Mischehen

#1 von Klaus Pfahl , 09.05.2011 19:58

Würdet Ihr es tolerieren, wenn ein Familienmitglied von Euch eine/n Farbige/n heiratet, oder würdet Ihr gar selbst eine/n Afrikaner/in zum Ehepartner nehmen, wenn sich noch einmal die Gelegenheit böte?


Die Erinnerungen verschönern das Leben,
aber das Vergessen allein macht es erträglich.

Honoré de Balzac

 
Klaus Pfahl
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RE: Mischehen

#2 von Germanicus ( gelöscht ) , 09.05.2011 20:30

Na, ich möchte mich einmal ganz vorsichtig ausdrücken. Ich selbst würde keine Schwarzafrikanerin heiraten und würde auch jedem davon abraten. In Deutschland oder Skandinavien gibt es so viele attraktive Frauen. Die Schwarzen kommen aus einem ganz anderen Kulturkreis, und eine Ehe mit denen geht meistens schief.

Germanicus

RE: Mischehen

#3 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 09.05.2011 20:45

Zitat von Germanicus
Na, ich möchte mich einmal ganz vorsichtig ausdrücken. Ich selbst würde keine Schwarzafrikanerin heiraten und würde auch jedem davon abraten. In Deutschland oder Skandinavien gibt es so viele attraktive Frauen. Die Schwarzen kommen aus einem ganz anderen Kulturkreis, und eine Ehe mit denen geht meistens schief.



Häääääärrrrrrlich, dieses Schubladen-Denken ! Es geht doch nichts über ein simples Weltbild, das man sich mühelos zurechtzimmert !

Ich liebe diese Beiträge, die so gar nichts über Vorurteile und Feindbilder verraten (wie schon den über die Grünen in Baden-Württemberg !).

Also "in Deutschland oder Skandinavien gibt es so viele attraktive Frauen" - nicht in Osteuropa oder Großbritannien ???

Ogottogottogott ! Und ich - oh Schreck ! - feiere bald Silber-Hochzeit mit einer Engländerin.........



Gruß - peddor = Peter


"Nichts ist schwieriger,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zur Gesellschaft zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

peddor, der Rüstersieler

RE: Mischehen

#4 von Germanicus ( gelöscht ) , 09.05.2011 21:00

Pardon, mit Sicherheit habe ich mich unvollständig ausgedrückt. Es hätte eher heißen sollen "einschließlich aller Weißen in Europa".

Germanicus

RE: Mischehen

#5 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 09.05.2011 21:23

Zitat von Germanicus
Pardon, mit Sicherheit habe ich mich unvollständig ausgedrückt. Es hätte eher heißen sollen "einschließlich aller Weißen in Europa".



Okay, dann lasse ich mich DOCH NICHT scheiden !!

Puuuuuuuuuhhh !


Gruß - Peter


"Nichts ist schwieriger im Leben,
und nichts erfordert mehr Charakter,
als im offenen Gegensatz zu seiner Zeit zu stehen
und laut zu sagen: 'NEIN !' "

(Kurt Tucholsky)

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RE: Mischehen

#6 von Lefty ( gelöscht ) , 09.05.2011 21:38

Zitat von Blitz
Würdet Ihr es tolerieren, wenn ein Familienmitglied von Euch eine/n Farbige/n heiratet, oder würdet Ihr gar selbst eine/n Afrikaner/in zum Ehepartner nehmen, wenn sich noch einmal die Gelegenheit böte?



Mischehen ist ja ein Wort das auf vieles zutrifft, verschiede Herkunft, Religion, Hautfarbe...selbst wenn ein Katholik eine Protistantin heiratet, spricht man von Mischehe.

Für mich wäre die gleiche Religion und der gleiche Kulturkreis ausschlaggebend, dabei spielt die Hautfarbe eine nur untergeordnete Rolle. Die meisten Deutschen sehen das zu kompliziert. Schau dir doch einmal das Völkergemisch in Paris, London oder New York an. Die sehen das alles lockerer.


Lefty

RE: Mischehen

#7 von peddor, der Rüstersieler ( gelöscht ) , 10.05.2011 12:42

Dem Beitrag von Lefty kann ich nur zustimmen, wobei meiner (!!) Ansicht nach allein das Wort "Mischehen" zumindest einen negativen Beigeschmack hat, wohingegen Germanicus' Erstbeitrag meines Erachtens bereits in eine Richtung tendiert, die - sorry - rassistisch angehaucht zu sein scheint.

Also: meines Erachtens / in eine Richtung / tendiert / angehaucht / zu sein scheint... Vorsichtiger konnt' ich's wirklich nicht formulieren !

Aus meinem Verwandtenkreis, genauer: dem meiner Frau, ist ein "Weißer" mit einer "Schwarzen" verheiratet, ein "Weißer" gar mit einer "Gelben" ---> Japan.

Ich habe nicht nur in eine multinationale, nicht nur multikulturelle, sondern auch und vor allem in eine kosmopolitische "Sippe" eingeheiratet.

Gruß - Peter


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und laut zu sagen: 'NEIN !' "

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peddor, der Rüstersieler

RE: Mischehen

#8 von Laura , 10.05.2011 13:29

Sollte ich noch einmal die Wahl haben, käme für mich nur ein "Schwarzer" in Frage, wenn überhaupt, der in meinem Kulturkreis aufgewachsen und kein Moslem ist.
Unproblematischer ist eine Ehe zwischen einem Weißen und einer Afrikanerin. Für sie wäre es ein Befreiungsschlag aus einer von Patriarchen dominierten Welt.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Mischehen

#9 von Just_a_Guest ( Gast ) , 09.08.2011 15:34

Zitat von Lefty

Zitat von Blitz
Würdet Ihr es tolerieren, wenn ein Familienmitglied von Euch eine/n Farbige/n heiratet, oder würdet Ihr gar selbst eine/n Afrikaner/in zum Ehepartner nehmen, wenn sich noch einmal die Gelegenheit böte?



Mischehen ist ja ein Wort das auf vieles zutrifft, verschiede Herkunft, Religion, Hautfarbe...selbst wenn ein Katholik eine Protistantin heiratet, spricht man von Mischehe.

Für mich wäre die gleiche Religion und der gleiche Kulturkreis ausschlaggebend, dabei spielt die Hautfarbe eine nur untergeordnete Rolle. Die meisten Deutschen sehen das zu kompliziert. Schau dir doch einmal das Völkergemisch in Paris, London oder New York an. Die sehen das alles lockerer.




Und warum sind Pariser nicht alle einfach nur braun? Richtig! Weil die verschiedenen Parallelgesellschaften sich nicht vermischen. Wehe der Muslima, die sich einen Ungläubigen angelt. Rassismus ist ebenfalls unter schwarzen ein Problem und nicht selten werden Andersfarbige - meist die Franzosen selbst von anderen blöd angemacht, geschlagen, durch die Straßen gejagt, etc. Würden sich die Bevölkerungen tatsächlich mischen, hätten wir nicht diese verschieden Bevölkerungsgruppen.

Was das eigentliche Thema angeht: Es kann sehr schwierig sein. Man stelle sich eine emanzipierte Frau vor, die verzweifelt einen gläubigen Muslim erklärt, dass die ganzen Verse falsch sind und er sie weder schlagen noch vergewaltigen darf/muss und er sein Buch (den Koran) in die Tonne treten kann. So eine Ehe funktioniert nicht, es sei denn einer gibt seine Ideale auf. Und Schwarzafrikaner sind auch häufig Moslems oder fundamentalistische Christen, was bei einem Atheisten auch nicht gut ankommt.

Letztlich entscheidet die Abkehr von totalitären Glaubensrichtungen und Ideologien von beiden Partnern, oder die Unterordnung eines Partners in die Ideologie des anderen, ob es passt oder nicht und nicht die Hautfarbe.

Just_a_Guest

RE: Mischehen

#10 von Waldveilchen , 09.08.2011 17:33

Letztendlich entscheidet in so einer gemischten Ehe die Toleranz der beiden, ob sie eine Chance auf friedliches Zusammenleben haben, oder nicht.

 
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RE: Mischehen

#11 von maronni , 09.08.2011 19:11

Eine Mischehe kann auch eine stinknormale Ehe sein.
Man muss die Interessen auch erst zusammen mischen und die Charaktere sich auch die Hand reichen.
Ansonsten mischt man sich gegenseitig eins auf...trotz gleicher Hautfarbe und sonstigem...


immer frei von der Leber weg,
...auch wenn manchen die Galle hoch kommt

 
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RE: Mischehen

#12 von kritisches_Auge , 12.08.2011 09:39

Die Frage ist doch eigentlich ob ich einen Partner wählen könnte der völlig andere
Vorstellungen als ich hat, das geht meiner Meinung nach nicht gut.
Ich hatte einmal eine Freundin die streng religiös war, einer Freikirche angehörte,
wir verstanden uns in vielen Dingen gut aber die unterschiedliche religiöse Einstellung
trennte uns, das muß bei einer Partnerschaft eine noch viel größere Rolle spielen.

In dem Sinn kann ein Afro-Afrikaner der ähnliche Dinge vermittelt bekam wie ich
mir näherstehen als der entschiedene Christ von nebenan.
Ich empfinde also nicht die Herkunft sondern ähnliche kulturelle Überzeugungen
als wichtig.

 
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RE: Mischehen

#13 von Laura , 12.08.2011 17:46

Wichtig ist, dass er mich als Frau völlig gleichberechtigt ansieht. Unterbuttern lasse ich mich von keinem Mann.


Heute ist der 1. Tag von dem Rest meines Lebens.

 
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RE: Mischehen

#14 von Gast ( Gast ) , 12.08.2011 18:24

Es kommt auf die Liebe an, dann ist egal, wer oder was sich mischt.

Wir haben nicht mehr das Zeitalter von Romeo und Julia, dass eine Liebe so tragisch enden muß.

Gast

RE: Mischehen

#15 von kritisches_Auge , 12.08.2011 23:08

Ich finde eine ähnliche Einstellung zu den Werten die jeder hat wichtiger, Liebe
kann sehr flüchtig sein.

 
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