Gewalt an Schulen

#1 von Klaus Pfahl , 07.04.2010 01:38

Jugendliche haben den stellvertretenden Direktor der Gottfried-Kinkel-Oberschule in Spandau zusammengeschlagen. Der Mann erlitt - auch durch Tritte - mehrere Prellungen und musste in einer Klinik behandelt werden. Nach Informationen der Berliner Zeitung ereignete sich der brutale Überfall bereits am Dienstagmittag.

http://www.berlinonline.de/berliner-zeit...17145/index.php

Ich möchte nun nicht so einfach behaupten, daß früher alles besser war, aber diese Auswüchse der Gewalt hatte es zu meiner Schulzeit nicht gegeben.

Was könnten die Ursachen sein?

Gruß
Blitz


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

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RE: Gewalt an Schulen

#2 von Isis ( gelöscht ) , 07.04.2010 18:48

Wer an Schulen gewalttätig wird, sollte nach einer Abmahnung die rote Karte sehen. Wenn ausländische Kinder Gewalt anwenden, gehören sie mit ihren Familien in ihre Heimat abgeschoben.


Wer Stroh im Kopf hat, fürchtet den Funken der Wahrheit.

Isis

RE: Gewalt an Schulen

#3 von lei , 12.07.2010 08:18

Zitat von Isis
Wer an Schulen gewalttätig wird, sollte nach einer Abmahnung die rote Karte sehen. Wenn ausländische Kinder Gewalt anwenden, gehören sie mit ihren Familien in ihre Heimat abgeschoben.



@isis,

ihr beitrag erinnert mich an den film "Die Kinder des Monsieur Mathieu".
hier war das motto des schulleiters "aktion = reaktion".

um der gewalt an schulen zu begegnen sollte mann erst auf ursachensuche gehen.

z. b. hier in nrw, wo 1968 die volksschulen aufgelöst und statt dessen die hauptschule eingeführt wurde.
argumentiert wurde mit besserer, sprich zentraler ausbildung. ein weiteres argument war, kosten einzusparen.

das diese kosten, die man einsparte die fahrtkosten bei weitem nicht deckten, ist ihnen später aufgefallen.

das zum hintergrund.

in den volksschulen kannte jeder lehrer die sozialen und familiären hintergründe und konnte entsprechend eingreifen oder steuernd eingreifen. er übernahm also bei bedarf auch erzieherische aufgaben. begabte wurden gefördert und für realschulen oder gymnaseien vorgeschlagen.

die voksschulen änderte mann dann in haupschulen.
im zubringerdienst hat man aus kostengründen auf eine aufsicht verzichtet, was zur folge hatte, daß irgendwelche rotzlöffel den busfahrer und die kinder tyrannisierte. was nicht selten zu körperverletzung führte.
den lehrern wurde untersagt, im unterricht geeignete maßnahmen gegen solche rüpel zu ergreifen. sie wurden selber ziel körperlicher angriffe. ein haupschullehrer lehrer erzählte mir, da er ende der 70er nicht ohne pistole zur schule gegengen ist.
er führte das auf die viel propagierte antiautoritäre erziehung zurück. sie wurde zum leitwesen der lehrer und auch vielen eltern gleichzeitig zur "schulreform" eingeführt.

die politik sollte das experiment haupschule oder gesammtschule als gescheiter ansehen.
was den schulkinder natürlich jetzt nicht viel bringt, aber zukünftigen eine möglichkeit bietet wieder sich in geregelten verhältnissen bildung anzueignen.

 
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RE: Gewalt an Schulen

#4 von Isis ( gelöscht ) , 12.07.2010 12:37

Lieber Lei,
ob die unterste Stufe Hauptschule oder Volksschule heißt, kommt auf das Gleiche heraus. Dort werden die leistungsschwachen durch Frust oft gewaltbereiten Schüler auf ihr Leben als Hartz IV-Empfänger vorbereitet. Das sind die nackten Tatsachen.
Als erfolgversprechender hat sich das skandinavische Schulsystem erwiesen. Zwischen dem deutschen und norwegischen Bildungsstätten liegen Welten. Das belegt auch die Pisa-Studie.

Ich halte die Gesamtschule für eine Schulform, bei der die Differenzierung in die Schule verlagert wird und nicht mehr zwischen verschiedenen Schulformen besteht.


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Isis

RE: Gewalt an Schulen

#5 von Klaus Pfahl , 12.07.2010 12:47

In Hamburg wird diesen Monat darüber abgestimmt, ob das Schulsystem reformiert werden soll. Als vorteilhaft auch für die schwächeren Schüler ist eine 6-jährige Grundschule. Erst danach beginnen die weiterführenden Stufen. So kenne ich das auch in Berlin. Das System hatte sich bewährt.
http://www.bild.de/BILD/regional/hamburg...er-hamburg.html

Gruß
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RE: Gewalt an Schulen

#6 von lei ( Gast ) , 12.07.2010 15:44

@isis,

gehe ich recht in der annahem, daß sie die volksschule nie kennengelernt haben?

@blitz,

sie sind also der meinung, daß weiter experimentiert werden soll?

und haben sie sich auch schon mal die frage gestellt, wer den schaden an unseren kindern wieder gut macht?

lei

RE: Gewalt an Schulen

#7 von Isis ( gelöscht ) , 12.07.2010 18:00

Zitat von lei
@isis,

gehe ich recht in der annahem, daß sie die volksschule nie kennengelernt haben?

@blitz,

sie sind also der meinung, daß weiter experimentiert werden soll?

und haben sie sich auch schon mal die frage gestellt, wer den schaden an unseren kindern wieder gut macht?



Ich kenne nur die Grund- und Mittelschule. Wer zu blöd für die Mittelschule oder das Gymnasium ist kommt von der Grund- in die Hauptschule. Volksschulen gab es früher im 3. Reich, und da herrschte noch Ordung. Kein Kanaker hätte es damals gewagt eine deutsche Schülerin auch nur schief anzuschauen.


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RE: Gewalt an Schulen

#8 von Klaus Pfahl , 12.07.2010 19:37

@lei,
Ich bin nicht für Experimente, ganz im Gegenteil, wir brauchen bundesweit ein einheitliches Schulsystem mit gleichen Büchern und gleichen Lehrplänen. Wer in Bremen sein Abitur gemacht hat und in München studieren will, wird höchstwahrscheinlich dort scheitern. Zu groß sind die Unterschiede, das belegt auch die Pisastudie. Das föderative Gebilde Deutschland mag ja recht sinnvoll sein, aber im Schulsystem wirkt es sich negativ aus. Daher bin ich für die Abschaffung der Länderkultusministerien.

Gruß
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RE: Gewalt an Schulen

#9 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 12.07.2010 19:56

Bei uns gab es mal ein gutes Schulsystem:
4 oder 8 Klassen Volksschule.
Wer von den Lehrern fähig für die Hauptschule befunden wurde durfte ab der vierten Volksschule in die Hauptschule.
Später wurden dort A und B Zug eingeführt, mit und ohne Englisch.
Wer wollte ,konnte ab der vierten Volksschule oder der vierten Hauptschule ins Gymnasium oder in eine Fachschule.
Meistens mußten am Land weitere Anfahrtswege in Kauf genommen werden, oder ein Internat in Anspruch genommen werden.
Dann konnten die Leute nach der Volksschule oder Hauptschule eine Lehre machen.
Wielange es Berufsschulen gibt, weiß ich nicht mehr.
Es gab in diesen Schulen keine Gewalt, außer kleine Rangeleien, oder Mädchen einen Streich spielen.

Die Gewalt , die es in Schulen heutzutage gibt, sollte rigoros geahndet werden.
Auch die Eltern sollten wegen Erziehungsmängeln bestraft werden können.
Straffällig gewordene Ausländer sollten ohne Rücksicht abgeschoben werden können.
und, und.


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

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RE: Gewalt an Schulen

#10 von lei , 12.07.2010 20:08

Zitat von Isis

Zitat von lei
@isis,

gehe ich recht in der annahem, daß sie die volksschule nie kennengelernt haben?

@blitz,

sie sind also der meinung, daß weiter experimentiert werden soll?

und haben sie sich auch schon mal die frage gestellt, wer den schaden an unseren kindern wieder gut macht?



Ich kenne nur die Grund- und Mittelschule. Wer zu blöd für die Mittelschule oder das Gymnasium ist kommt von der Grund- in die Hauptschule. Volksschulen gab es früher im 3. Reich, und da herrschte noch Ordung. Kein Kanaker hätte es damals gewagt eine deutsche Schülerin auch nur schief anzuschauen.





@isis, ich zitiere "Volksschulen gab es früher im 3. Reich"

sie haben die baumschule vergessen ...................

eingangs schrieb ich, daß die volksschulen in den 60er jahren aufgelöst wurden und "kanaken" gab es auch schon zu dieser zeit.

eine frage wurde immer gestellt: " warum trägt eine deutsche frau keinen bh?"
antwort: "weil die italiener so klein sind."

 
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RE: Gewalt an Schulen

#11 von lei , 12.07.2010 20:18

Zitat von Blitz
@lei,
Ich bin nicht für Experimente, ganz im Gegenteil, wir brauchen bundesweit ein einheitliches Schulsystem mit gleichen Büchern und gleichen Lehrplänen. Wer in Bremen sein Abitur gemacht hat und in München studieren will, wird höchstwahrscheinlich dort scheitern. Zu groß sind die Unterschiede, das belegt auch die Pisastudie. Das föderative Gebilde Deutschland mag ja recht sinnvoll sein, aber im Schulsystem wirkt es sich negativ aus. Daher bin ich für die Abschaffung der Länderkultusministerien.

Gruß
Blitz



@blitz,

sind sie der meinung, daß, wenn in deutschland das norwegische system eingeführt wird, sich die schulleistungen verbessern?
ich glaube, das sie da äpfel mit birnen vergleichen.
es wird immer behauptet, daß dieses oder jenes system besser für deutschland sei. ob sich das aber auf deutsche verhältnisse anwenden läß, ist zu bezweifeln. zum einen wegen anderer mentalität und zum anderen aus unterrichtszeit insgesammt.

das ein einheitliches schulsystem vorteile bringt? ich bezweifele dies.
- eure politiker sind nicht in der lage, tiefgreifende entscheidungen zu fällen.
- grundlage muß ein in einem bundesland erproptes und gutes system sein.
- es würde zu viel geld gosten, was kein bundesland bereit ist zu investieren.

 
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RE: Gewalt an Schulen

#12 von lei , 12.07.2010 20:21

Zitat von Schimmerlos
Bei uns gab es mal ein gutes Schulsystem:
4 oder 8 Klassen Volksschule.
Wer von den Lehrern fähig für die Hauptschule befunden wurde durfte ab der vierten Volksschule in die Hauptschule.
Später wurden dort A und B Zug eingeführt, mit und ohne Englisch.
Wer wollte ,konnte ab der vierten Volksschule oder der vierten Hauptschule ins Gymnasium oder in eine Fachschule.
Meistens mußten am Land weitere Anfahrtswege in Kauf genommen werden, oder ein Internat in Anspruch genommen werden.
Dann konnten die Leute nach der Volksschule oder Hauptschule eine Lehre machen.
Wielange es Berufsschulen gibt, weiß ich nicht mehr.
Es gab in diesen Schulen keine Gewalt, außer kleine Rangeleien, oder Mädchen einen Streich spielen.

Die Gewalt , die es in Schulen heutzutage gibt, sollte rigoros geahndet werden.
Auch die Eltern sollten wegen Erziehungsmängeln bestraft werden können.
Straffällig gewordene Ausländer sollten ohne Rücksicht abgeschoben werden können.
und, und.







@schimmerlos,

sie sprechen mir aus der seele.

eltern für das fehlverhalten ihrer zöglinge mitzubestrafen ist ein probates mittel, daß eltern sich mehr um ihre brut kümmert.

 
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RE: Gewalt an Schulen

#13 von Klaus Pfahl , 12.07.2010 20:34

Zitat von lei

@blitz,

sind sie der meinung, daß, wenn in deutschland das norwegische system eingeführt wird, sich die schulleistungen verbessern?
ich glaube, das sie da äpfel mit birnen vergleichen.
es wird immer behauptet, daß dieses oder jenes system besser für deutschland sei. ob sich das aber auf deutsche verhältnisse anwenden läß, ist zu bezweifeln. zum einen wegen anderer mentalität und zum anderen aus unterrichtszeit insgesammt.

das ein einheitliches schulsystem vorteile bringt? ich bezweifele dies.
- eure politiker sind nicht in der lage, tiefgreifende entscheidungen zu fällen.
- grundlage muß ein in einem bundesland erproptes und gutes system sein.
- es würde zu viel geld gosten, was kein bundesland bereit ist zu investieren.



Bei dem letzten Absatz muß ich Dir Recht geben. Unsere Politik lahmt. Sie ist nicht in der Lage sich auf ein gemeinsames und gutes System parteiübergreifend zu einigen. Zusehr sind die Hampelmänner in den Parlamenten damit beschäftigt sich gegenseitig auf die Füße zu treten. Da haben es Diktaturen leichter, wenn kluge Leute am Ruder sitzen.

Meine Tochter ging auf eine integrierte Gesamtschule, und sie hatte ein wunderbares Abgangszeugnis. Gerade diese Schulform ist als Ganztagsschule mit ihren sozialen Schwerpunkten vorbildlich.

Gruß
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RE: Gewalt an Schulen

#14 von Schimmerlos ( gelöscht ) , 12.07.2010 21:00

Bei uns gab es die Volksschule bis vor ein paar Jahren.


Die Waffen nieder!
Bertha von Suttner

Schimmerlos

RE: Gewalt an Schulen

#15 von Klaus Pfahl , 12.07.2010 21:39

Zitat von Schimmerlos
Bei uns gab es die Volksschule bis vor ein paar Jahren.




Heute heißt sie wie bei uns sicherlich auch Hauptschule. Die ist für die Schüler gedacht, die ein Handwerk erlernen möchten. Heute drängen zu viele Schulabgänger mit einem höheren Abschluß in diese Berufe. Das halte ich auch für eine Fehlentwicklung.

Gruß
Blitz


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Kellner sollen für Zechpreller zahlen
Sollte in deutschen Gefängnissen

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