir vorgenommen, von jeder weiteren Konversation Abstand zu nehmen.

Das typische unintelligent - hochmütige Deutschlehrer - Grinsen* auf dem Ava tut ein Übriges ...


*Die Gesamtheit der heutigen Pfeifen in dem Job würde Goethe und Schiller zur Auswanderung veranlassen.

 
GG146
Master
Beiträge: 1.622
Registriert am: 24.05.2011


RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#8 von Gast , 18.07.2011 21:31

Zitat von GG146

Zitat von peddor, der Rüstersieler
Nach meiner GANZ PERSÖNLICHEN (!!!) Überzeugung sind viele Menschen aus dem o.g. Grunde Lehrer geworden: Beamtenstatus, unkündbar, relativ viel (??) Geld verdienen...

Lust am Beruf = NULL !!!



Das hat mir bislang jeder Insider so geschildert, den ich kennengelernt habe. Nach Ihrer Erwähnung Ihres Berufes und unter Berücksichtigung Ihrer bisher von mir gelesenen Beiträge hatte ich Sie allerdings auch diesem Muster zugeordnet und mir vorgenommen, von jeder weiteren Konversation Abstand zu nehmen.

Das typische unintelligent - hochmütige Deutschlehrer - Grinsen* auf dem Ava tut ein Übriges ...


*Die Gesamtheit der heutigen Pfeifen in dem Job würde Goethe und Schiller zur Auswanderung veranlassen.




In diesem Falle bin ich
ganz deiner Meinung.
Den grinsenden AVA habe seinerzeit ich gemacht, für sowas taugen Deutschlehrer nämlich nicht.


RE: Das Elend vieler Akademiker in Deutschland

#9 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 19.07.2011 12:28

Zitat von GG146

Zitat von peddor, der Rüstersieler
Nach meiner GANZ PERSÖNLICHEN (!!!) Überzeugung sind viele Menschen aus dem o.g. Grunde Lehrer geworden: Beamtenstatus, unkündbar, relativ viel (??) Geld verdienen...

Lust am Beruf = NULL !!!



Das hat mir bislang jeder Insider so geschildert, den ich kennengelernt habe. Nach Ihrer Erwähnung Ihres Berufes und unter Berücksichtigung Ihrer bisher von mir gelesenen Beiträge hatte ich Sie allerdings auch diesem Muster zugeordnet und mir vorgenommen, von jeder weiteren Konversation Abstand zu nehmen.

Das typische unintelligent - hochmütige Deutschlehrer - Grinsen* auf dem Ava tut ein Übriges ...


*Die Gesamtheit der heutigen Pfeifen in dem Job würde Goethe und Schiller zur Auswanderung veranlassen.






Geehrter Herr „GG146“ !


ERSTENS:

Ich befürchte, Ihrer Mutmaßung widersprechen zu müssen, dass ich zu der von mir kritisierten Spezies von Lehrern (lustlos, gequält, kaputt, burnt out etc., etc.) gehöre.

Begründung:
a) Ich liebe meinen Beruf immer noch – wie am ersten Tag.
b) Über 90 % aller Lehrer beenden ihren Job mit oder ohne Alters-Teilzeit mit spätestens 62 Jahren.
Im Sommer 2009 wurde ich aus Altersgründen (65 Jahre) pensioniert. Nach diesen Sommerferien (2011) beginnt mein DRITTES Schuljahr NACH der Pensionierung; ich bin also weiterhin aktiv im Schuldienst tätig.


ZWEITENS:

Es ist für mich immer wieder interessant zu erfahren, wie schnell, unüberlegt, grundlos und spontan in der virtuellen Welt des Internet Vorurteile und Feindbilder gegenüber Menschen produziert werden.


DRITTENS:

Auf Ihre Avatar-Entgleisung einzugehen verbietet mir meine angeborene Höflichkeit.


VIERTENS:

„An dem Lob der Menschen ist mir nicht gelegen. Das Einzige, an dem ich mich erfreuen kann, ist ihr NEID !“
(Lichtenberg, deutscher Philosoph)



FAZIT:

Günstigstenfalls hat Ihr Beitrag, mit dem Sie sich dankenswerterweise selbst disqualifizieren, Bumerang-Effekt.






Gruß - Peter


"Nichts ist schwieriger im Leben,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

peddor, der Rüstersieler

   

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