Unsere Schüler

#1 von Gast ( Gast ) , 14.06.2011 17:09

Unsere Schüler brauchen
Förderunterricht
Nachhilfeunterricht
Einen leichten weg zum Abitur, Sitzenbleiben inklusive.

Sind unsere Schüler dumm wie Bohnenstroh geworden, sind sie faul, liegt es an den Lehrern oder an den Migranten.

Verblödet das zukünftige Deutsche Volk?

P.S.Spezialisten müssen aus Indien und anderen Ländern geholt werden, wohin soll das führen?

Gast

RE: Unsere Schüler

#2 von Held der Arbeit ( Gast ) , 14.06.2011 17:53

Wenn in diesem System jemand versagt hat, dann sind es zum größten Teil die Eltern, welche ihren Pflichten nicht nachkommen. Computer statt Bücher, Videospiele statt Familienabende mit Brettspielen, moderne Unterhaltungsindustrie im Kinderzimmer statt Zuwendung und Förderung des eigenen Nachwuchses. Die Anschaffung eines neuen Haushaltsgerätes wird besser geplant, als die schulische Entwicklung des Kindes. Hausarbeiten gelten als Zumutung.

Held der Arbeit

RE: Unsere Schüler

#3 von Gast ( Gast ) , 14.06.2011 17:57

Stimmt alles, vor allem aber wird nicht mehr gelesen, dass wenigstens eine halbwegs akzeptable Rechtschreibung zustande kommen würde.

Gast

RE: Unsere Schüler

#4 von Klaus Pfahl , 14.06.2011 18:23

Das liegt auch daran, dass in fast allen Familien beide Elternteile berufstätig sind. Vom Stress zurück in den Haushalt, bekommen sie gerade mal eine vernünftige Mahlzeit auf die Reihe, und dann wird am Fernseher entspannt. Die Kinder kommen dann meistens zu kurz.
Als ich noch zur Schule ging, gab es bei uns zu Hause keinen Fernseher. Dafür hatten wir Musikinstrumente und waren auch sonst kreativer.


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
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RE: Unsere Schüler

#5 von Gast ( Gast ) , 14.06.2011 19:05

Es wurden Spiele gespielt und vor allem viel gelesen!
Bei mir wurde kontrolliert, ob ich schön und richtig schreibe und richtig rechne.

Was doch auch Großeltern wert sein können, vor allem, was die Bildung anbelangt.
Alleine die Geschichten meines Großvaters, die er bestimmt selbst erfunden hatte, waren Goldes wert, um die Fantasie zu beflügeln und immer wieder nachzufragen, wie es weiter ging.
Wenn ich ein spannendes Buch gelesen habe, hätten mich keine 10 Pferde davon weggebracht.

Tempora mutantur, nos et mutamur in illis, lateinisch für
„Die Zeiten ändern sich und wir werden in ihnen geändert".

Was nicht immer von Vorteil sein muß!

Gast

RE: Unsere Schüler

#6 von Zaunkönig , 16.06.2011 12:32

Das ist wirklich traurig...
Da sieht man wieder, wie Erwachsene von den Schülern denken. Es stimmt, dass es jetzt einen Fernsehr im privaten Gebrauch gibt, aber ich kenne so viele Leute, die "lesen".
Ich selbst natürlich auch.

Ein Tipp an alle, die gerne verallgemeinern: Ihr müsst auch eine gewisse Prozentzahl von der Masse rausnehmen!

Euer Zaunkönig


Der äußere Glanz hütet das innere Wesen.

 
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RE: Unsere Schüler

#7 von Gast ( Gast ) , 16.06.2011 13:43

Am Lesen erkennt man dann die Rechtschreibeung?
Vor allem aber die Allgemeinbildung?

Es kommt wohl darauf an, was gelesen wird.
Wenn jemand überhaupt noch liest.

Gast

RE: Unsere Schüler

#8 von Zaunkönig , 16.06.2011 21:12

Ich meinte jetzt nicht irgendwelche Zeitschriften oder Magazine, sondern ganz normale Bücher für jeden Geschmack.

Euer Zaunkönig


Der äußere Glanz hütet das innere Wesen.

 
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RE: Unsere Schüler

#9 von Sheppard , 16.06.2011 21:45

Zitat von Zaunkönig
Ich meinte jetzt nicht irgendwelche Zeitschriften oder Magazine, sondern ganz normale Bücher für jeden Geschmack.

Euer Zaunkönig



Ich ergänze Zaunkönigs Satz mal.

z.b. etwas von Goethe, Schiller oder vielleicht auch mal etwas von Erwin Schrödinger.

Eines meiner Lieblingsexperimente von Erwin Schrödinger ist "Schrödingers Katze".

Zitat
Versuchsanordnung. Die Übertragung der Quantenmechanischen Wellenfunktion führt bis zum Öffnen des Kastens zu einer gleichermaßen toten wie lebendigen Katze.



Da das nicht zum Thema gehört führe ich das nicht weiter aus...


 
Sheppard
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RE: Unsere Schüler

#10 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 20.06.2011 18:57

Es bringt überhaupt nix, die heutige Jugend mit einer vorherigen zu vergleichen, so wie ich es ja auch immer wieder, ja - jahrzehntelang, (fälschlicherweise) tat.

Die Jugend wird nun mal - so furchtbar phrasenhaft es klingen mag - durch ihre Welt geprägt, und das ist die einer mich erschreckenden Kommunikationstechnik: Handy, SMS, E-Mail, My Space, Facebook, Twitter, Blogs...

Diese entsetzlich einseitige "Lebensweise" bringt auf Grund ihres Überangebots, ihrer Reiz-Überflutung vieles Negative, um nicht zu sagen: nur Negatives, mit sich, u.a. einen ganz gewaltigen Kreativitäts-Verlust sowie extrem nachlassendes Interesse an "der Welt" (Ausnahmen bestätigen die Regel).

Sage ich meinen Kindern, dass ich als Knäblein im Winter stundenlang mit Bauklötzen und / oder der MÄRKLIN-Eisenbahn spielte und im Sommer abends von den Eltern mit dem Lasso eingefangen werden musste, mir verboten wurde, EINEM WEITEREN SPORTVEREIN BEIZUTRETEN (!), dann kann das meiner Tochter und meinem Sohn nur ein müde-mitleidiges Lächeln entlocken.

Das ist die eine Seite.


Die andere Seite ist ein seit fünfzig Jahren ka-ta-stro-pha-les, tradiertes, völlig veraltetes, fossiles Schulsystem, das NIRGENDWO den Ansprüchen an eine moderne Gesellschaft gerecht wird. Nein ! Ich führe das im Moment nicht weiter aus. Ich tat und tue dies seit dreißig Jahren in öffentlichen Abhandlungen und Vorträgen !

Wenn ich allein an "mein", das Deutsch-Curriculum denke, so offenbaren sich mir Richtlinien, die völlig an der Realität vorbeilehren - getarnt mit dem Deckmantel pseudo-pädagogischer Worthülsen, die über verbale Schwafel-Slalomläufe nicht hinausgehen.

Dazu eine erniedrigende, entwürdigende, entmenschlichende Lehrer-Ausbildung (Referendariat); in Bezug auf Schule ist fast alles MIST !!!

Der Jugend kann man ihre ganz offensichtliche Doofheit nicht anlasten, sondern der demotivierenden Schule sowie einem Elternhaus, in dem vor lauter Geldverdienen-Müssen keine Kommunikation mehr stattfindet.

Leistungsdruck, Profitgier, geistige Vereinsamung - das sind die Segnungen des Spätkapitalismus !


AMEN !


Peter


"Nichts ist schwieriger im Leben,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

peddor, der Rüstersieler
zuletzt bearbeitet 20.06.2011 19:00 | Top

RE: Unsere Schüler

#11 von Zeitung ( gelöscht ) , 19.07.2011 10:23

Hi, meiner Meinung nach brauchen die Schüler nicht nur andere Schulen und andere Systeme sondern wieder Eltern, die Ihre Verantwortung übernehmen, da wäre sicher viel getan!

Zeitung

Zeitung

RE: Unsere Schüler

#12 von Gast ( Gast ) , 19.07.2011 16:13

Zitat von Zeitung
Hi, meiner Meinung nach brauchen die Schüler nicht nur andere Schulen und andere Systeme sondern wieder Eltern, die Ihre Verantwortung übernehmen, da wäre sicher viel getan!

Zeitung



Absolut korrekt!

Gast

RE: Unsere Schüler

#13 von Ovid , 20.07.2011 13:06

Zitat von Zaunkönig
Das ist wirklich traurig...
Da sieht man wieder, wie Erwachsene von den Schülern denken. Es stimmt, dass es jetzt einen Fernsehr im privaten Gebrauch gibt, aber ich kenne so viele Leute, die "lesen".
Ich selbst natürlich auch.

Ein Tipp an alle, die gerne verallgemeinern: Ihr müsst auch eine gewisse Prozentzahl von der Masse rausnehmen!

Euer Zaunkönig



Ich bin vollkommen Zaunkönig's Meinung - man kann nicht alles verallgemeinern, weil es dann einfach zu falschen Ergebnissen führt. Deutschland ist sowieso das Land der Pessimisten, welche sich immer mit anderen Länden vergleichen müssen und dann feststellen, wie scheiße wir doch im Vergleich zu denen sind. Ich zum Beispiel würde nicht auf die Idee kommen, meinen Eltern vorzuwerfen, dass sie sich nicht genug um mich kümmern - manchmal finde ich übertreiben sie sogar mit ihrer Fürsorge und Zuwendung. Und auch wenn ich gerne Zeit mit Multimedia verbringe, so lese ich auch gerne (recht oft). Und dann keine Comics, oder Magazine wie die Bravo, sondern normale Bücher mit normaler Schrift und ohne Bilder zum Ausmalen, verfasst von Autoren, wie Markus Heitz, J.K.Rowling oder Bernard Cornwell. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass Zaunkönig und ich da die Einzigen sind, die es so halten.


Wer kämpft kann verlieren, wer nicht kämpft hat schon verloren!
Freiheit ist ein Gut, für das es sich zu kämpfen lohnt!
Was für ein Mann ist ein Mann, der nicht die Welt verändert?

In der größten Dunkelheit bedenkt: Nichts ist wahr - alles ist erlaubt!

 
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RE: Unsere Schüler

#14 von Laura , 21.07.2011 18:39

Jede ältere Generation mäkelt an der jüngeren herum. Das war früher auch so. Wie oft bekam ich zu hören "wenn ihr so weiter macht, wird aus euch nie etwas Gescheites". Wenn die heutigen 17 oder 18-Jährigen erwachsen sind und eigene Kinder haben, werden sie mit aller Sicherheit genau so herum meckern.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Unsere Schüler

#15 von kritisches_Auge , 11.08.2011 14:22

Ich erteile ja nun schon sehr lange Nachhilfeunterricht und das Klientel hat sich
sehr geändert. Früher hatte ich gutwillig faule Schüler, Schüler die sich nicht
aufraffen konnten, aber mit Unterstützung voran kamen, den Stoff begriffen
und wieder Freude an der Schule hatten.

Ich muß einmal ganz hart sagen dass die Schüler die ich heute habe nicht für
das Gymnasium oder die Realschule geeignet sind, der Stoff interessiert sie überhaupt nicht,
sie eignen ihn sich notdürftig für Klassenarbeiten an und dann ist er vergessen.
Die Gymnasiasten denen ich Unterricht erteile sind größtenteils für die Realschule
geeignet, die Realschüler für die Hauptschule, es ist aber nicht Schuld der Eltern
ihre Kinder in die falsche Schule zu bringen sondern Schuld der Bildungspoltitik.
Wozu braucht ein Schüler mit hervorragendem räumlichem Vorstellungsvermögen,
geschickten Händen alle Feinheiten der englischen Zeiten kennen?
Wieviele Kinderseelen gehen kaputt weil sie sich mühen und den Stoff nicht begreifen?
Auf computertechnischem Gebiet sind die meisten Schüler heutzutage sehr fit.
Stellt euch einmal vor ihr müßtet sieben Tage in der Woche einer ungeliebten
Beschäftigung bei der ihr nicht den richtigen Durchblick hättet, nachgehen.
Was Benehmen und soziale Denkweise angeht kann ich über die Schüler die ich kenne
nicht klagen.

 
kritisches_Auge
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