Überfischung der Meere

#1 von Klaus Pfahl , 09.04.2010 20:58

Eine Weisheit der Cree Indianer lautet:
"Erst wenn der letzte Baum gerodet,
der letzte Fluß vergiftet,
der letzte Fisch gefangen ist,
werdet ihr feststellen,
daß man Geld nicht essen kann".


Diesen Spruch sollten wir uns zu Herzen nehmen. Trotz aller internationaler Bemühungen Höchstgrenzen bzw. Fangquoten festzulegen, wird kräftig weiter gefischt. Bei Neufundland gilt der Kabeljau bereits als fast ausgestorben. Es wird jährlich bedeutend mehr Fisch gefangen als für den menschlichen Verzehr benötigt wird. Große Mengen wandern in die Fischmehlfabriken und werden als Tierfutter bzw Dünger weiterverarbeitet.

Die Piraterie vor Somalia hat die Fischerei durch fremde Fangflotten förmlich zum Erliegen gebracht. Dadurch könnten sich die Bestände wieder soweit erholen, daß für die somalische Bevölkerung wieder mehr Fisch als benötigt in den dortigen Gewässern vorhanden ist.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010

zuletzt bearbeitet 09.04.2010 | Top

RE: Überfischung der Meere

#2 von Zaunkönig , 10.04.2010 14:54

Wenn der Fischfang jedoch für eine kurze Zeit lang eingestellt wird, dann gibt es einen Aufstand. Es wird wohl leider nie so werden wie früher.


Ein Fisch, im Ozean im weiten,
läuft oft Gefahr in diesen Zeiten,
mit vielen and'ren Schwimmerbanden,
in einem Fischernetz zu landen.

Abrupt getrennt von seiner Welt,
stellt fest er, dass es ihm missfällt
wie ihm die Kiemen rasch verkleben,
die er so dringend braucht zum Leben.

Doch keine Zeit jetzt nachzudenken,
zwei Hände ihm Beachtung schenken.
Die grob mit einiger Routine,
ihn unter eine Guillotine

in Form des Messer legen nun.
Dem Fisch bleibt nicht mehr viel zu tun.
Er kann nur noch bedauern kurz.
Dem Henker ist das ziemlich schnurz.

http://www.schreibwerkstatt.de/noch-fischgedicht-t690.html

Euer Zaunkönig


 
Zaunkönig
2.Steuermann
Beiträge: 776
Registriert am: 22.03.2010

zuletzt bearbeitet 10.04.2010 | Top

RE: Überfischung der Meere

#3 von Klaus Pfahl , 10.04.2010 19:41

Die Bilanz der Artenschutzkonferenz in Katar ist für Tierschützer ein Desaster: Die Ausrottung des Roten Thunfisches und des Hammerhais scheint beschlossene Sache – die Fischereilobby hat wieder einmal erfolgreich gearbeitet.
Besonders schlecht steht es um den Blauflossenthun und den Hammerhai. Während der Thun besonders in Sushi-Restaurants unverzichtbar ist, können die Chinesen anscheinend nicht ohne die Flossen des Hammerhais überleben.


Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010

zuletzt bearbeitet 10.04.2010 | Top

RE: Überfischung der Meere

#4 von Klaus Pfahl , 14.07.2010 18:43

Ein SPD-Minister will nach Auskunft von CDU-Parlamentariern Großkäufer von Aalen und Aalprodukten namentlich erfassen. Damit soll der Fisch vor dem Aussterben bewahrt werden.

http://www.welt.de/wirtschaft/article846...gistrieren.html

Das ist wieder einmal typisch deutsch, als ob man damit die Fischbestände retten könnten.

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
Admin
Beiträge: 7.167
Registriert am: 07.03.2010


RE: Überfischung der Meere

#5 von Hans ( gelöscht ) , 14.07.2010 20:33

Dieser SPD-Minister ist wohl ein alter Stasi-Bürokrat.
Sinnvoller wäre eine EU-weite Einigung über geringere Fangquoten. Die Franzosen fangen bereits die kleinen Glasaale in großen Mengen und verarbeiten sie zu einer von Japanern geliebten Delikatesse für die Sushi-Läden. Das muß nicht sein.

LG
Hans


Hans

   

Ölpest im Golf von Mexiko
Höhere Krebsrate durch Sendemast von Radio Vatikan

  • Ähnliche Themen
    Antworten
    Zugriffe
    Letzter Beitrag
Javascript Uhr
Aktueller Kalender
Xobor Forum Software von Xobor