Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#1 von Klaus Pfahl , 04.05.2011 13:01

Rente und Scheidung ist ein Thema, das in jedes Scheidungsverfahren automatisch einfließt. Das bedeutet, dass die Eheleute nicht frei darüber entscheiden können, ob sie einen Versorgungsausgleich durchführen möchten. Während nach dem bis August 2009 geltenden Recht noch die Rentenversicherer die Entscheidung darüber trafen, ob ein Versorgungsausgleich durchgeführt wurde, überlässt man sie jetzt der Beurteilung durch das Familiengericht. Die Praxis bei der Anwendung des Versorgungsausgleichs zeigte über viele Jahre, dass eine Aufteilung der während der Ehezeit erworbenen Rentenansprüche nicht immer gerechtfertigt ist.
Wie seht ihr das?


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RE: Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#2 von Alter Friese ( gelöscht ) , 04.05.2011 17:50

Grundsätzlich finde ich den Versorgungsausgleich bei einer Trennung gerecht. Denn schließlich hat die geschiedene Ehefrau unter Umständen wegen der Erziehung der Kinder weniger Berufsjahre und entsprechend weniger Rente. Nicht gerecht ist, dass beim Tod der geschiedenen Frau der Versorgungsausgleich weiter gezahlt werden muss. Dieser Rentenanteil müsste dem überlebenen Mann monatlich weiter ausgezahlt werden, denn er hat diese Anteile ja erworben.


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Alter Friese

RE: Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#3 von Zaunkönig , 04.05.2011 21:19

Zitat von Alter Friese
Grundsätzlich finde ich den Versorgungsausgleich bei einer Trennung gerecht. Denn schließlich hat die geschiedene Ehefrau unter Umständen wegen der Erziehung der Kinder weniger Berufsjahre und entsprechend weniger Rente. Nicht gerecht ist, dass beim Tod der geschiedenen Frau der Versorgungsausgleich weiter gezahlt werden muss. Dieser Rentenanteil müsste dem überlebenen Mann monatlich weiter ausgezahlt werden, denn er hat diese Anteile ja erworben.



@Alter Friese
Was ist aber, wenn der Vater sich um die Erziehung der Kinder kümmerte und die Mutter berufstätig war?

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RE: Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#4 von Alter Friese ( gelöscht ) , 05.05.2011 16:47

Das Gleiche - wenn die geschiedene Ehefrau mehr Geld als als ihr Ex verdient hatte, muss sie bezahlen, und wenn er vorher verstirbt, ist ihr Rentenanteil, der in den Versorgungsausgleich fließt, auch weg.


Lever dood as Slav

Alter Friese

RE: Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#5 von Klaus Pfahl , 05.05.2011 18:35

Mich bzw. uns betrifft es ja nicht, aber ich fände es überaus ungerecht, wenn sich meine Frau einen "Lover" zugelegt hätte und mit ihm verschwunden wäre. Zur Belohnung hätte sie dann noch einen Teil meiner Alterseinkünfte bekommen. Für solche Fälle war das Verschuldungsprinzip meiner Ansicht nach besser.


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RE: Ist das deutsche Scheidungsrecht gerecht?

#6 von Laura , 05.05.2011 18:49

Zitat von Blitz
Mich bzw. uns betrifft es ja nicht, aber ich fände es überaus ungerecht, wenn sich meine Frau einen "Lover" zugelegt hätte und mit ihm verschwunden wäre. Zur Belohnung hätte sie dann noch einen Teil meiner Alterseinkünfte bekommen. Für solche Fälle war das Verschuldungsprinzip meiner Ansicht nach besser.



Und warum suchen sich viele Ehefrauen einen Lover? Da wird die Schuldzuweisung recht kompliziert. Bei dem alten deutschen Scheidungsrecht, das Gott-sei-Dank abgeschafft wurde, wurde gelogen, dass sich die Balken biegen. Ich gebe dir nur in einem Punkt Recht, dass beim Ableben eines geschieden Partners der Anteil des Versorgungsausgleiches auf den Überlebenden zurück fällt.


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